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Phosphuga atrata (Linnæus, 1758) -- Schwarzer Schneckenjäger} Phosphuga atrata -  1. Fund
Phosphuga atrata - 1. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Squamata, Lacertidae, Schuppenkriechtiere, Echte, Eidechsen, Podarcis, muralis, maculiventris, Werner, 1891, Mauereidechse, Italien, Provinz, Brescia, Limone, sul, Garda

 

Podarcis muralis maculiventris - 5. Fund

 
Daten Podarcis muralis maculiventris - 5. Fund

 

Funddaten:

Gefunden in Italien (Provinz Brescia)

Auf einer Mauer an der Uferpromenade in Limone am Gardasee.

(70 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

30.06.2009

 

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Vorheriges Bild:
Podarcis muralis maculiventris - 4. Fund  

Die Mauereidechse (Podarcis muralis) gehrt zur Klasse der Kriechtiere (Reptilia), der Familie der Echten Eidechsen (Lacertidae) und zur Gattung der Mauereidechsen (Podarcis). Sie wurde von der Deutschen Gesellschaft fr Herpetologie und Terrarienkunde zum Reptil des Jahres 2011 ausgerufen.[1]

Die Mauereidechse erreicht eine Gesamtlnge von 25 Zentimetern. Sie ist schlank und wirkt im dorsalen Bereich aufgrund ihrer Krperlnge hufig relativ abgeflacht. Das Halsband ist gewhnlich glattrandig, die Rckenschuppen sind leicht gekielt. Der Schwanz kann das Doppelte der Kopf-Rumpf-Lnge erreichen. Die Rckenfrbung ist hell- bis mittelbraun oder grau, mitunter auch grnlich. Auffallend ist eine unregelmige schwrzliche Fleckung, die manchmal ein Netzmuster bildet. Die Unterseite ist sehr variabel gefrbt, von weilich ber gelblich bis rot und von ungefleckt bis stark gefleckt oder getpfelt. Je nach Herkunft knnen die Tiere in Krperfrbung und Zeichnungsmuster stark variieren, dadurch sind die Tiere teilweise schwer bestimmbar. Insbesondere in Sd- und Sdosteuropa existieren zahlreiche Unterarten.

Die Mauereidechse besiedelt ein breites Biotopspektrum. Bevorzugt finden sich die Tiere auf nach Sdosten oder Sdwesten exponierten Flchen. In diesen Biotopen ergibt sich eine optimale Ausnutzung der Vormittags- beziehungsweise der Nachmittagssonne.

Die Eidechsen, die in den Hohlrumen der Mauern leben, nutzen diesen Unterschlupf sowohl zum Schutz gegen Klte in der Nacht als auch zum Schutz gegen die extrem hohen Temperaturen whrend der Mittagshitze im Hochsommer. Generell gnstig sind Mauern mit gleichmig verteilten offenen Fugen und Spalten. Die Tiere bevorzugen einerseits vielfltig bewachsene Mauerflchen, die reichlich Insekten anlocken, andererseits unbewachsene Flchen, um sich dort zu sonnen. Ein geringer Mauerbewuchs kann durch angrenzenden naturnahen Bewuchs am Fu der Mauer ausgeglichen werden. Ein Einfluss der Mauerhhe auf die Besiedlung durch die Eidechsen ist nicht bekannt. Mauereidechsen, die an Burgruinen leben, nutzen im Prinzip die gesamte Mauerflche. Das Gleiche gilt fr die Besiedlung von Felswnden und Gerllflchen. Als typischer Kulturfolger ist die Mauereidechse auch in Weinbergen, an Bahn- und Straenbschungen sowie an Gebuden in Siedlungen und Stdten anzutreffen. Gelegentlich tritt die Art auch an offenen, vertikalen Gesteinsflchen von Steinbrchen auf.

Die Mauereidechse ist stets tagaktiv. Sie ist sehr flink und klettert sehr gut. Das Gelege wird unter Steinen oder in kleinen selbstgegrabenen Gngen abgelegt. Es umfasst zwei bis zehn Eier. Bei gnstigen Lebens- und Umweltbedingungen sind zwei bis drei Jahresgelege mglich. Die Jungtiere schlpfen nach etwa sechs Wochen von Ende Juni bis Anfang August.

Die Mauereidechse ist von Nord-, Nordost- und Mittel-Spanien ostwrts ber Mitteleuropa und die Balkanlnder bis zur Westkste des Schwarzen Meeres verbreitet. Die natrliche Verbreitungsgrenze im Norden wird auf den Kanal-Inseln, in Nordfrankreich, Sdbelgien und im Sden der Niederlande erreicht. In Deutschland kommt die Art schwerpunktmig im Sdwesten in Baden-Wrttemberg und Rheinland-Pfalz vor. Dabei werden klimatisch begnstigte Hanglagen an Rhein, Neckar, Mosel, Nahe, Lahn, Rur und Ahr bevorzugt. Weitere Vorkommen existieren in Hessen und im Saarland. In Nordrhein-Westfalen kommt die Art natrlicherweise im Rheintal bei Bonn und in der Eifel vor. Die grte Population nrdlich der Alpen lebt auf dem Gelnde des Zrcher Hauptbahnhofs.[2]

Bemerkenswert sind die vielen Einbrgerungen und Verschleppungen auerhalb, aber auch innerhalb ihres natrlichen Verbreitungsgebietes. Beispiele fr ortsfremde Populationen gibt es in Deutschland (u. a. Duisburg, Bochum, Dsseldorf, Dortmund, Bonn, Bielefeld, Frankfurt am Main, Hanau, Aschaffenburg, Dresden[3], Leipzig, Halle (Saale), Donauwrth, Kelheim, Passau und Freiburg), in sterreich (unter anderem Linz, Schrding, Klosterneuburg), im Sden von Grobritannien (Portland, Bournemouth, Ventnor, Shoreham-by-Sea), in Kanada (Umgebung von Victoria, Vancouver Island) und in den USA (Cincinnati und Umgebung, Ohio und Kentucky, Clarksville [Indiana]).

Die in den letzten Jahren durchgefhrten Manahmen zur Rebflurbereinigung haben regional zu Bestandseinbuen bei der Mauereidechse gefhrt. Probleme gibt es auch an Kletterfelsen, wo der Lebensraum im Einstiegsbereich von Kletterrouten oder durch ?Ausfegen? von lockerem Gerll oder Felsvegetation degradiert wird oder verloren geht. Beispiele fr solche Probleme von Mauereidechsen in Klettergebieten sind das NSG ?Buntsandsteinfelsen im Rurtal zwischen Heimbach und Kreuzau? in der Eifel[4] und der Steinbruch Stenzelberg im NSG Siebengebirge bei Bonn. Da heute die grten Populationen der Art nrdlich der Alpen auf Bahnhofsgelnde leben, drohen ihnen auch dort Gefahren durch verschrfte Unterhaltungsmanahmen, oder durch Umwidmung und Umnutzung solcher durch Naturschutzrecht kaum geschtzter Flchen. Im Vorfeld solcher Eingriffe werden immer wieder Umsiedelungsmanahmen als vorgezogene Ausgleichsmanahme nach Naturschutzrecht (sogenannte CEF-Manahme) angesprochen und auch hin und wieder praktiziert. Dies wird aber von Expertenseite teilweise auch kritisch gesehen[5].

Gesetzlicher Schutzstatus [6]

Nationale Rote Liste-Einstufungen (Auswahl)[8][9]

(Quelle: Wikipedia  )

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