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Scaphidium quadrimaculatum (Olivier, 1790) -- Vierfleckiger Kahnkäfer} Scaphidium quadrimaculatum -  1. Fund
Scaphidium quadrimaculatum - 1. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Diptera, Tachinidae, Zweiflügler, Raupenfliegen, Tachina, Echinomyia, fera, Linnæus, 1761, Igelfliege, Deutschland, Hessen, Bad, Camberg

 

Tachina fera - 4. Fund

 
Daten Tachina fera - 4. Fund

 

Tachina fera -  4. Fund
Tachina fera -  4. Fund
Tachina fera -  4. Fund
Tachina fera -  4. Fund
Tachina fera -  4. Fund
     

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Hessen)

Am Waldrand am Waldgebiet „Hohlestock“ an der Autobahn A3.

(248 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

12.08.2007

 

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Tachina fera - 4. Fund   

Die Igelfliege (Tachina fera) gehrt zur Familie der Raupenfliegen (Tachinidae).

Die Fliege[1][2] hnelt wie die meisten Raupenfliegen in der Krpergestalt und den Proportionen einer Stubenfliege. Ihre Krperlnge ist etwa 9 bis 14 Millimeter und damit fr eine Raupenfliege gro, wie typisch fr Parasitoide ist sie aber sehr variabel, es kommen erheblich kleinere Tiere vor. Der Krper ist berwiegend gelb gefrbt, er trgt lange dornfrmige, abstehende Borsten von schwarzer Farbe und zustzlich kurze schwarze, fast anliegende Behaarung. Der Kopf ist gelblich gefrbt, er trgt lange Fhler, deren stark verlngertes zweites Glied gelb gefrbt ist, das dritte, deutlich krzere, ist schwarz. Die Fhlerborste (Arista) ist sehr fein behaart. Die groen, rot gefrbten Komplexaugen sind nur sehr fein behaart. Die Gre der Augen im Verhltnis zum Kopf ist geschlechtsabhngig, die Frons zwischen den Augen erreicht bei den Weibchen etwa ein Drittel der Kopfbreite, bei den Mnnchen ein Viertel. Die Taster (Palpen) der Mundwerkzeuge sind lang, dnn und fadenfrmig. Der Hinterkopf ist grau bestubt und immer deutlich gelblich kurz behaart.

Der Rumpf (Thorax) ist berwiegend gelb, aber auf der Oberseite durch dichte Bestubung grau wirkend, das Schildchen dagegen abgesetzt gelblichbraun. Die Beine sind berwiegend gelblich getnt, beim Mnnchen die Schenkel meist dunkel mit gelber Spitze. Die Hinterhften sind auf der Oberseite hinten deutlich behaart. In den klaren, vor allem an der Basis manchmal wenig ausgedehnt gelblich getnten Flgeln ist die groe Zelle in der Flgelspitze (Flgelzelle R5) offen, das bedeutet, sie erreicht den Flgelrand (bei vielen anderen Raupenfliegengattungen berhrt sie den Rand nur in einem Punkt oder ist durch eine Ader mit ihm verbunden; ?gestielt?). Die Aderung der Flgel ist braungelb. Der Hinterleib (Abdomen) ist leuchtend gelb, auf der Oberseite trgt er einen scharf abgesetzten schwarzen Mittelstreifen, der auf dem fnften Tergit nach hinten stumpf endet.

Von anderen Arten der Gattung Tachina unterscheidet sich Tachina fera durch die berwiegend gelben Beine, die fehlende gelbe Behaarung des Thorax (die anderen Arten ein etwas hummelhnliches Aussehen verleiht), die weilichgelben Flgelschuppen (Calyptrae) und die Form des schwarzen Rckenstreifens auf dem Abdomen, der bei den meisten anderen Arten rhombisch ist oder hinten spitz endet.[3] Die Arten sind aber untereinander sehr hnlich und etwas variabel, sie sind allein nach den angegebenen Frbungsmerkmalen nicht sicher bestimmbar. Zudem existiert in der Artengruppe eine weitere, bisher unbeschriebene Art mit Verbreitung in den hheren Gebirgslagen und in Skandinavien[4]. Eine sichere Bestimmung der Mnnchen ist anhand der mnnlichen Begattungsorgane mglich (Bestimmungsschlssel in[5]).

Die starken, schwarzen Borsten am Krperende verleihen der Igelfliege ihren deutschen Namen.[6][7][8]

Die Imagines sind Bltenbesucher. Die Larven sind, wie typisch fr Raupenfliegen, Parasitoide im Inneren von Schmetterlingsraupen. Als Wirt der Art ist eine Vielzahl Arten von Eulenfalter-Raupen (Familie Noctuidae) angegeben, seltener auch Raupen von Trgspinnern (Familie Lymantriidae)[2] die Art ist offensichtlich wenig wirtsspezifisch,[1][9] Wie alle Arten des Verwandtschaftskreises belegt die weibliche Fliege nicht den Wirt direkt mit Eiern. Diese werden auf einem Blatt auf einer potenziellen Nhrpflanze der Raupen abgelegt, wobei offensichtlich optische (Fraschden) und chemische Reize als Hinweis dienen. Die Eier sind sehr dnnwandig und enthalten bereits bei der Ablage eine fast fertige Larve des ersten Stadiums.[10] Aus dem Ei schlpft sehr bald eine robuste, stark sklerotisierte Larve, die reglos auf der Oberflche verharrt. Nhert sich eine passende Schmetterlingsraupe, bohrt sie sich (mittels des zugespitzten Labrums, untersttzt durch Speichelflssigkeit) durch die Krperwand in die Leibeshhle ein. Die Larven leben in der Leibeshhle, halten aber mit den Stigmen Kontakt nach auen, um Atemluft aufnehmen zu knnen. Wie bei allen Raupenfliegen gibt es drei Larvenstadien. Die ersten beiden Stadien nehmen vor allem Hmolymphe auf, dass dritte frisst dann auch lebenswichtige Organe und ttet so den Wirt ab. Die Verpuppung erfolgt auerhalb des Wirts in der Bodenstreu[11][12]

Imagines treten in Mitteleuropa in zwei Generationen auf, die erste von Ende April bis Ende Juni, die zweite, meist zahlreichere, von Mitte Juli bis Mitte Oktober. Die Art tritt sowohl in Wldern wie in offenen Lebensrumen wie Wiesen auf, sie ist sehr hufig.[1]

Die Art besiedelt fast die gesamte Palarktis. Ihr groes Areal umfasst Europa bis in den Norden, Nordafrika, und Nordasien, stlich bis China, Japan und Korea.[13]

Da sich die Fliege in verschiedenen Schmetterlingsraupen entwickelt, hat sie potenzielle wirtschaftliche Bedeutung in der forstlichen Schdlingsbekmpfung.[14]

Die Igelfliege wurde von Linne als Musca fera erstbeschrieben.[15] Die Gattung Tachina gehrt in die Unterfamilie Tachininae, Tribus Tachinini. Innerhalb der Gattung gehrt Tachina fera zur Untergattung Eudoromyia.[5] Zusammen mit Tachina casta und Tachina canariensis (und einer noch unbeschriebenen Art) bildet sie die fera-Artengruppe. Die Verwandtschaftsverhltnisse sind auch anhand molekularer Phylogenie (mittels homologen DNA-Sequenzen) berprft. In lteren Werken ist sie oft unter dem Synonym Echinomyia fera behandelt, es gibt zahlreiche weitere Synonyme.

(Quelle: Wikipedia  )

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