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Asellus aquaticus (Linnæus, 1758) -- Wasserassel} Asellus aquaticus -  1. Fund (Fundortfoto)
Asellus aquaticus - 1. Fund (Fundortfoto)



 

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Schlüsselwörter:

Anseriformes, Anatidae, Gänsevögel, Entenvögel, Aythya, fuligula, Linnæus, 1758, Reiherente, Deutschland, Bayern, Muhr, am, See, Altmühlsee

 

Aythya fuligula - 8. Fund

 
Daten Aythya fuligula - 8. Fund

 

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Bayern)

Auf der „Vogelinsel im Altmühlsee“ in der Nähe von Muhr am See.

(415 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

27.05.2017

 

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Vorheriges Bild:
Aythya fuligula - 7. Fund  

Die Reiherente (Aythya fuligula) ist eine Vogelart aus der Familie der Entenvgel. Sie zhlt zu den so genannten Tauchenten und gilt als die hufigste Swassertauchente. Es handelt sich um eine verhltnismig kleine, kompakt gebaute Ente. Auffllig sind der verhltnismig kurze Schnabel und der auffllig runde Kopf. Die Mnnchen haben am Hinterkopf einen langen, herabhngenden Schopf. Das Weibchen weist eine kurze Holle auf.

Die Reiherente ist in Mitteleuropa ein verbreiteter Brut- und Jahresvogel. Der Verbreitungsschwerpunkt liegt in Ost- und Sdmitteleuropa. Im gesamten Mitteleuropa ist sie jedoch ein hufiger Mausergast und als Durchzieher beziehungsweise als Wintergast zu beobachten. Sie gehrt zu den Arten, deren Population ansteigt und sich zunehmend nach Westen ausbreitet.[1]

Reiherenten weisen eine Krperlnge zwischen 40 und 47 Zentimeter auf. Bei beiden Geschlechtern sind die Steuerfedern mattschwarz. Die Handschwingen sind grau, allerdings weisen alle Federn eine schwarze Spitze auf. Die ueren vier bis fnf Federn der Handschwingen haben auerdem schwarze Auenrnder. Bis auf die Federbasis und die Spitzen sind die Auenfahnen der inneren Handschwingen wei, so dass im Flug ein weies Flgelband erkennbar ist.[2]

Weibchen, die zum Brten eine bessere Tarnung bentigen, haben eine brunlichere Flanke. Auffllig ist bei beiden Geschlechtern das gelb leuchtende Auge. Mnnchen im Prachtkleid schwarz mit auffallend weien Flanken. Mnnchen im Schlichtkleid und Weibchen dunkelbraun mit leicht aufgehellten Flanken. Einige Weibchen mit weiem Schnabelgrund, hnlich wie bei den Bergenten-Weibchen. Jugendkleid heller, brauner als Weibchen. Gesellig, auf dem Wasser und im Flug zumeist in dicht geschlossenen Trupps.

Reiherenten sind berwiegend stumme Entenvgel. Erregte Mnnchen rufen gelegentlich ein gedmpftes, in der Tonhhe abfallendes Trillern, das wie pit piu pit pit klingt. Die Weibchen antworten darauf mit einem harten krck.[1]

Die Kken der Reiherente haben ein sehr dunkles Daunengefieder. Es ist grtenteils schwarzbraun. Lediglich auf der Mitte der Brust und der Mitte des Bauches finden sich einige weigelbliche bis grngelbliche Abzeichen. Die Gesichtsseiten sind gelblich, aber rufarben berhaucht. Ein dunkler Augenstreif verluft durch das Auge. Bei einigen der Kken weisen Kinn, Kehle und die Halsseiten dieselbe Frbung auf wie das Gesicht. Die Iris ist bei frisch geschlpften Kken graublau. Bei ihnen ist auerdem der Oberschnabel dunkel olivbraun mit einem dunklen Nagel, der anfangs noch den weien Eizahn aufweist. Der Unterschnabel ist fleischfarben. Die Beine und Fe sind olivgrau. Die Schwimmhute dagegen sind dunkler. Bei heranwachsenden jungen Reiherenten frbt sich der Schnabel in ein blaugrau um. Die Iris ist bei fast flggen Reiherenten blassgelb.[3]

Das Brutareal der Reiherente reicht von der gemigten Klimazone West- und Mitteleuropas sowie der borealen Zone Skandinaviens bis nach Ostsibirien. Die Sdgrenze des Verbreitungsgebietes verluft in Mitteleuropa durch Schweiz und Ungarn sowie durch Zentralrussland.

In Deutschland, Westpolen, Frankreich, den Benelux-Staaten und an den Ksten rund um die Nordsee sind sie ganzjhrig anzutreffen, in Ungarn, Osteuropa, Skandinavien und Island brten sie im Sommer, an den Ksten rund um das Mittelmeer und das Schwarze Meer verbringen viele Tiere den Winter.

Reiherenten sind, von Osten und Norden kommend, im 18. Jahrhundert nach Mitteleuropa eingewandert. Die Reiherente hat im Verlauf des 20. Jahrhunderts ihr Areal dabei nochmals nach Westen ausgedehnt. 1895 tauchte sie das erste Mal auf Island auf. Seit 1964 ist sie ein Brutvogel Frankreichs. In Holland hat sie sich 1904 erstmals angesiedelt und kommt seit 1941 verhltnismig hufig vor. In Skandinavien war sie ursprnglich auf den hohen Norden begrenzt, hat sich aber im Verlauf des 20. Jahrhunderts die sdlicheren Regionen erobert.[4] Die Ursachen fr diese Arealausweitung sind vielschichtig: Die Reiherente hat sehr stark von der Ausbreitung bestimmter, als Neozoen anzusehenden Dreikantmuscheln profitiert. Als weiterer Grund fr den Anstieg der Populationen in Westeuropa wird die Trockenlegung der Steppenseen in Osteuropa und Nordasien angesehen. Eine grere Rolle kann jedoch spielen, dass die Reiherente stark von Staugewssern profitiert, wie sie in Nord- und Westeuropa im Laufe des 20. Jahrhunderts entstanden.[4] Milde Winter, die zu einem Ausharren der Reiherente in Mitteleuropa fhrte, krzere Zugstrecken, bessere Ernhrungsbedingungen in Brut- und Mausergewssern auf Grund steigender Gewssereutrophierung beispielsweise auf Grund einer intensiven Fischereiwirtschaft spielen gleichfalls eine Rolle.[5]

Seit den 1990er Jahren ist in manchen lang besetzten Brutgebieten eine Stagnation oder sogar eine regionale Abnahme zu beobachten. Dies gilt fr Tschechien, Brandenburg und Thringen sowie den europischen Teil Russlands und Irlands. Dagegen finden in Polen und am West- und Sdwestrand des Verbreitungsgebietes weiterhin Arealausweitungen statt. In Polen, Schweiz und in Baden-Wrttemberg sind nach wie vor ein starkes Populationswachstum zu beobachten. In vielen Regionen steigen der Anteil der Nichtbrter an der Gesamtpopulation.[6] Der Weltbestand wird auf 2,6 bis 3,1 Mio. Individuen geschtzt. In Europa kommen zwischen 730.000 und 880.000 Individuen vor, davon leben etwa sechzig Prozent im europischen Teil Russlands und weitere fnfundzwanzig Prozent in Fennoskandinavien. In Mitteleuropa gibt es etwa 55.000 bis 87.000 Brutpaare.[7] In Mitteleuropa finden sich auerdem einige wichtige Mauserzentren dieser Art. So finden sich im Markermeer bis zu 60.000 Individuen und im Ismaninger Speichersee bis zu 11.300 Individuen ein.[8]

(Quelle: Wikipedia  )

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