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Tyta luctuosa (Denis & Schiffermüller, 1775) -- Ackerwinden-Trauereule} Tyta luctuosa -  1. Fund
Tyta luctuosa - 1. Fund


 

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Ordnung Pulmonata (Cuvier in Blainville, 1814) -- Lungenschnecken


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Die Lungenschnecken (Pulmonata, von lat. pulmo ?Lunge?) sind eine formenreiche Gruppe der Schnecken (Gastropoda) und werden traditionell als Ordnung bezeichnet. Sie gehren zu den wenigen Vertretern der Weichtiere, die das Festland besiedelt haben, kommen aber auch im Swasser und teilweise auch im Meer vor. Bei den Landformen dient die Mantelhhle der Luftatmung, woraus sich die Bezeichnung Lungenschnecken ableitet.

Lungenschnecken reprsentieren nach heutiger Erkenntnis kein natrliches Taxon, sondern eine paraphyletische Gruppe, weil sie nicht alle Nachkommen ihres letzten gemeinsamen Vorfahren enthalten. Sie werden daher in phylogenetisch-systematischen Darstellungen als Gruppe bezeichnet und/oder in Anfhrungszeichen geschrieben (?Pulmonata?, ?Lungenschnecken i.w.S.?). Ein echtes monophyletisches Taxon bilden nach heutiger Erkenntnis allerdings die Eupulmonata (Lungenschnecken i.e.S.), die im Wesentlichen die bisher als ?Landlungenschnecken? bezeichneten Taxa zusammenfasst.

Die Lungenschnecken besitzen die im Bauplan der Schnecken angelegten Kiemen nicht mehr, doch haben zahlreiche Wasserbewohner sekundre Kiemen entwickelt. An der gefreichen Decke der der Atmung dienenden Mantelhhle befindet sich eine sich regelmig ffnende und schlieende ffnung (Pneumostom), die in einen Hohlraum fhrt. Infolge seiner Funktion als Atmungsorgan wird er auch als Lunge bezeichnet und war namengebend fr die Gruppe. Viele aquatische Lungenschnecken brauchen aber nicht an die Wasseroberflche zu steigen, um Luft in die Mantelhhle zu pumpen, sondern knnen den Gasstoffwechsel direkt ber die Wasserphase vornehmen.

Zum Grundmuster der Merkmale der Lungenschnecken gehrt ein Gehuse, in das sich das Tier vllig zurckziehen kann. Ein Operkulum zum Verschlieen des Gehuses ist jedoch in der Evolutionslinie zu den Lungenschnecken verloren gegangen. Das Gehuse ist in einigen Gruppen so stark verkleinert worden, dass sich das Tier nicht mehr ganz in das Gehuse zurckziehen kann. Teilweise fehlt das Gehuse uerlich vllig. Bei einigen Gruppen der sog. ?Nacktschnecken? ist im Mantel nur noch ein kleines Kalkplttchen erhalten, das als Kalkspeicher dient. Das Gehuse der Lungenschnecken ist im Grundmuster spiralig aufgerollt und besteht aus drei Schichten: einer ueren organischen Schicht (Periostrakum), einer mittleren aragonitischen Prismenschicht und einer inneren aragonitischen Kreuzlamellenschicht. Die Schale wird von Drsen am Mantelrand gebildet. Ein (geringes) Dickenwachstum und die Reparatur der Schale kann fast an der gesamten Manteloberflche stattfinden. Die zum Grundmuster der Schnecken gehrende Torsion (Verdrehung des Weichkrpers) ist bei einigen Nacktschneckengruppen konvergent wieder rckgngig gemacht worden (?Detorsion?).

Lungenschnecken sind Zwitter, die sich wechselweise befruchten. Bei manchen Arten treten (in unterschiedlichem Ausmae) auch Selbstbefruchtungen auf. Lungenschnecken legen bis zu mehrere hundert dotterreiche oder eiklarreiche Eier ab, aus denen nach einigen Wochen die jungen Schnecken schlpfen. Die Entwicklung ist direkt, also ohne Larvenstadium.

Die Lungenschnecken haben sich mit der Landoberflche einen Lebensraum erschlossen, der den meisten anderen Weichtieren verschlossen blieb. Sie kommen im Intertidalbereich, in Natur- und Kulturlandschaften und sogar in menschlichen Behausungen vom Flachland bis ins Hochgebirge in 6000 m Hhe vor. Einige Arten leben berwiegend im Boden. Sogar in die Trockengebiete und Wsten der Erde sind sie vorgedrungen. Sehr erfolgreich besiedeln sie auch die limnischen kosysteme, teilweise auch Brackwasser und Meer.

Im Vergleich mit anderen Schneckengruppen befinden sich unter den Lungenschnecken relativ viele Arten, die vom menschlichen Standpunkt aus als Schdlinge bezeichnet werden knnen oder als Krankheitsbertrger fungieren. Dies liegt natrlich an der terrestrischen und limnischen Lebensweise der meisten Arten der Lungenschnecken, die damit leicht in Kontakt mit Menschen und deren Nutzpflanzen kommen. Es muss aber betont werden, dass es in absoluten Zahlen ausgedrckt nur wenige Arten sind, die tatschlich sprbare Schden an Nutzpflanzen verursachen. Hufig wurden Arten erst dann problematisch, wenn sie aus ihrem ursprnglichen Lebensraum in anderen Regionen verschleppt wurden. Die ganz groe Mehrzahl der Lungenschnecken sind harmlos und spielen eine wichtige Rolle im kosystem. Sie sollten auf keinen Fall bekmpft oder wahllos abgesammelt werden. Hier eine Zusammenstellung der wichtigsten Lungenschneckenarten, die Schden verursachen knnen (nach Godan, 1999). Viele der aufgefhrten Arten sind inzwischen weltweit verbreitet.

In den Lndern der Tropen werden verschiedene Arten von Lungenschnecken (z. B. Bulinus und Biomphalaria) als Zwischenwirte des Prchenegels Schistosoma (verschiedene Arten) bekmpft, der die Schistosomiasis auslsen kann. Bei einigen Arten von Schistosoma ist der Mensch der Hauptwirt, bei anderen Arten Weidetiere, Geflgel und Haustiere. Verschiedene Arten der Lymnaeidae sind Zwischenwirte fr den Groen Leberegel (Fasciola hepatica), der im Endwirt (Sugetiere) die Fasziolose auslsen kann. Einige Lungenwrmer bentigen als Zwischenwirte Schnecken, meistens Lungenschnecken. Lungenschnecken spielen aber auch als bertrger von Pflanzenkrankheiten eine groe Rolle. Der Tabakmosaikvirus kann von Deroceras reticulatum bertragen werden. Diese Art kann auch das Bakterium Corynebacterium insidiosum bertragen, das Luzerne schdigt. Das Bakterium Pectobacterium carotovorum verursacht das Verrotten von verschiedenen Kreuzbltengewchsen. Pilzsporen werden sehr hufig von Lungenschnecken bertragen.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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