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Charadrius alexandrinus (Linnæus, 1758) -- Seeregenpfeifer} Charadrius alexandrinus -  1. Fund
Charadrius alexandrinus - 1. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Anura, Salientia, Bufonidae, Froschlurche, Echte, Kröten, Bufo, bufo, Linnæus, 1758, Erdkröte, Deutschland, Hessen, Neuweilnau

 

Bufo bufo - 3. Fund

 
Daten Bufo bufo - 3. Fund

 

Bufo bufo -  3. Fund
Bufo bufo -  3. Fund
Bufo bufo -  3. Fund
Bufo bufo -  3. Fund
Bufo bufo -  3. Fund
     

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Hessen)

In der Nähe von Neuweilnau, in einem See.

(319 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

23.04.2006

 

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Bufo bufo - 4. Fund   

Die Erdkrte (Bufo bufo-Komplex) ist ein hufiger und im palarktischen Raum weit verbreiteter Froschlurch aus der Gattung der Echten Krten innerhalb der Familie der Krten (Bufonidae). Nach heutiger Auffassung handelt es sich wahrscheinlich nicht um eine einheitliche biologische Art, sondern um einen Komplex mehrerer Taxa, deren genaue systematische Stellung und Abgrenzung derzeit unklar ist.[1]

In der Erstbeschreibung nannte Carl von Linn die Art zunchst Rana bufo, ordnete sie also als ?Frosch? in der Gattung Rana ein.

Die Erdkrte wurde von der Deutschen Gesellschaft fr Herpetologie und Terrarienkunde zum Lurch des Jahres 2012 gekrt.

Die Krperlnge der Mnnchen betrgt in Mitteleuropa bis zu neun Zentimeter, die Weibchen werden bis zu zwlf Zentimeter lang. Weibliche sdeuropische Vertreter der (umstrittenen) Unterart Bufo bufo spinosus, die unter anderem spitze Hornwarzen und weie Flecken aufweisen, knnen bis zu 15 Zentimeter Kopf-Rumpf-Lnge erreichen. Ein laichbereites Weibchen der Nominatform kann ausnahmsweise mehr als 150 Gramm wiegen; die meisten erwachsenen Erdkrten in Mitteleuropa haben jedoch ein Gewicht ungefhr zwischen 30 und 50 Gramm (Mnnchen) bzw. zwischen 50 und 100 Gramm (Weibchen). Die relativ plumpen Tiere besitzen einen gedrungenen, oberseits von warzigen Hautdrsen bersten Krper mit einem breiten, kurzschnauzig gerundeten Kopf. An dessen Hinterseite fallen stark hervortretende, paarige, bohnenfrmige Drsen (Parotiden) auf, die Hautgifte zur Abwehr von Fressfeinden enthalten. Die Oberseite ist meist grau- bis rotbraun; die Mnnchen sind manchmal schwarzbraun oder auch hell-lehmfarben, whrend die Weibchen mehr Rotanteile haben. Es knnen auch, vorwiegend bei Mnnchen, verwaschen wirkende dunkle Flecken vorhanden sein. Die Unterseite ist bei beiden Geschlechtern schmutzigwei und dabei durchgehend grau-schwarz gesprenkelt. Die Pupillen sind waagerecht elliptisch geformt, die Iris erscheint kupferfarben bis rotgolden (?bernsteinfarben?). Erdkrten haben recht kurze Hinterbeine und bewegen sich auf allen vieren schreitend, bei Beunruhigung aber auch hpfend vorwrts. Die Mnnchen knnen zur Paarungszeit auch an den braunen bis schwarzen Brunstschwielen der jeweils drei inneren Finger erkannt werden. Zudem haben sie krftigere Vorderbeine, einen flacheren Kopf und bleiben im Durchschnitt kleiner als die Weibchen. Erdkrtenmnnchen besitzen, anders als etwa Wechsel- oder Kreuzkrten, keine Schallblasen.

Die Erdkrte ist neben dem Grasfrosch, dem Teichfrosch und dem Teichmolch die hufigste Amphibienart in Europa. Sie ist auf fast dem gesamten Kontinent verbreitet und fehlt nur in Irland, auf Island und im uersten Norden Skandinaviens. Dort erstreckt sich ihr Areal bis zum 68. nrdlichen Breitengrad. Auch in den Mittelmeerlndern hat die Erdkrte eine weite Verbreitung, fehlt aber auf vielen Mittelmeerinseln wie den Balearen, Korsika, Sardinien, Malta und Kreta. Die Situation in Russland ist insbesondere im asiatischen Teil noch unzureichend dokumentiert, doch ist die Erdkrte auch dort in einem weiten Bereich anzutreffen. Als stlichstes Vorkommen ist heute das sibirische Irkutsk am Baikalsee anzusehen; Angaben ber Erdkrten im fernen Osten Russlands bis hin zur Insel Sachalin sowie Japan beziehen sich auf inzwischen ausgegliederte, frhere Unterarten (siehe unten). Auch die Angaben aus Nordwestafrika, im Norden von Marokko, Algerien und Tunesien, sowie von der Iberischen Halbinsel beziehen sich auf die von vielen Autoren inzwischen zur eigenen Art erhobenen Bufo spinosus. Sie gehrt damit zu den am weitesten verbreiteten Amphibien berhaupt. In Deutschland kommt die Erdkrte nahezu flchendeckend von den Ksten bis in die Almregion der Alpen vor. Auf den meisten Nordseeinseln fehlt sie allerdings.

Die Erdkrte gehrt in einen Artkomplex nahe verwandter und morphologisch hnlicher Arten, der ?Bufo bufo-Artengruppe?.[2] Nach neueren Untersuchungen ist diese in eine stliche Artengruppe ostasiatischer Arten, darunter Bufo andrewsi, Bufo bankorensis, Bufo gargarizans, Bufo japonicus und Bufo minshanicus.,[3] und eine westliche Artengruppe, der auch Bufo bufo angehrt, zu gliedern. Zur westlichen Artengruppe gehren neben Bufo bufo und ggf. Bufo spinosus zwei weitere Arten, die 2008 aus dem Talysch-Gebirge in Aserbaidschan und Iran beschriebene Bufo eichwaldi[4] und die auf den Kaukasus beschrnkte ?Kaukasuskrte? (Bufo verrucosissimus).

Folgt man der Ausgliederung von Bufo spinosus als eigener Art, besitzt die Art auer der Nominatform Bufo bufo bufo keine Unterarten mehr.

Die im mediterranen Bereich Europas, Kleinasiens und Nordwestafrikas morphologisch unterschiedene Unterart Mittelmeer-Erdkrte (Bufo bufo spinosus), welche grer und mit spitzen Hornwarzen und weien Flecken versehen sein soll, ist nach neueren Untersuchungen in der frheren Form nicht aufrechtzuerhalten. Nach phylogenomischen Untersuchungen, anhand des Vergleichs homologer DNA-Sequenzen und nach Vergleich von Allozymen wurden die Erdkrtenpopulationen der iberischen Halbinsel, Nordwestafrikas und Frankreichs (sdwestlich einer Verbindungslinie zwischen Caen und Lyon) sowie der Kanalinsel Jersey[5] von Ernesto Recuero und Kollegen 2012 als Bufo spinosus zur eigenen Art erhoben[6]. Joan Garcia-Porta und Kollegen konnten anhand eigenstndiger Daten dieselbe Differenzierung finden, behielten aber den Unterartrang der iberischen/nordafrikanischen Gruppe als Bufo bufo spinosus in neuer Abgrenzung bei[7]. Obwohl es sich im Wesentlichen um morphologisch kaum unterscheidbare Kryptospezies handelt, sind nun auch morphologische Erkennungsmerkmale angegeben worden: Die bei Ansicht des Kopfs von oben divergent zueinander stehenden Parotiden sowie die Form der metatarsalen Tuberkel beim Mnnchen.[8] Tiere aus dem stlichen Mittelmeergebiet, die frher ebenfalls zur Unterart spinosus gerechnet wurden, gehren hingegen zur Nominatform von Bufo bufo; hier waren auch Versuche erfolglos, morphologische Differenzierungsmerkmale zu finden[9]. Die Tiere sind zwar im Sden etwas grer, aber die Merkmale variieren klinal.

Der Unterartstatus der in der zentralspanischen Sierra de Gredos beheimateten Bufo bufo gredosicola gilt als umstritten; mglicherweise handelt es sich lediglich um eine Hochgebirgsform von ?spinosus?.[1] Nach genetischen Untersuchungen ist die Unterart nicht gerechtfertigt.[10]

Die Erdkrte ist ein wechselwarmes Tier, das im Allgemeinen dmmerungsaktiv ist. Tagsber ruhen die Tiere unter Steinen, zerfallenen Mauern, Totholz, Laub, Gebschen oder in selbst gegrabenen Erdlchern. Als Landlebensrume besiedeln sie ein breites Spektrum von Biotopen, das von Wldern ber halboffene Landschaften aus Wiesen, Weiden und Hecken bis zu naturnahen Grten reicht. Besonders bevorzugt werden krautreiche Wlder (vor allem Laub- und Mischwlder) ohne vlligen Baumkronenschluss; im geschlossenen Hochwald ist die Siedlungsdichte etwas geringer. Auch berflutungsauen werden nicht vllig gemieden, sind aber weniger gnstig. Im Vergleich zu anderen Amphibienarten kommt die Erdkrte hufiger auch in wechselfeuchten bis trockenen Wldern vor. Streuobstwiesen und parkartige Landschaften werden wegen der abwechslungsreichen Strukturen besonders gerne bewohnt. Auch in trockeneren Habitaten (beispielsweise Weinbergen, Sandgruben) wird die Art angetroffen, meidet jedoch stark trockenwarme Stellen.

(Quelle: Wikipedia  )

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