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Arca noae (Linnæus, 1758) -- Arche Noah} Arca noae -  4. Fund
Arca noae - 4. Fund


 

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Fam. Meloidae (Gyllenhaal, 1810) -- Ölkäfer


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Meloë violaceus (Marsham, 1802) -- Violetter Ölkäfer (28)
Violetter Ölkäfer

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Die lkfer (Meloidae), auch bekannt als Blasenkfer und Pflasterkfer sowie ?Maiwrmer?, sind eine Familie der Kfer (Coleoptera) mit weltweit etwa 2500 Arten. In Europa kommen sie mit 210 Arten und Unterarten vor,[1] davon leben 37 Arten auch in Mitteleuropa.

Die Kfer erreichen eine Krperlnge von 5 bis 45 Millimetern, die meisten erreichen aber um die 10 Millimeter. Die Krperform der Tiere ist sehr unterschiedlich, es gibt sowohl lngliche als auch gedrungene Arten. Der Kopf der Tiere ist gro, stark abgeschnrt und nach unten geneigt. Vor allem die aufflligen Melo-Arten besitzen verkrzte Flgeldecken und haben die Hinterflgel vollstndig reduziert, sie sind also nicht flugfhig. Andere Arten besitzen dagegen voll funktionstchtige Flgel, darunter auch die bekannte Spanische Fliege (Lytta vesicatoria). Bei den Arten, die sich von Nektar ernhren, sind Teile der Maxillen stark verlngert, jedoch nicht zu einem Saugrssel umgestaltet. Dies ist vor allem bei den Gattungen Leptopalpus und Nemognatha der Fall. Ihre Beine haben vorne und in der Mitte fnf Tarsenglieder, hinten sind es vier. Ihre Fhler sind fadenfrmig und haben sieben bis elf Glieder, die in ihrer Ausfhrung lnglich bis kugelig sein knnen. Die Mnnchen der Gattung Cerocoma haben komplett unregelmig geformte Fhler.

Sie leben vor allem in warmen Gegenden, in Europa findet man sie entsprechend beispielsweise in trockenen Wldern und auf Hngen und Steppenwiesen.

Die Imagines findet man auf Blten, Blttern oder am Boden. Sie produzieren giftige Abwehrstoffe, die in ihrem Blut, der Hmolymphe, enthalten sind. Bei Gefahr knnen sie die Flssigkeit aus Poren an ihren Beingelenken austreten lassen (Reflexbluten). Diese erinnert stark an ltrpfchen und gab den Kfern ihren Namen. Der Hauptwirkstoff ist das Cantharidin und schtzt vor allem vor Ameisen und Laufkfern. Andere Tiere wie z. B. der Igel, aber auch viele Vgel, sind gegen dieses Gift immun, was die Schutzwirkung einschrnkt. Das Cantharidin wird von mehreren Insekten aufgenommen und gespeichert, die durch den Stoff ber groe Entfernungen angelockt werden. Dazu zhlen Gnitzen (Ceratopogonidae), Blumenfliegen (Anthomyiidae), Weichwanzen (Miridae), Netzwanzen (Tingidae), Brackwespen (Braconidae), Bltenmulmkfer (Anthicidae), Feuerkfer (Pyrochroidae), einige Kurzflgler (Staphylinidae) und Blattkfer (Chrysomelidae). Bei Einhornkfern (Notoxus) etwa prfen die Weibchen durch einen Biss in die Elytrendrse den Cantharidingehalt whrend der Paarung. Das Cantharidin wird in die Spermatheca bergeben und schtzt die Eier, Larven und Puppen vor Frefeinden.[2]

Als Imago sind die meisten Arten der lkfer Pflanzenfresser, die sich von Blttern ernhren. Dabei knnen einige Arten bei Massenauftreten auch wirtschaftlichen Schaden anrichten, etwa Epicauta rufidorsum an Klee, Kartoffeln und Zuckerrben.

Die Larven der lkfer leben ausschlielich parasitisch, vor allem in den Nestern von solitren Bienen (beispielsweise Sandbienen oder Pelzbienen), oder in Gelegen von Heuschrecken. Die Weibchen legen dabei etwa 2000 bis 10.000 Eier, da die Verlustraten sehr hoch sind. Die Entwicklung der Larven verluft ber eine Hypermetamorphose, die verschiedenen Larvenstadien sind also unterschiedlich gestaltet. Dabei ist das erste Stadium als Dreiklauer (Triungulinus) ausgebildet und dient als Verbreitungsstadium, indem es sich an ein potentielles Wirtstier klammert. Beim Triungulinus finden sich am letzten Fuglied drei klauenartige Gebilde: eine Klaue und zwei klauenartige Borsten. Im Triungulinus-Zustand kann die Larve mehrere Wochen ohne Nahrung auskommen.

Phoresie findet in Nestern aculeater Hautflgler bei Meloe und Sitaris, aktive Suche von Nestern von Erdbienen bei Lytta bzw. von Eigelegen von Springschrecken bei Mylabris und Epicauta statt.

Die Larven von Melo violaceus beispielsweise warten auf Blten und klammern sich an anfliegende Insekten. Larven anderer lkfer benutzen andere Methoden, um in den Bienenstock zu gelangen. Zusammengedrngt simulieren sie eine weibliche Biene (Mimese). Sobald eine mnnliche Biene das vermeintliche Weibchen begatten mchte, setzen sich die Larven an seinem Bauch fest. Falls die Biene spter ein richtiges Weibchen begattet, wandern die Larven auf ihren Krper hinber und lassen sich von der Biene in ihr Nest mitnehmen (Phoresie).

Dort angekommen, frisst der Triungulinus ? L1 (campodeid, also mit krftigen Beinen) das Bienenei und hutet sich zur Sekundrlarve ? L2 (caraboid), welche den Honigvorrat verzehrt. Es knnen nun zustzliche Hutungen folgen, i.d.R. eine weitere caraboide ? L3 und darauf folgend zwei scaraboide ? L4 und L5. Dann verlsst die Larve die Bienenzelle und hutet sich im Boden zu einer beinlosen, berwinternden Scheinpuppe (Pseudonymphe oder auch Larva coarctata pharata genannt) ? L6. In dieser verharrend hutet sich das Tier im spten Frhling zur Tertirlarve ? L7, welche der Sekundrlarve hnelt, aber keine Nahrung aufnimmt. Vier bis fnf Wochen darauf erfolgt die Verpuppung.

Wegen der hnlichkeit der Triungulus-Larve mit den Larven der Fcherflgler, deren systematische Stellung Rtsel aufgibt, wurden diese gelegentlich als Abspaltung aus der Verwandtschaft der lkfer gesehen und in die Ordnung der Kfer gruppiert. Die ebenfalls parasitische Lebensweise der Fcherflgler schien diese Theorie zu untermauern und auch die Erklrung fr den stark abgewandelten Krperbau zu liefern. Inzwischen gilt diese Theorie wegen zu vieler, auch grundstzlicher Unterschiede als nicht mehr haltbar.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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