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Apodemus flavicollis (Melchior, 1834) -- Gelbhalsmaus} Apodemus flavicollis -  1. Fund
Apodemus flavicollis - 1. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Caudata, Urodela, Salamandridae, Schwanzlurche, Salamander, Molche, Lissotriton, Triturus, vulgaris, Linnæus, 1758, Teichmolch, Deutschland, Hessen, Oberselters, Weibchen

 

Lissotriton vulgaris - 3. Fund (Weibchen)

 
Daten Lissotriton vulgaris - 3. Fund (Weibchen)

 

Lissotriton vulgaris -  3. Fund (Weibchen)
Lissotriton vulgaris -  3. Fund (Weibchen)
Lissotriton vulgaris -  3. Fund (Weibchen)
Lissotriton vulgaris -  3. Fund (Weibchen)
Lissotriton vulgaris -  3. Fund (Weibchen)
Lissotriton vulgaris -  3. Fund (Weibchen)
Lissotriton vulgaris -  3. Fund (Weibchen)
Lissotriton vulgaris -  3. Fund (Weibchen)

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Hessen)

In einem Tümpel zwischen den Feldern Nähe Oberselters und Erbach.

(270 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

28.03.2015

 

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Lissotriton vulgaris - 3. Fund (Weibchen)   

Der Teichmolch (Lissotriton vulgaris, Syn.: Triturus vulgaris, vgl.: Triturus) gehrt zur Klasse der Amphibien und Ordnung der Schwanzlurche. In Deutschland stellt er die hufigste der bis zu fnf vorkommenden Arten von Wassermolchen dar; in der Schweiz ist er vergleichsweise selten. Von der DGHT wurde der Teichmolch zum ?Lurch des Jahres 2010? ausgerufen.

Der Teichmolch ist ein kleiner Schwanzlurch mit einer Krperlnge von hchstens elf Zentimetern (in Sdeuropa weniger). Die Oberseite ist glatthutig und von gelbbrauner bis schwarzgrauer Frbung. Die Mnnchen haben darauf ? insbesondere zur Paarungszeit auffllig ? grobe, rundliche, dunkle Punkte. Bei beiden Geschlechtern verlaufen abwechselnd helle und dunkle Streifen an den Kopfseiten (daher auch der Name ?Streifenmolch?); an der Oberseite befinden sich drei Lngsfurchen (vergleiche Titelfoto). Die Bauchseite ist in der Mitte orange, zu den Seiten heller werdend und ebenfalls mit dunkler Fleckung versehen ? bei den Mnnchen sind dies groe Punkte, bei den Weibchen feine Tpfel.

In ihrer Wassertracht, die sich erst nach Eintreffen der Tiere im Laichgewsser entwickelt, haben die Mnnchen einen hohen, gewellten bis gezackten (bei sdlichen Unterarten auch glattrandigen), flexiblen Hautkamm, der ? im Gegensatz zum Kammmolch ? ohne Einkerbung an der Schwanzwurzel vom Hinterkopf bis zum Schwanzende verluft. Ihr Flossensaum an der Unterseite des seitlich abgeflachten Ruderschwanzes zeigt einen blulichen Anflug. Die Hinterfe weisen in dieser Phase schwrzliche Schwimmsume auf. Die Kloake ist bei den Mnnchen deutlich strker hervorgewlbt und dunkler gefrbt als die der Weibchen. Diese sehen insgesamt viel unscheinbarer aus und weisen meist eine etwas hellere, eher brunliche Grundfrbung auf. Fr den Laien sind sie nur schwer von solchen des Fadenmolches zu unterscheiden. Unter anderem ist aber die Kehle im Gegensatz zu der des Fadenmolches meist ebenfalls gepunktet. Auerdem erkennt man unter den Fusohlen bei Fadenmolchweibchen gelbe Ballenflecken, die den Teichmolchen zumeist fehlen. In der Landtracht wird die Haut trocken, feinkrnig und wasserabweisend; die Frbung ist nun sehr gedeckt.

Teichmolche sind mit mehreren Unterarten in fast ganz Europa sowie im nordwestlichen Vorderasien verbreitet. Ausgenommen sind im europischen Bereich nur der hohe Norden (Skandinavien nrdlich des Polarkreises, Island) und der Sdwesten (Iberische Halbinsel, Sdfrankreich, Balearen, Sditalien, Korsika, Sardinien, Sizilien). In Deutschland trifft man sie fast berall an, schwerpunktmig aber in den tieferen Lagen und nur selten ber 1000 m. Im sterreichischen Krnten wurde die Art allerdings noch auf 2150 Metern ber Meereshhe gefunden.

Der Teichmolch bevorzugt halboffene bis offene Landschaften, meidet jedoch dicht bewaldete Bergregionen nicht vllig. In solchen Gegenden findet man allerdings erheblich hufiger den Bergmolch und besonders im Westen den Fadenmolch. In den tieferen Lagen Mitteleuropas ist der Teichmolch der bei weitem hufigste Schwanzlurch und neben der Erdkrte und dem Grasfrosch eine der noch fast allgegenwrtigen Amphibienarten. Bei ?Krtenzaun?-Aktionen an Straen zum Schutz fr wandernde Amphibien werden nicht selten hunderte, im Extremfall sogar mehrere tausend Teichmolche registriert.

Als Landhabitate kommen beispielsweise Grnlandgebiete mit Hecken, Waldrnder, naturnahe Grten und Parks, aufgegebene Kiesgruben sowie Uferrnder von Gewssern in Frage. Der Teichmolch gilt als sehr anpassungsfhiger Lurch und als Kulturfolger. Er ernhrt sich nachtaktiv von Insekten, Wrmern und anderem Kleingetier; tagsber und in Trockenphasen hlt er sich unter Steinen, Laub oder Wurzeln versteckt. Zur Zeit des Wasseraufenthaltes im Frhjahr und Frhsommer werden vor allem Kleinkrebse, aber auch Froschlaich, Kaulquappen und sogar Eier und Larven der eigenen Art gefressen. Als Laichgewsser werden kleinere, zumindest zeitweilig besonnte Tmpel, Weiher und Grben bevorzugt, die eine reiche Unterwasserverkrautung aufweisen. Die Molche bewegen sich dank ihres Ruderschwanzes unter Wasser flink wie Fische. Gelegentlich schwimmen sie zur Oberflche, um stoartig nach Luft zu schnappen. Bei Gefahr fliehen sie blitzschnell zum Gewssergrund oder zwischen Wasserpflanzen. Bis zum Juli haben die meisten Teichmolche das Gewsser verlassen, um an Land zu leben. Einige bleiben aber auch mehr oder weniger dauerhaft aquatil (vergleiche: Nrdlicher Kammmolch). Im Oktober oder November (Mitteleuropa) ziehen sich die Tiere in frostsichere terrestrische Unterschlpfe zurck; manche berwintern auch im Gewsser.

In Mitteleuropa begeben sich Teichmolche sehr frhzeitig nach Ende des Frostes (im Tiefland oft schon ab Februar) auf Wanderschaft zu ihrem Laichgewsser. Die Hauptlaichzeit erstreckt sich dann von Ende Mrz bis in den Mai, wenn die Wassertemperatur mindestens acht Grad Celsius betrgt. Im Wasser sind die Tiere sowohl tag- als auch nachtaktiv. Trifft ein Mnnchen im Gewsser auf ein Weibchen, beginnt es dieses zu beschnffeln und prsentiert sich mit seiner Flanke, um ihre Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Gelingt dies, fngt das Mnnchen an, seinen Ruderschwanz nach vorne zu knicken und in Vibrationen zu versetzen. Bei diesen teilweise peitschenartigen Wedelbewegungen werden dem Weibchen Sexualduftstoffe zugefchelt. Zwischendurch zeigt das Mnnchen sich wieder von seiner Breitseite, um seinen Rckenkamm und seine Frbung zu prsentieren. Geht das Weibchen auf das Werben ein, indem es auf den Partner zuschwimmt, kriecht das Mnnchen rckwrts und bewegt seinen Schwanz wellenartig. Berhrt ihn das Weibchen mit der Schnauzenspitze, setzt er eine Spermatophore auf dem Grund ab. Nun bewegen sich beide weiter, bis das Weibchen mit seiner Kloake ber dem Samenpaket angelangt ist. Daraufhin stoppt das Mnnchen, stellt sich quer und bugsiert das Weibchen mit seinem Schwanz etwas zurck. Dabei gelangt die Spermatophore in die Kloake des Weibchens.

Einige Tage spter legt das Weibchen zwischen 100 und 300 einzelne, brunliche Eier mit einem Durchmesser von 1,3 bis 1,8 Millimetern ab, die es an Wasserpflanzen oder Falllaub am Gewssergrund heftet. Dabei werden mit Hilfe der Hinterbeine Taschen in die Pflanzenbltter gefaltet und die Eier regelrecht eingewickelt. Die Embryonalentwicklung dauert nun je nach Wassertemperatur zwischen ein und drei Wochen. Die zunchst sechs bis zehn Millimeter kleinen und schwimmunfhigen Larven gehen nach kurzer Zeit in eine aktive Schwimmphase mit Flossensumen am Ruderschwanz ber. Dabei bleiben ihre ueren Kiemenbschel hinter dem Kopf sichtbar. Sie ernhren sich ?ruberisch? von Kleinstlebewesen, entwickeln zuerst dnne Vorderbeine und spter die Hinterbeine, um nach etwa zwei bis drei Monaten bei einer Lnge von drei bis vier Zentimetern die Metamorphose zum Landtier zu vollziehen. Nach zwei oder drei Jahren werden sie selbst geschlechtsreif.

Manche Tiere bleiben aber auch im Wasser und behalten Larvenmerkmale wie die Kiemenbschel bis zu ihrem Erwachsenwerden und darber hinaus. Dieses Phnomen der Neotenie (auch Pdomorphismus genannt) tritt bei allen Molcharten gelegentlich auf.

Teichmolche und ihre Entwicklungsstadien werden von vielen anderen Tieren gefressen. Dazu gehren verschiedene Vogelarten (darunter Reiher und Strche, aber auch Hhnervgel), andere Amphibien wie beispielsweise die greren Kammmolche, im Wasser auch Fische, Grolibellenlarven, Gelbrandkfer und andere Wasserinsekten. Hinzu kommen Bedrohungen durch den Menschen (siehe unten), so dass sie in freier Natur nur eine geringe Lebenserwartung von wenigen Jahren haben. In Gefangenschaft sind Teichmolche aber schon 28 Jahre alt geworden.

(Quelle: Wikipedia  )

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