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Serica brunna (Linnæus, 1758) -- Rotbrauner Laubkäfer} Serica brunna -  1. Fund
Serica brunna - 1. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Coleoptera, Scarabaeidae, Käfer, Blatthornkäfer, Melolontha, melolontha, Linnæus, 1758, Feldmaikäfer, Deutschland, Saarland, Merzig

 

Melolontha melolontha - 2. Fund

 
Daten Melolontha melolontha - 2. Fund

 

Melolontha melolontha -  2. Fund
Melolontha melolontha -  2. Fund
Melolontha melolontha -  2. Fund
Melolontha melolontha -  2. Fund

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Saarland)

Bei Merzig, im Wald in der Nähe des „Wolfparks Werner Freund".

(288 m Höhe NN)

 

Größe:

27 mm

 

Funddatum:

28.04.2008

 

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Der Feldmaikfer (Melolontha melolontha), auch als Gemeiner Maikfer bekannt, ist eine Art aus der Familie der Blatthornkfer (Scarabaeidae) aus der Gattung der Maikfer (Melolontha). Verwandte Arten sind der Waldmaikfer und Melolontha pectoralis.

Feldmaikfer werden etwa zwei bis drei Zentimeter lang (22 bis 32 Millimeter). Der Kopf, der Thorax sowie der Hinterleib mit Ausnahme des Pygidiums sind schwarz gefrbt, Beine, Flgeldecken und Fhler sind rotbraun. Die Frbung ist aber recht variabel, es kommen sowohl hellere Tiere mit rotbraunem Pronotum und Beinen wie auch dunkle, bei denen beides fast schwarz ist, vor. Die Flanken des Hinterleibs tragen eine auffallende Reihe weier, dreieckiger Flecken; groe Teile des Krpers, einschlielich Halsschild und Flgeldecken tragen eine anliegende weie Behaarung, die aber nie ganz deckend ist, auch die Ausbildung der Behaarung ist variabel. Das Ende des Hinterleibs ist nicht von den Flgeldecken bedeckt und spitz zulaufend, es wird als Pygidium bezeichnet, es ist geschlechtsspezifisch geformt. Auf jeder Flgeldecke kann man vier glnzende Lngsrippen erkennen. Die Fhler tragen eine fcherfrmige Fhlerkeule. Beim Mnnchen bestehen diese Fcher aus sieben Lamellen, beim Weibchen sind es nur sechs. Die Lamellen des Mnnchens sind deutlich lnger als die des Weibchens, beinahe doppelt so lang.

Typische Exemplare knnen an der Form der Hinterleibsspitze (Pygidium) von den verwandten Maikfer-Arten unterschieden werden (vgl. Abb. unter Maikfer). Dies Merkmal ist aber variabel und erlaubt nicht, alle Einzeltiere sicher anzusprechen. Insbesondere fr die Unterscheidung von der selteneren Schwesterart Melolontha pectoralis muss ggf. fr eine sichere Ansprache die Spitze der Parameren des mnnlichen Begattungsapparats verglichen werden. Dieser liegt normalerweise im Hinterleib verborgen und kann nur durch Prparation untersucht werden. Sichere Unterscheidung der Arten ermglicht der Schlssel von Krell.[1]

Die Larven besitzen die typische Engerlings-Gestalt, sie tragen drei krftige Beinpaare, sind weilichgelb gefrbt mit brauner Kopfkapsel und c-frmig eingekrmmt. Die Kopfkapsel trgt viergliedrige Antennen und krftige Beimandibeln. Von anderen bodenlebenden Blatthornkferlarven mit Engerlingsgestalt sind sie vor allem an der Ausbildung des letzten Hinterleibssegments unterscheidbar. Dieses ist bei den Melolonthinae durch eine ringfrmige Querfurche scheinbar zweigeteilt, so dass der Hinterleib aus 10 Segmenten zu bestehen scheint, deren letzte beide keine Stigmen tragen, whrend weitere Furchen oder Linien nicht vorhanden sind. Die quer verlaufende Afterspalte auf dem letzten Segment ist nur seicht ausgerandet, nicht wie z. B. bei den Junikfern durch einen tiefen Einschnitt nach oben dreistrahlig. Das Sternit des letzten Hinterleibssegments trgt ein charakteristisches Borstenmuster, das aus einer von der queren Afterspalte ausgehenden, mittigen, langen Doppelreihe von 21 bis 30 Borsten und einem breiten Borstenfeld in der Hinterhlfte besteht, wobei die Doppelreihe das Feld nach vorne hin weit berragt. Die Larven der Maikfer-Arten sind sich sehr hnlich und nur schwer unterscheidbar.[1]

Im Gegensatz zum hnlichen Waldmaikfer bevorzugt der Feldmaikfer eher offene, unbewaldete Habitate (Name !). Der Unterschied ist aber nicht absolut, beide Arten knnen in aufgelichteten Altholzbestnden oder an Waldrndern vorkommen. Die Larven bentigen lockeren, gut grabfhigen, feuchten Boden, sie fehlen sowohl in sumpfigen wie in sehr bodentrockenen Lebensrumen. Die Larven kommen in einer Vielzahl von Lebensrumen, darunter Wiesen, Grten und anderes Kulturland, vor.

Nach der Paarung im Frhling legen die Weibchen ihre Eier in den Boden. Sie graben sich dazu in weichen, vor allem sandigen, Boden bis in eine Tiefe von 15 bis 25 Zentimetern ein. Die 2 bis 3 Millimeter langen, weilichen Eier werden in Gelegen von etwa 24 Stck abgelegt, jedes Weibchen legt normalerweise zwei solche Gelege ab. Die daraus nach 4 bis 6 Wochen schlpfenden Larven, die in der Erde leben, bezeichnet man als Engerlinge. Sie ernhren sich von den Wurzeln verschiedener Pflanzenarten, sowohl Grsern wie auch krautigen Arten, auch Wurzeln von Holzgewchsen werden ggf. abgeschlt oder von auen geringelt. Obwohl die Larven in ihrer Ernhrung also nicht artspezifisch (polyphag) sind, fressen sie nicht wahllos. Im Nahrungswahlversuch bevorzugten sie und gediehen am besten mit Wurzeln des Lwenzahns, gefolgt von anderen Krautarten wie Ampfer und Schafgarben, gefolgt von einigen Grsern (Wiesenschwingel, Lolch), whrend mit vielen anderen Grasarten (z. B. Rispengrsern und Straugrsern) kaum eine erfolgreiche Entwicklung mglich ist.[2] Die Larven kriechen auf der Suche nach Wurzeln durch den Boden, wobei sie Strecken von etwa 70 Zentimeter zurcklegen knnen.[3] Zur Ortung geeigneter Wurzeln dient ihnen Kohlendioxid und eine Vielzahl lslicher oder flchtiger, von den Wurzeln abgegebener Substanzen (Exsudate), zum Beispiel Aceton, 1-Hexanol und Saccharose, die sie mit chemischen Sinnesorganen an Antennen und Tastern (Palpen) wahrnehmen, andere Stoffe wie Propionsure und Benzaldehyd wirken hingegen abschreckend.[4] Im Winter grbt sich die Larve tiefer in den Boden, um Frsten zu entgehen. Der Feldmaikfer besitzt, wie alle verwandten Arten, drei Larvenstadien. Der grte Fraschaden wird vom dritten Stadium verursacht. Die erste berwinterung erfolgt im zweiten Larvenstadium. Im zweiten Lebensjahr setzen die Larven den Fra fort, wenn die Bodentemperatur auch in der Tiefe 7 C berschreitet, meist im April. Im Sptsommer folgt die Hutung zur dritten Larve. Diese erreicht ein Lebendgewicht von etwa 3,8 Gramm. Nach zweimaligem berwintern verpuppen sich die Larven frei in einer Puppenkammer im Boden. Im Herbst schlpfen dann die fertigen Kfer. Diese bleiben aber bis zum folgenden Mai noch in der Puppenwiege und kriechen erst dann aus der Erde, meist in durch das Wetter synchronisiertem Massenschlupf. Dabei liegt der Hhepunkt meist etwas spter (zwei bis drei Wochen) als beim Waldmaikfer. Insgesamt dauert die Entwicklung also drei Jahre. Die Lebensdauer der imaginalen Kfer betrgt davon etwa vier bis sechs Wochen. Die meisten Kfer sterben nach Paarung und Eiablage, etwa ein Drittel der Weibchen berlebt aber und legt nach erneutem Flug in ein Waldstck und Reifungsfra ein weiteres Mal Eier, sehr wenige schaffen sogar ein drittes Mal.

Durch den mehrjhrigen Entwicklungszyklus bedingt, kommen die Generationen mit Schlupf in verschiedenen Jahren normalerweise nie in direkten Kontakt miteinander. Typischerweise sind sie nicht gleichstark, sondern einzelne erheblich individuenreicher als die anderen. Dadurch kommt es zu charakteristischen Wellen mit Massenauftreten alle drei (bzw. vier) Jahre. Solche Jahre nennt man Maikferjahr. Im sdlichen Mitteleuropa besitzen Feldmaikfer normalerweise einen dreijhrigen, Waldmaikfer aber einen vierjhrigen Entwicklungszyklus, so dass drei- bzw. vierjhrige Wellen resultieren. Vom nrdlichen Mitteleuropa an besitzt auch der Feldmaikfer eine vierjhrige Entwicklung. Eine vierjhrige Entwicklung wird aber gelegentlich auch weiter sdlich beobachtet, so bei einigen Populationen in Tschechien,[5] ein vierjhriger Zyklus tritt auch in hochgelegenen Schweizer Alpentlern auf.[6]

Die erwachsenen Kfer orientieren sich nach dem Schlupf optisch auf der Suche nach Bumen oder Waldrndern, die sie an der Silhouette bis in etwa drei Kilometer Entfernung erkennen knnen, und versuchen anschlieend, dorthin zu fliegen. Dabei kommt es durch Strukturen wie Gebude auch zu Fehlorientierungen. Der Flug erfolgt fast ausschlielich in der Abenddmmerung. Die Kfer sind mittels spezieller Ommatidien am oberen Augenrand imstande, das Polarisationsmuster des Sonnenlichts zur Orientierung zu nutzen.[7] Sie ernhren sich von Laubblttern von Bumen, vor allem von Blttern von Eichen und Buchen, mitunter aber auch von Obstbumen. Die Paarung, die mehrere Stunden dauern kann, erfolgt auf den Bumen. Dabei orientieren sich die Mnnchen an flchtigen Blatt-Alkoholen, die aus z. B. durch Fra beschdigten Blttern entweichen, um die Weibchen zu lokalisieren; diese wirkten auf Weibchen nicht anlockend, intakte Bltter besaen keine anlockende Wirkung fr beide Geschlechter.[8] Nach etwa 10 bis 20 Tagen Fra fliegen die Weibchen zur Eiablage zurck in offenes Gelnde. Sie bevorzugen dabei offene, nicht vegetationsbewachsene Bodenpartien.

Die Art kommt im grten Teil Europas vor, ist aber im sdlichen Mittelmeerraum selten. Die Nordgrenze der Verbreitung liegt in Sdschweden. Im Osten geht die Verbreitungsgrenze durch Estland, den europischen Teil Russlands und die Ukraine etwa auf der Linie Smolensk, Kursk, Charkiw, Saporischschja, Odessa.[9]

Die Art wurde von Carl von Linn als Scarabaeus melolontha erstbeschrieben. Sie ist Typusart der von Johann Christian Fabricius beschriebenen Gattung Melolontha (der Name stammt eigentlich von tienne Louis Geoffroy, dieser wurde aber fr taxonomische Zwecke unterdrckt.[10]) Fabricius nannte die Art Melolontha vulgaris, dieses Synonym war bis Mitte des 20. Jahrhunderts verbreitet in Gebrauch. Es gibt Dutzende weiterer, meist sehr alter, Synonyme, die fr Farbvarianten aufgestellt worden waren, die heute nicht mehr anerkannt werden. Die artenreiche Gattung hat 10 europische Vertreter,[1] von denen die genannten drei in Mitteleuropa vorkommen. Anhand der mtDNA sind die mitteleuropischen Maikfer-Arten gut differenzierbar, dies gilt auch fr Individuen, die nach morphologischer Ansprache intermedir aussehen, diese sind also nicht, wie frher oft unterstellt, Hybride.[11] Die Arten wren also ber konventionelles DNA-Barcoding gut unterscheidbar. Ob berhaupt natrliche Hybride zwischen den Arten existieren, ist nach den Befunden unklar.

(Quelle: Wikipedia  )

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