beste Ansicht = 1280x1024 pix
Erweiterte Suche
 
 

Zufallsbild

Polistes bischoffi (Weyrauch, 1937) -- Zierliche Feldwespe} Polistes bischoffi -  1. Fund
Polistes bischoffi - 1. Fund


 

Impressum

Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?Ã?Â?ber mich...

 

E-Mail

 

 
 
 

Ordnung Opiliones (Sundevall, 1833) -- Weberknechte


Unterkategorien
Fam. Phalangiidae (Simon, 1879) -- Weberknechte, Schneider (20)
Schneider_(Weberknechte)
Fam. Sclerosomatidae (Simon, 1879) (4)

Gefunden: 0 Bild(er) auf 0 Seite(n). Angezeigt: Bild 0 bis 0.

In dieser Kategorie sind keine Bilder vorhanden.





 

Die Weberknechte (Opiliones), auch Schneider, Schuster, Kanker, Opa Langbein, in der Schweiz auch Zimmermann genannt, sind eine Ordnung der Spinnentiere (Arachnida). Weltweit sind etwa 6600 Arten mit Krperlngen von 2 bis 22 Millimetern bekannt. Die Weberknechte enthalten Arten, die gedrungen und milbenfrmig sind, daneben aber auch die bekannten langbeinigen Arten. Die grten Vertreter der Weberknechte sind Trogulus torosus (Familie: Trogulidae) mit einer Krperlnge von 22 Millimetern sowie Mitobates stygnoides mit nur 6 Millimeter Krperlnge, aber mit 160 Millimeter langen Beinen. In Mitteleuropa sind etliche Arten der Weberknechte zumindest regional gefhrdet.

Wichtigstes Unterscheidungsmerkmal zu den Webspinnen ist eine sogenannte Verwachsung des Vorder- (Prosoma, Cephalothorax) und Hinterkrpers (Opisthosoma); das Opisthosoma ist stets gegliedert. Weberknechte verfgen weder ber Spinndrsen noch ber Giftdrsen im engeren Sinne, allerdings ber Stinkdrsen, die blicherweise giftige Substanzen absondern. Sie haben, im Gegensatz zu Webspinnen, mit einem Penis ein echtes Geschlechtsorgan.

Weberknechte gehren zu den Spinnentieren; bei ihnen ist das Prosoma auf voller Breite an das Opisthosoma angesetzt. Dadurch entsteht eine gestaucht eifrmige bis rundliche Gestalt. Die einzelnen Segmentringe ? embryonal vermutlich 16 Stck angelegt ? sind dabei teilweise verloren gegangen (reduziert) oder ineinander verschmolzen. Auch die Unterscheidung von Sterniten (sklerotisiertes Brustteil eines Segmentes) und Tergiten (dasselbe auf dem Rcken) ist nur bei Embryonen erkennbar. Ihr erstes Extremittenpaar sind die dreigliedrigen Chela (Mundwerkzeuge, Cheliceren), das zweite Extremittenpaar, Pedipalpus, ist als (laufbeinartiges) Tast- oder Greiforgan ausgebildet und besitzt bei einigen Arten eine Lade (Lobus). Die Extremittenpaare III bis VI sind die Laufbeinpaare I bis IV. Atmungsffnungen sind Stigmen auf dem zweiten Sternit des Opisthosomas. Die Samenbertragung geschieht durch einen Penis. Auerdem gehren zur groben bersicht des Krperbaus die Afterffnung (Operculum anale), ffnungen der Stinkdrsen, die Dornengruppe und der Augenhgel. Auch bei Weberknechten kann es einen Sexualdimorphismus geben. Mnnchen der Laniatores sind auffllig dunkler als die Weibchen, da ihre Chitinhlle dicker ist. Auerdem besitzen sie meist eine deutlich strkere Skulpturierung.

Der Rckenschild (dorsales Scutum) des Cephalothorax besteht aus den mehr oder minder miteinander verschmolzenen ersten fnf bis sechs Tergiten. Die Tergite des dorsalen Hinterleibes sind selten verwachsen, hufiger sind sie isoliert und klar voneinander getrennt. Die Gliederung des Rckens ist ein wichtiges Bestimmungsmerkmal. Man unterscheidet

Das Scutum ist meist bereits bei der Adulthutung fertig ausgebildet, nur das Sc. compositum erst nach der Adulthutung.

Das Zeichnungsmuster ist bei Arten die in der Streuschicht (epigisch) leben, stets art- und geschlechtsspezifisch. Bei Arten in der Krautschicht, z. B. Nemastomatidae, ist das Zeichnungsmuster auch innerhalb einer Art in engen Grenzen vernderlich. Die Krperfrbung variiert jedoch bei allen Weberknechten sehr stark. Sie unterliegt zum einen einer erheblichen individuellen Ausprgung und verndert sich im Laufe des Lebens auch noch nach der Adulthutung mit Aushrtung des Exoskelettes. Die Farbe variiert aber auch in Abhngigkeit von Lebensraum (Biotop), Hhenlage oder Stratum. Bei Mitopus morio (Phalangiidae) wurden Variationen von Muster als auch Frbung in Abhngigkeit von der Meereshhe des Biotopes nachgewiesen.

Der Krper einiger Arten ist mit teils bizarren und farbenprchtigen Dornen und Zacken besetzt, die sich nur unter dem Mikroskop erkennen lassen. Welche Funktion diese Krperfortstze haben, ist noch ungeklrt. Sie werden aus dem Integument gebildet und strukturieren Scuta und Sklerite wesentlich strker als bei allen anderen Arachniden. Sie knnen als reliefartige Strukturen, Hcker, Brckendornen (Nemastomatidae), Wlste, Zapfen, Dornen, Tuberkel, auf dem Scutum oder auf den Pedipalpen (Laniatores), oder auf den Cheliceren (Ischyropsalis) auftreten. Diese Gebilde tragen ihrerseits oft kleinere Haare oder Tuberkel. Zur Mikroskulptur der Haut (Kutikula) zhlen Reliefbildungen, innervierte Sinneshaare, massive Mikrotrichien (unechte Haare), Bezhnelung, Granulation und Stridulationsorgane. Anders als bei den Webspinnen spielt die Behaarung aber eine untergeordnete Rolle und Trichobothrien fehlen. Eine besondere Spezialisierung allerdings sind Drsenhaare und Fiederhaare (Pedipalpen) sowie Krnchenfelder (Granulate). Mikrotrichien sind vorwiegend an den Pedipalen und Laufbeinen anzutreffen, liegen meistens distal an. Alle Haare dienen der Sinneswahrnehmung, vorwiegend sensorisch.

Weitere Sinnesorgane sind die Sensillen oder Spaltsinnesorgane, die den lyrafrmige Organen bei Echten Webspinnen entsprechen. Im Unterschied zu den lyrafrmigen Organen der Webspinnen, die aus einer Hufung von Sinnesspalten bestehen, sind diese bei Weberknechten nur einzeln und in wesentlich geringerer Anzahl anzutreffen (bis zu 3000 bei Cupiennius salei, bei einigen Weberknechten ca. 45). Genauere Erkenntnisse ber die Funktion der Spaltsinnesorgane bei Weberknechten liegen noch nicht vor, allerdings drften diese wie bei den Webspinnen zu Orientierung, Wahrnehmung der eigenen Krperbewegung und Wahrnehmung von Luftschall dienen.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

Bilder pro Seite: 

 



RSS Feed: Ordnung Opiliones (Sundevall, 1833) -- Weberknechte (Neue Bilder)