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Rhagonycha fulva (Scopoli, 1763) -- Rotgelber Weichkäfer} Rhagonycha fulva -  2. Fund
Rhagonycha fulva - 2. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Caelifera, Acrididae, Kurzfühlerschrecken, Feldheuschrecken, Oedipoda, germanica, Latreille, 1804, Rotflügelige, Ödlandschrecke, Deutschland, Rheinland-Pfalz, Kaub

 

Oedipoda germanica - 1. Fund

 
Daten Oedipoda germanica - 1. Fund

 

Oedipoda germanica -  1. Fund
Oedipoda germanica -  1. Fund
   

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Rheinland-Pfalz)

Am Wegesrand durch die Weinberge in der Nähe von Kaub.

(195 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

21.09.2008

 

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Die Rotflgelige dlandschrecke (Oedipoda germanica) ist eine Kurzfhlerschrecke aus der Familie der Feldheuschrecken (Acrididae). Sie kommt in Europa von den Pyrenen bis zur Wolga sowie in Westasien vor und lebt in warmen und trockenen, ausschlielich schwach bewachsenen, steinigen oder felsigen Habitaten. Sie reagiert uerst empfindlich auf Verbuschung. Die Art ist in groen Teilen Mitteleuropas durch die Zerstrung ihrer Lebensrume in ihrem Bestand stark reduziert worden und gilt in Deutschland als vom Aussterben bedroht. Namensgebendes Merkmal sind die rot gefrbten Hinterflgel.

Die Mnnchen erreichen eine Krperlnge von 16 bis 22, die Weibchen von 22 bis 32 Millimetern. Die Tiere sehen der Blauflgeligen dlandschrecke (Oedipoda caerulescens) sehr hnlich, da ihre Krperfarbe ebenso je nach bewohntem Gebiet zwischen hellgrau bis dunkelbraun und schwrzlich variiert und auf den dunklen Vorderflgeln und Hinterbeinen ebenso zwei helle Binden eine dunkle einschlieen. Eindeutiges Unterscheidungsmerkmal zwischen den beiden Arten sind die Hinterflgel. Wie der Name zum Ausdruck bringt, besitzt die Rotflgelige dlandschrecke rot gefrbte Hinterflgel, an deren Auenrand eine breite schwarze Binde verluft. Diese ist ausgeprgter als bei O. caerulescens und verluft nicht nur entlang des gesamten Auenrandes, sondern auch kurz hinter dem Vorderrand von der Flgelspitze spitz zulaufend bis zum Flgelansatz. Die Flgelspitze ist normalerweise durchsichtig dunkel gefrbt, kann aber auch schwarz und undurchsichtig sein. Die Flgelfrbung kann gelegentlich auch rtlichgelb, orange oder gelb sein. Die Hinterschenkel besitzen am Oberrand eine Stufe, welche aber weniger stark ausgebildet ist als bei der hnlichen Art. Die Stirnrippe zwischen den Fhlern ist anders als bei der Blauflgeligen dlandschrecke ungekielt. Die Schienen (Tibien) an den Hinterbeinen sind grau gefrbt und tragen basal einen hellen Ring. Durch ihre Frbung ist sie sehr gut an den Moos- und Flechtenbewuchs ihres Lebensraumes angepasst.

Die Tiere kommen in Europa und Asien von den Pyrenen bis zur Wolga vor. Im Norden erstreckt sich ihre Verbreitung von Paris ber Belgien, die Mitte Deutschlands bis Oberschlesien, nach Sden verlaufend ber den Balkan in den Sden Rumniens und stlich weiter ber den Sden der Ukraine in den Sden Russlands. Die sdliche Grenze bildet der Norden Spaniens, Italien, sowie der stliche Mittelmeerraum und Kleinasien bis nach Syrien. Man findet die Art in Deutschland vor allem in Hhen von 200 bis 400 maximal von 800 bis 900 Metern, in der Schweiz tritt sie bis ungefhr 1500 Meter Seehhe noch hufig auf und ist bis 2520 Meter nachgewiesen.

Die Art bevorzugt warme und trockene Habitate, kommt aber ausschlielich an schwach bewachsenen, steinigen oder felsigen Orten, wie beispielsweise an steilen Sdhngen, Schuttfluren und Felsen, Felsenheiden, schwach bewachsenem Trockenrasen, oder in diesen Lebensrumen sehr hnlichen Steinbrchen vor. Schotterflchen an Flussufern werden auch besiedelt, aber nur dann, wenn sie den bevorzugten Lebensrumen sehr hnlich sind. Die Art toleriert keine sandigen Bden und reagiert uerst empfindlich auf Verbuschung und auch auf eine Erhhung der Niederschlagsmengen bzw. Nebel. Hohe Temperaturen werden bei hoher Luftfeuchtigkeit schlecht vertragen. Die Populationen knnen sich aber in trockenen Jahren mit hohen Temperaturen wieder erholen.[1] Sie bersteht khle Nchte und kann deshalb auf sonnenexponierten Hngen weit in hohe Lagen vorkommen. Man kann die Art hufig in Gesellschaft mit der weniger anspruchsvollen Blauflgeligen dlandschrecke und seltener mit der Italienischen Schnschrecke (Calliptamus italicus) beobachten. Auch der Braune Grashpfer (Chorthippus brunneus) und der Steppengrashpfer (Chorthippus vagans) leben nicht selten gemeinsam mit der Rotflgeligen dlandschrecke.

Besiedelt werden unter gnstigen Bedingungen auch relativ kleine Habitate mit der Gre von nur etwa 100 Quadratmetern. Ein genetischer Austausch zwischen Populationen in Habitaten, die bis zu mehrere hundert Meter voneinander entfernt sind, findet vor allem durch die Mnnchen statt, bei greren Distanzen ist dies mit groer Wahrscheinlichkeit nicht mglich. Mnnchen wandern im Umkreis von etwa 500 Metern um ihr Habitat, die standorttreueren Weibchen kommen auf nur etwa 300 Meter.[2] Dabei gibt es sehr standorttreue Individuen, die sich nicht weiter als 50 Meter von ihrem Habitat fortbewegen, andere sind dagegen besonders agil. Das Wandern ist fr die genetische Durchmischung und die Neubesiedelung wichtig, die standorttreuen Tiere sichern whrenddessen den Fortbestand der Population.[2]

Die Lebensweise ist der der Blauflgeligen dlandschrecke sehr hnlich. Wie auch andere dlandschrecken sind die Tiere an das Leben auf dem Boden angepasst und bewegen sich fast ausschlielich gehend fort. Sie knnen allerdings auch sehr gut fliegen. Das Fluchtverhalten der Art ist ebenso typisch fr dlandschrecken. Bei Gefahr fliegen sie in einem behnden Flug auf, um ihre leuchtend roten Hinterflgel zu zeigen, und nach einem pltzlichen Hakenschlag auf einem Felsen zu landen, auf dem sie durch ihre Frbung fast nicht zu erkennen sind.

In lterer Literatur wird behauptet, dass sich die Rotflgelige dlandschrecke von Grsern ernhrt. Dies kann aber durch jngere Beobachtungen nicht besttigt werden.[1][2] Vielmehr ernhren sich die Tiere von krautigen Pflanzen wie beispielsweise von Edel-Gamander (Teucrium chamaedrys), Hgel-Meier (Asperula cynanchica), Gewhnlichem Hufeisenklee (Hippocrepis comosa), Aufrechtem Ziest (Stachys recta) oder Schmalblttrigem Hohlzahn (Galeopsis angustifolia). Die jeweils gefressenen Pflanzen stehen vermutlich in Bezug zum jeweils vorgefundenen Angebot des bewohnten Habitats. Es wurden auch Tiere beim Befressen von Aas beobachtet.[1]

So wie auch bei den anderen Arten der dlandschrecken kann man bei der Rotflgeligen dlandschrecke keinen charakteristischen Gesang definieren. Mnnchen erzeugen kurze Schwirrlaute, beide Geschlechter knnen mit ihren Mandibeln knacken. Vor der Paarung kann man auf etwa einen Meter Distanz kurze metallische Laute wahrnehmen. Ein desinteressiertes Weibchen lehnt das Mnnchen mit Futrommeln ab, wobei mit den Tarsen meistens nur einmal, gelegentlich auch mehrmals mit Abstnden hintereinander auf den Boden getrommelt wird. Mnnchen wie Weibchen bewegen als Ausdrucksbewegung die Schenkel der Hinterbeine langsam auf und ab.

(Quelle: Wikipedia  )

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