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Lepus europaeus (Pallas, 1778) -- Feldhase} Lepus europaeus -  4. Fund
Lepus europaeus - 4. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Diptera, Platypezidae, Zweiflügler, Tummelfliegen, Agathomyia, wankowiczi, Schnabl, 1884, Zitzengallenfliege, Pilzgallenfliege, Deutschland, Hessen, Beuerbach

 

Agathomyia wankowiczi - 1. Fund

 
Daten Agathomyia wankowiczi - 1. Fund

 

Agathomyia wankowiczi -  1. Fund
Agathomyia wankowiczi -  1. Fund
Agathomyia wankowiczi -  1. Fund
Agathomyia wankowiczi -  1. Fund
Agathomyia wankowiczi -  1. Fund
Agathomyia wankowiczi -  1. Fund
   

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Hessen)

Im Waldgebiet zwischen Beuerbach und Gnadenthal.

(204 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

07.06.2009

 

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Die Zitzengallen- oder Pilzgallenfliege (Agathomyia wankowiczii) ist eine Fliegenart aus der Gattung Agathomyia in der Familie der Tummelfliegen (Platypezidae). Sie ist bekannt fr die Bildung von zitzenfrmigen Gallen an der Unterseite des Flachen Lackporlings (Ganoderma applanatum), eines Porenpilzes.

Die Zitzengallenfliegen sind Fliegen mit einer Krpergre von 4,3 Millimetern bei den Mnnchen und 4,7 bis 5,0 Millimetern bei den Weibchen. Sie weisen einen Geschlechtsdimorphismus auf, wobei die Mnnchen etwas dunkler sind als die Weibchen und grere Komplexaugen haben, die sich zentral berhren.

Der Kopf ist mit einer schwarz-grauen Frbung deutlich dunkler als Brust und Hinterleib. Die Augen sind vor allem im unteren Drittel rtlich-braun, die Antennen gelb, wobei das dritte Antennensegment deutlich grer als die ersten beiden ist und eine fadenfrmige Geiel trgt. Die Beborstung der Antenne ist wie die des gesamten Kopfes schwarz, gelb sind hingegen Labium und Palpus.

Der Brustabschnitt ist auf der Rckenseite leicht aufgewlbt und bildet einen Buckel. Er ist gelb-orange gefrbt, wobei die Seitenflchen (Pleuren) deutlich heller sind; die Beborstung ist braun bis schwarz.

Die Flgel sind durchsichtig gelb und von einer charakteristischen, braunen Flgeladerung durchzogen. Eine der Flgelzellen ist deutlich verdunkelt. Die Haltere ist orange. Auch die Beine sind gelb-orange mit einer hellgelben und braunen Fleckung. Der Oberschenkel (Femur) der Vorderbeine besitzt eine lange Borste, die ein Viertel der Lnge des Unterschenkels (Tibia) betrgt. Diese sind bei allen Beinen leicht gebogen und ebenfalls mit mehreren deutlich erkennbaren Borsten ausgestattet. Mnnchen und Weibchen unterscheiden sich durch die Lnge und Ausstattung dieser Borsten. Die Fuglieder (Tarsen) des letzten Beinpaares sind wie bei anderen Tummelfliegen verbreitert.

Die ersten sechs Segmente des Hinterleibs sind wie der Thorax gelb-orange, die Segmente vor den Genitalien deutlich dunkler bis schwarz. Die mnnlichen Genitalien sind braun-gelb und werden unter den Hinterleib eingeschlagen, die Weibchen besitzen einen gelben Eiablageapparat (Ovipositor).

Die Verbreitung der Zitzengallenfliege ist durch die Abhngigkeit vom Wirtspilz gekoppelt mit der Verbreitung des Flachen Lackporlings und beschrnkt sich entsprechend auf Laub- und Laubmischwlder. Obwohl der Flache Lackporling auch in den gemigten Zonen Nordamerikas vorkommt, ist die Verbreitung der Fliegen auf Europa sowie Nordasien beschrnkt. Dabei reicht das Verbreitungsgebiet von den Niederlanden ber Deutschland, Dnemark, Schweden, sterreich und die Schweiz, Polen, Ungarn und Tschechien bis in den Balkan. Im Gebiet der ehemaligen Sowjetunion sind Funde sowohl im europischen Teil (Moskau, Sankt Petersburg) als auch im Amurgebiet in Asien belegt. Weil die Fliegen erst in den letzten 50 Jahren in den westlichen Niederlanden und in Belgien auftauchten wird eine Vergrerung des Verbreitungsgebietes in den Westen angenommen. In Grobritannien gibt es bislang erst sechs Funde von Zitzengallen, eine natrliche Verbreitung liegt dort also wahrscheinlich nicht vor.

In Mittel- und Osteuropa ist die Zitzengallenfliege in Gebieten mit dem Flachen Lackporling relativ hufig anzutreffen, besonders zur Anflugzeit auf die Pilze und in deren direkter Umgebung. Aus anderen Gebieten liegen hufig nur Einzelfunde oder indirekte Nachweise durch Pilzgallen vor.

Die Larvalentwicklung der Fliegen erfolgt in tropfenfrmigen Gallen an der Unterseite des Flachen Lackporlings, der mehrjhrige Fruchtkrper ausbildet. Es hat sich dabei herausgestellt, dass sich die Larven dieser Art ausschlielich von diesem Pilz ernhren (Monophagie).

Der Anflug auf die Pilze und die Eiablage beginnen im Frhsommer und dauern etwa vier Wochen an. Die Weibchen finden die Pilze wahrscheinlich optisch vor allem durch die weien Wlste aus frischem Myzel, die sich zu dieser Zeit bei den Pilzen ausbilden. Diese Theorie wird von der Beobachtung untermauert, dass der Anflug immer auf diese Wlste gerichtet ist und sich die Weibchen dort absetzen. Entsprechend werden nur solche Pilze ausgewhlt, deren Myzelaufbau in die Zeit der Eireife bei den Fliegenweibchen fllt. Wie die Fliegen den Flachen Lackporling von anderen hnlichen Arten mit gleichem Myzelaufbau unterscheiden, ist bislang nicht geklrt; wahrscheinlich spielen hier chemische Reize eine Rolle.

(Quelle: Wikipedia  )

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