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Chiasmia (Semiothisa) clathrata (Linnæus, 1758) -- Gitterspanner, Klee-Eckflügelspanner} Chiasmia clathrata -  1. Fund
Chiasmia clathrata - 1. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Perciformes, Labridae, Barschartige, Fische, Lippfische, Symphodus, roissali, Risso, 1810, Fünffleckiger, Lippfisch, Kroatien, Primorje-Gorski, Kotar, Njivice

 

Symphodus roissali - 2. Fund

 
Daten Symphodus roissali - 2. Fund

 

Funddaten:

Gefunden in Kroatien (Primorje-Gorski Kotar)

Im Flachwasserbereich bei Njivice.

(-1 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

03.09.2015

 

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Vorheriges Bild:
Symphodus roissali - 1. Fund  

Der Fnffleckige Lippfisch (Symphodus roissali) ist ein ber dem Meeresgrund im Litoral lebender Fisch der Gattung Symphodus aus der Familie der Lippfische (Labridae).

Erstmals beschrieben wurde der Fnffleckige Lippfisch vom franzsischen Naturforscher Joseph Antoine Risso (biologisches Krzel = RISSO) im Jahre 1810 in dessen Werk Ichtyologie ou histoire naturelle des poissons des Alpes-Maritimes[1][2]. Eine synonyme Bezeichnung fr den Fnffleckigen Lippfisch lautet Crenilabrus quinquemaculatus[3], wobei die Bezeichnung Crenilabrus die lateinische Bezeichnung fr die Familie der Lippfische ist[4]. Weitere Synonyme sind Lutjanus alberti (RISSO), Labrus aeruginosus (PALLAS), Crenilabrus tigrinus (RISSO) sowie Crenilabrus arcuatus (RISSO)[5].

Der Fnffleckige Lippfisch zeichnet sich durch spezielle Merkmale aus, mittels derer man die Art von anderen Labriden-Arten unterscheiden kann. Zunchst ist der gesamten Gattung Symphodus gemein, dass alle zu dieser Gattung zhlenden Arten eine Einzelreihe an Zhnen pro Kiefer haben, whrend andere Labriden zwei oder mehr Zahnreihen aufweisen. Innerhalb der Gattung Symphodus kann man den Fnffleckigen Lippfisch von anderen Arten unterscheiden, da bei dieser Art die Distanz zwischen der Basis dem zweiten Hartstrahl der Dorsalia und dem Seitenlinienorgan schmaler als die halbe Lnge der Weichstrahlen der Dorsalia ist. Auerdem hat S. roissali etwa 35?90 cephalische Poren auf seiner Kopfoberseite. Ferner unterscheidet sich der Fnffleckige Lippfisch von anderen Symphodus-Arten dadurch, dass bei ihm die unbeschuppte Flche des Operculums ist eher klein ist und ihre Farbe sich mehr oder weniger von der Farbe anderer Flecken bzw. gewundener Linien auf dem Kiemendeckel unterscheidet. Guckt man sich nun S. roissali genauer an, so zeichnet sich die Art durch weitere Merkmale aus. Ihr Kopf ist genauso lang oder krzer als die Krperlnge, whrend das Maul immer krzer als die Postorbitale ist. Die Labridenart besitzt darber hinaus vier bis sieben Zhne im Ober- und sechs bis zehn Zhne im Unterkiefer. Die Schnauze zeichnet sich durch fnf bis neun groe, cephalische Poren aus, whrend die Lippen des Fisches fnf bis sieben Falten aufweisen. Das Operculum des Fnffleckigen Lippfisches hat im Zentrum eine schuppenlose Flche, die sowohl beim Mnnchen als auch beim Weibchen dunkler (braun, braun-rtlich oder schwrzlich) ist und farblich auch nicht immer mit den Frbungen der Flecken und Streifen des restlichen Kiemendeckels bereinstimmt. In der lateralen Ausdehnung besitzt der Fnffleckige Lippfisch 30?35 Schuppen, an der Oberflche des Schlfenhinterkopfes jedoch nur zwei bis vier. An der Basis der Caudalis findet sich oft ein schwarzer Punkt, der bei manchen Individuen jedoch auch fehlt, whrend sich die Dorsalis durch fnf Punkte auszeichnet[6]. Die Flossenformel fr S. roissali lautet D XIV-XVI + 8-10, A III + 8-10, wobei D fr Dorsalis, A fr Analis, die arabischen Ziffern fr Hartstrahlen und rmische Ziffern fr Weichstrahlen stehen. Allerdings wird hierbei schon deutlich, dass es schwierig bis unmglich ist, eine Art nur anhand ihrer Flossenformel korrekt zu bestimmen[5].

Der Fnffleckige Lippfisch erreicht im Durchschnitt Lngen von 12?15 cm, kann jedoch auch bis zu 17 cm lang werden[2][7]. Der Krper hat eine lnglich-ovale Form und zeichnet sich durch sehr variable Frbungen aus, wobei die meisten Individuen grnlich-hellbraun bzw. grnlich-braun sind[7]. Dabei variiert die Frbung je nach des primren Lebensraums der Individuen. Whrend Tiere, die auf steinigem Untergrund leben, eine beige bis hellbraune Grundfrbung aufweisen, sind die Exemplare, die zwischen Pflanzbewuchs vorkommen, zumeist krftig grn gefrbt. Bei den Individuen, die sich in erster Linie zwischen Pflanzen aufhalten, kommen auch die dunklen Streifen hufiger vor als bei Tieren mit einem anderen Lebensraum[2]. Eine gewisse farbliche Adaption an ihre Umgebung konnten auch Arigoni et al. feststellen, die untersucht haben, inwiefern sich die Frbung u. a. bei dem Fnffleckigen Lippfisch verndert hat, seit die invasive tropische Alge Caulerpa taxifolia auch im Mittelmeer vorkommt. Dabei konnte festgestellt werden, dass die Individuen zu grerem Anteil grnliche Frbungen aufwiesen, die sich in den Algenwiesen von C. taxifolia aufhielten, als jene, die weiterhin ihr natrliches Habitat besiedelten. Weitere Experimente in Aquarien mit dem Fnffleckigen Lippfisch und dem Augenfleck-Lippfisch brachten zudem die Erkenntnis, dass es sich bei beiden um homochromische Arten handelt, die in der Lage sind, ihre Frbung an ihre Umgebung anzupassen[8]. Mnnchen und Weibchen unterscheiden sich darber hinaus auch in ihrer Frbung. Whrend der Paarungszeit ist die Grundfrbung der Weibchen beige oder grn und ber den ganzen Krper finden sich schwarze Flecke, die mehr oder weniger weit verstreut sind, an der Bauchseite jedoch immer in grerer Anzahl vorkommen. Demgegenber stehen die Mnnchen, deren endgltiger Phnotyp sich durch grn bis trkis gefrbte Schrglinien auf der Wange, auffallend rot umrandete Augen, zwei dunkle, deutlich voneinander abgegrenzte Flecken am hinteren Teil der Dorsalis sowie eine grne und rtlichbraune Grundfrbung auszeichnet[2]. Somit wird deutlich, dass auch bei den Fnffleckigen Lippfischen wie bei allen Arten der Gattung Symphodus das Mnnchen insbesondere whrend der Paarungszeit viel farbenprchtiger gefrbt ist als das Weibchen[7].

Der Name des Fisches ist im brigen eher irrefhrend, da dieser dazu verleitet, zu denken, dass sich auf den Krper der Tiere fnf deutlich erkennbare Flecken wiederfinden. Stattdessen weisen Fnffleckige Lippfische jedoch eher ein Muster aus seitlich versetzten und zustzlich auch noch undeutlichen Querstreifen auf, als dass sich irgendwo auf dem Krper die besagten fnf Flecken finden lassen[3].

Bezogen auf potentielle Verwechslungsmglichkeiten mit anderen Arten finden sich keine komplett bereinstimmenden Aussagen. Da die Frbung des Fnffleckigen Lippfisches doch recht auffllig ist, wird in manchen Werken angegeben, dass man Individuen dieser Art ohne Probleme von Individuen anderer Arten unterscheiden kann[7]. In anderer Literatur hingegen wird darauf hingewiesen, dass eine potentielle Verwechslungsmglichkeit mit dem Schuppenwangen-Lippfisch (Symphodus bailloni) oder der Goldmaid (Symphodus melops) besteht[2].

Wie alle Labriden zeichnet sich auch der Fnffleckige Lippfisch durch die sogenannte labriforme Schwimmweise aus. Dabei bewegen sich die Fische, indem sie gleichzeitig mit ihren Brustflossen schlagen, whrend die Muskulatur der Schwanzflosse nur zur Steuerung sowie fr eine schnelle Beschleunigung genutzt wird. Anhand der durch die synchrone Bewegung der Brustflossen entstehende wippende Schwimmbewegung kann man S. roissali und Labriden allgemein sehr gut in ihrem natrlichen Lebensraum von anderen Fischfamilien unterscheiden, denn die labriforme Schwimmweise kommt nur bei der Familie der Lippfische vor[9].

Bei der Familie der Lippfische handelt es sich um eine groe Fischfamilie mit aufflligen, marinen Fischen, von denen viele groe Gren erreichen knnen. Die meisten Arten kommen in den tropischen Zonen vor, doch manche Arten finden sich auch in den subtropischen oder gemigten Breiten wieder[10]. Der Fnffleckige Lippfisch ist einer der Labriden, die in den gemigten Breiten vorkommen. Sein Verbreitungsraum zieht sich ber das gesamte Mittelmeer sowie den angrenzenden Atlantik von La Coruna bis Gibraltar und auch im Schwarzen Meer kommt die Art vor[2][5][7].

Beim Fnffleckigen Lippfisch handelt es sich um standorttreue Fische, die sich vorzugsweise im Litoral aufhalten[5]. Dabei leben Individuen der Art Symphodus roissali zwischen Pflanzen oder auf algenbedecktem Fels, doch die Paarung findet grundstzlich auf Steinsubstrat statt[2]. Hinzu kommt, dass sich die tagaktiven Tiere zwischen den Algen und Felsspalten, die als Habitat dienen, verstecken[3]. Das indigene pflanzliche Habitat der Labriden-Art sind dabei Seegraswiesen des im Salzwasser gedeihenden Neptungrases (Posidonia oceanica), doch durch die Einwanderung der invasiven Algenart Caulerpa taxifolia nutzen mittlerweile immer mehr Fnffleckige Lippfische die so entstandenen Algenrasen als neues Habitat[8]. Im Durchschnitt trifft man diese Art in Tiefen zwischen ein bis zu zehn bzw. 15m, doch es kommt auch vor, dass manche Individuen in Tiefen bis zu 30 m leben[2][3][7]. S. roissali, der entweder in Gruppen oder paarweise lebt, ist darber hinaus recht scheu und daher wenig im Freiwasser zu sehen[5].

Die Anzahl an Fnffleckigen Lippfischen, die sich in einem Habitat aufhalten und dann oft auch eine Gesellschaft bilden, hngt ferner konkret von der Struktur des Habitats ab. Je komplexer das Habitat aufgebaut ist, wobei die Komplexitt des Habitats an der Zahl des felsigen Gerlls unterschiedlicher Gre gemessen wird, umso mehr Fische halten sich in einem Habitat auf. Dieser signifikante Zusammenhang lsst sich darber erklren, dass mit einer hheren Habitatkomplexitt auch die Gre der Oberflche wchst, wodurch wiederum fr jedes Individuum mehr Ressourcen zur Verfgung stehen. Es gibt mehr potentielles Futter, mehr Mglichkeiten, sich vor Fressfeinden, Licht oder extremen Temperaturen zu schtzen und auch die Anzahl der Standorte zur Paarung und fr den Nestbau ist grer[11].

(Quelle: Wikipedia  )

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