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Podarcis siculus campestris (De Betta, 1857) -- Ruineneidechse} Podarcis siculus campestris - 13. Fund
Podarcis siculus campestris - 13. Fund


 

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Fam. Cantharidae (Imhoff, 1856) -- Weichkäfer


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Die Weichkfer (Cantharidae) sind eine Familie der Kfer (Coleoptera), die weltweit verbreitet sind. Die aktuelle Artenliste von Delkeskamp datiert bereits aus den Jahren 1977 und 1978. Sie umfasst 137 Gattungen und 5083 Arten. Seit damals sind zahllose weitere Gattungen und Arten hinzugekommen, die Familie ist jedoch weiterhin nur wenig erforscht und viele Arten sind bisher noch nicht beschrieben.[1] In Europa kommen sie mit 530 Arten und Unterarten vor,[2] davon findet man 103 Arten in 9 Gattungen auch in Mitteleuropa.[3] Ihren deutschen Namen haben sie auf Grund ihrer nur schwach sklerotisierten Krper erhalten. Sie werden auch Soldatenkfer genannt, da viele Arten auffllig rot, schwarz, gelb oder blau gefrbt sind.[3]

Die Kfer werden 1,2 bis 28 Millimeter lang. Ihr Krper ist langgestreckt, hat mehr oder weniger parallele Seitenrnder und ist mig abgeflacht. Sie haben einen weichen Krper, bei dem die Cuticula, insbesondere von Deckflgeln (Elytren) und Hinterleib nur schwach sklerotisiert und flexibel ist. Ihre Frbung ist sehr variabel und reicht von komplett schwarz bis berwiegend rot, orange oder gelb. Seltener sind sie metallisch blau oder grn gefrbt. Warnfarben sind vor allem am Pronotum und/oder den Deckflgeln ausgeprgt, wobei diese Bereiche hufig zweifarbig, gefleckt oder gerandet sind. Der Krper ist in der Regel mehr oder weniger unauffllig mig dicht und kurz, flach anliegend beflaumt. Weniger hufig haben die Tiere sprlich lngere, nahezu aufrechte Setae auf den Deckflgeln.[1]

Der Kopf ist wenigstens teilweise von oben sichtbar. Er ist stark nach vorne (prognath) oder etwas nach unten gerichtet, selten ist er hypognath. Bei manchen Arten ist er direkt hinter den Augen eingeschnrt. Die Facettenaugen sind mehr oder weniger ganzrandig und etwas hervortretend. Bei den Mnnchen sind sie hufig grer, bei den meisten Ichthyurini sind sie stark vergrert. Punktaugen (Ocelli) fehlen. Die Frontoclypealnaht ist in der Regel fehlend, nur bei den Chauliognathini ist sie seitlich ausgebildet. Mit Ausnahme dieser Tribus ist das Labrum mit der Stirnplatte (Clypeus) oder Frontoclypeus verwachsen. Bei den Chauliognathini kann es dagegen mittig teilweise oder vollstndig geteilt sein. Die Fhler sind langgestreckt und haben 11 Glieder. In der Regel sind sie fadenfrmig, manchmal gezhnt, nur selten gefiedert, gefchert, keulenfrmig verdickt oder zwischen den Geschlechtern unterschiedlich ausgebildet und/oder bei den Mnnchen anders stark modifiziert. Die Mandibeln sind mehr oder weniger langgestreckt, gekrmmt und haben eine spitz zulaufende Spitze. Sie sind in der Regel einfach, manchmal haben sie am Innenrand einen oder mehrere Zhne. Die Maxille besitzt dicht behaarte Laden (Galea und Lacinia), letztere ist bei manchen Arten zurckgebildet oder fehlt. Die Maxillarpalpen sind viergliedrig. Das Labium hat eine ungeteilte Ligula. Die Labialpalpen sind dreigliedrig.[1]

Das Pronotum ist in der Regel nahezu quadratisch bis quer. Selten ist es schmal verlngert. Die Seiten sind gerandet, wobei die Rnder in der Regel ganz sind, manchmal etwas bis stark erweitert. Bei den Mnnchen mancher Arten sind die Seitenrnder stark skulpturiert, eingekerbt oder mit Gruben versehen. Der Hinterrand des Pronotums ist entweder gleich breit oder schmler als die Deckflgelbasis. Das Schildchen (Scutellum) ist gut entwickelt und sichtbar. Die Beine sind in der Regel langgestreckt und schlank. Bei manchen Arten sind die Schenkel (Femora) der mittleren Beine stark verbreitert. Mit Ausnahme der Chauliognathini sind paarweise Sporne an den Schienen (Tibien) vorhanden. Alle drei Beinpaare haben jeweils fnf Tarsenglieder. Das vierte Tarsenglied ist erweitert und ventral doppelt gelappt. Die weichen Deckflgel (Elytren) sind in der Regel mehr oder weniger parallelrandig. Selten sind sie an der Spitze verbreitert. Sie sind nur locker mit dem Pterothorax und Hinterleib verbunden. Bei einer Reihe von Arten sind sie stark bis vollstndig zurckgebildet, wodurch mehrere Hinterleibstergite und/oder die Hinterflgel sichtbar sind. Die Hinterflgel sind in der Regel gut entwickelt.[1]

Der Hinterleib hat bei den Weibchen und manchen Mnnchen sieben, bei den meisten anderen Mnnchen acht frei bewegliche Ventrite (sichtbare Bauchseitige Sklerite). Die ersten acht Tergite haben seitlich paarweise angeordnete Drsenporen. Bei vielen Silini sind seitlich in den Intersegmentalmembranen auch ausstlpbare Drsen ausgebildet. Das letzte oder die letzten Hinterleibssegmente sind hufig modifiziert.[1]

Die Larven haben einen langgestreckten Krper, dessen Seitenrnder mehr oder weniger parallel sind. Ihre Cuticula ist dicht mit feinsten Falten bedeckt, die eine samtige Erscheinung bewirken. Die Krperoberflche ist fast immer mit sehr kurzen, aufrechten Hrchen bedeckt. Der Krper ist zumindest teilweise dunkel pigmentiert, manchmal mit paarweise angeordneten Flecken, am hufigsten am Rcken. Der Kopf ist stark nach vorne gerichtet. Ein einzelnes, groes Punktauge (Stemma) befindet sich jeweils beidseits des Kopfes und fehlt nur selten. Das Labrum ist mit der Kopfkapsel verwachsen und bildet ein Clypeolabrum. Die Fhler sind dreigliedrig. Das zweite Glied ist abgestutzt und hat den Bereich mit den Sinneshrchen am Ende (Cantharinae, Silini, Chauliognathini), oder das zweite Glied ist stark eingekerbt und hat ein langgestrecktes, subapikales Sinnesfeld. Die Mandibeln sind sichelfrmig und haben einen mehr oder weniger gut entwickelten lngs verlaufenden Kanal, der in der Regel breit geffnet, manchmal aber auch fast geschlossen ist. Die Maxillarpalpen sind drei- oder vier-, die Labialpalpen zweigliedrig.[1]

Die Thoraxsegmente sind nahezu gleich gro oder werden nach hinten zunehmend kleiner. Alle Terga des Thorax und die ersten ach Tergite des Hinterleibs haben Drsenporen. Bei manchen Arten sind solche auch am neunten Segment ausgebildet. Die Beine sind fnfgliedrig, wobei der Pretarsus klauenfrmig ist und vier oder mehr Setae trgt. Die Hinterleibssegmente sind vorne nahezu gleich lang, hinten werden sie krzer. Urogomphi fehlen.[1]

Die Weichkfer sind weltweit verbreitet, ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt jedoch in den Tropen Asiens und Sdamerikas. Die Familie stellt allerdings auch in den gemigten Breiten einen Gutteil der Artenvielfalt der Kfer. In Amerika nrdlich von Mexiko ist sie an 13. Stelle der artenreichsten Kferfamilien. Weichkfer sind vor allem in Wldern sehr zahlreich. Es gibt jedoch auch Arten die Grasland, Savannen und montane Wiesen besiedeln. Viele Arten sind anscheinend an Waldlichtungen, Randlebensrume oder Sukzessionsbereiche angepasst. In heieren Lebensrumen neigen sie dazu, nahe an Gewssern zu leben.[1]

In allen Lebensstadien leben die Tiere terrestrisch. Die meiste Zeit ihres Lebens verbringen sie whrend des Larvenstadiums, whrend dessen die meisten Arten assoziiert mit dem Erdboden leben. Man findet sie in Mikrohabitaten mit hoher relativer Luftfeuchtigkeit, wie etwa in oder unter abgestorbenen Blttern, in der Bodenstreu von Wldern, unter Steinen, in lockerer Erde oder unter loser Rinde von Totholz. Die Larven von Arten der Gattung Chauliognathus haben eine auffllige Warntracht, sie fressen offen sichtbar im Freien. Die Oberflche der Cuticula ist bei den Larven hydrophob, wodurch sie gegenber berflutungen ihrer Lebensrume besser geschtzt sind. Bei der berwiegenden Anzahl der Arten ernhren sich die Larven als Ruber von flssiger Nahrung. Sie verwenden dazu ihre hohlen Mandibeln und einen Filter sowie eine spezielle pumpenartige Tasche in der Mundhhle, um die Flssigkeit aufzusaugen. Zu den Beutetieren zhlen verschiedene Wirbellose, wie etwa Regenwrmer (Lumbricidae), Schnecken (Gastropoda) und die Eier, Larven und Imagines anderer Insekten. Manche Arten knnen es sogar mit gefhrlichen Rubern wie den Larven der Sandlaufkfer (Cicindelinae) aufnehmen. Unter Laborbedingungen ist bei berpopulationen auch Kannibalismus nachgewiesen. Es gibt neben den rein ruberisch lebenden Arten auch solche, die omnivor auch teilweise an Pflanzenmaterial fressen.[1]

Die Larvalentwicklung kann sehr komplex sein und bis zu 10 Larvenstadien umfassen. Bei manchen Arten haben die ersten Stadien zurckgebildete Fhler, Mundwerkzeuge und Beine und nehmen keine Nahrung auf. Die Verpuppung erfolgt in der Regel in einer Kammer im Erdboden. In den gemigten Breiten bilden die Tiere eine Generation pro Jahr aus, berwintern als Larve und schlpfen im Frhjahr oder Frhsommer als Imago. Die adulten Kfer leben nur wenige Wochen lang und sind sehr aktiv. Man findet sie auf nahezu jeder Art von lebender Vegetation. Sie besiedeln eine gewaltige Vielzahl verschiedener Pflanzenarten, von Nadelbumen bis blhenden krautigen Pflanzen. Manche Arten bevorzugen jedoch bestimmte Pflanzenarten. Die Kfer der Gattung Chauliognathus z. B. knnen hufig beim Bltenbesuch beobachtet werden und sind wichtige Bestuber dieser Pflanzen. Die Imagines vieler Arten sind gute Flieger und fliegen aktiv whrend der Nahrungssuche oder auf der Flucht vor Fressfeinden. Die meisten Arten scheinen tagaktiv zu sein, auch wenn manche in der Nacht durch knstliche Lichtquellen angelockt werden. Die adulten Kfer ernhren sich von Wirbellosen, die sie auf Blattwerk finden, oder fressen Nektar oder Pollen. Bei vielen Arten der Podabrini und Cantharini ernhren sie sich vor allem von Rhrenblattlusen (Aphididae), aber auch von Nektar. Wie auch die Larven nehmen sie auerdem nahrhafte Flssigkeiten auf. Von der Gattung Chauliognathus ist bekannt, dass die Imagines ausschlielich Pollen und Nektar fressen. Von vielen anderen Gruppen der Weichkfer ist das Nahrungsverhalten jedoch unbekannt.[1]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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