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Vespa crabro (Linnæus, 1758) -- Hornisse} Vespa crabro -  2. Fund
Vespa crabro - 2. Fund



 

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Schlüsselwörter:

Decapoda, Cambaridae, Zehnfußkrebse, Orconectes, limosus, Rafinesque, 1817, Kamberkrebs, Deutschland, Hessen, Würges

 

Orconectes limosus - 1. Fund

 
Daten Orconectes limosus - 1. Fund

 

Orconectes limosus -  1. Fund
Orconectes limosus -  1. Fund
Orconectes limosus -  1. Fund
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Orconectes limosus -  1. Fund
Orconectes limosus -  1. Fund
Orconectes limosus -  1. Fund
Orconectes limosus -  1. Fund (Fundortfoto)

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Hessen)

Im „Alsdorfer Weiher“ nordöstlich von Würges.

(285 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

29.03.2014

 

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Orconectes limosus - 1. Fund  
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Orconectes limosus - 1. Fund   

Der Kamberkrebs (Orconectes limosus, Syn.: Cambarus affinis) ist ein aus Nordamerika stammender Flusskrebs, der als invasive gebietsfremde Art auch in Europa vorkommt. Er ist in West- und Mitteleuropa bereits flchendeckend verbreitet und dort die mittlerweile hufigste Flusskrebsart. Der Kamberkrebs ist immer noch in Ausbreitung begriffen, wobei die derzeitigen Ausbreitungsfronten vor allem in verschiedenen Gewssersystemen Ost- und Sdosteuropas liegen. Darber hinaus kommt er auch auf Korsika vor. In Deutschland ist die Ausbreitung in sdlichen Gebieten (Bodensee- und Donausystem) noch nicht vollstndig abgeschlossen. Vielfach wird die Ausbreitung durch aktives Umsetzen der Tiere durch den Menschen begnstigt, was jedoch gem den Fischereirechten der Lnder und dem Bundesnaturschutzgesetz verboten ist. Der Kamberkrebs ist bertrger der Krebspest, gegen die er selbst immun ist. Wo Kamberkrebse vorkommen, fhren sie zum Verschwinden heimischer Flusskrebse.[1]

Der Trivialname Amerikanischer Flusskrebs ist unprzise beziehungsweise irrefhrend, denn es gibt mehrere ursprnglich amerikanische Flusskrebsarten in Mitteleuropa.

Der Kamberkrebs wird nicht grer als 12 cm. Die Seitenrnder des Rostrums, auch ?Nasenspitze? genannt, verlaufen mehr oder weniger parallel und die Augenleiste ist einpaarig. Arttypisch und fr die Bestimmung mageblich ist die krftige seitliche Bedornung im Wangenbereich vor der Nackenfurche, daher auch der englische Name spiny-cheek crayfish. Charakteristisch sind darber hinaus die orangen Scherenspitzen, die mit einem dunklen Band farblich abgesetzt sind, und die rostroten Querbinden auf der Rckenseite des Pleons (Hinterleib). Die restliche Krperfrbung variiert zwischen grau, oliv und leicht brunlich. Die Scherenoberseite ist oft pelzig behaart.

Das ursprngliche Verbreitungsgebiet des Kamberkrebses liegt im Osten der USA. Dort gilt die Art in einigen Gewssersystemen paradoxerweise als gefhrdet. Nach Europa wurde der Kamberkrebs 1890 durch den Fischer Max von dem Borne eingefhrt. Etwa 90 Tiere unbekannter Herkunft wurden damals versuchsweise in das Gewssersystem der Oder eingesetzt. Die Art fand dort ideale Bedingungen vor und hat sich in der Folge schnell in die nord- und westdeutschen Gewsser ausgebreitet. Vielfach wurde die Ausbreitung durch aktiven Besatz untersttzt, in der Hoffnung, den Kamberkrebs als Ersatz fr den Edelkrebs fischereilich nutzen zu knnen. Die aktuellen Ausbreitungstendenzen des Kamberkrebses gehen berwiegend auf aktive Ausbreitung etablierter Bestnde zurck. Illegale Verschleppungen ber grere Distanzen kommen aber immer noch regelmig vor. Besonders betroffen von solchen illegalen Verschleppungen sind isolierte oder knstliche Stillgewsser entlang der groen Flsse, in denen Kamberkrebse vorkommen.

Der Kamberkrebs ist 2016 in die ?Liste der unerwnschten Arten? fr die Europische Union aufgenommen worden.[2]

Der Kamberkrebs ist berwiegend nachtaktiv, verlsst seine Verstecke aber auch regelmig tagsber. In geeignetem Substrat legt er Wohnhhlen an, kann sich aber auch im schlammigen Grund oder zwischen Wasserpflanzen verbergen. Der Kamberkrebs besiedelt hauptschlich Seen und grere Fliegewsser mit niedriger Fliegeschwindigkeit. Die Ansprche an das Gewsser sind gering ? der Krebs hat auch in den frher stark durch industrielle Abwsser belasteten Flssen Norddeutschlands berlebt. Rasch flieende, kleine Fliegewsser und grere Hhenlagen werden vom Kamberkrebs in der Regel gemieden, weshalb die Oberlaufregionen von Fliegewssern oftmals Refugien fr heimische Flusskrebse darstellen, die vor aktiver Ausbreitung des Kamberkrebses sicher sind.

Der Kamberkrebs weist im Vergleich zu den europischen Flusskrebsen einen raschen Lebenszyklus und eine hohe Nachkommenzahl auf, er ist ? anders als der Europische Edelkrebs ? ein r-Stratege. Die Paarungszeit erstreckt sich von Sptsommer bis in das zeitige Frhjahr. In dieser Zeit sind die Mnnchen in der sogenannten ?Form I? und versuchen durch hartnckige Attacken Weibchen zu berwltigen, um sich mit ihnen zu paaren. Dabei sind die Mnnchen wenig whlerisch, es konnten auch Paarungsversuche mit unterlegenen Mnnchen und anderen Flusskrebsarten beobachtet werden. Nach der Paarungszeit legen die Weibchen im Frhjahr die Eier, die sich abhngig von der Wassertemperatur innerhalb von wenigen Wochen entwickeln knnen. Die ersten Jungtierstadien schlpfen im spten Frhjahr oder frhen Sommer und verbleiben dann noch fr mindestens zwei Hutungen am Muttertier. Dann gehen die Jungtiere zur selbstndigen Lebensweise ber. Unter gnstigen Bedingungen knnen die Jungtiere am Ende des zweiten Sommers, also mit etwa 1,5 Jahren, die Geschlechtsreife erreichen. Die Art kann dadurch schnell hohe Individuendichten aufbauen.

(Quelle: Wikipedia  )

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