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Attagenus pellio (Linnæus, 1758) -- Gemeiner Pelzkäfer, Gefleckter Pelzkäfer} Attagenus pellio -  1. Fund
Attagenus pellio - 1. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Artiodactyla, Cervidae, Paarhufer, Hirsche, Capreolus, capreolus, Linnæus, 1758, Reh, Deutschland, Sachsen, Amtsberg

 

Capreolus capreolus - 3. Fund

 
Daten Capreolus capreolus - 3. Fund

 

Capreolus capreolus -  3. Fund
Capreolus capreolus -  3. Fund
Capreolus capreolus -  3. Fund
 

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Sachsen)

An einem Bach zwischen Zschopau und Amtsberg / OT Schlößchen.

(407 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

11.05.2002

 

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Capreolus capreolus - 3. Fund   

Das Reh (Capreolus capreolus), zur Unterscheidung vom Sibirischen Reh auch Europisches Reh genannt, ist die in Europa hufigste und kleinste Art der Hirsche. Als Trughirsch ist es nher mit Ren, Elch und dem amerikanischen Weiwedelhirsch verwandt als mit dem in Mitteleuropa ebenfalls heimischen Rothirsch.

Das Reh besiedelte ursprnglich Waldrandzonen und -lichtungen. Es hat sich aber erfolgreich eine Reihe sehr unterschiedlicher Habitate erschlossen und kommt mittlerweile auch in offener, fast deckungsloser Agrarsteppe vor. Aufgeschreckte Rehe suchen gewhnlich mit wenigen, schnellen Sprngen Schutz in Dickichten, es wird deswegen und auf Grund einiger morphologischer Merkmale dem sogenannten ?Schlpfertypus? zugerechnet. Rehe sind Wiederkuer und werden als Konzentratselektierer bezeichnet, da sie bevorzugt eiweireiches Futter sen. Whrend des Sommerhalbjahrs lebt das Reh berwiegend einzeln oder in kleinen Gruppen, bestehend aus einer Ricke und ihren Kitzen, im Winter bilden sich Sprnge, die meist mehr als drei oder vier Tiere umfassen. Rehe, die in der offenen Agrarlandschaft leben, bilden Sprnge von mehr als zwanzig Individuen.

Das Reh unterliegt dem Jagdrecht und wird dort dem Schalenwild und dem Niederwild zugeordnet. Die Jagdstrecke betrgt allein auf dem Gebiet Deutschlands jhrlich mehr als eine Million Stck. In der landwirtschaftlichen Wildhaltung spielt es auf Grund seiner Verhaltensmerkmale keine Rolle.

Ausgewachsene Rehe haben eine Krperlnge von 93 bis 140 Zentimeter und erreichen eine Schulterhhe zwischen 54 und 84 Zentimeter. Sie wiegen je nach Ernhrungszustand zwischen 11 und 34 Kilogramm.[1] Tendenziell steigt das Gewicht von Sdwesten nach Nordosten, von tiefen in hhere Lagen und von wrmeren zu klterem Klima.[2] So wiegen Ricken im Sdwesten Spaniens durchschnittlich 17,1 und im Norden Spaniens 23,2 Kilogramm. In Norwegen erreichen Ricken dagegen ein durchschnittliches Gewicht von 28,8 Kilogramm.[3] Einen ausgeprgten Sexualdimorphismus gibt es bezogen auf die Krpermae nicht. Das adulte, weibliche Reh trgt kein Geweih.

Auf Grund mehrerer Merkmale wird das Reh dem sogenannten ?Schlpfertypus? zugerechnet. Anders als der Rothirsch, der bei Beunruhigung mit schnellem, ausdauerndem Lauf flchtet und der dem Lufertypus zugeordnet wird, sucht das Reh bei Beunruhigung mit wenigen schnellen Sprngen Deckung im Dickicht.[4] Es hat eine leicht gekrmmte und nach vorn abfallende Wirbelsule, wodurch die Kruppe hher liegt als der Widerrist. Das Geweih des Bocks ist verhltnismig klein.[5] Die keilfrmige Krperform ist dem lautlosen Durchwinden von dichter Vegetation angepasst.[6] Die Beine sind im Verhltnis zum Rumpf zierlich und lang, die Hinterlufe sind im Sprunggelenk stark eingeknickt.

Der Kopf ist im Verhltnis zur Krperlnge kurz, im Profil wirkt er fast dreieckig. Die Ohren sind lang-oval und zugespitzt und entsprechen in ihrer Lnge etwa zwei Dritteln der Kopflnge. Die Iris ist schwarzbraun mit einer quer gestellten Pupille. Der Hals ist schlank und lnger als der Kopf.[7] Das Haarkleid besteht aus Leithaaren, Grannenhaaren und Wollhaaren. Grannen- und Leithaare bilden die Deckhaare, darunter liegen die sehr dnnen und stark gekruselten Wollhaare.[8] Das Haarkleid ist im Sommer auf der Krperoberseite und den Auenseiten des Krpers glnzend, wobei die Frbung individuell von einem dunklen Braunrot bis zu einem Fahlgelb variieren kann. Die Innenseite der Lufe und der Unterbauch sind heller und gelblicher. Die Region um den After, der sogenannte Spiegel, hebt sich vom brigen Fell ab und ist gewhnlich von gelblich weier Farbe. Bcke haben am Kinn und an jeder Seite der Oberlippe einen kleinen weien Fleck, auch oberhalb der Nasenpartie ist hufig ein weier Fleck ausgebildet. Die Ohren sind bei beiden Geschlechtern auf der Auenseite braungrau mit einem dunklen bis schwarzen Rand, innen ist das Ohr dagegen hellgrau bis wei.[9] Der bergang vom Sommer- zum Winterhaarkleid erfolgt im September und Oktober. Er verluft zunchst unauffllig, weil die roten Sommerhaare das wachsende graue Winterhaar lange optisch berdecken. Der fr einen Beobachter erkennbare Haarwechsel verluft dagegen sehr schnell und ist bei gesunden Rehen innerhalb einer Woche abgeschlossen.[10] Im Winter variiert die Farbe des Haarkleides zwischen Hell- und Dunkelgrau. Auch im Winterhaarkleid ist die Krperunterseite heller als die Krperoberseite. Der Wechsel vom Winter- ins Sommerkleid erfolgt in Mitteleuropa im Zeitraum von Mrz bis April. Die Sommerhaare sind zuerst am Kopf sichtbar, dann auf dem Widerrist. Im Winter ist das einzelne Haar hohl, was der besseren Isolierung durch Lufteinschluss dient.

Das Fell der Rehkitze ist rotbraun und weist zunchst eine weie Punktierung auf dem Rcken und auf den Flanken auf. Diese weie Fleckenzeichnung wird ab einem Alter von einem Monat allmhlich undeutlicher und verschwindet bis zum Alter von zwei Monaten durch das berwachsen durch rote Sommerhaare. Unter dem langen roten Haaren sind die weien und braunen Kitzhaare noch bis zum Wechsel in das Winterhaarkleid vorhanden.[11]

Neben rotbraunen Rehen treten selten auch albinotische oder teilalbinotische Individuen auf. Bei reinen Albinos sind die Haare vllig wei, die Augen sind rot. Bei den etwas hufigeren Teilalbinos, den sogenannten gescheckten Rehen, treten weie Stellen an verschiedenen Krperteilen auf, die weien Stellen knnen unterschiedlich gro sein.[12] Fehlen dem Reh bestimmte Farbpigmente, kann das Haar auch gelblich oder silberfarben sein. Im Tiefland des nrdlichen Mitteldeutschlands gibt es eine groe Anzahl sogenannter schwarzer Rehe, die vereinzelt auch in anderen Regionen auftreten. Im nrdlichen Mitteldeutschland gab es schwarze Rehe vermutlich bereits um 990 in der Umgebung von Haste. Ihr Vorkommen ist fr den heutigen Kreis Lchow-Dannenberg fr 1591 sicher belegt, da aus diesem Jahr ein Brief des Landgrafen Wilhelm von Hessen-Kassel an den Herzog Heinrich Julius von Braunschweig-Wolfenbttel erhalten geblieben ist, in dem er um die Zusendung der versprochenen schwarzen Rehe bittet.[13]

Die Frbung erklrt sich durch eine starke Vermehrung des schwarzen Pigments, das die Rotfrbung unterdrckt. Dieses Merkmal wird vermutlich rezessiv vererbt.[14] Im Sommer sind bei diesen Tieren der Kopf bis zur Augenlinie, Nacken, Rcken und oberer Teil der Lufe glnzend tiefschwarz. Die Krperunterseite wirkt grauschwarz. Im Winter ist das Schwarz etwas matter.[15] Auch die Kitze sind bereits schwarz gefrbt, weisen aber wie normal gefrbte Kitze eine bis zwei Reihen heller Flecken beiderseits der Wirbelsule auf. Schwarze Rehe machen immer nur einen geringen Anteil der gesamten Rehwildpopulation aus. Selbst dort, wo man durch den gezielten Abschuss rotbrauner Rehe den Anteil schwarzer Rehe gezielt frdern wollte, gelang es nicht, ihren Anteil ber 75 Prozent zu steigern.[16]

Nur die Bcke tragen ein Geweih. In der Jgersprache wird das Geweih der Rehe auch als Gehrn, im sddeutsch-sterreichischen Sprachraum auch als Krickl, bezeichnet. Es besteht aus zwei runden bis ovalen Stangen, die bei Bcken in Mitteleuropa durchschnittlich eine Lnge von 15 bis 20 Zentimeter erreichen.[17] Im Normalfall weist jede Stange eines normal entwickelten, lteren Bockes drei Enden auf: Eine sogenannte Vordersprosse sowie das eigentliche Stangenende, auch Mittelsprosse genannt, und eine in der Hhe zwischen beiden liegende Hintersprosse.[18] Die wichtigste biologische Funktion dieses Geweihes liegt im Ausfechten und Verteidigen der Rangordnung. Die mit Duftdrsen versehenen Kolbenenden produzieren auerdem bis zum Fegen der Basthaut ein Sekret, das an der Vegetation abgestreift wird.[19] Da das Geweih eine berschussproduktion des Krpers ist, spielen bei seiner Entwicklung neben dem Alter der Bcke uere Faktoren wie die Ernhrung eine Rolle. Erst nach dem Abschluss der krperlichen Entwicklung des Bocks kann die Geweihentwicklung ihren Hhepunkt erreichen. In der Regel erreichen Geweihmasse und -volumen ihr Maximum bei fnfjhrigen Bcken.[20] Das Geweih kann dann bis zu 600 Gramm wiegen. Es gibt keine Hinweise darauf, dass Bcke mit strkerem Geweih von den Ricken bevorzugt werden.[21]

(Quelle: Wikipedia  )

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