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Phragmatobia fuliginosa (Linnæus, 1758) -- Zimtbär, Rostflügelbär} Phragmatobia fuliginosa - 2. Raupenfund
Phragmatobia fuliginosa - 2. Raupenfund



 

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Schlüsselwörter:

Testudinata, Testudinidae, Schildkröten, Landschildkröten, Geochelone, Testudo, sulcata, Miller, 1779, Spornschildkröte, Deutschland, Thermalbad, Wiesenbad, Gefangenschaft

 

Geochelone sulcata - 2. Fund

(Gefangenschaft)
Daten Geochelone sulcata - 2. Fund

 

Geochelone sulcata -  2. Fund
Geochelone sulcata -  2. Fund
   

Funddaten:

Gefunden in Deutschland (Sachsen)

Im „Troparium Butterfly“ in Thermalbad Wiesenbad.

(423 m Höhe NN)

 

Größe:

 

 

Funddatum:

29.03.2013

 

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Geochelone sulcata - 2. Fund   

Die Spornschildkrte (Centrochelys sulcata) gehrt innerhalb der Familie der Landschildkrten (Testudinidae) zur rezent monotypischen Gattung Centrochelys, frher wurde sie zur Gattung Geochelone gezhlt. Spornschildkrten sind nach den Galpagos-Riesenschildkrten (Chelonoidis nigra) und den Seychellen-Riesenschildkrten der Gattung (Dipsochelys) die drittgrten lebenden Landschildkrten und erreichen eine Rckenpanzerlnge von ungefhr 80 cm, sowie ein Gewicht von ber 80 kg. Sie besiedeln ein trockenes Verbreitungsgebiet mit sprlicher Vegetation im nrdlichen Zentralafrika, das sich wie ein schmales Band ber 8000 km vom Atlantik bis zum Roten Meer zieht. Bislang sind keine Unterarten beschrieben.

Der abgeflachte Rckenpanzer Carapax verfgt ber gebogene Randschilde mit gesgtem Hinterrand. Die Wachstumsringe sind stark ausgeprgt und bleiben auch im Alter sichtbar. Markantes Merkmal fr diese Art sind nach oben gebogene, gegabelte Kehlschilde (Gulare), die ber den Rand des Rckenpanzers hinausragen. Die Panzerfrbung reicht von braun, oliv ber gelborange bis cremefarben. Auch der Bauchpanzer weist deutlich erkennbare Wachstumsringe auf. Sehr alte Tiere sind hell, manchmal fast wei. Die einzelnen Schilde sind an den Rndern deutlich dunkel abgesetzt. Die Haut ist beige und geht stellenweise ins Gelbliche. Namensgebend ist der bei beiden Geschlechtern vorhandene, auffllige Sporn an den Oberschenkeln der Hinterbeine.

Fr wildlebende Spornschildkrten wird eine maximale Rckenpanzerlnge von 83 cm angegeben, verbunden mit einem Gewicht von bis zu 105 kg. Tiere in Gefangenschaft werden mglicherweise noch grer und schwerer. Verlssliche Angaben liegen jedoch nicht vor.

Die Spornschildkrte zeigt einen ausgeprgten Geschlechtsdimorphismus, nur Jungtiere sind schwierig nach Geschlechtern zu unterscheiden. Mnnliche Tiere werden grer als weibliche, die meist nur 60?70 cm erreichen und etwa 45?60 kg wiegen. Mnnchen besitzen einen deutlich nach innen gewlbten Plastron und einen lngeren Schwanz. Auch sind bei ihnen die Randschilde hher aufgebogen, die Oberschenkelsporne grer und die Kehlschilde strker ausgeprgt.

Die Spornschildkrte wurde 1779 erstmals vom englischen Tier- und Pflanzenzeichner John Frederick Miller mit einem wissenschaftlichen Namen, Testudo sulcata, belegt.[1] Spter wurde sie lange Zeit der Gattung Geochelone Fitzinger, 1835 zugerechnet. Nach einem Vorschlag des franzsischen Herpetologen Roger Bour aus dem Jahr 1985[2] wird sie aber nun in die mittlerweile auf Gattungsrang gehobene ehemalige Untergattung Centrochelys Gray, 1872 gestellt. Unterarten sind bislang keine beschrieben.

Spornschildkrten sind wechselwarme Reptilien, die saisonale und Tages-Temperaturschwankungen durch angemessene Verhaltensweisen minimieren mssen, um so eine geeignete Krpertemperatur aufrechterhalten zu knnen. Eine wichtige Rolle spielt bei dieser Art der Thermoregulation das Aufsuchen von der Jahres- und Tageszeit angemessen Unterschlupfmglichkeiten. Dafr nutzen Spornschildkrten Wohnhhlen im Boden, die bis zu 4 m tief und 15 m lang sein knnen. Wenn vorhanden, werden die verlassenen Bauten anderer Tiere genutzt. Aber ab einem Alter von 2?3 Jahren graben Spornschildkrten mit ihren krftigen Vorderbeinen und teilweise mit den gabelfrmigen Kehlschilden auch selbst unterirdische Gnge. Meist nutzen sie nicht nur eine einzige Hhle, sondern ?besitzen? mehrere, die gelegentlich mit anderen Spornschildkrten und sogar anderen Tierarten geteilt werden. In der khleren Jahreszeit verlsst die Spornschildkrte bereits morgens ihre Hhle und wrmt sich auf, bevor sie auf Nahrungssuche geht. In der heieren Jahreszeit wird sie dagegen oft erst in den Abendstunden aktiv. In den Zwischenperioden ist sie hufig zweiphasig aktiv, d. h., sie kehrt in der heien Tageszeit in ihre Hhle zurck. Insbesondere die feuchtere Jahreszeit wird intensiv genutzt, wohingegen die heien Trockenperioden zum Schutz vor Austrocknung ebenfalls inaktiv in den Erdhhle berdauert werden mssen. Whrend dieser Sommerruhe werden, hnlich der Winterstarre anderer Arten, Stoffwechsel und Herzschlag stark heruntergefahren.

Das Verbreitungsgebiet der Spornschildkrte ist die afrikanische Sahelzone, die im Sden an die Sahara angrenzt. CITES [3] listet Bestnde in folgenden Staaten auf: thiopien, gypten, Benin, Eritrea, Mali, Mauretanien, Niger, Nigeria, Senegal, Somalia, Sudan, Tschad und Togo. Sie wurde in einigen Teilen dieser Verbreitungsgebietes allerdings von Menschen eingebrgert. In Teilen des Verbreitungsgebietes muss die Population als gefhrdet eingestuft werden.

Die Spornschildkrte ist eine Bewohnerin von drei unterschiedlichen Vegetationszonen. Dazu zhlen trocken-heies Grasland mit Halbwstencharakter, belaubtes Buschgebiet und Grasland mit Akazienbestand.[4] Tagestemperaturen von ber 40 C sind in ihrem Verbreitungsgebiet die Regel. Selbst 50 C knnen erreicht werden. Die Temperatur-Minimalwerte liegen bei 3?21 C. In einigen Biotopen kann es aber gelegentlich auch zu Nachtfrsten kommen. Die sprliche Vegetation im Lebensraum der Spornschildkrten besteht berwiegend aus verschiedenen Akazienarten, Affenbrotbumen, Tamarinden, Dornbuscharten, Langfden und aus diversen wilden Hirsearten, Digitaria sp., Panicum sp., Stachelgrsern Cenchrus sp. und einem sprlichen, meist einjhrigen Bewuchs an Krutern und Grsern.

Die Spornschildkrte ernhrt sich berwiegend vegetarisch. Je nach Saison sind das frische, grne Triebe von Sukkulenten, Krutern und Grsern, in den allermeisten Fllen aber trockene und abgestorbene Pflanzenteile, weil Niederschlge in ihrem Verbreitungsgebiet selten sind und manchmal monate- bis jahrelang ausbleiben knnen. Zu den bevorzugten Nahrungspflanzen gehren Knopfgras, Dactyloctenium aegypticum, und Finger-, Faden- bzw. Zwerghirse Digitaria sp., Eragrostis sp., auerdem Senna (syn. Cassia) obtusifolia sowie sukkulente Pflanzen wie Tagblumen Commelina benghalensis und Sommer-Portulak Portulaca oleracea. Darber hinaus werden auch Insekten erbeutet und Aas, Knochen und Kot von Sugetieren gefressen.

Weil ihr nur selten ausreichend Trinkwasser zur Verfgung steht, geht die Spornschildkrte sehr sparsam mit Wasser um und scheidet nur uerst geringe Mengen an Urin aus, an Volumen sogar weniger als die wesentlich kleineren europischen Landschildkrten.

(Quelle: Wikipedia  )

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