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Acanthocardia (Rudicardium) tuberculata (Linnæus, 1758) -- Knotige Herzmuschel} Acanthocardia tuberculata - 18. Fund
Acanthocardia tuberculata - 18. Fund


 

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Klasse Chilopoda (Latreille, 1817) -- Hundertfüßer


Unterkategorien
Ordnung Lithobiomorpha (Latreille, 1817) -- Steinläufer (3)
Steinläufer
Ordnung Polydesmida (Leach, 1815) -- Bandfüßer (3)
Polydesmida
Ordnung Scutigeromorpha (Linnæus, 1758) -- Spinnenläufer (9)
Scutigeromorpha

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Die Hundertfer (Chilopoda) sind eine Klasse der Gliederfer (Arthropoda) und werden bei den Tausendfern (Myriapoda) eingeordnet. Weltweit sind etwa 3.000 Arten dieser Tiere bekannt, womit sie nach den Doppelfern die zweitgrte Gruppe der Tausendfer darstellen. Die Tiere erreichen Krperlngen von 1 bis 10 Zentimetern, tropische Hundertfer-Arten der Ordnung Scolopendromorpha (Scolopendra, dt.: Skolopender) knnen auch bis 25 Zentimeter lang werden.

Die Hundertfer stellen eine Zusammenfassung von vier Einzelgruppen dar, die in ihrer Morphologie stark variieren, weswegen eine einheitliche Beschreibung schwierig ist. Wie alle Angehrigen der Myriapoden zeichnen sich die Hundertfer vor allem durch eine einheitliche Gliederung der Krpersegmente aus. Auch die groe Giftklaue, die aus dem ersten Laufbeinpaar entwickelt wurde und entsprechend als Maxilliped bezeichnet wird, ist bei allen Hundertfern zu finden.

Bei allen Gruppen mit Ausnahme der Scutigeromorpha ist der Kopf flach. Die Vorderkante bildet immer eine Verbindungslinie zwischen den beiden Antennen, der Stirnschild (Clupeus) ist nach unten weggeklappt. Auf diese Weise gelangt der Mundraum mit den Mundwerkzeugen auf die Kopfunterseite, direkt vor die Giftklauen. Die Mandibeln sind bei den Scutigeromorpha sehr krftig ausgebildet und in der Lage, Chitinteile zu zerbeien. Die 1. Maxillen helfen bei der Nahrungsaufnahme und halten die Partikel fest. Die 2. Maxillen bestehen nur aus einem Taster mit Halteklaue sowie einer spangenartigen Struktur. Die groen Giftklauen besitzen eine starke Spitze, an der die groe Giftdrse ausmndet. Sie knnen bei den Scutigeromorpha in alle Richtungen bewegt werden, bei allen anderen Gruppen sind sie durch eine Hftplatte versteift und knnen nur in einer Ebene eingesetzt werden. Die Antennen stellen bei den Scutigeromorpha Geielantennen mit zwei Grundgliedern dar (Konvergenz zur Antenne der Insekten), bei allen anderen sind sie als perlschnurartige Gliederantennen ausgebildet. Facettenaugen kommen nur bei den Scutigeromorphen vor. Die anderen Gruppen besitzen punktfrmige Seitenaugen (Ocellen), die eine Linse (aus der Hornhaut gebildet) besitzen, denen aber der darunter liegende Kristallkegel der Scutigeromorpha (und anderen Arthropodengruppen) fehlt. Viele Geophilomorphen sind augenlos, auch in den anderen Gruppen kommen blinde Arten vor. Auerdem finden sich postantennale Sinnesorgane (Tmsvrysche Organe) in der Nhe der Antennenbasis bei den Lithobiomorpha und den Scutigeromorpha, die wahrscheinlich Rezeptoren fr Kohlendioxidkonzentration darstellen.

Die Rckenplatten (Tergite) variieren besonders bei den Lithobiomorpha in ihrer Lnge (Heterotergie), bei den Scutigeomorpha bedeckt eine besonders groe Platte die Segmente 7 bis 9. Bei den Geophilomorphen gehren zu jedem Segment zwei Rckenplatten. Insgesamt haben die Lithobiomorpha und die Craterostigmomorpha nur 15 Beinpaare, die Scolopendromorpha 21 bis 23 Beinpaare und die Geophilomorpha bis zu 191 Beinpaare. Ein gemeinsames Merkmal aller Hundertfer ist eine ungerade Anzahl der Beinpaare. Dies rhrt daher, dass whrend der embryonalen Entwicklung der Tiere aus einem Krpersegment immer zwei Beinpaare (= vier einzelne Beine) hervorgehen. Das erste Beinpaar wird im weiteren Verlauf aber zu einer Giftklaue umgebildet, aus dem ersten Segment geht also nur ein Beinpaar hervor. Alle weiteren Laufbein-Segmente tragen jeweils zwei Beinpaare bei (das terminale Paar wird allerdings bei manchen Arten mehr oder weniger stark umgebildet). In der Summe ergibt sich immer eine ungerade Gesamtzahl der Beinpaare.[1]

Das letzte Laufbeinpaar wird bei allen Hundertfern erhoben getragen und ist manchmal speziell umgebaut. So bildet es bei den Scutigeromorpha ein antennenartig verlngertes Fhlerbein, bei einigen Scolopendra-Arten bildet es eine krftige Zange. Hinter diesem Laufbeinpaar folgen bei den Hundertfern noch zwei Segmente ohne Laufbeine. Diese tragen bei den Scutigeromorpha zwei Paar griffelartige Gonopoden, die Weibchen der Scutigeromorpha und der Lithobiomorpha haben hier eine Gonopodenzange.

Die Tracheenffnungen liegen bei den Scutigeromorpha immer dorsal hinter den Tergiten, whrend sie bei allen anderen Gruppen oberhalb der Beine liegen.

Fast alle Gruppen besitzen zur Verteidigung Wehrdrsen. Diese scheiden bei den Scolopendromorpha ein blausurehaltiges Sekret ab, bei den Lithobiomorpha und Geophilomorpha leimartige Substanzen, die die Mundwerkzeuge attackierender Arthropoden verkleben.

Hundertfer kommen weltweit bis ber die Polarkreise hinaus vor und besiedeln eine Vielzahl verschiedener Lebensrume vom Regenwald bis zur Wste. Sie bentigen ein feuchtes Milieu und sind in ihrem Lebensraum an Feuchtigkeit gebunden. Tagsber sind sie im Allgemeinen in Laub, unter Steinen oder im Erdreich versteckt. Auch Komposthaufen sowie faules Holz dienen als Unterschlupf. Die Tiere sind lichtscheu und suchen nach dem Aufscheuchen tagsber schnell die Dunkelheit auf.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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