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Glomeris marginata (Villers, 1789) -- Gesäumter Saftkugler, Gerandeter Saftkugler



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Glomeris marginata - 2. Fund

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Glomeris marginata - 3. Fund

Glomeris marginata (Villers, 1789) -- Gesäumter Saftkugler, Gerandeter Saftkugler


 
   





 

Der Gerandete Saftkugler (Glomeris marginata), auch Gesumter Saftkugler oder synonym Oniscus marginata genannt, heit im Englischen Pill millipede. Der wissenschaftliche Name leitet sich vom lateinischen glomeris = Knuel' sowie marginare = einfassen' ab. Er hat eine Reihe von geschickten Schutz- und Abwehrstrategien entwickelt, um mglichen Prdatoren zu entgehen, was auch namensgebend fr die Art ist. Diese Eigenschaften sind zum Beispiel das Zusammenrollen zu einer asymmetrischen Kugel (Kugelungsvermgen) oder das Ausstoen eines wirksamen Wehrsekretes.

Zu finden ist Glomeris marginata in weiten Teilen Europas, wie zum Beispiel in Deutschland, Frankreich, der Schweiz, England, Spanien, Italien oder Schweden.[1]

Das Aussehen von Glomeris marginata hnelt dem der Rollassel, vor allem wegen der glatten, hochgewlbten Krperform und dem Einrollvermgen, wobei er eine gleichmigere Segmentierung aufweist. Die adulten Tiere erreichen eine Krperlnge von 7 bis 20 Millimeter und eine Breite von 3,5 bis 8 Millimeter, wobei das Mnnchen im Durchschnitt etwas kleiner ist als das Weibchen. Der Rcken wird von zwlf Platten bedeckt, von denen die erste das Halsschild und die zweite und grte das Brustschild ist, gefolgt von neun weiteren Platten. Ihre Frbung ist dunkelbraun bis schwarz mit weien Seitenrndern. Gelegentlich knnen auch rote, gelbe und braune Individuen auftreten.[2]

Jungtiere zeigen eine graubraune Grundfrbung und haben vier helle Flecke pro Rckenplatte. Ihre zunchst weien Segmentrnder verfrben sich mit zunehmendem Alter gelblich. Die Weibchen besitzen 17 Laufbeinpaare, die Mnnchen haben zwei zustzliche, zangenfrmige Gliedmaen, die bei der Paarung eingesetzt werden knnen.[2]

Der Gerandete Saftkugler ist nach drei bis vier Jahren geschlechtsreif. Die Art vermehrt sich im Frhjahr und im Sommer, dabei entnimmt das Mnnchen mit den Mundwerkzeugen aus seinen Geschlechtsffnungen Sperma und bertrgt es in die weiblichen Geschlechtsffnungen. Anschlieend legt das Weibchen die 70 bis 80 befruchteten Eier in kleine, eifrmige Erdklumpen. Je nach Witterungsverhltnissen schlpfen die Jungtiere nach ungefhr zwei Monaten und werden bei gnstigen Lebensbedingungen bis zu 11 Jahre alt. Die Entwicklungszeit vom Schlpfen bis zur Adoleszenz betrgt 3 Jahre.[2]

Glomeris marginata ist ein typischer Saprobiont, der sich vorwiegend von toter Substanz, wie Laubstreu ernhrt, aber teilweise auch von Moosen, Hlzern und sogar Mikroorganismen.[3][4] Es konnte nachgewiesen werden, dass die Bakterien der aufgenommenen Nahrung im Verdauungstrakt des Tieres kultiviert und in erhhter Anzahl ausgeschieden werden.[5] Dies bedeutet, dass Glomeris marginata selbst fr eine Vermehrung von Mikroorganismen im Boden sorgt. Zudem scheint es in der Lage zu sein, diesen Effekt auch in sauren Bden zu bewirken, wo normalerweise Pilze als Zersetzer vorherrschen.[6] Jedoch enthalten die von Glomeris marginata in signifikanten Mengen[3] produzierten Faeces in Form von Kotpellets nicht nur Bakterien, sondern stellen auch selbst eine wichtige Nahrungsquelle fr Wrmer dar, die im Boden leben, wie zum Beispiel den Tauwurm.[7]

Unter den Diplopoden ist der Name "Gesumter Saftkugler" der einzige Artname, der in der deutschen Sprache allgemeine Anerkennung findet. Die Bezeichnung kommt daher, weil er sich im Gegensatz zu anderen Arten, bei Gefahr zur Gnze zusammenrollen und ein Wehrsekret in Form eines durchsichtigen Tropfens absondern kann.[2] Das Wehrsekret enthlt Blausure, sowie Glomerin und Homoglomerin. Die letzteren beiden Inhaltsstoffe gehren zur Gruppe der Chinazolinone und sind, in der mengenmigen Konzentration des Wehrsekretes, in der Lage einen wirksamen und bis zu mehrere Tage andauernden sedativen Effekt auf wirbellose Prdatoren auszuben. Eine Sedierung als Verteidigung bei Wirbeltieren konnte bis dato nicht nachgewiesen werden. Auerdem sind Quinazolinone auch von Bedeutung als Sedativa in der Humanmedizin.[8]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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