beste Ansicht = 1280x1024 pix
Erweiterte Suche
 

Zufallsbild

Cantharis rufa (Linnæus, 1758) -- Roter Fliegenkäfer} Cantharis rufa -  1. Fund
Cantharis rufa - 1. Fund



 

Impressum

ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ber mich...

 

E-Mail

Schlüsselwörter:

Coleoptera, Lucanidae, Käfer, Schröter, Lucanus, cervus, Linnæus, 1758, Hirschkäfer, Deutschland, Bayern, Weibersbrunn, Männchen

 

Lucanus cervus - 1. Fund (Männchen)

 
Daten Lucanus cervus - 1. Fund (Männchen)

 

Lucanus cervus -  1. Fund (Männchen)
Lucanus cervus -  1. Fund (Männchen)
Lucanus cervus -  1. Fund (Männchen)
Lucanus cervus -  1. Fund (Männchen)
Lucanus cervus -  1. Fund (Männchen)
Lucanus cervus -  1. Fund (Männchen)
Lucanus cervus -  1. Fund (Männchen)
Lucanus cervus -  1. Fund (Männchen)
Lucanus cervus -  1. Fund (Männchen)
Lucanus cervus -  1. Fund (Fundortfoto)
   

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Bayern)

Im Waldgebiet in der Nähe des „Steintores“ bei Weibersbrunn.

(421 m Höhe NN)

 

Größe:

Körperlänge: 45 mm; Gesamtlänge: 85 mm

 

Funddatum:

14.05.2007

 

nach oben




Vorheriges Bild:
Lucanus cervus - 1. Fund (Männchen)  
Nächstes Bild:
Lucanus cervus - 1. Fund (Männchen)   

Der Hirschkfer, Hornschrter, Feuerschrter oder Donnergugi (Lucanus cervus, von lateinisch lucanus ?Waldbewohner?, und cervus ?Hirsch?) ist ein Kfer aus der Familie der Schrter (Lucanidae). Er gehrt zu den grten und aufflligsten Kfern in Europa. Seinen Namen erhielt der Hirschkfer aufgrund der bei den Mnnchen geweihartig vergrerten Mandibeln (Oberkiefer). Der Name Donnergugi geht auf den Beinamen Donar des Gottes Thor zurck. Die Art war bereits im Rmischen Reich bekannt: die Larven wurden als Delikatesse gegessen, die mnnlichen ?Geweihe? als Amulett getragen.

Der Hirschkfer wurde vom Kuratorium Insekt des Jahres am Senckenberg Deutschen Entomologischen Institut zum Insekt des Jahres 2012 gekrt.[1]

Die mnnlichen Kfer werden 25 bis 75 Millimeter lang, die Weibchen sind mit maximal 40 Millimetern Lnge deutlich kleiner. Damit sind sie die grten europischen Kfer. Sie haben beide eine schwarzbraune Grundfrbung, die Deckflgel und die Mandibeln (Oberkiefer) der Mnnchen sind braunrot gefrbt. Besonders auffllig an den Mnnchen ist das ?Geweih?, bei dem es sich um die massiv vergrerten Mandibeln handelt. Sie knnen bei besonders groen Exemplaren fast die halbe Krperlnge ausmachen. Die Weibchen haben einen schmaleren Kopf und normal entwickelte Oberkiefer. Sie tragen auf der Oberseite ihrer Vorderbeine charakteristische, gelb behaarte runde Flecken. Gelegentlich kann die forma capreolus, auch Hungermnnchen genannt, beobachtet werden, bei der die Mnnchen sehr klein sind und, ebenso wie die Weibchen, kein Geweih tragen. Dies geschieht in Zeiten schlechter Ernhrung.

Die Kfer kommen in Sd-, Mittel- und Westeuropa, nrdlich bis in den Sden Schwedens vor. Lokal findet man sie auch in England, Kleinasien und stlich bis nach Syrien. Sie leben bevorzugt in alten Eichenwldern, knnen aber auch in Grten, Rindenmulchhaufen etc. vorkommen. Die Hauptflugzeit liegt zwischen Ende Mai und Ende Juli.

Die Lebenserwartung der erwachsenen Kfer betrgt drei bis acht Wochen. Sie knnen fliegen und schwrmen besonders in der Dmmerung. Die Mnnchen knnen ihr Geweih nicht zur Nahrungsaufnahme beziehungsweise zum Beien und Kauen verwenden, sie saugen und lecken lediglich Pflanzensfte. Die Weibchen helfen ihnen meist dabei, an Nahrung zu gelangen, indem sie mit ihren Mandibeln Wunden an der Rinde von Eichen vergrern, an denen sie auch selbst lecken. Die Weibchen locken ihre Partner mit Hilfe von Sexuallockstoffen (Pheromonen) an. Treffen zwei Mnnchen aufeinander, versuchen sie den Gegner mit Hilfe ihrer langen Mandibeln auf den Rcken zu werfen oder vom Ast zu hebeln. Nur der Gewinner eines solchen Kommentkampfes hat die Mglichkeit, sich mit dem Weibchen zu paaren. Das Mnnchen kann mit seinen Mandibeln krftig zupacken, z. B. schmerzhaft einen Finger; die Weibchen knnen mit ihren deutlich kleineren Mandibeln noch krftiger zubeien. Nach der Paarung legt das Weibchen etwa 20 Eier bis zu 75 Zentimeter tief in den Boden an die Wurzeln von toten oder kranken Bumen. Die Larven entwickeln sich in den Wurzeln, Stmmen und Stmpfen, brauchen jedoch durch Pilzbefall zermrbtes Totholz, insbesondere von Eichen. Selten werden auch andere Laubbume wie etwa Linden, Buchen, Ulmen, Pappeln, Eschen, Weiden oder Obstbume ausgewhlt. Die cremefarbenen Larven bentigen je nach Qualitt des Holzes meist drei bis fnf, manchmal auch bis zu acht Jahre fr ihre Entwicklung und werden bis zur letzten Hutung oft ber 11 Zentimeter lang. Sie haben eine stark chitinisierte, hellbraune Kopfkapsel und krftige Mandibeln. Sie verpuppen sich in einer faustgroen Kammer, etwa 20 Zentimeter tief im Erdboden.

Der Hirschkfer ist in der Roten Liste Deutschlands als ?stark gefhrdet? (Kategorie 2) gefhrt.[2] Sein Bestand hat in Mittel- und Sdeuropa stark abgenommen. Dies liegt nicht etwa, wie hufig behauptet, an ihrer Beliebtheit fr Sammler, sondern daran, dass immer weniger Lebensrume fr die Tiere vorhanden sind. Im Zuge sogenannter ?Aufrumaktionen? wurden besonders die lichten Laubwlder von Totholz ?befreit?, das fr die Entwicklung der Larven notwendig ist. Heute werden die meisten Bestnde forstwirtschaftlich genutzt. Alte Eichen werden gefllt, und das Holz wird verarbeitet. Entsprechend fllt auch kein neues Totholz mehr an. So kommen Hirschkfer heute nur noch in einigen alten Eichen-Urwldern vor, hier allerdings hufig in recht groen Bestnden. Dem Hirschkfer wurde gesetzlicher Schutz gem der Fauna-Flora-Habitat-Richtlinie eingerumt.

Da fr den Bau der Werft fr den Airbus A380 am Flughafen Frankfurt Waldflchen bentigt wurden, in denen auch grere Hirschkferpopulationen lebten, wurden fr den Hirschkfer Ausgleichsflchen ausgewhlt, in denen sich die Larven weiter entwickeln sollen. Dazu wurden im Jahre 2005 etwa 50 Baumstmpfe, in denen Larven vermutet wurden, ausgegraben und an anderen Stellen in der Nhe des Flughafens wieder eingesetzt. Ob die Aktion erfolgreich verlief, kann erst in einigen Jahren abschlieend beurteilt werden.[3][4]

Paarung

Zwei kmpfende Mnnchen

Ei des Hirschkfers

(Quelle: Wikipedia  )

nach oben