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Pararge aegeria aegeria (Linnæus, 1758) -- Waldbrettspiel} Pararge aegeria aegeria -  1. Fund (Weibchen)
Pararge aegeria aegeria - 1. Fund (Weibchen)



 

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Schlüsselwörter:

Lepidoptera, Noctuidae, Schmetterlinge, Eulenfalter, Laspeyria, flexula, Denis, &, Schiffermüller, 1775, Sicheleule, Nadelwald-Flechteneule, Graue, Flechten-Spannereule, Deutschland, Hessen, Oberselters

 

Laspeyria flexula - 1. Fund

 
Daten Laspeyria flexula - 1. Fund

 

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Hessen)

An einem Gebäude in Oberselters.

(185 m Höhe NN)

 

Größe:

Flügelspannweite: 25 mm

 

Funddatum:

17.06.2017

 

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Die Sicheleule (Laspeyria flexula), auch Nadelwald-Flechteneule oder Graue Flechten-Spannereule genannt[1], ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae). Es ist die einzige Art der Gattung Laspeyria und der Unterfamilie Aventiinae, die in Europa vorkommt.

Die Falter haben eine Flgelspannweite von 26 bis 36 Millimeter.[2] Der Kopf, die Labialpalpen und das Patagium sind orangerot, der restliche Thorax und das Abdomen grauwei mit schwarzer berstubung. Die Fhler des Mnnchens sind nur mit kurzen Zilien besetzt. Zeichnung und Grundfarbe der Flgel sind vergleichsweise wenig variabel. Der Apex des Vorderflgels ist sichelfrmig mit einer tiefen Einbuchtung darunter. Die Oberseite des Vorderflgels ist grau mit einem braunen Wisch auf die Termen zu und einer dunklen berstubung. Die innere und uere Querlinie verlaufen schrg und knicken an der Costa abrupt ab. Beide Querlinien sind braun gesumt und dadurch deutlich gezeichnet. Vom Knick der Querlinien bis zum Costalrand ist bei beiden Querlinien zum Medianfeld ein dunkler, verwaschener Fleck ausgebildet. Die Wellenlinie ist feiner gezeichnet als die innere und uere Querlinie, hellstrohgelb gefrbt und gewellt. Die Nierenmakel sind schwach gezeichnet und kaum sichtbar, enthalten aber zwei kleine schwarze Punkte. Die Einbuchtung am Termen ist braun gerandet und ergibt das Bild eines Halbmondes. Die interneuralen Flecke sind dunkler als die Grundfarbe und sind auch in dem braunen Halbmond zu sehen. Die Hinterflgel sind etwas heller und leicht gewinkelt auf der Hlfte der Termen. Sie zeigen nur eine einzige dunkel gerandete Querlinie und dunkle interneurale Flecke. Die Fransenschuppen sind hellbraun. Die Unterseite der Flgel ist hellgrau mit einer orangebraunen berstubung. Vorder- und Hinterflgelunterseite weisen eine gebogene postdiskale Querlinie und einen v-frmigen, dunklen Diskalfleck auf.

Das Ei ist kegelfrmig, mit einer abgeflachten Spitze und einer breit gewlbten Unterseite. Die Oberflche weist 28 schwache, gewellte Rippen auf, von denen 15 die Mikropylzone erreichen und dort z. T. etwas krftiger ausgebildet sind. Das Ei ist hellgelb gefrbt, die Rippen sind im Bereich der Mikropylzone hellbraun.

Die Raupe ist auffallend schlank und wird 22 bis 26 Millimeter lang.[2] Die beiden ersten Beinpaare sind stark reduziert, die Bauchkante ist mit Hautausstlpungen versehen. Die Grundfarbe variiert von weilichgrau bis grnlich mit einem dunkleren, flechtenartigen Muster auf dem Rcken und den Seiten. Auf den Seiten der ersten drei Segmente sitzen schwarze Schrgstriche. Die Rckenlinie ist etwas dunkler als die Grundfarbe, vor allem in den Segmenteinschnitten. Die Nebenrckenlinien sind hell und dunkler gesumt. Die Segmente 9 und 10 sind etwas dunkler gehalten. Die Punktwarzen sind schwarz. Von Herbst - berwinternd - bis Juni an Nadelholzflechten.

Die Puppe ist relativ schlank. Der Kremaster weist vier gleich lange, feine Borsten auf.[3]

Die Sicheleule kommt von der Iberischen Halbinsel im Westen bis zum Russischen Fernen Osten vor. Die Sdgrenze der Verbreitung verluft vom Norden der Iberischen Halbinsel, ber Korsika, Sditalien und Sdgriechenland zum Schwarzen Meer, entlang der Nordkste der Trkei bis zum Kaukasus. Die nrdliche Arealgrenze verluft von Sdengland, Sdnorwegen ber den Ural,[4] Sibirien bis zum Ussurigebiet[5] und Japan.[2]

Die Art bevorzugt Nadel- und Mischwldern, aber auch Laubwlder sowie Parklandschaften. In den Alpen steigt sie bis auf 1300 Meter.

Die Sicheleule bildet zwei, in gnstigen Jahren und unter klimatisch gnstigen Verhltnissen auch drei ineinander bergehende Generationen pro Jahr, deren Falter von Anfang Juni bis Anfang Oktober fast kontinuierlich fliegen. In Baden-Wrttemberg fliegen die Falter der ersten Generation von etwa Ende Mai/Anfang Juni bis Mitte/Ende Juli, die Falter der zweiten Generation von Ende Juli bis Mitte August. Die Falter, die dann ab Anfang September fliegen, gehren wahrscheinlich einer dritten (partiellen?) Generation an.[5] Die Falter sind nachtaktiv und kommen ans Licht sowie an den Kder Sie ruhen am Tag an Stmmen, fliegen aber leicht auf. Nach Bergmann (1954) sitzen sie an heien Tagen gern am Boden auf Nadeln und Moos.[6]

Die Raupen sind nachtaktiv und im August und September sowie wieder ab Oktober zu finden. Sie ernhren sich von Flechten wie (Physcia stellaris und Gewhnliche Gelbflechte (Xanthoria parietina)), die auf der Rinde von Nadelbumen wachsen sowie von Algen der Gattung Protococcus, die auf der Rinde von Nadelbumen, aber auch Struchern wie Schlehdorn (Prunus spinosa) und Weidornen (Crataegus spp.) wachsen. Bergmann (1954) gibt die Flechtengattungen Parmelia, Peltigera und Graphis an.[6] Die junge Raupe berwintert.

Die Verpuppung erfolgt in einem gelbgrauen festen Gespinst zwischen Nadeln und Flechten auf den Zweigen. Die Puppenruhe dauert vier bis sechs Wochen.[2]

(Quelle: Wikipedia  )

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