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Branta canadensis (Linnæus, 1758) -- Kanadagans} Branta canadensis -  2. Fund
Branta canadensis - 2. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Odonata, Coenagrionidae, Libellen, Schlanklibellen, Enallagma, cyathigerum, Charpentier, 1840, Gemeine, Becher-Azurjungfer, Deutschland, Sachsen, Schönheide, Männchen

 

Enallagma cyathigerum - 6. Fund (Männchen)

 
Daten Enallagma cyathigerum - 6. Fund (Männchen)

 

Enallagma cyathigerum  -  6. Fund (Männchen)
Enallagma cyathigerum  -  6. Fund (Männchen)
Enallagma cyathigerum  -  6. Fund (Männchen)
Enallagma cyathigerum  -  6. Fund (Männchen)

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Sachsen)

In der Nähe von Schönheide, auf dem „Schönheider Stausee“.

(672 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

09.07.2010

 

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Enallagma cyathigerum - 6. Fund (Männchen)   

Die Gemeine Becherjungfer (Enallagma cyathigerum) ist eine Kleinlibellenart aus der Familie der Schlanklibellen (Coenagrionidae). Sie ist in der Wahl des Lebensraums relativ anspruchslos und besiedelt eine Vielzahl verschiedener Gewssertypen ? langsam flieende Bche, Weiher und Tmpel mit offener Wasserflche sowie Moorenseen ? und ist daher eine der am weitesten verbreiteten und auch hufigsten Libellen Europas. Von der IUCN wird sie als ungefhrdet eingestuft. Das groe Verbreitungsgebiet erstreckt sich ber ganz Europa und weite Teile Asiens, wo es zur Ausformung von Populationen mit leicht unterschiedlichen Merkmalen kommt ? sehr dunkel gefrbte Mnnchen mit ausgeweiteter schwarzer Zeichnung. Die Gemeine Becherjungfer hnelt verschiedenen Arten der Azurjungfern (Coenagrion) und wird deshalb in lterer Literatur auch Becher-Azurjungfer genannt.

Die Mnnchen der typischen, mittelgroen Schlanklibelle haben eine hellblaue Grundfarbe mit schwarz abgesetzter Zeichnung, die Weibchen treten in blauer oder brunlich grner Farbvariante auf. Die Imagines sind zu einem temperaturabhngigen physiologischen Farbwechsel befhigt, bei dem die Krperfarbe brunlich verdunkelt wird. Die Gemeine Becherjungfer lebt wie alle Libellenarten sowohl als Larve, wie auch als Imago ruberisch und ist fr die sich aquatisch entwickelnden Larven auf Gewsser zur Eiablage angewiesen. Diese kann auch unter Wasser stattfinden.

Die Gemeine Becherjungfer ist eine typische Schlanklibelle mit einer Krperlnge von 29?36 mm und einer Flgelspannweite von 40?45 mm. Die mnnlichen Imagines haben eine hellblaue Grundfarbe mit jeweils schwarzen Zeichnungen an den Segmentenden des Hinterleibs (Abdomen). Mittig auf der Oberseite des Vorderkrpers (Thorax) befindet sich ein breiterer schwarzer Mittelstreifen, dieser wird ? bei den Mnnchen selten, bei Weibchen hufiger ? von einer feinen hellen Mediannaht geteilt, das Merkmal kann aber sehr schwach ausgebildet sein oder ganz fehlen. Der Mittelstreifen wird beidseits von den hellblauen Antehumeralstreifen flankiert, diese sind mindestens so breit wie die dann folgenden schwarzen Humeralstreifen. Auf den darunterliegenden hellblauen Thoraxseiten befinden sich zwei krzere schwarze Striche, der obere der beiden ist dabei nur sehr rudimentr oder gar nicht ausgebildet, so dass er ohne vergrernde Betrachtung meist nicht wahrnehmbar ist.

Auf dem zweiten Hinterleibsegment findet sich die namensgebende Zeichnung in Form eines gestielten Bechers ? manchmal wird diese Figur auch als pilzfrmig beschrieben. Sie ist allerdings recht variabel und kann daher nicht allein zur Bestimmung herangezogen werden. Die Zeichnung der Hinterleibsegmente drei bis fnf ist hnlich, aber ausgedehnter und reicht an den Segmentseiten herunter. Auf dem sechsten und siebten Segment nimmt die Zeichnung dann fast die ganze Flche ein. Die achten und neunten Hinterleibsegmente der mnnlichen Imagines sind wieder ganz blau und bilden damit ein auffallendes ?Schlusslicht?.

Die Weibchen sind krftiger gebaut; die schwarze, jeweils zu den vorderen Segmentsten lanzettartig zugespitzte Zeichnung ist ausgedehnter als bei den Mnnchen. Vor dem Legebohrer, auf dem achten Hinterleibsegment, befindet sich ein abstehender Dorn. Wie in der Unterfamilie der Ischnurinae nicht ungewhnlich, treten die Weibchen in verschiedenen Farbvarianten auf.[1] Es gibt androchrome, wie die Mnnchen gefrbte Weibchen, und grnliche oder hell brunlich-graue Formen. Von letzteren ist noch nicht geklrt, ob es sich eventuell um die Jugendform der grnen Morphe handelt. Die Hufigkeitsverteilung der verschiedenen Farbmorphen variiert regional stark.[2]

Kurz nach der Umwandlung zur Imago sind die Libellen noch ohne Zeichnung ? diese entwickelt sich erst innerhalb der nchsten Stunden. Auch die typische Blaufrbung wird erst whrend der Ausreifung in den folgenden Tagen gebildet. Diese Frbung ist nicht an Pigmente gebunden, sondern wird durch die Lichtbrechung an einer Suspension mikroskopischer Partikel (Tyndall-Effekt) vor einer schwarzen Pigmentschicht innerhalb der Epidermiszellen gebildet und von auen durch die durchsichtige Kutikula wahrgenommen.[3] Dadurch ist Enallagma cyathigerum zu einem physiologischen Farbwechsel befhigt, bei dem durch Pigmentwanderung in den Epidermiszellen die Krperfarbe brunlich verdunkelt werden kann. Da dieser Effekt nur bei tiefen Auentemperaturen auftritt, dient er wahrscheinlich dem schnelleren Aufwrmen durch die hhere Absorption der Sonnenstrahlung in der dunklen Farbphase.[4]

Die Gemeine Becherjungfer hnelt verschiedenen Arten der Azurjungfern (Coenagrion) und wird deshalb in vielen lteren Bestimmungsbchern auch Becher-Azurjungfer genannt. Sie gehrt jedoch zur Gattung der Becherjungfern (Enallagma), so dass heute meist der die Gattung korrekt bezeichnende Name ?Gemeine Becherjungfer? verwendet wird. Gerade die Weibchen beider Gattungen knnen durch ihre sehr hnlichen Zeichnungen leicht verwechselt werden. Ein sicheres Unterscheidungsmerkmal ist, neben dem abstehenden Dorn vor dem Legebohrer, die Zeichnung der Thoraxseiten. Bei Mnnchen wie Weibchen von Enallagma cyathigerum ist diese Flche bis auf einen kleinen schmalen Strich zeichnungslos, bei den Azurjungfern und auch bei der ebenfalls hnlichen Pokaljungfer (Erythromma lindenii) sind hier immer zwei deutlich ausgeprgte Striche zu erkennen. Braune Weibchen knnen an die Weibchen der Winterlibellen (Sympecma) erinnern.

Die Lnge der Larven betrgt 14?18 mm, die der Kiemenblttchen zustzlich noch einmal 6?7 mm.[5] Die Farbgebung des gesamten Krpers ist sehr variabel und reicht von grn bis dunkelbraun, wobei Exemplare aus Heidemooren eine besonders dunkle Frbung aufweisen knnen. Die Antennen des Kopfes gliedern sich in sechs, gelegentlich auch sieben, Segmente. Die Femora sind kurz vor dem Gelenk zur Tibia einmal gebndert, die Tibiae selbst sind nicht gezeichnet. Am Krperende befinden sich die hinten zugespitzten und im Vergleich zu Larven anderer Arten groen und, besonders an der Basis, breiten Kiemenbltter. Diese knnen mit bis zu drei dunkel abgesetzten Querbinden in der distalen Hlfte der Kiemenblttchen gezeichnet sein. Diese Zeichnung ist jedoch hochgradig variabel, die Binden variieren in der Intensitt zwischen den Individuen und knnen auch ganz fehlen. Auf dem ersten bis hin zu zwei Dritteln der Gesamtlnge werden die abgeflachten Kiemenblttchen an den Kanten von kleinen Borsten gesumt. Bei manchen hnlichen Arten markiert eine Kerbe den bergang zum nicht gesumten Bereich; diese fehlt bei E. cyathigerum.[5] Die Kiemenblttchen knnen, auffllig gewedelt, als Drohgebrde gegen Artgenossen eingesetzt werden. Normalerweise sind die sehr aktiven Larven untereinander aber friedlich. Erbeutet werden in der Hauptsache Wasserfloh- und Zuckmckenlarven,[2] die berwinterung erfolgt im vorletzten oder einem der davor liegenden Larvenstadien.[6] Die Larven der Gemeinen Becherjungfer hneln den Larven anderer Kleinlibellen, sind jedoch deutlich transparenter. Sicheres Bestimmungsmerkmal ist eine kleine Nebenborste an der Basis der letzten Fangborste der Fangmaske.[6] Die Kiemenblttchen sind deutlich weniger spitz als die der Pechlibellen und dem Hinterkopf fehlt jegliche Fleckenzeichnung, wie sie fr die Larven von Hufeisen- und Fledermaus-Azurjungfer typisch ist.[5]

Das palarktische Verbreitungsgebiet von Enallagma cyathigerum reicht vom Hohen Atlas bis Kamtschatka und nrdlich ber die Tundrazone und den Polarkreis bis zum Eismeer.[7] Erst in jngerer Zeit wurde erkannt, dass die bisher ebenfalls zu E. cyathigerum gestellte nordamerikanische Population als eigene Art zu betrachten ist;[8] sie wird seither als Enallagma annexum gefhrt.[9] Auch wenn die Gemeine Becherjungfer damit ihren zirkumpolaren Status verloren hat, ist sie eine der am weitesten verbreiteten Libellenarten.[7] In Mitteleuropa ist die Art meist hufig, im Mittelmeerraum jedoch auf Berglagen beschrnkt.[2]

Vor allem im Norden und Osten des Verbreitungsgebiets treten sehr dunkel gefrbte Mnnchen auf, die nicht in allen Merkmalen denen der mitteleuropischen Populationen entsprechen. Bei ihnen ist die Zeichnung des Abdomens deutlich ausgedehnter, die lateral lnglich ausgezogenen Streifen erinnern an die Sibirische Azurjungfer (Coenagrion hylas), die Antehumeralstreifen sind verengt oder sogar durchbrochen. Auf den, bei den mitteleuropischen Vertretern, zeichnungslosen Thoraxseiten knnen sich zustzliche dunkle Striche befinden.[7] Die nrdlichen und sdlichen Populationen in Sibirien sind zwar deutlich unterscheidbar, die Merkmale variieren aber entlang einer Kline von Norden nach Sden und tauchen in den gemigten Zonen Russlands so vermischt auf, dass eine Unterscheidung schwierig, wenn nicht gar unmglich ist.[10]

(Quelle: Wikipedia  )

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