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Adela violella (tombacinella) (Denis & Schiffermüller, 1775)} Adela violella -  1. Fund
Adela violella - 1. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Lepidoptera, Noctuidae, Schmetterlinge, Eulenfalter, Agrotis, exclamationis, Linnæus, 1758, Ausrufungszeichen, Deutschland, Hessen, Oberselters

 

Agrotis exclamationis - 3. Fund

 
Daten Agrotis exclamationis - 3. Fund

 

Agrotis exclamationis -  3. Fund
Agrotis exclamationis -  3. Fund
Agrotis exclamationis -  3. Fund
 

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Hessen)

An einem Gebäude in Oberselters.

(185 m Höhe NN)

 

Größe:

21 mm

 

Funddatum:

01.07.2014

 

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Vorheriges Bild:
Agrotis exclamationis - 3. Fund  

Das Ausrufungszeichen (Agrotis exclamationis), auch Ausrufezeichen, Gemeine Graseule, Braungraue Gras-Eule oder Braungraue Gras-Erdeule genannt,[1] ist ein Schmetterling (Nachtfalter) aus der Familie der Eulenfalter (Noctuidae), der in weiten Teilen Eurasiens anzutreffen ist.

Die Falter erreichen eine Spannweite von 35?46 mm.[2] Die Grundfarbe der Vorderflgel ist sehr variabel und reicht von hell graubraun ber gelblich- und rtlichbraun bis zu schwrzlichbraunen Formen; die dunkleren sind in der Regel Weibchen. Der Vorderrand und das Saumfeld sind gewhnlich etwas dunkler als der Rest des Flgels. Die meisten Zeichnungselemente sind nur schwach ausgebildet und fehlen manchmal vllig, so die schwarzen, gezhnten Querlinien und die helle, gezackte Wellenlinie. Das aufflligste Zeichnungsmerkmal ist die schwarze, lngliche Zapfenmakel, die zusammen mit der braun bis schwarzbraun ausgefllten Nierenmakel mit einiger Fantasie an ein Ausrufezeichen erinnern kann (auch wenn beide Elemente nicht in einer Linie liegen). Die wenig auffllige Ringmakel ist dnn schwarz gerandet und nur wenig dunkler ausgefllt als die Grundfarbe. Die Hinterflgel sind beim Mnnchen wei mit hellbrauner Saumlinie und hellbrunlichem Vorderrand, beim Weibchen graubraun mit etwas hellerer Basis. Die Fhler sind beim Mnnchen gezhnt, beim Weibchen fadenfrmig. Sehr charakteristisch sind bei beiden Geschlechtern die schwarzen Patagia (paarige Struktur auf dem Pronotum, die die Basis der Vorderflgel bedeckt).

Das Ei ist annhernd kugelig, unten etwas abgeplattet. Es misst 0,5 mm in der Hhe und 0,85 mm im Durchmesser. Es ist zunchst hellgelb gefrbt und bekommt im Laufe der Entwicklungszeit zunehmend einen brunlichen Ton. Die Mikropylregion erscheint zunchst weinfarben, auerdem bildet sich eine weinfarbene Binde im oberen Teil des Eies. Kurz vor dem Schlpfen frbt sich das Ei dunkelgraubraun. Die Oberflche ist mit zahlreichen, breiten Lngsrippen bedeckt. Ungefhr 14 bis 15 der ungefhr 43 bis 46 Lngsrippen sind etwas deutlicher herausgehoben und ziehen bis zur Mikropylregion, die anderen enden bereits vorher. Schwchere Querlinien kreuzen sich mit den Lngsrippen; sie sind am tiefsten Punkt zwischen zwei Rippen etwas verdickt.[3]

Die Raupen sind graubraun gefrbt und weisen eine helle Rckenlinie und deutlich erkennbare schwarze Punktwarzen auf.[4]

Die Puppe ist hellrot gefrbt. Auf dem Kremaster sitzen zwei kurze gekrmmte Dornen.[4]

Manche Formen von Agrotis segetum und Agrotis clavis knnen Agrotis exclamationis hneln, unterscheiden sich aber durch die fehlende Schwarzfrbung des Halskragens und bei den Mnnchen durch strker gekmmte Fhler. Die Raupen verwandter Arten (darunter die hufige Saateule Agrotis segetum) sind nur durch anatomische Merkmale und durch Details der Kopfkapselzeichnung sicher zu unterscheiden.

Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich ber alle Lnder Europas, im Norden bis zum Polarkreis, und durch die klimatisch gemigten Zonen Asiens bis zum Pazifik. Sie fehlt lediglich auf einigen Mittelmeerinseln. Im Gebirge erreicht die Art 2.000 m Hhe. In Europa gehrt Agrotis exclamationis, besonders in und um menschliche Siedlungen, zu den hufigsten Eulenfaltern.

Agrotis exclamationis besiedelt offene Lebensrume. Man findet sie auf Mhwiesen, in verschiedenen landwirtschaftlichen Kulturen, an nicht gespritzten Acker- und Feldrainen, an Wegrndern, auf Brachflchen und Ruderalstellen, in Grten, Parks, Friedhfen und allgemein in Ortschaften, an Waldrndern (jedoch nicht im Waldesinneren), auf Streuobstwiesen, in Weinbergen, in Felsfluren, auf Sandmagerrasen, in Niedermooren oder an grasigen Hngen und Bschungen. Die Falter werden tagsber oft in Grten gefunden und verstecken sich gelegentlich auch in Gebuden.

In Sdeuropa und in milden Gegenden Mitteleuropas knnen in gnstigen Jahren zwei Generationen auftreten. Die erste Faltergeneration fliegt von April/Mai bis Juli/August, whrend man die zweite im August und September findet. In Nordeuropa und in den Gebirgen kommt nur eine Generation von Mai/Juni bis August zur Entwicklung. Die Falter besuchen Blten und knnen mit Obst- und Zuckerkdern angelockt werden. Beide Geschlechter werden von knstlichen Lichtquellen angezogen. Die Eier werden in einer Lage in Bndern oder kleinen Gruppen, meist dicht beieinander abgelegt.[3][5]

Die Raupenzeit dauert ? bei bivoltinem Auftreten ? etwa von Mai bis Juli und von August ? berwinternd ? bis April/Mai. Die Raupen ernhren sich von den Wurzeln und bodennahen Blttern verschiedenster Pflanzen der Krautschicht, darunter Grsern, Gartenpflanzen und landwirtschaftlichen Kulturen. Die Jungrupchen leben noch frei auf den Blttern, die greren Raupen fressen bevorzugt unterirdische Pflanzenteile wie Wurzeln und Knollen. Sie ruhen tagsber am und im Erdboden und werden oft bei Gartenarbeiten gefunden; nachts kommen sie gelegentlich heraus und fressen Bltter. Die Puppe liegt in einer zerbrechlichen Hhlung im oder am Erdboden.

(Quelle: Wikipedia  )

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