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Myodes (Clethrionomys) glareolus (Schreber, 1780) -- Rötelmaus} Myodes glareolus -  4. Fund
Myodes glareolus - 4. Fund


 

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Oryctes nasicornis (Linnæus, 1758) -- Nashornkäfer



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Oryctes nasicornis - 1. Fund (Männchen)

Oryctes nasicornis (Linnæus, 1758) -- Nashornkäfer


 
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Oryctes nasicornis - 2. Fund (Weibchen)

Oryctes nasicornis (Linnæus, 1758) -- Nashornkäfer


 
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Oryctes nasicornis - 3. Fund (Männchen)

Oryctes nasicornis (Linnæus, 1758) -- Nashornkäfer


 
   





 

Der Nashornkfer (Oryctes nasicornis) ist ein Kfer aus der Familie der Blatthornkfer (Scarabaeidae).

Der Kfer ist zwischen 20 und 40 Millimeter lang, walzenfrmig und schwarz oder dunkelbraun gefrbt, oft mit kastanienbraunen Flgeldecken. Die Krperoberflche, vor allem die der Flgeldecken, ist glatt und glnzend; die Flgeldecken tragen sehr feine Punktreihen. Whrend die Oberseite kahl ist, ist die Unterseite sehr auffallend abstehend fuchsrot behaart. Der Kopf trgt Fhler mit der fr die Familie charakteristischen dreigliedrigen Fhlerkeule, die Oberkiefer (Mandibeln) sind blattartig verbreitert und von oben her gut sichtbar, der Kopf ist zwischen ihnen dreieckig verschmlert. Die Schienen aller drei Beinpaare sind zu Grabbeinen umgestaltet; sie sind etwas abgeflacht und verbreitert und auen grob gezhnt.

Das charakteristische Horn, dem die Art ihren Namen verdankt, sitzt auf der Oberseite des Kopfes. Es ist nur beim Mnnchen lang und gebogen; das Weibchen trgt an gleicher Stelle nur ein kurzes Horn oder einen Hcker. Auch der Halsschild ist zwischen den Geschlechtern sehr verschieden gebaut. Beim Mnnchen trgt er in der hinteren Hlfte eine leistenfrmige Erhebung, die in der Mitte zu drei deutlichen Hckern aufgebogen ist. Beim Weibchen fehlen diese Hcker, der Halsschild trgt vorne einen undeutlich begrenzten Eindruck. Wie bei vielen hrnertragenden Kfern kommen nicht selten "weibchenfrmige" Mnnchen ohne Horn vor (meist kleine Tiere), diese sind von den Weibchen dadurch unterscheidbar, dass das Pygidium (das ist das oben liegende Sklerit des letzten Hinterleibssegments, das die Flgeldecken nach hinten berragt und nicht von diesen bedeckt ist), bei ihnen kahl ist, bei den Weibchen behaart.

Die Larven haben die typische Engerlingsgestalt der Blatthornkferlarven, es sind sehr groe weilich gefrbte, walzenfrmige Larven, die bauchwrts C-frmig eingekrmmt sind. Am Vorderende sind die hellbraune Kopfkapsel und drei relativ lange, braun gefrbte Beinpaare erkennbar. Die Krperoberflche ist segmentiert und zustzlich in abgesetzte Ringel (Plicae) gegliedert; sie trgt kleine, braun gefrbte Sklerite.

Ursprnglicher Lebensraum der Art ist stark zersetzter, weicher Holz-Mulm, wie er sich im Inneren von abgestorbenen Baumstmmen oder dickeren sten alter Laubbume ansammelt. In den Urwldern Europas ohne menschlichen Einfluss war solcher Mulm weit verbreitet, eine Vielzahl von Kferarten sind darauf spezialisiert. Whrend aber zahlreiche Mulmkfer heute als "Urwaldrelikte" sehr selten, oft vom Aussterben bedroht sind, ist dem Nashornkfer der bergang auf neue, vom Menschen gemachte Substrate gelungen. Die Art ist deshalb in Mitteleuropa nicht mehr selten und fast berall zu finden, sie scheint sich sogar weiter auszubreiten. Im ursprnglichen Lebensraum Holzmulm ist der Nashornkfer hingegen extrem selten zu finden, mglicherweise kam er hier in Mitteleuropa gar nicht ursprnglich vor, sondern ist erst von Sden her zugewandert.[1] Auch in Sdeuropa sind Nachweise aus Baumhhlen selten, z. B. wurde er hier in Alteichen in einem italienischen Park gefunden.[2]

Erstes menschengemachtes Substrat war offensichtlich Eichenlohe als Rckstand der Gerberei.[3] Heute wird die Art regelmig und auch in groen Mengen in Sgemehlhaufen an Sgewerken und anderen holzverarbeitenden Betrieben und in Haufen von Rindenmulch gefunden[4], aber auch in gewhnlichen Komposthaufen in Grten und Kleingrten, sofern in ihnen genug faseriges Material abgelagert wurde. Das muss nicht unbedingt Holz sein. Bei einer belgischen Untersuchung war das beste Wachstum in relativ frischem, aber mit Weifulepilzen besiedeltem Material zu beobachten[5], whrend strker zersetztes Material weniger und kleinere Kfer lieferte.

Der Nashornkfer hat, wie alle verwandten Arten, drei Larvenstadien. Danach verpuppen sich die Larven in hhnereigroen Kokons aus Lehm und Sgemehl. Die Ernhrung der adulten Tiere ist bisher nicht ganz geklrt. Wenn sie in ihrem kurzen Leben berhaupt Nahrung aufnehmen, ernhren sie sich vermutlich von Baumsften.

Die adulten Kfermnnchen nutzen das auffallende Kopfhorn tatschlich Nashorn-artig bei Kmpfen gegeneinander um Weibchen. Wie bei verwandten Arten, ist davon auszugehen, dass kleine Mnnchen hornlos bleiben, um sich gegenber berlegenen Mnnchen als Weibchen zu "tarnen". Sie knnen sich dadurch unbemerkt in die Nhe der Weibchen schmuggeln.[6] Direkte Nachweise dafr beim Nashornkfer selbst stehen allerdings noch aus.

Larven des Nashornkfers ernhren sich von Holz- und anderen Pflanzenfasern, die weit berwiegend aus Zellulose (und Hemicellulose) bestehen. Dieses Material ist bekanntlich von fast allen Tierarten nur schwer verdaulich. Bei Versuchen war es mglich, Nashornkferlarven bei ausschlielicher Gabe von Filterpapier ber Wochen am Leben zu halten. Die Tiere mssen also in der Lage sein, die Zellulosefasern tatschlich zu verdauen. Im Darm von Nashornkferlarven konnten allerdings berhaupt keine zellulose-abbauenden Enzyme (Cellulasen) gefunden werden. Die Zellulose wird erst im Enddarm abgebaut, der eine Grkammer (hnlich dem Pansen der Wiederkuer) bildet.[7] Tatschlich abgebaut wird die Zellulose hier durch symbiotische Bakterienarten. Der Abbau findet unter strikt anaeroben Bedingungen und in alkalischem Milieu statt. Dabei wird Methan als Abbauprodukt freigesetzt.[8] Wichtigste Proteinquelle der Kfer sind die Mikroorganismen selbst, die zum Teil verdaut werden.[9]

Das Verbreitungsgebiet umfasst Mittel- und Sdeuropa bis Sdskandinavien und Baltikum, Nordafrika nrdlich der Sahara, die Kanarischen Inseln und Teile Zentral- und Ostasiens, stlich bis zum indischen Himalaya.[10] Innerhalb des sehr groen Areals werden eine Reihe von Unterarten unterschieden. Insgesamt sind 19 Unterarten beschrieben worden, deren Definition und Abgrenzung gegeneinander aber in vielen Fllen fraglich ist. Meist wird die Unterart gar nicht angegeben. Die Unterart prolixus, ein Endemit der Kanarischen Inseln, wird gelegentlich als eigenstndige Art aufgefasst. In Mitteleuropa ist die Typusunterart Oryctus nasicornis nasicornis verbreitet, im stlichen Mitteleuropa (Slowakei und Polen) kommen aber bereits die (umstrittenen) Unterarten holdhausi und polonicus vor. In Norditalien lebt die Unterart corniculatus (syn. laevigatus[11]). Weitere Unterarten sind fr das Mittelmeergebiet angegeben.[12] Nach Nordeuropa, insbesondere Skandinavien, ist die Art erst in historischer Zeit eingewandert.[1] Sie fehlt bis heute in Grobritannien.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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