beste Ansicht = 1280x1024 pix
Erweiterte Suche
 

Zufallsbild

Meloë violaceus (Marsham, 1802) -- Violetter Ölkäfer} Meloë violaceus -  1. Fund (Weibchen)
Meloë violaceus - 1. Fund (Weibchen)



 

Impressum

ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ÿ¿ber mich...

 

E-Mail

Schlüsselwörter:

Pulmonata, Hygromiidae, Lungenschnecken, Laubschnecken, Monachoides, Perforatella, incarnatus, O., F., Müller, 1774, Rötliche, Laubschnecke, Deutschland, St., Goarshausen

 

Monachoides incarnatus - 4. Fund

 
Daten Monachoides incarnatus - 4. Fund

 

Monachoides incarnatus -  4. Fund
Monachoides incarnatus -  4. Fund
Monachoides incarnatus -  4. Fund
Monachoides incarnatus -  4. Fund

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Rheinland-Pfalz)

Auf einer Landzunge im "Rhein" in der Nähe von St. Goarshausen.

(39 m Höhe NN)

 

Größe:

11,5 x 9 x 9 mm

 

Funddatum:

19.10.2013

 

nach oben




Vorheriges Bild:
Monachoides incarnatus - 4. Fund  
Nächstes Bild:
Monachoides incarnatus - 4. Fund   

Die Rtliche Laubschnecke (Monachoides incarnatus), auch Inkarnatschnecke[1], ist eine Schneckenart aus der Familie der Laubschnecken (Hygromiidae) aus der Unterordnung der Landlungenschnecken (Stylommatophora).

Das Gehuse misst ausgewachsen 9 bis 11 mm 13 bis 16 mm (6 bis 11 mm X 10 bis 16 mm[2]). Es ist niedrig-kegelfrmig und im Gesamthabitus kugelfrmig. Es weist 6 bis 6,5 Umgnge auf, die regelmig zunehmen. Die letzte Windung senkt sich kurz vor der Mndung etwas ab. Der Mndungsrand ist umgebogen mit einer krftigen Innenlippe versehen; im Umriss ist der Mndungsrand elliptisch. Bei Populationen in der Sdschweiz kann sogar ein Zahn ausgebildet sein. Der Mndungsrand ist rot gefrbt, die Innenlippe wei. Der Nabel ist zumindest teilweise offen, aber sehr eng (ca. 1/10 des Durchmessers). Er kann durch die umgeschlagene Spindelfalte teilweise verdeckt sein.

Die Farbe des Gehuses variiert von gelbgrau zu meist rtlichbraun (Name!). Die Oberflche ist stumpf glnzend und mit einer sehr feinen und regelmigen Gitterskulptur versehen. Das Muster sieht aus wie sehr regelmige, schmale, lngliche Fischschuppen. Ungefhr 130 derartige Schuppen kommen auf einen Quadratmillimeter. Dieses Muster ist sehr charakteristisch und erlaubt sogar die Zuordnung von Schalenbruchstcken zu dieser Art.

Der Weichkrper des Tieres ist meist blassrot; der vordere Teil dunkelgrau. Allerdings variiert die Farbe des Weichkrpers betrchtlich; sie kann bis zu tiefschwarz reichen. Auch Albinismus kommt vor. Im zwittrigen Geschlechtsapparat mndet der wenig gewundene Samenleiter (Vas deferens) in den Epiphallus. Der Epiphallus ist vergleichsweise kurz, nur wenig lnger als das wurmfrmige Flagellum. Auch der annhernd zylindrische Penis ist sehr lang, deutlich lnger als der Epiphallus. Der Penisretraktormuskel setzt am distalen Bereich des Epiphallus nahe bergangsbereich zum Penis an. Die Vagina ist sehr lang, drei bis viermal lnger als der freie Eileiter. Am distalen Teil der Vagina setzt der sehr groe, keulenfrmige Pfeilsack an. Er enthlt nur einen einzigen Liebespfeil. Nahe dem Abzweig der Spermathek sitzen zwei bis drei Glandulae mucosae an der Vagina, die sich noch jeweils in zwei bis fnf Arme auftrennen. Der Stiel der Spermatheca ist sehr lang, die Blase kommt fast auf Hhe der Albumindrse zu liegen.[3][4]

Das Gehuse der Rtlichen Laubschnecke unterscheidet sich von der Sdstlichen Laubschnecke (Monachoides vicinus) durch die mehr abgeflachte Oberseite, den offenen Nabel und das feinere Muster auf der Oberflche. Anderen gehusemorphologisch sehr hnlichen Formen fehlt das retikulate Muster.

Die Rtliche Laubschnecke kommt in West- und Zentraleuropa, im Norden bis Sdschweden sowie im Sden bis nach Norditalien vor. Das Verbreitungsgebiet erstreckt sich ber Polen, sterreich, Ungarn, Rumnien bis nach Bulgarien, die Ukraine und Sdrussland.

Die Art lebt unter Steinen, Bschen und Blttern in der Laubstreu feuchter Wlder, an Gewsserufern, aber meist sehr zerstreut. Seltener ist die Art auch in Grten, Weinbergen oder Kiefernwldern zu finden. In geeigneten Habitaten kann jedoch eine groe Individuendichte erreicht werden. Juvenile Tiere werden auch auf Bumen oder in der Krautschicht kletternd gefunden. In der Schweiz und Bulgarien steigt die Art bis auf 1600 m ber Meereshhe an.

Die Art lebt von frischem Pflanzenmaterial, Frchten und Wurzeln, die jungen Tiere auch von zersetzendem Pflanzenmaterial. Die Fortpflanzung findet vermutlich im Sptsommer statt. Die Eier werden zumindest im Sptsommer in Erdhhlen, die von den Tieren gegraben werden in Gruppen von 15 bis 71 Stck abgelegt[5] (20 bis 60 Eier[6]). Das einzelne Ei hat einen Durchmesser von 1,5 bis 2 mm. Die Jungen schlpfen nach 17 bis 24 Tagen aus dem Ei. Die Tiere erreichen ein Alter bis zu zwei Jahren.

Die Art wurde 1774 von Otto Friedrich Mller unter dem Namen Helix incarnata erstmals wissenschaftlich beschrieben.[7] Es ist die Typusart der Gattung Monachoides Gude & Woodward, 1921.

Die Art ist in ihrem Verbreitungsgebiet und auch in Deutschland nicht gefhrdet.[8][9]

(Quelle: Wikipedia  )

nach oben