beste Ansicht = 1280x1024 pix
Erweiterte Suche
 
 

Zufallsbild

Libellula quadrimaculata (Linnæus, 1758) -- Vierfleck} Libellula quadrimaculata -  1. Fund
Libellula quadrimaculata - 1. Fund


 

Impressum

Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?ber mich...

 

E-Mail

 

 
 
 

Fam. Nitidulidae (Latreille, 1802) -- Glanzkäfer


Unterkategorien
Glischrochilus quadrisignatus (Say, 1835) -- Vierfleckiger Kiefernglanzkäfer, Picknickkäfer (9)
Picknickkäfer
Meligethes aeneus (Fabricius, 1775) -- Rapsglanzkäfer (6)
Rapsglanzkäfer

Gefunden: 0 Bild(er) auf 0 Seite(n). Angezeigt: Bild 0 bis 0.

In dieser Kategorie sind keine Bilder vorhanden.





 

Die Glanzkfer (Nitidulidae) sind eine Familie der Kfer (Coleoptera). Sie sind weltweit verbreitet und sind mit ungefhr 4500 Arten in 351 Gattungen bekannt.[1] In Europa kommen sie mit knapp 250 Arten und Unterarten vor,[2] In Mitteleuropa sind etwa 140 bis 150 Arten bekannt.[3]

Die Kfer sind mit durchschnittlich zwei bis drei Millimetern Krperlnge sehr klein, einige Arten knnen aber bis zu sechs Millimeter lang werden. Die Krperformen der verschiedenen Arten bzw. Unterfamilien variieren stark. Einige haben einen ovalen, gewlbten Krper, andere sind langgestreckt. Sie sind hufig hell- bis dunkelbraun, schwarz oder schwarzbraun glnzend. Die letzten zwei bis drei Fhlerglieder sind keulenfrmig verdickt.

Sowohl die Larven, als auch die Imagines besiedeln eine groe Bandbreite verschiedener Lebensrume, entsprechend vielfltig ist ihre Lebensweise. Hufig findet man die Larven gemeinsam mit den adulten Tieren, oder sie bewohnen zumindest das gleiche Substrat. Die Tiere fressen berwiegend an Oberflchen, es gibt jedoch auch solche, die in fermentierenden Flssigkeiten (manche Nitidulinae und Cryptarchinae), in fleischigen Pilzen (viele Nitidulinae) oder selten in Blttern minierend (Gattungen Anister, Oxystrongylus und Xenostrongylus) fressen. Die adulten Kfer graben im Allgemeinen nicht, wenngleich viele mit Holz assoziiert sind und dort allerdings vermutlich unter Rinde oder in bereits vorhandenen Tunneln von holzbohrenden Insekten leben. Jene Arten, die an unterirdisch wachsenden Pilzen leben, graben vermutlich aktiv. Die berwiegende Anzahl der Glanzkfer ernhrt sich von makro- oder mikroskopischen Pilzen, die an verrottendem Pflanzenmaterial oder Blattgewebe wachsen. Gefressen wird an den meisten groen Gruppen der Pilze. Es gibt Arten die polyphag an vielen verschiedenen Arten fressen, andere sind auf bestimmte Arten spezialisiert. Arten die sich auf Bauchpilze (Gasteromycetes) spezialisiert haben, wie beispielsweise die der Gattungen Lycoperdina oder Caenocara sind ungewhnlich fr Kfer. Viele Arten, wie beispielsweise manche Arten der Cryptarchinae, Cillaeinae, Nitidulinae und Calonecrinae nehmen auch an Wunden austretenden Pflanzensaft auf. Dadurch sind sie fr die bertragung von Pilzerkrankungen an den Pflanzen verantwortlich, da die darin befindlichen Hefen und andere fermentierenden Pilze nicht nur aufgenommen, sondern auch auf andere Pflanzen bertragen werden. Die Kfer sind auch fr die kologie des Erdbodens wichtig. Insbesondere Arten der Gattung Stelidota werden hufig zahlreich im Waldboden gefunden.[1]

Von zumindest drei Gattungen ist auch das Fressen an Aas bekannt. Arten der Gattungen Nitidula und Omosita findet man auch an bereits stark verwesten und vertrockneten berresten, weswegen sie in der Forensik, aber auch in der kologie von Bedeutung sind. In der Unterfamilie Meligethinae, bei einigen Arten der Cillaeinae und Epuraeinae, sowie manchen Nitidulinae fressen die Tiere lebendes Pflanzenmaterial, insbesondere Pollen und Blten. Manche Arten, die an Pflanzen leben ernhren sich von Rostpilzen, Brandpilzen, Hefen und anderen auf pflanzlichen Oberflchen wachsenden Pilzen. Es gibt aber auch Arten, die direkt an den Pflanzen und an deren Frchten fressen. Insbesondere die Gattung Carpophilus zhlt zu den Fruchtfressern und tritt in der Landwirtschaft und auch in Lagern als Schdling auf. Die sehr gut erforschte Gattung Meligethes frisst beispielsweise an Kreuzbltlern (Brassicaceae). Mehrere Arten, insbesondere die der Gattung Macrostola fungieren als Bestuber von Palmen.[1]

Die Cybocephalinae und Cychramptodes leben ruberisch von Pflanzenlusen. Auf Schildluse spezialisierte Arten knnten eine Rolle bei der biologischen Schdlingsbekmpfung spielen. Bei der Art Amphicrossus japonicus ist das Fressen von Stechmckenlarven in berfluteten Bambusstmpfen dokumentiert. Die Art ist bisher die einzige, bei der Glanzkfer in einem aquatischen Lebensraum nachgewiesen sind. Die Kfer knnen durch Hrchen auf der Bauchseite Luft ins Wasser transportieren und so atmen. Es gibt auch mehrere Arten die an den Larven von Borkenkfern (Scolytinae) fressen. Ob rein ruberisch, oder blo fakultativ ist noch nicht erforscht. Es gibt einige wenige Arten die in den Nestern von staatenbildenden Insekten, wie Ameisen, Termiten oder Honigbienen leben.[1]

Die Larven der Glanzkfer schlpfen nach ein bis sieben Tagen aus ihren Eiern. Die Larven entwickeln sich in der Regel innerhalb von einer bis drei Wochen und durchleben dabei zwei oder drei Stadien. Die Puppenruhe dauert bei multivoltinen Arten fnf bis sieben Tage, bei jenen die berwintern, dauert sie mehrere Monate. Die Verpuppung findet hufig im Erdboden statt.[1]

Die zehn Unterfamilien sind mit Ausnahme der Maynipeplinae, die nur in Afrika und Calonecrinae, die nur in Sdostasien vorkommen, weit verbreitet. Sechs Gattungen sind weltweit mit Ausnahme von Neuseeland verbreitet, drei Gattungen, Carpophilus, Cryptarcha und Epuraea treten auch dort auf. Die drei artenreichsten Gattungen, Carpophilus, Epuraea und Meligethes, sind vor allem in der Holarktis verbreitet. Letztere Gattung hat einen weiteren Verbreitungsschwerpunkt in Sdafrika. Auf Hawaii sind 13 endemische Gattungen bekannt. Nur Brachypeplus ist zirkumtropisch verbreitet.[1]

Die Glanzkfer zhlen zu den basalen Familien der Cucujoidea und zhlen zu den Familien innerhalb dieser Gruppe, deren Taxonomie innerhalb der Familie bisher schlecht erforscht ist. Die liegt vor allem an der groen Vielfalt der Krperformen und der feinen Merkmalsvariationen der von der Familie umfassten Subtaxa. Die taxonomische Stellung von Gruppen am Rand der Verwandtschaft der Glanzkfer wurde historisch kontrovers betrachtet und viele Taxa die nun auerhalb der Familie gesehen werden, wurden ursprnglich von verschiedenen Autoren der Familie zugeordnet.[1]

Folgende Autapomorphien begrnden nach Leschen et al. (2005) die Monophylie der Familie: Am Vertex ist eine Linie ausgebildet, die ubantennalen Gruben sind unter oder hinter die FAxettenaugen erweitert, der vordere Teil des Prosternums ist krzer als der Prosternalfortsatz, der Apex des Fortsatzes hat seitlich Erweiterungen, die Einbuchtungen der Vorderhften sind in der Regel nach auen geschlossen (bei den Kateretidae und nur manchen Nitidulidae offen), die Basen der Tegmen sind nach vorne gezogen, die Paramere sind zu einem einzelnen Teil verwachsen und auch mit der Phallobasis verwachsen, die Mundwerkzeuge der Larven sind stark zurckgezogen, Dornen am Hypostoma fehlen und auf den Pretarsen sind zwei Setae ausgebildet. Die Monophylie der Familie knnte aber auch anzuzweifeln sein, da die Unterfamilie Cybocephalinae viele Merkmale aufweist, die sie mit den brigen Unterfamilien nicht teilt und die Merkmale, die sie mit den Cyllodini und anderen hnlichen Nitidulidae teilt sich mglicherweise konvergent entwickelt haben.[1]

Folgende 10 Unterfamilien werden der Familie zugerechnet:[1]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

Bilder pro Seite: 

 



RSS Feed: Fam. Nitidulidae (Latreille, 1802) -- Glanzkäfer (Neue Bilder)