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Rana (Pelophylax) lessonae (Camerano, 1882) -- Kleiner Wasserfrosch} Rana lessonae - 1. & 2. Fund
Rana lessonae - 1. & 2. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Pulmonata, Achatinidae, Lungenschnecken, Achatschnecken, Afrikanische, Riesenschnecken, Achatina, fulica, Bowdich, 1822, Grosse, Riesenschnecke, Ostafrikanische, Sri, Lanka, Südprovinz, Galle

 

Achatina fulica - 2. Fund

 
Daten Achatina fulica - 2. Fund

 

Achatina fulica  -  2. Fund
Achatina fulica  -  2. Fund
Achatina fulica  -  2. Fund
 

Funddaten:

Gefunden in Sri Lanka (Südprovinz)

In den Festungsanlagen von Galle.

(9 m Höhe NN)

 

Größe:

28,0 x 25,0 x 58,0 mm

 

Funddatum:

27.01.2001

 

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Lies dazu auch die nheren Informationen in den Mindestanforderungen an Biologie-Artikel.

Groe Achatschnecke

Die Groe Achatschnecke (Achatina fulica), auch Ostafrikanische Riesenschnecke genannt, gehrt zu den Afrikanischen Riesenschnecken, einer Familie der Landlungenschnecken. Mit einer Gehuselnge von bis zu 20 cm und einer Krperlnge von bis zu 30 cm ist sie eine der grten Landschnecken der Welt.

Das Gehuse ist in der Grundfarbe braun bis hornfarben und trgt zahlreiche Streifen, die die Zuwachslinien markieren. Jedoch ist Achatina fulica die Achatschneckenart, deren Gehusefrbung am strksten variieren kann. So kommen sowohl gestreifte, gefleckte, als auch dunkelbraune und fast schwarze Huser vor. In Achatschneckenforen werden fnf bis sieben Farbvarianten beschrieben. Die Gehuseform ist konisch, in der Regel rechtsgewunden und spitz zulaufend. Die durchschnittliche Lnge des Gehuses, gemessen vom Apex bis zur Gehuseffnung, liegt zwischen 10 und 12 cm, es konnten aber auch Exemplare mit einer Gehuselnge von bis zu 20 cm gefunden werden. Bei einer Gehuselnge von 12 cm hat das Gehuse einen Durchmesser von ungefhr 5 cm. Der Weichkrper ist hell- bis dunkelbraun und weist einen dunkleren Aalstrich auf.

Die Ostafrikanische Riesenschnecke ernhrt sich mit Hilfe einer Raspelzunge, der Radula. Die mit tausenden kleinen Zhnen besetzte Zunge dient zur Aufnahme und Zerkleinerung der Nahrung. Mit der Radula raspelt die Schnecke kleine Stcke der Nahrung ab. Danach fhrt sie diese in den Schlund. Eine Vorverdauung wird dort mit groen Speicheldrsen durchgefhrt. Anschlieend wandert die Nahrung weiter in den Krper zur Mitteldarmdrse, einem relativ groen Organ der Schnecke. Die Mitteldarmdrse produziert Verdauungssekrete und speichert die Nhrstoffe, die aus der Nahrung gewonnen werden konnten. Weiterhin findet dort durch besondere Zellen die Verdauung statt und andere Zellen speichern den Kalk, welchen sie anschlieend ber Krperflssigkeiten zum gewnschten Ort befrdern. Der briggebliebene Teil der aufgenommenen Nahrung wird ber den After, der die ffnung im Mantel verwendet, ausgeschieden. Die Groe Achatschnecke ist ein Omnivor (Allesfresser). Sie ernhrt sich in der Natur berwiegend pflanzlich, nimmt aber auch zur Verfgung stehende tierische Proteine in Form von Aas auf. Meistens nimmt sie Gemse und Obst mit wenig Sure zu sich, aber oft werden auch Bltter von Bumen, Bschen und kleineren Pflanzen gefressen. Kalk ist ein wichtiger Bestandteil der Nahrung der Schnecke. Er wird zum Aufbau und zur Erhaltung des Gehuses bentigt. Auerdem wird er fr die Produktion der Eier verwendet und muss hierfr ber die Nahrung aufgenommen werden.[1]

Schnecken der Art Achatina fulica zhlen zu den Hermaphroditen, das heit, dass sie sowohl ein mnnliches als auch ein weibliches Geschlechtsorgan besitzen und sich deshalb mit jeder anderen geschlechtsreifen Schnecke ihrer Art fortpflanzen knnen. Bei geringen Populationsdichten ist zur Erhaltung der Art auch Selbstbefruchtung mglich, was aber nur sehr selten vorkommt. Bei der Paarung zweier Schnecken der gleichen Gre kommt es zu einer bilateralen Befruchtung. Es werden also beide Tiere befruchtet. Wenn die Schnecken jedoch deutliche Grenunterschiede aufweisen, dann dient nur die Grere als Weibchen. Dies trgt der Tatsache Rechnung, dass die Entwicklung der Eier viel Platz und Energie erfordert. Die Schnecke kann die Spermien bis zu zwei Jahre lang speichern und sich so die Zeit mit den besten Bedingungen zur Entwicklung ihrer Eier auswhlen. Die Paarung findet meist in der Nacht statt und kann sich ber mehrere Stunden hinziehen. Paarungsbereite Schnecken berhren sich vor dem Geschlechtsakt lngere Zeit gegenseitig mit dem Kopf und den Fhlern.[2]

Anschlieend werden die Geschlechtsteile, welche sich rechts hinter dem Kopf befinden, ausgefahren und in den Partner eingefhrt. 2 bis 3 Wochen nach der Befruchtung grbt die Achatina fulica eine Erdhhle und legt dort ihre Eier hinein. Die Gelegegre kann je nach Gre, Alter und krperlicher Verfassung zwischen 100 und 500 Eiern variieren. Nach weiteren 2 bis 4 Wochen schlpft aus dem 4 mm groen Ei eine Schnecke, deren Gehusegre ungefhr der Gre ihres Eies entspricht.[3]

Das ursprngliche Verbreitungsgebiet der Achatschnecke liegt an der Ostkste Afrikas. Am weitesten ist sie in Kenia und Tansania verbreitet. Auch auf Madagaskar gibt es viele geeignete Lebensrume fr diese Art. Sie bewohnt viele Gebiete, in denen es Regenwald gibt und die Luftfeuchtigkeit sehr hoch ist. In Blumengrten und auf landwirtschaftlich genutzten Flchen ist sie in groen Mengen zu finden. Mittlerweile wurde sie auch in anderen Teilen Afrikas eingeschleppt. Der Lebensraum erstreckt sich also ber nahezu alle Gebiete, die durch Pflanzen bewachsen und durch Regen oder knstliche Bewsserung feucht gehalten sind. Selten ist sie auch dort zu finden, wo es nur wenig regnet und es wenige Pflanzen gibt. An diesen Pltzen vergrbt sich die Achatschnecke fr mehrere Monate und hlt dort eine Trockenruhe, bei der sie ihre Gehuseffnung mit einer harten und dicken Schicht aus Kalk und Schleim verschliet, welche einen optimalen Schutz vor dem Vertrocknen bietet. Diese Schicht, das Epiphragma, ist luftdurchlssig und durch sie kann die Schnecke trotzdem atmen. Wenn es nach einiger Zeit drauen wieder geregnet hat und Pflanzen wachsen knnen, dann wirft die Groe Achatschnecke das Epiphragma ab und kehrt an die Oberflche zurck, um Nahrung aufzunehmen und sich eventuell fortzupflanzen.[4] Die Schnecke kommt in der Natur auch als Zwischenwirt von Krankheitserregern in Betracht.[5]

Auch Asien ist zum Lebensraum der Groen Achatschnecke geworden. Im 18. und 19. Jahrhundert wurde sie durch die Schifffahrt der Kolonisten ber Mauritius, Runion und die Seychellen nach Indien gebracht. Dies dauerte etwa 100 Jahre. Vorerst stoppte hier die Verbreitung, jedoch hat man sie nach einigen Jahren als ein beliebtes Nahrungsmittel in Asien entdeckt. Deshalb wurden viele Groe Achatschnecken in groer Zahl gezchtet und verkauft. Auch die Zucht der albinotischen Form wurde hier betrieben. Dabei gelang natrlich auch einigen Tieren ein Ausbruch und sie konnten sich ungestrt verbreiten. 1910 wurde die Malaiische Halbinsel mit den Lndern Thailand, Myanmar und Malaysia erreicht, danach folgte um 1928 Borneo und anschlieend Sdchina und Japan. Die Achatina fulica konnte sich auch teilweise in anderen Teilen Asiens verbreiten, wobei die Lebensbedingungen in den bereits genannten Lndern und Teilen dieser Lnder am besten zur Fortpflanzung und zum berleben geeignet sind. Auch weisen diese ein gutes Nahrungsangebot auf und haben selten Temperaturen, die nicht dem Optimum entsprechen. Ein Beispiel dafr ist Indien, wo die durchschnittliche Temperatur in vielen Teilen des Landes zwischen 23 C und 28 C im Jahr liegt und in groen Teilen 7?8 Monate des Jahres ein humides Klima herrscht. Den Rest des Jahres verbringen sie in der Trockenstarre unter der Erde.[6]

Durch die Haltung als Haustier konnte sich die Groe Achatschnecke auch in den subtropischen und tropischen Regionen Nordamerikas verbreiten. Auch die Japaner brachten Groe Achatschnecken whrend und nach dem Zweiten Weltkrieg nach Nordamerika. In den Vereinigten Staaten ist sie in den Bundesstaaten Florida, Hawaii, Louisiana und Kalifornien am hufigsten anzutreffen, besiedelt aber auch andere Bundesstaaten und einige Lnder Mittelamerikas. Die oben genannten Bundesstaaten weisen ideale Lebensbedingungen fr die Ostafrikanische Riesenschnecke auf, denn das Klima ist dort sowohl feucht, als auch warm und die Winter sind sehr mild und haben fast ausschlielich Temperaturen ber dem Gefrierpunkt. Wie auch in Afrika hlt sich die Achatschnecke an feuchten Orten, wie Grten, Laubwldern, Parks und landwirtschaftlich genutzten Flchen auf. Zum Teil frisst sie sogar den Putz von Hauswnden, um ihren Kalkbedarf zu decken. Wenn es im Winter zu khl wird oder im Sommer zu hei und trocken, verfllt sie auch hier fr die Dauer der Hitze- bzw. Klteperiode in eine Trockenstarre. Die Eier werden berwiegend im Frhjahr abgelegt, weil dann die Bedingungen fr den Nachwuchs am besten sind und die Sterberate am geringsten ist.[4] Die Schnecke kommt in der Natur auch als Zwischenwirt von Krankheitserregern in Betracht.[5]

(Quelle: Wikipedia  )

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