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Nassarius mutabilis (Linnæus, 1758) -- Glatte Netzreusenschnecke, Wandelbare Reusenschnecke} Nassarius mutabilis -  6. Fund
Nassarius mutabilis - 6. Fund


 

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Fam. Silphidae (Latreille, 1807) -- Aaskäfer


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Die Aaskfer (Silphidae) sind eine Familie der Kfer. Es sind 183 Arten weltweit beschrieben worden (Stand: 2008)[1], allerdings kommen nach wie vor jedes Jahr neue Arten hinzu.

Die Aaskfer werden 7 bis 45 Millimeter, die meisten Arten allerdings zwischen 12 und 20 Millimeter lang. Die Krperform ist meist mehr oder weniger langgestreckt oval, sie ist deutlich (Silphinae) oder schwach (Nicrophorinae) abgeplattet. Die meisten Arten sind schwarz gefrbt (Ausnahme: Dendroxena), viele mit auffallender roter oder oranger Flecken- oder Bindenzeichnung. Der Krper ist meist glnzend und nur schwach punktiert sowie meist sprlich behaart.

Der Kopf wird nach vorn vorgestreckt oder sitzt etwas hngend unter dem groen Halsschild. An ihm sitzen zwei halbkugelig vorragende Komplexaugen. Die Fhler sind elfgliedrig, wobei die der Unterfamilie Nicrophorinae zehngliedrig erscheinen (zweites und drittes Antennensegment verschmolzen). Die letzten drei Fhlerglieder bilden eine abgesetzte Keule, die bei den Silphinae nicht wie der brige Fhler glnzend, sondern auffallend matt sind. Bei der Gattung Nicrophorus ist die Keule in einzelne Bltter gegliedert.

Das Halsschild (Pronotum) ist immer gro und abgeflacht und an den Seiten gerandet; meist ist es genauso breit wie die Flgeldecken. Auffallend und sehr charakteristisch fr die Familie ist auch das groe Scutellum, das genauso breit wie der Kopf sein kann. Die Flgeldecken bedecken bei den meisten Silphinae den ganzen Hinterleib; bei den Gattungen Diamesus, Necrodes und allen Nicrophorinae sind sie aber verkrzt und lassen ein bis fnf Tergite des Hinterleibs frei. Die meisten Arten besitzen voll ausgebildete Hinterflgel und sind gut flugfhig, es kommen aber einzelne Arten mit verkrzten Hinterflgeln vor. Seitlich sind die Deckflgel nach unten umgeschlagen. Der an den Krperseiten sitzende Teil wird durch einen Kiel abgegrenzt; diese seitlichen Abschnitte werden Epipleuren genannt. Auf der Scheibe der Flgeldecken sitzen in der Regel drei markante Lngskiele (bei Nicrophorus und Ablattaria sehr undeutlich), dafr fehlen die bei vielen Kferfamilien charakteristischen Streifen oder Punktreihen vollstndig. Am Ende des uersten Kiels sitzt eine auffallende Beule; diese ist die einzige gesicherte Autapomorphie der Familie[2]. Die krftigen Beine tragen fnfsegmentige Tarsen. Bei den Mnnchen sind in der Regel die Glieder der Vordertarsen deutlich verbreitert (sie dienen zum Festhalten auf dem Weibchen bei der Kopula).

Am Hinterleib ist das erste Segment nicht erkennbar; das zweite wird von den Hinterhften verdeckt, ist aber an der Seite sichtbar. Die Sternite drei bis acht, beim Mnnchen drei bis neun, sind klar erkennbar[2]. Bei der Unterfamilie Nicrophorinae sitzen auf dem fnften Tergit Lngsrillen. Die Tiere knnen Tne erzeugen, indem sie mit den Flgeldecken darber reiben (Stridulation).

Die Gestalt der Larven ist zwischen den beiden Unterfamilien sehr unterschiedlich[3]. Die Larven sind langgestreckt und 12 bis 40 Millimeter lang. Bei den Nicrophorinae sind sie walzenfrmig und parallelseitig, nur schwach sklerotisiert und berwiegend weilich. Bei den Silphinae sind sie meist stark abgeplattet, nach hinten verschmlert und auf der Oberseite deutlich sklerotisiert und in der Regel ausgedehnt schwarz gefrbt, oft mit heller Zeichnung. Diese Larvenform wird als ?asselfrmig? umschrieben. Der Kopf ist vorgestreckt (prognath), er trgt bei den Silphinae sechs, bei den Nicrophorinae nur ein Larvenauge (Stemma oder Ocellus). Die dreigliedrigen Antennen sind meist relativ lang. Die Mandibeln sind gro und ein- oder mehrspitzig ohne Kauflchen. Am Thorax sitzen drei relativ lange, fnfgliedrige Beinpaare. Der Hinterleib besteht aus zehn Segmenten, am Ende sitzen zwei kurze, zweigliedrige Fortstze, die als Urogomphi bezeichnet werden.

Die Aaskfer besitzen drei Larvenstadien. Die Lebensweise der Larven ist dabei deutlich verschieden. Die Larven der Silphinae sind frei lebend und ernhren sich selbstndig. Diejenigen der Nicrophorinae sitzen in einem von den Elterntieren gebauten und verproviantiertem Nest, sie werden meist von der Mutter gefttert (Brutfrsorge, vgl. u.). Aufgrund der meist sehr energiereichen Nahrung (berwiegend Aas, vgl. u.) ist das Jugendwachstum sehr rasch. Bei den untersuchten Arten lag die Dauer der Embryonalentwicklung bei ca. 5 bis 6 Tagen. Die drei Larvenstadien werden in ca. 20 bis 30 Tagen durchlaufen. Hinzu kommen noch acht bis zehn Tage Puppenruhe. Bei vielen Arten grbt allerdings das umwandlungsbereite letzte Larvenstadium (dann ?Prpuppe? genannt) eine Erdhhle und berwintert darin.

Die Familie ist vor allem in den gemigten (temperaten) nrdlichen Breiten verbreitet, sowohl in Eurasien (Palarktis) als auch in Nordamerika (Nearktis). In den Tropen sind sie selten, sie kommen mit einigen Arten in Gebirgsregionen vor, sind aber im Tiefland beinahe abwesend (hier werden sie von Vertretern der Familie Scarabaeidae mit sehr hnlicher Lebensweise abgelst[4]). In Australien leben drei Arten[5], in Sdafrika ebenfalls. Drei Arten der endemischen Gattung Heterotemna kommen ausschlielich auf den Kanarischen Inseln vor. Aaskfer fehlen auffallenderweise fast vollstndig in trockenen Lebensrumen wie z. B. Wsten [1]. Sie sind artenreich vor allem in Wldern und in Graslndern, einschlielich Kulturland, zu finden.

Die meisten Arten der Familie sind sowohl als Kfer (Imago) wie auch als Larve primr Aasfresser. Neben den Leichen, meist von Wirbeltieren, selbst, fressen die meisten Arten andere an Aas lebende Tiere, insbesondere Fliegenmaden, mit, sind also teilweise ruberisch. Eine Reihe von Arten, insbesondere in der Unterfamilie Silphinae, sind sekundr von Aas auf andere Nahrungsquellen bergegangen. Die meisten Arten der Unterfamilie Nicrophorinae sind spezialisiert auf die Leichen kleiner Wirbeltiere wie Muse oder Singvgel. Einzigartig ist die nordamerikanische Art Nicrophorus pustulatus, die (neben einer weit bestehenden Nutzung von Aas) in Nester von Schlangen eindringt und die Schlangeneier als Nahrungsquelle fr die Larven nutzt[6]. Eine Reihe von Arten der Unterfamilie Silphinae sind Ruber ohne jede Beziehung zu Aas. Bemerkenswerterweise sind die meisten ruberischen Arten nicht flugfhig, whrend die meisten an Aas gebundenen Arten gut fliegen knnen[7]. Dies wird durch die Besonderheiten der Ressource Aas erklrt: Es handelt sich um eine qualitativ sehr hochwertige Nahrungsquelle, die aber im Lebensraum selten und unvorhersagbar verteilt ist und die sehr starker Konkurrenz, von anderen Kfern derselben und anderer Arten, von anderen Insekten wie z. B. Fliegen und von Wirbeltieren, unterliegt. Deshalb haben aasnutzende Arten einen sehr groen Vorteil, wenn sie sehr schnell, mglichst als erste, ein Nahrungsobjekt erreichen.

Eine Reihe von Arten sind in der Ernhrung relativ unspezialisiert, sie knnen neben Aas auch andere nhrstoffreiche organische Substanz, sowohl pflanzlicher wie tierischer Herkunft, nutzen, dies gilt fr viele Silpha-Arten. Oiceoptoma thoracicum hat sich Fruchtkrper von Pilzen als zustzliche Nahrungsquelle erschlossen[8], insbesondere Stinkmorcheln[2]. Der Vierpunktige Aaskfer (Dendroxena quadrimaculata) frisst lebende Beute, unter anderem Schmetterlingsraupen[9]. Phosphuga atrata ist ein spezialisierter Jger von Gehuseschnecken[10]. Die Arten der Gattung Aclypea sind phytophag (Pflanzenfresser), Aclypea opaca ist als landwirtschaftlicher Schdling an Rben bekannt geworden.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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