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Pistius truncatus (Pallas, 1772)} Pistius truncatus -  1. Fund
Pistius truncatus - 1. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Chiroptera, Vespertilionidae, Fledertiere, Glattnasen, Myotis, daubentoni, Kuhl, 1817, Wasserfledermaus, Deutschland, Sachsen, Obervorwerk

 

Myotis daubentoni - 1. Fund

 
Daten Myotis daubentoni - 1. Fund

 

Myotis daubentoni -  1. Fund
Myotis daubentoni -  1. Fund
   

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Sachsen)

In der Nähe von Lengefeld beim „Kalkwerk“ im Stollen „Weißer Ofen“.

(581 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

09.01.2003

 

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Myotis daubentoni - 1. Fund   

Die Wasserfledermaus (Myotis daubentonii) gehrt innerhalb der Fledermuse zur Familie der Glattnasen und verdankt ihren deutschen Namen ihrem Jagdverhalten. Sie stellt ihren Beutetieren in geringem Abstand ber Gewsseroberflchen nach. Ihr wissenschaftlicher Name ehrt den franzsischen Zoologen Louis Jean-Marie Daubenton (1716?1799).

Typisch fr Wasserfledermuse sind ihre enorm groen Fe. Auffllig ist ebenfalls das wenig behaarte rotbraune Gesicht. Mit einer Spannweite von 24 cm bis 27,5 cm[1] und einem Gewicht von etwa 7 g bis 15 g zhlen sie zu den mittelgroen heimischen Arten. Sie hnelt optisch der Teichfledermaus, ist jedoch etwas kleiner.

Wie alle anderen Mausohren (Myotis) verfgt auch die Wasserfledermaus ber einen Ohrdeckel (Tragus), der nicht ganz die halbe Ohrlnge erreicht. Sie werden ca. drei Jahre alt.

Die Muskeln, mit deren Hilfe eine Wasserfledermaus Laute fr die Echoortung erzeugt, knnen bis zu 160 Mal pro Sekunde angespannt und entspannt werden, so dass bis zu 160 Rufe pro Sekunde erzeugt werden knnen.[2]

Der Name verrt schon ihr bevorzugtes Jagdgebiet, denn sie sind meist ber Gewssern unterwegs, um Fluginsekten zu erbeuten. Oft sind es mehrere Tiere gleichzeitig, die in geringer Hhe von ca. 15 cm ber der Wasseroberflche vorwiegend nach Zuckmcken, aber auch anderen Wasserinsekten jagen. Sehr geschickt werden auch in das Wasser gefallene und auf der Wasseroberflche treibende Insekten mit der Schwanzflughaut herausgekeschert und dann mit dem Maul zum Verzehr aus dieser Flughauttasche aufgenommen. Mit ihren groen Fen ist sie sogar in der Lage, kleine Fische zu fangen.[3] Ungefhr ein Drittel ihres Krpergewichts von etwa 10 g muss eine Fledermaus in jeder Nacht zu sich nehmen.

Auf dem Weg zu den Jagdrevieren orientieren sich die Tiere bevorzugt an linearen Strukturen wie Baumreihen oder Hecken als Leitlinien. Hierbei fliegen die Tiere etwa 25 km/h schnell, bei der Jagd etwa mit 12 km/h.

Wasserfledermuse verstecken sich tagsber meist in Baumhhlen in Wldern. Sie fliegen auf immer denselben Fluglinien von ihren Verstecken ins Jagdgebiet. Dabei folgen sie im Tiefflug altbekannten Gelndestrukturen, Waldrndern und Hecken. Von einer Baumhhle im Wald, selten in Gebuden, bis ans nchste Flussufer knnen dies gut und gerne ein bis zwei Kilometer sein. Sie verlassen ihre Sommerquartiere zur Jagd in der spten Dmmerung. Im Winter sammeln sich Wasserfledermuse in groen Verbnden, um die insektenarme Jahreszeit in frostsicheren Hhlen und Felsspalten zu verschlafen. Hierbei sind 100 % Luftfeuchtigkeit und 3?6 Grad Celsius ideal. Wenn die Temperatur dauerhaft unter 3 Grad fllt, wechseln sie in ein wrmeres Quartier.

Die Paarung erfolgt im Winter. Die Mnnchen suchen die Weibchen und wecken sie mit Bissen ins Genick. Wenn die Weibchen wach sind, werden sie begattet. Da die Weibchen bei der Paarung noch in der Aufwachphase und deshalb geschwcht sind, ist ein Balzen um die Weibchen nicht vonnten. Nach dem Paarungsakt suchen sich beide Tiere wieder einen Schlafplatz und setzen den Winterschlaf fort. Die Weibchen werden nicht sofort befruchtet, sondern erst gegen Ende des Winters, wenn die Schwangerschaft nicht mehr zu viel Energie entzieht. Nach dem Ausflug finden sich die trchtigen Weibchen in Wochenstubengesellschaften (pro Stube 20?50 Stck) zusammen und bringen dann in der zweiten Junihlfte ihren Nachwuchs zur Welt.

Wahrscheinlich werden die Tiere noch im Geburtsjahr geschlechtsreif. Dies wird vermutet, da bereits bei drei bis vier Monate alten Mnnchen Spermatozoen bzw. stark angeschwollene Hoden und gefllte Nebenhoden gefunden wurden.

Die Wasserfledermaus besiedelt groe Teile der Palarktis von Irland und Grobritannien bis Korea und Japan. Das Vorkommen ist im Wesentlichen auf die gemigte Klimazone beschrnkt.

(Quelle: Wikipedia  )

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