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Aglais (Vanessa) urticae (Linnæus, 1758) -- Kleiner Fuchs} Aglais urticae -  7. Fund
Aglais urticae - 7. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Lepidoptera, Sphingidae, Schmetterlinge, Schwärmer, Macroglossum, stellatarum, Linnæus, 1758, Taubenschwänzchen, Deutschland, Sachsen, Hundshübel

 

Macroglossum stellatarum - 1. Fund

 
Daten Macroglossum stellatarum - 1. Fund

 

Macroglossum stellatarum -  1. Fund
Macroglossum stellatarum -  1. Fund
Macroglossum stellatarum -  1. Fund
Macroglossum stellatarum -  1. Fund
Macroglossum stellatarum -  1. Fund
     

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Sachsen)

In Hundshübel in Richtung Skilift am Wiesenhang.

(624 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

21.06.2003

 

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Macroglossum stellatarum - 1. Fund   

Das Taubenschwnzchen (Macroglossum stellatarum), auch Taubenschwanz[1] oder Karpfenschwanz genannt, ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Schwrmer (Sphingidae). Sein deutscher Name leitet sich vom zweigeteilten Haarbschel am Hinterleibsende ab, das eine gewisse hnlichkeit mit den Schwanzfedern von Tauben aufweist. Als Wanderfalter ist das Taubenschwnzchen in fast ganz Europa bekannt. Wegen seines aufflligen Flugverhaltens, das als Schwirrflug bezeichnet wird und das dem eines Kolibris hnelt, wird es auch Kolibrischwrmer genannt. Zahlreiche vermeintliche Kolibrisichtungen in Europa gehen auf Beobachtungen an dieser Schmetterlingsart zurck.

Die Falter erreichen im westlichen Verbreitungsgebiet eine Flgelspannweite von 36 bis 50 Millimetern bei einer Masse von etwa 0,3 Gramm. Im stlichen Verbreitungsgebiet werden sie grer und erreichen Spannweiten von 40 bis 76 Millimetern. Der gedrungene Krper der Tiere ist besonders am Thorax behaart und hat auf der Oberseite etwa die gleiche graubraune Frbung wie die Oberseiten der Vorderflgel. Nur am Ende des Hinterleibs wird die Frbung dunkler. Dort tragen die Tiere einen braun-schwarzen, zweigeteilten vermeintlichen Haarbschel; tatschlich handelt es sich jedoch um verlngerte Schuppen, mit deren Hilfe Taubenschwnzchen beim Navigieren vor den Blten ausgezeichnet steuern knnen. An den Seiten des Krpers befinden sich mehrere weiliche Haarbschel, die sich ? besonders von unten gesehen ? von der dunkel grau und braun gefrbten Unterseite des Hinterleibs abheben. Die Unterseite von Kopf und Thorax ist hellgrau.

Taubenschwnzchen haben graubraune Vorderflgeloberseiten, die mit zwei unaufflligen, schmalen, gewellten, dunkelbraunen Binden versehen sind. Diese verlaufen etwa auf Hhe der Flgeldrittel; die weiter auen gelegene Binde endet ungefhr in der Mitte des Flgels. Die deutlich kleineren Hinterflgel sind orangebraun und am Auenrand schwrzlich gerandet. Ihre Unterseite ist hnlich wie ihre Oberseite gefrbt; am Flgelansatz entlang der gesamten Innenseite ist sie aber gelblich. Die Unterseite der Vorderflgel ist komplett braunorange. Selten kommen bei den Taubenschwnzchen helle oder dunkle Farbvarianten vor.

Wie fast alle Schwrmer haben auch die Taubenschwnzchen einen langen Saugrssel, der 25 bis 28 Millimeter lang ist. Die zum Ende hin kontinuierlich breiter werdenden, keulenfrmigen, fein in Ringen beschuppten Fhler sind ebenso typisch fr viele Arten der Familie. Die Facettenaugen sind hell, haben aber ein dunkles Zentrum und manchmal auch weitere dunkle Bereiche. Die dunkle Mitte erweckt den Anschein einer Pupille: eine ?Pseudopupille?, wie sie an vielen Komplexaugen lebender Tiere beobachtet werden kann, z. T. sogar in Mehrzahl.

Die Raupen werden 45 bis 50 Millimeter lang und sind variabel gefrbt. Ihre Grundfrbung ist meist grn; es gibt aber auch braune, rotbraune oder grauviolette Exemplare. Die Kopfkapsel hat dabei jeweils die gleiche Frbung wie der brige Krper. Der Krper der Raupen ist berall fein gelblich-wei punktiert. Sie tragen an den Seiten zwei Lngslinien, eine weie etwa auf der Krpermitte sowie eine gelbe unterhalb der braunen Stigmen. Nach oben haben beide Linien einen dunklen Hof. Die obere Linie endet kurz vor der Spitze des Analhorns, einem spitzen Horn am Hinterleibsende, das fr nahezu alle Schwrmerraupen charakteristisch ist. Das Analhorn ist bei jungen Raupen rotviolett, spter ist es blulich bis blaugrau, hat eine gelbe bis orange Spitze und ist leicht dunkel gepunktet. Die Thorakalbeine sind braun, die Bauchbeine haben eine rosa gefrbte Basis, auf die ein heller und ein schwarzer Bereich folgen.

Das ganzjhrige Verbreitungsgebiet der Tiere erstreckt sich ber die gesamte Ost-West-Lnge der Palarktis. Die sdliche Grenze verluft dabei von Nordafrika ber den Nahen Osten und Pakistan sowie entlang der Sdgrenze Chinas bis nach Japan im Osten. Die nrdliche Verbreitungsgrenze ist nicht exakt festlegbar, verluft aber ungefhr vom Norden Frankreichs nach Sden, um sich sdlich der Alpen weiter ber Sdosteuropa, die Trkei, den sdlichen Teil Kasachstans und die Nordgrenze Chinas zu erstrecken. Die Grenze ist variabel, weil die Falter aktuell auf Grund der Klimaerwrmung in immer nrdlicheren Gebieten erfolgreich berwintern knnen. Weitere Informationen ber diese Ausbreitung befinden sich im Abschnitt Wanderflge und Flugzeiten der Falter.

Neben dem Totenkopfschwrmer (Acherontia atropos) ist das Taubenschwnzchen der einzige Vertreter der Schwrmer auf den Azoren, wo sehr wenige kontinentaleuropische Arten vorkommen.[2]

Die Falter findet man in allen Hhenstufen vom Meeresspiegel bis in die subalpine Vegetationszone. Die Raupen leben allerdings in geringeren Hhen, man findet sie bis in die unteren Bereiche der montanen Stufe. In den Alpen sind die Falter bis etwa 1500 Meter Seehhe anzutreffen, die Raupen dagegen nur bis etwa 1000 Meter.

Taubenschwnzchen sind Wanderfalter und erschlieen in den Sommer- bzw. Wintermonaten durch ihren ausdauernden Flug neue Areale. Sie kommen im Sommer in Europa bis in den hohen Norden, in Grobritannien, Island und in weiten Teilen Russlands (im Osten bis Sachalin) vor. Im Winter reicht ihre Verbreitung im Westen bis nach Gambia, in Asien vereinzelt bis in die sdlichen tropischen Bereiche wie Indien und Vietnam.[3]

Die Tiere legen dabei groe Distanzen zurck und knnen bis zu 3000 Kilometer in weniger als 14 Tagen bewltigen.[4] In Mitteleuropa gibt es drei Zeitabschnitte, in denen die Falter hufiger als sonst beobachtet werden: Ende Juni, Mitte Juli und im August/September. Da man keine eindeutigen Abgrenzungen hinsichtlich der Generationen vornehmen kann, ist zu vermuten, dass sich zufliegende Tiere mit jenen, die sich hier entwickeln, vermischen. Dabei handelt es sich bei den ersten beiden Falterschben um jene Tiere, die zuvor im wrmeren Sden geschlpft sind und nach Norden fliegen. Deren Nachkommen fliegen dann erst ab Mitte August. Dazwischen ist ein eindeutiger Rckgang an gesichteten Individuen zwischen Juli und August zu erkennen. Zur kalten Jahreszeit hin verringern sich die Sichtungen naturgem stark. Man wei bis jetzt noch nicht, wohin die Falter vor dem Winter verschwinden. Entweder fliegen sie zurck in den Sden, was aber nicht erwiesen ist, oder sie berwintern gut geschtzt. Fr diese letztgenannte Annahme sprechen zumindest vereinzelte Funde von berwinternden Faltern, denn in allen Monaten des Jahres knnen Falter beobachtet werden: sei es in Winterquartieren an geschtzten Orten (beispielsweise in Hhlen, in hohlen Stmmen und auch in Husern) oder an wrmeren Wintertagen beim Flug. Demnach kann als gesichert gelten, dass zumindest ein Teil der Falter auch in Mitteleuropa erfolgreich berwintert. Dies ist z. B. fr Oberschwaben und die Oberrheinebene gut dokumentiert.[5]

(Quelle: Wikipedia  )

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