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Lithognathus mormyrus (Linnæus, 1758) -- Marmorbrasse} Lithognathus mormyrus -  1. Fund
Lithognathus mormyrus - 1. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Anura, Salientia, Ranidae, Froschlurche, Echten, Frösche, Rana, temporaria, Linnæus, 1758, Grasfrosch, Deutschland, Sachsen, Zschopau

 

Rana temporaria - 5. Fund

 
Daten Rana temporaria - 5. Fund

 

Rana temporaria -  5. Fund
Rana temporaria -  5. Fund (Detail Hinterbein)
Rana temporaria -  5. Fund
Rana temporaria -  5. Fund

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Sachsen)

Im Waldgebiet „Clarenleithe“ zwischen Zschopau und Wilischthal.)

(360 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

23.08.2010

 

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Rana temporaria - 5. Fund   

Der Grasfrosch (Rana temporaria) gehrt zur Gattung der Echten Frsche in der Familie der Echten Frsche. Weitere, allerdings kaum mehr gebruchliche Trivialnamen sind unter anderem ?Taufrosch? und ?Mrzfrosch?. Zusammen mit hnlich aussehenden und ebenfalls eher terrestrisch lebenden Arten wie dem Springfrosch und dem Moorfrosch wird er auerdem unter dem Sammelbegriff ?Braunfrsche? gefhrt. Der Grasfrosch wurde zum ?Lurch des Jahres 2018? gekrt.

Die Kopf-Rumpf-Lnge der erwachsenen Tiere (Adulte) erreicht maximal elf Zentimeter, wobei die Weibchen aufgrund des etwas spteren Eintritts der Geschlechtsreife im Durchschnitt geringfgig grer werden als die Mnnchen. Die meisten Exemplare sind allerdings zwischen sieben und neun Zentimetern gro und wirken recht plump. Die Oberseite kann gelb-, rot- oder dunkelbraun gefrbt sein. Bei manchen Tieren ist sie nur wenig gezeichnet, andere weisen unregelmige schwarze Flecken auf, die gelegentlich die Grundfarbe fast verdecken knnen. Die beiden Rckendrsenleisten nhern sich im Schulterbereich etwas an. Der beidseitige, charakteristisch dreieckige Schlfenfleck mit dem darin befindlichen Trommelfell ist wie bei allen Braunfrschen deutlich dunkelbraun abgesetzt. Auch die Querstreifung der Hinterbeine ist ein Merkmal aller Braunfrsche. Die Unterseite ist beim Mnnchen weilich-grau und meist ungefleckt, bei den Weibchen oft gelb und dabei rtlich marmoriert. Die Schnauzenspitze ist stumpf abgeschrgt und in der Draufsicht gerundet geformt, die Pupille lnglich und waagerecht ausgerichtet. Der innere Fersenhcker auf der Fusohle erscheint bei dieser Art klein und weich.

Die Vorderbeine der Mnnchen sind viel krftiger gebaut als die der Weibchen. Dies ist im Fortpflanzungsverhalten begrndet, da sich die Tiere in axillarer Umklammerung (Amplexus) mitunter tagelang auf dem Rcken der Weibchen festhalten mssen. Zur Laichzeit wirken die Mnnchen infolge von Ansammlungen von Lymphflssigkeit manchmal etwas ?schwabbelig? und knnen sogar leicht blulich erscheinen (aber nicht so intensiv wie Moorfrosch-Mnnchen). An ihren jeweils inneren Fingern bilden sie in dieser Phase dunkle, raue Brunstschwielen aus. Bei den Weibchen kann zur Laichzeit ein sogenannter Laichausschlag aus weilichen ?Pickeln? im Bereich der Flanken und Hinterbeine beobachtet werden.

Im zeitigen Frhjahr ? in Mitteleuropa meist Mitte bis Ende Mrz ? finden sich die aus der Winterstarre erwachten adulten Tiere im Laichgewsser ein, nachdem sie nachts bei frostfreiem Regenwetter dorthin gewandert sind. Die Mnnchen halten am Ufer und im Flachwasser nach den etwas spter eintreffenden Weibchen Ausschau. Zustzlich uern sie Paarungsrufe, die mit zwei inneren Schallblasen erzeugt werden, allerdings relativ leise sind. Der Ruf kann als dumpfes Knurren oder Brummen beschrieben werden. Im Folgenden ein Beispiel fr Paarungsrufe:

Da die Population sich recht ortstreu immer wieder am selben Gewsser einfindet, spielen die Rufe fr die Organisation der Laichgesellschaft eine geringere Rolle als bei ?vagabundierenden? Froschlurchen mit wechselnden Laichpltzen und mssen darum nicht so laut sein. Ferner ist der Grasfrosch ein sogenannter ?Explosivlaicher?, dessen Fortpflanzungsphase zeitlich sehr konzentriert an wenigen Tagen abluft. Die Paarungsrufe sind daher nur kurz zu hren, sowohl tagsber als auch ? vermehrt ? nach Einbruch der Dunkelheit. Einzelne Nachzgler rufen aber auch noch nach der Hauptlaichphase.

Das Fortpflanzungsgeschehen findet oft in bevorzugten ? vegetationsreichen und besonnten ? Uferabschnitten von Gewssern statt, so dass dort Ansammlungen aus manchmal hunderten, selten sogar tausenden[1] Laichklumpen auf mehreren Quadratmetern Flche entstehen knnen. Die Laichballen des Grasfrosches sind besonders gro und weisen etwa 700 bis 4400 (mehrheitlich zwischen 1000 und 2500) Eier auf. Ein Weibchen legt meist nur einen Laichballen ab, selten zwei. Bei Austritt des Laiches aus der Kloake des Weibchens wird dieser vom rcklings aufsitzenden Mnnchen besamt. Die oben erwhnten Massenlaichpltze sind heutzutage weit weniger hufig zu finden als noch vor einigen Jahrzehnten. Bei einer Untersuchung aus Nordwestdeutschland lag die durchschnittliche Anzahl pro Laichgewsser bei 41 Laichballen; ein Drittel der ausgewerteten Laichpltze wies sogar weniger als 10 Eiklumpen auf.[2]

Die Eier sind fast schwarz gefrbt, nur mit einer winzigen Aufhellung am unteren Eipol. Der Eidurchmesser (ohne umgebende Gallerte) betrgt 1,7 bis 2,8 Millimeter; die Gallerte hat bei ?reifem? Laich 8 bis 10 Millimeter Durchmesser. Nach dem Ablaichen quillt diese auf und die Ballen steigen durch Gasbildung meistens an die Wasseroberflche. Sie sind nun als groe, treibende ?Fladen? gut zu sehen. Die Gallerte hat eine Art Brennglasfunktion und so erwrmen sich die oberen und mittleren Eier schneller als die unten liegenden und die entsprechenden Keimlinge kommen schneller zur Entwicklung. Andererseits besteht im Frhjahr die Gefahr des berfrierens und Absterbens vor allem fr die oberen und ueren Eier eines Laichballens. Wird ein Laichklumpen umgedreht (mit den unteren, hellen Eipolen nach oben zeigend), kann dies ebenfalls zum Absterben fhren.

Je nach Umgebungstemperatur schlpfen die zunchst 6 bis 9 Millimeter langen Larven nach wenigen Tagen oder auch erst vier Wochen. Bei den lteren, schwimmfhigen Kaulquappen reicht der obere Flossensaum des Schwanzes hchstens bis zur Rumpfmitte. Der Ruderschwanz erreicht maximal die doppelte Rumpflnge und endet eher stumpf. Die Grundfarbe ist braun mit kupfer- bis bronzefarbigen Flecken; die Gesamtlnge erreicht zuletzt etwa 46 Millimeter. Die aquatische Entwicklung bis zur Metamorphose zum Landtier dauert je nach ueren Bedingungen circa zweieinhalb bis drei Monate, so dass in Mitteleuropa Mitte bis Ende Juni die meisten Jungfrsche das Gewsser verlassen haben. In Hochgebirgslagen knnen sich Laichzeitpunkt und Larvalentwicklung erheblich verzgern. Die Eiablage erfolgt dann mitunter erst im Sommer. Manche Larven gelangen dann nicht mehr vor dem Winter zur Metamorphose, sondern berwintern aquatisch (vergleiche beispielsweise: Wurzeralm).

Zwei- bis dreijhrig (unter ungnstigen Bedingungen erst vierjhrig) werden Grasfrsche geschlechtsreif, wobei sie vor allem im ersten Lebensjahr nach der Umwandlung ihre Krpermasse stark vergrern. Im Durchschnitt werden Mnnchen etwas eher sexuell aktiv als gleichaltrige Weibchen.

Zu den Laichgewssern gehrt ein breites Spektrum stehender oder langsam flieender Gewsser. Bevorzugt werden jedoch flachere, von der Sonne beschienene Stillgewsser wie kleine Teiche und Weiher (auch Gartenteiche), die aber selten austrocknen drfen, oder auch Viehtrnken in Grnlandgebieten. Als Laichsubstrat sind Flutrasen beispielsweise aus dem Flutenden Schwaden besonders beliebt. Nach der Eiablage verlassen die Tiere meist sehr rasch das Gewsser und gehen zum Landleben ber. Als Habitate werden nun beispielsweise Grnland, Saumbiotope, Gebsche, Gewsserufer, Wlder, Grten, Parks sowie Moore besiedelt. Nachts gehen die Frsche auf die Jagd nach Insekten (beispielsweise Kfern und Laubheuschrecken), Asseln, Wrmern, Spinnen und Nacktschnecken, tagsber verstecken sie sich an feuchten Pltzen zwischen Vegetation oder unter Steinen bzw. Totholz. Die berwinterung erfolgt manchmal am Grund von Gewssern (dann oft kollektiv), berwiegend aber wohl terrestrisch in Erdlchern und hnlichen frostfreien Unterschlpfen. Zuvor im Herbst sind die Tiere meist dem Laichgewsser schon ein Stck entgegengewandert oder nutzen dieses sogar zur Hibernation ? Sommerlebensraum und berwinterungsquartier sind also nicht unbedingt identisch.[3][4][5]

(Quelle: Wikipedia  )

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