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Siproeta stelenes (Linnæus, 1758) -- Malachit-Falter} Siproeta stelenes -  1. Fund
Siproeta stelenes - 1. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Anura, Salientia, Hylidae, Froschlurche, Laubfrösche, Hyla, arborea, Linnæus, 1758, Europäischer, Laubfrosch, Deutschland, Schleswig-Holstein, Brodten

 

Hyla arborea - 1. Fund

 
Daten Hyla arborea - 1. Fund

 

Hyla arborea -  1. Fund
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Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Schleswig-Holstein)

An der Ostseeküste, auf dem Brodtener Steilufer „Hermannshöhe“, bei Brodten.

(14 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

14.07.2006

 

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Der Europische Laubfrosch (Hyla arborea) ist ein Froschlurch, der zur Familie der Laubfrsche im weiteren Sinne (Hylidae) und zur Gattung der Laubfrsche (Hyla) gehrt. Er ist der einzige mitteleuropische Vertreter einer nahezu weltweit (allerdings schwerpunktmig neuweltlich) verbreiteten Tierfamilie, die mit ber 800 Arten zu den formenreichsten innerhalb der Amphibien zhlt. Fr das Jahr 2008 wurde der Europische Laubfrosch von der Deutschen Gesellschaft fr Herpetologie und Terrarienkunde (DGHT) zum Lurch des Jahres gewhlt.[1]

Die Kopf-Rumpf-Lnge des Europischen Laubfrosches betrgt 3 bis 4,5 Zentimeter, bei Weibchen auch bis 5 Zentimeter. Das Krpergewicht beim Mnnchen kann von 3,5 bis 7 Gramm variieren, beim weiblichen Frosch je nach Jahreszeit zwischen 6 und 9 Gramm. Der Kopf ist breiter als lang; die Kopfseiten fallen steil ab, die Schnauze ist entsprechend stumpfwinklig. Die stark hervortretenden Augen besitzen waagerecht-elliptische Pupillen, die bisweilen dunkel gesprenkelte Iris leuchtet goldgelb. In der Dunkelheit weiten sich die Pupillen derart, dass sie nahezu den gesamten sichtbaren Augapfel ausfllen. Das Trommelfell ist deutlich erkennbar und etwa halb so gro wie das Auge. Ohrdrsenwlste (Parotiden), wie beispielsweise bei der Erdkrte, fehlen. Die vorderen Gliedmaen sind recht kurz und weisen je vier Finger mit Haftscheiben (s. u.) an den Enden auf, die Hinterfe haben je fnf Zehen. Die Kehle der Mnnchen ist gelb bis gelbbraun gefrbt und faltig, jene der Weibchen weilich bis hellgrau und leicht gekrnelt. Mnnchen besitzen eine groe, gelb- oder brunliche, kehlstndige Schallblase.

Die Hautoberflche ist glatt und kann ? insbesondere beim Sonnenbaden ? auffllig glnzen. Die Oberseite ist normalerweise leuchtend grn gefrbt. Der Bauch sowie die Innenflchen der Extremitten sind vorwiegend wei bis hellgrau und gekrnelt. Beiderseits an den Flanken zieht sich vom Nasenloch ber das Trommelfell ein dunkler Streifen bis in die Leistenregion. Dort wlbt er sich nach oben und formt eine sogenannte Hftschlinge. Speziell im Bereich dieser Hftschlinge verluft der Flankenstreifen bei jedem Individuum etwas anders. Die Hftschlinge heit auch Leistenspange, denn der schwarze Seitenstreifen endet in der Leistenregion und bildet keine Schlinge.[2] Die hellgrne Hautfarbe entsteht durch Absorption langwelligen Lichts durch dunkle Hautpigmente, z. B. von Melanophoren (Melanocyten). Kurzwelliges Licht dagegen wird von gelben Hautpigmenten (Xanthophoren) als blaues Interferenzlicht reflektiert, das unter Mitwirkung von Lipophoren als krftiges Grn in Erscheinung tritt. Das gelegentliche Auftreten blau gefrbter Laubfrsche beruht nachweislich auf einem Mangel an gelben Hautpigmenten und stellt damit eine Pigmentstrung in der Haut dar. Berichte ber albinotische Exemplare von Hyla arborea sind uerst selten und beziehen sich meist auf Kaulquappen oder auch auf frisch umgewandelte Juvenile. Ein solches, vollkommen gelb gefrbtes Jungtier wurde im Sommer 2007 in Holtum (Geest) im Landkreis Verden dokumentiert.[3]

Laubfrsche knnen in rascher Abfolge ein recht verschiedenfarbiges Aussehen annehmen. Die Variationsbreite reicht von hellgrau ber gelblich bis dunkelgrn. Oft liest man in diesem Zusammenhang, dass der Frosch seine Hautfarbe der Farbe des Untergrundes anpasst, auf dem er sich gerade befindet. Dem widerspricht ein Experiment des Physiologen Biedermann, bei dem hellgrn gefrbte Hyliden nach operativer Entfernung der Augen keine dunkle Farbe angenommen haben. Vielmehr haben Tastreize, die von der Unterlage ausgehen, eine wesentliche Bedeutung auf die Hautfarbe des Tieres. Bringt man hellgrne Laubfrsche in ein Behltnis, dessen Boden und Wnde mit Filz oder mit Drahtgaze berzogen sind, werden die Tiere rasch dunkel. Auf glatten Strukturen, wie zum Beispiel Glas, bleiben sie dagegen hellgrn. Diese Reaktionen sind unabhngig von Farbe und Helligkeit. In der Natur bleibt ein Laubfrosch auf einem glatten Blatt grn, auf rauer Baumrinde wird er aber mitunter braun oder grau. Eine gewisse Rolle bei der Ausfrbung kommt der Umgebungstemperatur zu. So gilt grundstzlich, dass mit hherer Auentemperatur die Haut umso heller erscheint.

Die Haut von Hyla arborea ist auerordentlich reich an Drsen. Generell unterscheidet man bei adulten Amphibien zwischen zwei Arten von Hautdrsen: Schleim- und Giftdrsen. Ihre Anzahl variiert nach Art und Krperregion. Dabei spielt auch die Lebensweise sowie der momentane Aufenthaltsort (Wasser, Land) des Tieres eine Rolle. Schleimdrsen liegen normalerweise ber die gesamte Hautoberflche in verschiedener Dichte verteilt. Die Sekretion erfolgt durch Kontraktion der an der Drse ansetzenden Muskulatur und unterliegt einer nervsen Regulation. Je dichter die Schleimdrsen beieinanderliegen, umso grer ist einerseits die Hautbefeuchtung und damit der Schutz vor Austrocknung. Andererseits steigt aber durch die Sekretion die innere, physiologische Austrocknung. Bei lngerem Aufenthalt im Wasser dient der Schleim als Schutzschicht gegen das Eindringen von Flssigkeit. Bei Hyla arborea, der sich als Gebsch- und Baumbewohner in seiner Lebensweise von anderen Lurchen sehr unterscheidet, finden sich in Aufbau und Funktion der Drsen anatomische Besonderheiten. Sie sind als Schutz gegen Austrocknung verschliebar. Jede Schleimdrsenzelle verfgt ber einen eigenen, speziellen Schlieapparat, der die Sekretionsablufe regulieren kann.

Laubfrsche verfgen ber ein hervorragendes Haft- und Klettervermgen. Zwar sind auch andere Amphibienarten in der Lage, an glatten Flchen, selbst an Glasscheiben, ein Stck emporzuklettern ? sie heften sich dabei mittels Adhsionskrften der feuchten Bauchhaut sowie der Gliedmaen-Unterseiten an der jeweiligen Oberflche an. Laubfrsche besitzen als Anpassung an die kletternde Lebensweise jedoch zustzlich an den Finger- und Zehenspitzen rundliche Haftballen, die man mit bloem Auge gut sehen kann. Beim Klettern an glatten Oberflchen wird das flexible Endglied der Finger auf die Unterlage gepresst und durch leichtes, rckwrts gerichtetes Ziehen fixiert. Gleichzeitig erfolgt ein Aussto von Gewebsflssigkeit, die bei der weiteren Fortbewegung des Frosches als winzige, klebrige Fuspur auf der Unterlage zurckbleibt. Unter dem Rasterelektronenmikroskop (REM) erweisen sich die Oberflchen der Haftscheiben als komplexer Zusammenschluss zahlreicher kleiner Untereinheiten, die vom optischen Eindruck an ein bienenwabenartiges Muster erinnern. Bei hherer Vergrerung erkennt man, dass sich diese Feinstrukturen aus kleinen, pentagonalen, teilweise hexagonalen Sulen aufbauen. Vermutlich aus Stabilittsgrnden zeigen sie eine unregelmige, versetzte Anordnung. Das komplexe Zusammenspiel dieser Substrukturen ermglicht es den Laubfrschen, selbst an spiegelglatten Flchen mhelos emporzuklettern.

1960 stellten Mertens und Wermuth[4] fest, dass es in Europa nur eine Laubfroschart, Hyla arborea, mit sechs Unterarten gibt: H. a. arborea, H. a. kretensis, H. a. meridionalis, H. a. molleri, H. a. sarda und H. a. schelkownikowi. Hyla intermedia galt als Synonym von H. arborea. Weitere Unterarten waren H. a. savignyi im Mittleren Osten und H. a. japonica in Japan. Die wenig differenzierte Einteilung grndete sich auf morphologische Merkmale, die bei den Laubfrschen geringe Unterschiede aufweisen.

Diese systematische Gliederung erfuhr in der Folge durchgreifende Vernderungen. Sie ergaben sich durch den Vergleich der Paarungsrufe, die spezifische Artmerkmale darstellen, in der jngsten Zeit besonders durch Analysen der Mitochondrialen DNA (mtDNA) und der Nuklear DNA (nDNA).[5][6]

Aufgrund der Unterschiede bei den Paarungsrufen erhielten der Mittelmeer-Laubfrosch, H. meridionalis,[7] der Mittelstliche Laubfrosch, H. savignyi,[8] und der Tyrrhenische Laubfrosch, H. sarda,[9] den Status von Arten. Bei den Unterarten H. a. kretensis, H. a. molleri und H. a. schelkownikowi wie auch bei H. intermedia ergaben sich dagegen keine gesicherten Unterschiede im Vergleich zum Paarungsruf von H. arborea.[10]

Die Analysen der Mitochondrialen DNA (mtDNA) und der Nuklear DNA (nDNA) besttigten den Artstatus von H. meridionalis und H. savignyi, gleichzeitig fhrten diese Untersuchungen bei H. meridionalis zur Entdeckung einer weiteren, bislang unbenannten Art in Ost-Algerien und Tunesien, wie auch bei H. savignyi zur Entdeckung der Art H. felixarabica in Sd-Arabien.[11] Die Laubfrsche in Sditalien und auf Sizilien gelten nunmehr ebenfalls als Art, H. intermedia, eine verwandte, noch unbenannte Form wurde in der Sd-Schweiz nachgewiesen. Auch H. molleri erhielt den Status einer Art, die Verbreitung umfasst einen groen Teil der Iberischen Halbinsel. Auerdem gelang der Nachweis von H. orientalis. Die Verbreitung dieser Art erstreckt sich ber ein groes Areal, das frher H. arborea zugeordnet war. Es schliet die europische Trkei, fast ganz Anatolien, Teile von Bulgarien, der Ukraine, von Russland, Nord-Armenien und einen kleinen Teil des Iran ein.[12]

(Quelle: Wikipedia  )

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