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Argynnis paphia paphia (Linnæus, 1758) -- Kaisermantel, Silberstrich} Argynnis paphia paphia -  8. Fund (Männchen)
Argynnis paphia paphia - 8. Fund (Männchen)



 

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ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ber mich...

 

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Schlüsselwörter:

Ensifera, Tettigoniidae, Langfühlerschrecken, Laubheuschrecken, Singschrecken, Pholidoptera, griseoaptera, De, Geer, 1773, Gemeine, Strauchschrecke, Deutsch, Rhein-Pfalz, St., Goarshausen, Männchen

 

Pholidoptera griseoaptera - 2. Fund (Männchen)

 
Daten Pholidoptera griseoaptera - 2. Fund (Männchen)

 

Pholidoptera griseoaptera -  2. Fund (Männchen)
Pholidoptera griseoaptera -  2. Fund (Männchen)
Pholidoptera griseoaptera -  2. Fund (Männchen)
 

Funddaten:

Gefunden in Deutsch (Rhein-Pfalz)

Entlang eines Weges von oberhalb des „Loreley-Felsens“ hinab zum „Rhein".

(118 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

11.09.2004

 

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Pholidoptera griseoaptera - 2. Fund (Männchen)  
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Pholidoptera griseoaptera - 3. Fund (Männchen)   

Die Gemeine Strauchschrecke (Pholidoptera griseoaptera) ist eine Langfhlerschrecke aus der berfamilie der Laubheuschrecken (Tettigonioidea). Die flugunfhigen Tiere besiedeln eine Reihe verschiedener Lebensrume, meiden jedoch sandige Lebensrume.

Die Tiere erreichen eine Krperlnge von 13 bis 20 Millimetern (Mnnchen) bzw. 15 bis 20 Millimetern (Weibchen) und sind damit wesentlich kleiner als die hnliche Alpen-Strauchschrecke (Pholidoptera aptera). Die sensenfrmige, nach oben gekrmmte und sich gleichmig verjngende Legerhre (Ovipositor) der Weibchen ist nochmals 8 bis 10 Millimeter lang. Die Schrecken haben eine grau- bis dunkelbraune, selten rotbraune oder auch gelbbraune Krperfrbung, ihre Bauchseite ist markant gelb gefrbt. Die Seiten des Halsschildes sind sehr fein wei gerandet, dies unterscheidet die Art von der Alpen-Strauchschrecke, bei der der Hinterrand des Halsschildes breit gelblich-wei gefrbt ist. Mnnchen und Weibchen sind flugunfhig, da die Flgel weitgehend zurckgebildet sind. Bei den Weibchen messen die Vorderflgel im Mittel nur 1,22 Millimeter (Extremwerte 0,9-1,6 Millimeter) und ragen gerade noch unter dem Halsschild hervor. Die Hinterflgel stellen ebenfalls nur kleine, 1,05 Millimeter lange Stummel dar (Mittelwert aus Messungen bei zehn Weibchen). Bei den Mnnchen sind die Hinterflgel in der gleichen Weise zurckgebildet (Mittelwert: 1,07 Millimeter nach Messungen bei 40 Mnnchen), whrend die Vorderflgel mit im Mittel 4,36 Millimeter (Extremwerte: 3,8-5,0 Millimeter) merklich grer sind als bei den Weibchen, weil sie noch ber die Strukturen verfgen, die der Schallbildung dienen (Bild).[1] Die Vorderflgel der Mnnchen sind abgerundet, nach oben gewlbt, braun, auen hellbraun bis ocker gefrbt. Gem ihren Funktionen sind bei den Mnnchen der linke und der rechte Vorderflgel unterschiedlich gestaltet. Auf dem linken Flgel messen die Schrillader und die Schrillleiste im Mittel 3,41 beziehungsweise 2,56 Millimeter, whrend auf dem rechten Flgel die Schrillader und die Schrillleiste nur 2,68 beziehungsweise nur 1,95 Millimeter lang sind. Die linke, aktive Schrillleiste ist mit durchschnittlich 103,58 Schrillzhnen besetzt, die rechte lediglich mit 83,74.[1] Demgegenber ist auf dem rechten Flgel der Spiegel vortrefflich ausgebildet, whrend er auf dem linken Flgel nicht mehr angelegt ist (Bild). Die langen Cerci der Mnnchen sind nach dem ersten Viertel mit einem spitzen Zahn versehen.[2][3][4]

Die Gemeine Strauchschrecke ist von Nord-Spanien und von Irland bis auf die Halbinsel Krim und in den Kaukasus im Osten verbreitet. Insbesondere in Mitteleuropa tritt die Art hufig auf, nach Norden und auch im Mittelmeerraum ist sie seltener.[4] Sie kommt vom Flachland bis in Hhen von etwa 2100 Meter vor, am hufigsten unter 1000 Meter, ber 1400 Meter nur in manchen Regionen, wie etwa in Teilen der Schweiz.[3] Die Tiere besiedeln unterschiedliche Lebensrume mit mittelhohem bis hohem Pflanzenbewuchs, besonders Waldrnder oder -lichtungen sowie Hecken und dichten Bewuchs entlang von Bachlufen, ferner hoch wachsende Wiesen und Ruderalflchen, Parks und Grten. Hufig tritt die Art gemeinsam mit der Alpen-Strauchschrecke auf.[2][3] Die Gemeine Strauchschrecke zhlt zu den Erstbesiedlern von Kahlschlgen, sie meidet sandige Bden und fehlt entsprechend in Sandgebieten, wie etwa auf Binnendnen, dies auch dann, wenn ansonsten geeignete Bewuchsstrukturen vorherrschen.[4]

Die Imagines ernhren sich hauptschlich ruberisch von kleinen Insekten, wie Blattlusen oder Raupen, fressen aber auch Pflanzen, wie Lwenzahn, Labkruter oder Brennnesseln. Die Larven ernhren sich anfangs ausschlielich von pflanzlicher Kost. Die Tiere bentigen nur wenig Wrme und sind bereits bei Temperaturen ber 7 C aktiv. Adulte Tiere haben eine versteckte Lebensweise und halten sich im hohen Gras oder zwischen krautigen Pflanzen auf, klettern auch auf Bume, wo sie etwa in den Kronen von Grau- und Schwarz-Erlen nachgewiesen sind.[4] Morgens sonnen sie sich, um schlielich im Laufe des Tages in die dichte Vegetation zu wandern. An khlen oder feuchten Tagen halten sie sich auf der Sonnenseite ihres Habitats auf, ist es trocken und hei, auf der Schattenseite.[3]

Die Mnnchen singen vom Nachmittag bis tief in die Nacht. Da die Art nur wenig Wrme bentigt, kann man den Gesang auch in khlen und feuchten Nchten, sogar nach Nachtfrsten wahrnehmen. Er besteht aus drei Silben, deren Amplitude zunimmt. Die Frequenz dieser ?zizizi?-Laute betrgt etwa 40 Hz. Die Abstnde zwischen den kurzen Versen reichen von 0,5 bis drei Sekunden. Bei hheren Temperaturen werden die drei einzelnen Silben zu einem scharfen ?zrit? zusammengefasst. Nimmt das Mnnchen einen Rivalen wahr, verkrzen sich die Abstnde zwischen den ?zrit?-Versen und es werden von ihnen unregelmige Reihen vorgetragen, die dicht aufeinander folgen und lauter werden. Der Gesang ist bis zu 10 Meter weit hrbar.[4][2][3]

Die Weibchen legen ihre Eier sowohl in den Erdboden als auch in abgestorbene ste, Totholz und hnliches ab. Die Eier bentigen eine erhhte Feuchtigkeit. Die Weibchen bercksichtigen dies und legen die Eier etwa in warmen Lebensrumen tiefer im schattigen Wald ab. Im Laufe ihrer Embryonalentwicklung gelangen die Eier meistens in die Laubschicht am Boden. Insgesamt werden etwa 200 der 4,5 mm langen und 1,2 mm breiten Eier abgelegt. Die Larven bentigen fr ihre Entwicklung zwei volle Jahre und durchlaufen sieben Larvenstadien. Die im Herbst abgelegten Eier berwintern und entwickeln sich abhngig von den vorherrschenden Temperaturen im Laufe des darauf folgenden Sommers. Dem Sonnenlicht direkt ausgesetztes Bodensubstrat ermglicht auf Grund der wrmeren Temperatur eine schnellere Entwicklung. Die Larven schlpfen erst nach einer zweiten berwinterung zwischen April und Juni des dritten Jahres. Hufig sitzen sie frei auf Blttern oder im Gras. Die ersten Imagines treten ab Juni auf und sind bis maximal Ende November zu beobachten.[4]

Die Gemeine Strauchschrecke ist durch ihre breit gestreute Habitatwahl weit verbreitet, kommt in Mitteleuropa hufig vor und ist somit nicht gefhrdet.[4]

(Quelle: Wikipedia  )

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