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Salticus scenicus (Clerck, 1757) -- Zebraspringspinne} Salticus scenicus -  6. Fund
Salticus scenicus - 6. Fund


 

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Fam. Hydrophilidae (Latreille, 1802) -- Wasserkäfer


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Sphaeridium scarabaeoides (Linnæus, 1758) -- Gemeiner Dungkugelkäfer (6)
Gemeiner Dungkugelkäfer

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Die Wasserkfer (Hydrophilidae), auch Kolbenwasserkfer oder Wasserfreunde genannt, sind eine Familie der Kfer. ber ihre Abgrenzung existieren verschiedene Auffassungen. Einige Forscher bevorzugen eine enge Abgrenzung, die im Wesentlichen die Unterfamilien Hydrophilinae und Sphaeridiinae umfasst[1]. Die Unterfamilien Helophorinae, Georissinae, Hydrochinae und Spercheinae wren dieser Auffassung gem eigenstndige Familien. Nach der eher traditionellen Auffassung werden diese weiterhin als Unterfamilien aufgefasst[2]. Hier wird dieser weiten Abgrenzung der Familie gefolgt. Die Familie umfasst nach dieser Auffassung 3335 Arten in 176 Gattungen (Stand: 2010)[3].

Die Mehrzahl aller Hydrophiliden entwickeln sich im Wasser, die meisten leben auch als Imagines dort. Die Georissinae leben in feuchten Habitaten der Uferzone. Die Vertreter der Unterfamilie Sphaeridiinae leben berwiegend in Mist und faulenden Stoffen ohne Bezug zu Gewssern. In allen Gruppen gibt es allerdings eine Reihe von Ausnahmen mit abweichender Lebensweise.

Die meisten Hydrophiliden haben einen mehr oder weniger abgeflachten, ovalen Krperbau. Kopf, Halsschild und Flgeldecken bilden meist eine geschlossene Kontur, der Halsschild ist an der Basis (das ist die Seite zu den Flgeldecken hin) am breitesten und in gleichmiger Rundung zum Kopf hin verengt, er ist fast immer deutlich breiter als lang. Der Hinterrand weist meist eine zustzliche innere Kante auf, die ihn fest und unbeweglich an die Flgeldecken anschliet. Normalerweise ist auch die Unterseite des vorderen Brustsegments (Prosternum) nach hinten in einen starken Fortsatz verlngert, der in eine Aussparung der Mittelbrust eingreift (Ausnahme: Georissinae). In Verbindung mit der meist glatten, unbehaarten oder schwach behaarten Oberflche ergibt sich Verminderung des Wasserwiderstands (Stromlinienform). Bei einigen Unterfamilien wie den Helophorinae oder den Georissinae ist der Halsschild an der Basis verengt und der Krperumriss dadurch eingeschnrt, diese Gruppen besitzen kein Schwimmvermgen. Immer sitzt der Kopf dicht am Halsschild an, meist ist er bis zu den Augen in diesen eingezogen. Viele Arten ohne Schwimmvermgen sind kurzoval und hoch gewlbt mit flacher Unterseite, normalerweise aber ohne die Fhigkeit, sich einzukugeln. Im Gegensatz zur meist schwach behaarten Oberseite ist die gesamte Unterseite meist mit einer sehr feinen und dichten, wasserabstoenden Behaarung berzogen, die die Atmung untersttzt (vgl. u.).

Die meist krftigen Beine besitzen in der Regel fnf, selten nur vier Fu(Tarsal-)glieder. Bei im Wasser lebenden und schwimmfhigen Formen ist meist ein lockerer Saum aus verlngerten Schwimmhaaren an den Mittel- und Hinterbeinen ausgeprgt. Die meisten Hydrophilidae sind aber relativ schlechte Schwimmer, die nur stehende oder nur schwach flieende Gewsser besiedeln. Die Schenkel der meisten Arten sind abgeflacht und tragen auf der Innenseite eine Vertiefung, in die die Schienen eingelegt werden knnen. Einige Arten besitzen zustzlich noch Fhlergruben an der Vorderbrust. Fast alle Arten besitzen voll ausgebildete Hinterflgel und sind oft gute Flieger.

Das besondere Merkmal aller Vertreter dieser Familie sind die sieben- bis neungliedrigen kolbenartigen Fhler, denen sie auch ihren Namen verdanken. Die letzten drei Glieder bilden eine samtartig behaarte Keule (bei einigen Gruppen sind ein oder zwei weitere Glieder an die Keule angeschlossen). Die an den Unterkiefern und an der Unterlippe befindlichen Taster sind so lang wie die Fhler oder lnger. Diese Umkehrung der blichen Lngenverhltnisse geht einher mit einer teilweisen bernahme der Fhlerfunktion (Riechen und Schmecken) durch die Taster, da die Fhler in den Dienst der Atmung getreten sind. Die Speicherung von Atemluft erfolgt unter den Flgeldecken und in der feinen wasserabstoenden Behaarung der Bauchseite, diese ermglicht auch ein lngeres Untertauchen durch Sauerstoffaufnahme in den Luftberzug aus dem Wasser (?physikalische Kieme? oder Plastronatmung). Zum Luftschpfen berhrt der Kfer die Wasseroberflche mit der linken oder rechten Kopfseite, zuweilen kurz hintereinander die Seite wechselnd. Der Fhler der betreffenden Seite wird an die Wasseroberflche gelegt, an ihm entlang wird die Luft mit Fhlervibrieren und pumpenden Bewegungen des Hinterleibes ber eine von den herabgeklappten letzten Fhlergliedern bedeckte, feine Haarrinne an der Kopfseite zur Vorderbrust und von da ber die ganze Krperunterseite und in die Tracheenstmme geleitet.

Am Hinterleib der Kfer sind fnf, selten nur vier, Bauchplatten (Sternite) sichtbar, die unter den Flgeldecken verborgenen Tergite sind normalerweise sieben, d. h. zwei mehr, denen keine Sternite entsprechen.

Hydrophiliden sind getrenntgeschlechtlich, nur von sehr wenigen Arten (z. B. Anacaena lutescens) ist alternativ eine parthenogenetische Fortpflanzung nachgewiesen worden. Die Weibchen fast aller Arten besitzen einen Spinnapparat am Hinterleibsende, mit dem ein Kokon gesponnen wird, in den die befruchteten Eier einzeln oder in kleinen Gelegen abgelegt werden. Der Kokon besteht aus einer zweilagigen Schutzhlle aus Proteinen (Seide), er besitzt oft eine kunstvolle Struktur, die fr die Gattungen typisch ist und zur Bestimmung dienen kann. Ein schlothnliches Gebilde am Kokon dient vielen wasserlebenden oder in anderen feuchten Substraten lebenden Arten der Erneuerung der Atemluft fr die Brut. Der Kokon wird meist an Steine oder Pflanzen angeheftet, bei wenigen Hydrophilinae (z. B. Hydrophilus und Hydrochara) treibt er frei im Wasser. Andere Gattungen (z. B. Spercheus und Helochares) tragen ihn angeheftet an der Bauchseite des Hinterleibs bis zum Schlupf der Larven mit sich herum.

Fast alle Arten besitzen drei Larvenstadien, wenige Arten (in den Gattungen Helophorus, Georissus und Sphaeridium) ausnahmsweise nur zwei. Die Larvalentwicklung ist in der Regel relativ rasch, meist ein bis zwei Monate. Fast alle Arten in allen Unterfamilien besitzen ruberische Larven, whrend die Imagines zum Teil auch Pflanzenfresser (phytophag) sind. Viele Gruppen, die in Dung oder feuchtem Detritus leben, jagen vor allem Fliegenmaden. Die Larven[2] sind in der Regel langgestreckt mit nach vorn vorgestrecktem (prognathen) oder schwach nach unten geneigtem Kopf. Sie sind normalerweise nur schwach sklerotisiert (vor allem der Hinterleib) und oft berwiegend weilich gefrbt. Seitlich am Kopf sitzen meist fnf oder sechs knopffrmige Larvenaugen (Stemmata oder Ocelli). Die Mandibeln sind zum Beutefang umgestaltet und haben die basale Kauflche (Mola) und den beweglichen, fingerartigen Fortsatz (Prostheca) zurckgebildet, hufig sind sie als nach vorn vorstehende, sichelfrmige und oft mehrzhnige Zangen ausgebildet. Auch die Larven besitzen in der Regel lange, viergliedrige Maxillarpalpen, die genauso lang wie die Fhler oder sogar etwas lnger sind. Die meisten Arten haben relativ lange, fnfgliedrige Beine, es kommen aber Arten mit teilweise oder ganz reduzierten Beinen vor. Der Hinterleib ist zehnsegmentig und normalerweise recht langgestreckt, oft ist er sekundr durch Hautfalten geringelt. Am Hinterende des zehnten Segments sitzen zwei in der Regel kurze, eingliedrige Fortstze, die Urogomphi (bei Helophorus sind sie lang und dreigliedrig), diese sind Sinnesorgane, die vor von hinten nhernden Feinden warnen. An den Seiten des Hinterleibs sitzen manchmal zipfelfrmige Fortstze, bei der Gattung Berosus lange, fadenfrmige Tracheenkiemen. Meist steigt das erste Larvenstadium zur Oberflche empor, um Luft zu tanken[4]. Viele Hydrophilidenlarven haben am Hinterleib (am achten Segment) ein Paar offene Stigmen, die sich in einen kleinen, luftgefllten Vorraum (Atrium) ffnen. Sie sitzen meist als Lauerjger im Pflanzengewirr im Bereich der Wasseroberflche, so dass sie ber das Atrium Luft atmen knnen, atmen ansonsten aber auch untergetaucht ber die Haut. Die Larven der bodenlebenden Helophorinae, Epimetopinae und Georissinae sind durchgngig Luftatmer mit offenen Stigmen.

Hydrophiliden verpuppen sich auerhalb des Wassers. Dazu luft das letzte Larvenstadium ans Ufer und grbt sich im Laub oder weichen Erdreich eine kleine Puppenkammer, in der die Verpuppung stattfindet. Die Puppen der Hydrophiliden sind normalerweise wei gefrbt mit roten Augen. Sie besitzen normalerweise am Kopf, Rumpf und Hinterleib zahlreiche stiftfrmige Fortstze mit einer Borste am Ende, die als Styli bezeichnet werden. Ihre Funktion ist vermutlich, zu engen Bodenkontakt (mit Gefahr der Verpilzung) zu verhindern. Zahl und Position der Styli sind gattungsspezifisch.

Die meisten Hydrophiliden besitzen eine Generation pro Jahr. In gemigten Breiten wie Mitteleuropa ist das berwinternde Stadium in der Regel der Kfer (Imaginalberwinterer).

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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