beste Ansicht = 1280x1024 pix
Erweiterte Suche
 

Zufallsbild

Miramella alpina (Kollar, 1833) -- Alpine Gebirgsschrecke} Miramella alpina -  1. Fund
Miramella alpina - 1. Fund



 

Impressum

ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ber mich...

 

E-Mail

Schlüsselwörter:

Passeriformes, Corvidae, Sperlingsvögel, Rabenvögel, Pyrrhocorax, graculus, Linnæus, 1766, Alpendohle, Österreich, Tirol, Hintertux

 

Pyrrhocorax graculus - 1. Fund

 
Daten Pyrrhocorax graculus - 1. Fund

 

Pyrrhocorax graculus -  1. Fund
Pyrrhocorax graculus -  1. Fund
Pyrrhocorax graculus -  1. Fund
Pyrrhocorax graculus -  1. Fund
Pyrrhocorax graculus -  1. Fund
Pyrrhocorax graculus -  1. Fund
   

Funddaten:

Gefunden in Österreich (Tirol)

Am Restaurant „Tuxer Ferner Haus“ am „Hintertuxer Gletscher“ in der Nähe von Hintertux.

(2600 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

01.07.2009

 

nach oben




Vorheriges Bild:
Pyrrhocorax graculus - 1. Fund  
Nächstes Bild:
Pyrrhocorax graculus - 1. Fund   

Die Alpendohle (Pyrrhocorax graculus) ist eine Singvogelart aus der Familie der Rabenvgel (Corvidae). Der 34 bis 38 cm groe Vogel ist ein mittelgroer Vertreter seiner Familie und zeichnet sich durch schwarzes Gefieder, rote Beine und einen gelben Schnabel aus. Im Feld ist die Art daneben auch durch ihren akrobatischen Segelflug und ihre pfeifenden Rufe zu erkennen. Ihr lckenhaftes Verbreitungsgebiet umfasst die Hochgebirge der sdlichen Palarktis, wo sie montane Hhenlagen mit freiliegenden Felsen bewohnt. Die Nahrung der Tiere besteht zum Groteil aus Beeren und Wirbellosen, bei Gelegenheit fressen sie aber auch kleine Wirbeltiere, Vogeleier oder menschliche Abflle. Alpendohlen leben sehr gesellig, sie bewegen sich in Schwrmen und brten gelegentlich in Kolonien. Ihr Nest errichten sie zwischen April und Juni in Felsnischen.

Die Alpendohle wurde 1766 von Carl von Linn als Corvus graculus erstbeschrieben und von Marmaduke Tunstall in die Gattung der Bergkrhen (Pyrrhocorax) gestellt. Zusammen mit ihrer Schwesterart, der Alpenkrhe (Pyrrhocorax pyrrhocorax), bildet sie eine frhe Entwicklungslinie der Rabenvgel, die nah mit sdasiatischen Elstern verwandt ist. Die Art wird in zwei bis drei Unterarten geteilt, deren Abgrenzung allerdings nicht klar ist. Der weltweite Bestand der Alpendohle gilt mit einer geschtzten sechs- bis siebenstelligen Zahl von Tieren als stabil und nicht gefhrdet.

Die Alpendohle liegt mit 34?38 cm Krperlnge, einer Spannweite von 75?85 cm[2] und einem Gewicht von 160?277 g im Mittelfeld ausgewachsener Rabenvgel. Sie zeichnen sich durch einen gebogenen Schnabel aus, der im Vergleich mit der Alpenkrhe (P. pyrrhocorax) deutlich krzer und schmler ausfllt. Seine Basis ist mit einem kurzen, dichten Bschel aus Nasalborsten bedeckt. Die Beine und Zehen der Art sind krftig und, wie fr Bergkrhen typisch, geschient statt getfelt. Sie sind proportional krzer als die der Alpenkrhe. Zwischen Mnnchen und Weibchen besteht ein deutlicher Geschlechtsdimorphismus: Mnnchen werden im Mittel grer und schwerer als Weibchen, beide Geschlechter berlappen sich aber in ihren Maen. Adulte Mnnchen wiegen 188?280 g und erreichen eine Flgellnge von 270?284 mm. Ihr Schwanz misst 161?179 mm, ihr Laufknochen 45?49 mm. Der mnnliche Schnabel misst von der Spitze bis zum Schdel zwischen 33 und 37 mm. Die Flgellnge ausgewachsener Weibchen liegt demgegenber lediglich bei 251?267 mm, ihr Gewicht bei 160[3]?265[2] g. Der Schwanz weiblicher Alpendohlen wird 157?165 mm lang, ihr Schnabel 32?36 mm. Der Lauf weiblicher Tiere misst 43?47 mm. Es wird angenommen, dass die durchschnittliche Gre von Alpendohlen von Westen nach Osten zunimmt. Allerdings zeichnen Messungen hier ein differenziertes Bild. So sind etwa chinesische Alpendohlen zwar im Schnitt grer als europische, haben aber krzere Lufe und Schnbel.[4][5]

Das Gefieder der Art ist einheitlich schwarz und zeigt anders als das der Alpenkrhe nur einen schwachen Glanz. Er zeigt sich vor allem auf dem Kopf als blulicher Metallschimmer, den Konturfedern und den kleinen Armdecken. Der Rest des Federkleides ist eher matt schwarz. Je lnger die Federn der Sonne ausgesetzt sind, desto blasser werden sie. Gegen Ende der Brutzeit, kurz vor der Mauser, scheinen oft die grauen Federbasen des Mantels an Brust, Bauch und Mantel durch. Die Vgel wirken dann eher dunkel schiefergrau. Die Farbe der Beine bewegt sich zwischen hell- und orangerot, gelegentlich sind sie auch tiefrot oder hellgelb gefrbt. Der Schnabel adulter Individuen ist uerlich gelb und innen schwarz. Ihre Iris ist dunkelbraun oder dunkel graubraun. Mnnchen und Weibchen lassen sich in der Farbgebung nicht unterscheiden. Juvenile Alpendohlen zeichnen sich gegenber Altvgeln vor allem durch ihren rosafarbenen Rachen, ihren eher hornfarbenen Schnabel und anfangs schwrzliche, leicht getfelte Beine aus. Darber hinaus ist ihr Gefieder matter, heller und lockerer als das ausgewachsener Individuen und ihre Iris zeigt ein helleres Braun.[6]

Alpendohlen verbringen einen Groteil des Tages feldernd auf dem Erdboden oder segelnd in der Luft. Auf dem Boden bewegen sich die Vgel hpfend, schreitend oder rennend fort. Im Gest von Bumen oder Struchern erreichen sie unter Flgelschlagen auch dnne uere ste. Gerne setzen sie sich auf hochgelegene Sitzwarten wie Hausdcher, Antennen oder Stromleitungen. Der Flug der Art zeichnet sich durch groe Wendigkeit und geschickte Nutzung von Aufwinden aus. An warmen Tagen steigen die Vgel oft mhelos und unter wenigen Flgelschlgen in groe Hhen auf. Im Flug folgen Einzeltiere und Schwrme hufig den Landschaftskonturen, etwa Hngen und Steilwnden, an denen sie in geringem Abstand entlang gleiten. Nicht selten lassen sie sich dabei beobachten, wie sie trudelnd in die Tiefe strzen, um sich spter wieder zu fangen. Im Streckenflug erreicht die Art Geschwindigkeiten von 70?80 km/h, im direkten Sturzflug rund 200 km/h. Ihre Schlafquartiere fliegen die Tiere abends bevorzugt im kreisenden Segelflug unter Ausnutzung der Thermik an. Nur bei starken Winden oder fehlender Thermik verfallen sie in aktiven Streckenflug.[7] In der Luft unterscheidet sie sich von der Alpenkrhe durch ihren gerundeten Schwanz, ihre geschwungenen, schmleren Flgel und die Spitzen der Flgel, die weniger stark gefingert sind.[8]

Die Rufe der Alpendohle zeichnen sich durch ihren zirpenden, hellen Charakter aus. Sie klingen melodiser und sanfter als die der Alpenkrhe oder anderer Rabenvogelarten und bestehen meist aus kurzen Silben. Raue, krchzende Laute kommen zwar auch vor, sind aber deutlich seltener als beim Rest der Familie. Studien an Volierenvgeln unterscheiden zwei grundstzliche Stimmfhlungslaute: Einerseits griig, das als "Komm her!" interpretiert wird, und andererseits Zijag, das von den Autoren als ?Geh weg!? bersetzt wird. Diese Botschaften knnen durch vernderte Lautstrke und Betonung verstrkt oder abgeschwcht werden oder etwa durch schnelle Wiederholung oder eine andere Tonhhe eine gnzlich andere Bedeutung erhalten. Keine besondere Bedeutung kann dem ?Subsong? der Art zugewiesen werden. Er ist vor allem im Frhjahr zu hren und besteht vor allem aus Serien variierender griig-Silben. Das Vokabular der Alpendohle gilt als stark situationsspezifisch und als vielseitiger als das der Alpenkrhe.[9]

Das Verbreitungsgebiet der Alpendohle umfasst heute ein relativ schmales Band, das sich ber die Gebirge der sdlichen Palarktis zieht. Seinen stlichsten Punkt hat es im Sdwesten des Tibetischen Plateaus. Von dort aus reicht es nordwestwrts wahrscheinlich ber das gesamte Hochland bis an die Takla Makan und die Lop Nor.[10] Im Sden bildet die Gebirgskette des Himalaya die Grenze des Artareals. Weiter westlich erstreckt es sich ber den Tian Shan und seine Auslufer sowie ber den Hindukusch. Ob diese Populationen mit denen im iranischen Z?gros und Elburs verbunden sind, ist unklar, wahrscheinlich besteht eine Verbreitungslcke zwischen dem Iranischen Hochland und dem Hindukusch. Vom Iran aus erstreckt sich das Verbreitungsgebiet der Alpendohle ber den Kaukasus und die sdlichen Gebirgsketten Kleinasiens. Weiter sdlich existieren kleinere, versprengte Populationen im Libanon und am Hermon. Das europische Areal der Art umfasst Kreta, den Westen der Rhodopen und des Balkangebirges sowie die Dinariden. Von dort aus erstreckt sich das Verbreitungsgebiet ber die gesamten Alpen und den nrdlichen und mittleren Apennin. Im westlichen Mittelmeer wird nur Sardinien besiedelt. Auf der Iberischen Halbinsel umfassen die Vorkommen die Pyrenen, das Kantabrische Gebirge und die Sierra de Guadarrama. In Marokko schliet sich ein Vorkommen im westlichen Atlas an.[11]

Whrend des Plio- und Pleistozns gehrte die Alpendohle zusammen mit der damals selteneren Alpenkrhe zu den Leitarten der Mammutsteppe.[12] Da sie dort einen hnlichen Lebensraum wie im Hochgebirge vorfand, konnte sie weit nach Norden und Sden vordringen. Wahrscheinlich waren beide Arten ursprnglich auf das Tibetische Hochland und den Himalaya beschrnkt, bevor sie sich im Pliozn zunchst ber die alpidischen Gebirge ausbreiteten und infolge des Klimawandels im Pleistozn auch das Tiefland und die Inseln des Mittelmeers besiedelten. Nach dem Ende der Kaltzeiten schrumpfte das Artareal wieder auf die palarktischen Hochgebirge zusammen.[13] Die Alpendohle ist ein Standvogel und bleibt ausgewachsen das ganze Jahr ber am Niststandort. Lediglich Jungvgel und immature Tiere verstreichen im Herbst zwischen einzelnen Brutvorkommen.[14]

Das bevorzugte Habitat der Alpendohle bilden weitlufige, freie Flchen in montaner und alpiner Umgebung. Als Nahrungshabitat nutzt sie Bergwiesen, gemhte Weiden oder Gerllfelder, die sie oft mit der Alpenkrhe teilt. Das Angebot an unzugnglichen Felsnischen, die als Bruthabitat fungieren, bindet die Alpendohle nur bedingt. Oft legen die Vgel jeden Tag mehrere Kilometer von den Schlaf- und Brutpltzen zu den Nahrungsgrnden zurck und berwinden dabei auch Hindernisse wie Bergkmme oder Wlder. Auch beweidete Karstgebiete (etwa auf der westlichen Balkanhalbinsel) werden von den Vgeln besiedelt. In Teilen ihres Verbreitungsgebiets, vor allem in den Alpen, ist die Art auch in urbanen Habitaten zu finden, wohin sie vor allem reichhaltige Futterquellen ziehen. Schneebedeckte Flchen werden weitgehend gemieden und im Winter aufgegeben. Wldern oder greren Baumbestnden bleibt die Art in der Regel fern.[15]

Grundstzlich ist die Alpendohle oberhalb der Waldgrenze anzutreffen, kommt aber vereinzelt und vor allem im Winter auch in tieferen Lagen vor. Wenige Vogelarten brten in hnlich groen Hhen: Die Brutgebiete reichen in den Schweizer Alpen bis auf 3800 m, im Atlas bis auf 3900 m. In Kaschmir bewegen sich die Vorkommen im Sommer zwischen 3500 und 5000 m. Eine Ausnahme stellt in dieser Hinsicht der Balkan dar, wo die Vgel vielerorts zwischen 500 und 1400 m brten.[16] Auf Nahrungssuche sind Alpendohlen am Mount Everest auch schon auf ber 8200 m beobachtet worden.[3] Ebenfalls von Everest-Expeditionen stammen Berichte von Sichtungen in Flughhen ber 9500 m.[17]

(Quelle: Wikipedia  )

nach oben