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Celastrina argiolus (Linnæus, 1758) -- Faulbaum-Bläuling} Celastrina argiolus -  3. Fund (Weibchen)
Celastrina argiolus - 3. Fund (Weibchen)


 

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Fam. Cypraeidae (Rafinesque, 1815) -- Porzellanschnecken, Kauris


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Kaurischnecken (Cypraeidae), auch Porzellanschnecken (Erluterung: siehe Kapitel ?Namensgebung?) genannt, sind berwiegend tropische Meeresschnecken, von denen bisher etwa 200 Arten bekannt sind. Ihre ltesten bekannten Vorfahren stammen aus dem Oberen Jura. Die Familie der Kaurischnecken gehrte laut dem veralteten und nicht mehr gefhrten System nach J. Thiele (1929?1931) zur Gruppe der Vorderkiemer (Prosobranchia). Nach der neueren Systematik von Bouchet, Rocroi et al. (2005) gehren sie zum Taxon der Caenogastropoda und werden der Gruppe der Hypsogastropoda untergeordnet.[1] Die hufige Bezeichnung als ?Kaurimuschel? ist biologisch nicht korrekt, da Muscheln ein Gehuse aus zwei hnlich groen, kalkhaltigen Schalen aufweisen und im Gegensatz zu den Schnecken keinen Kopf besitzen. Die Schalen der Schnecken kennzeichnen sich durch eine gewundene Form.[2] Unter dem volkstmlichen Begriff ?Kauri? wird nicht nur die Kaurischnecke selbst verstanden, sondern auch der Neuseelndische Kauri-Baum (Agathis australis).

Die Arten der Familie der Kaurischnecken sind Meeresschnecken, die als epibenthonische Flachwasserbewohner meist auf Korallenriffen in einer Wassertiefe, die noch Lichtdurchdringung geniet, leben.[3] Dies ist die so genannte euphotische Zone, welche sich dadurch kennzeichnet, dass sie Oberflchennhe bietet, wodurch in ihr ausreichend Lichtangebot fr die Photosynthese gegeben ist. Dadurch stehen in diesem Bereich fr die Kaurischnecke ausreichend Algen als Nahrung zur Verfgung. In den klarsten Meeresgebieten betrgt die Tiefe der euphotischen Zone bis zu 200 m.[4] Auerdem bewohnen die Porzellanschnecken alle Meere mit einer Wassertemperatur ber 18 C im kltesten Monat. Das heit, dass ihr grtes Vorkommen im tropischen und subtropischen Bereich zu verzeichnen ist. Sie kommen dort vor allem an den stlichen Kontinentalrndern vor. Da Kaurischnecken auf wrmere Wassertemperaturen angewiesen sind, sind Meere in den Tropen und Subtropen mit kalten Strmungen nicht von diesen Spezies besiedelt. Die Mehrzahl der Arten ist im Indopazifik vorzufinden.[3] Ausnahmen bilden jedoch endemische Arten wie die Trivia monacha (Europische Kaurischnecke), welche auf Felsen und Sandbden leben. Die Verbreitung der Europischen Kaurischnecke erstreckt sich vom Mittelmeer ber die Atlantikkste und die Bretagne bis an die Westksten Britanniens und Irlands.[5] Die zwei durch die Kulturgeschichte bekanntesten Arten Cypraea annulus und Cypraea moneta finden Verbreitung im Indopazifik, von der Ostkste Afrikas bis Australien, von Japan bis Tuamotu und Hawaii im Zentralpazifik.[6]

Im Folgenden werden die spezifischen morphologischen Merkmale der Meeresschnecke Kauri erlutert. Auf Grund ihrer Art der Sauerstoffaufnahme werden hier also die Lungen- und Kiemenschnecken beschrieben.

Der Schneckenkrper besteht aus einem Kopf, einem Mantel und dem Kriechfu, welcher sehr muskuls, breit und dehnbar ist. Am Kopf befinden sich seitlich zwei lang ausstreckbare Fhler an deren Basis, nahe am Kopf, jeweils ein Auge liegt. Zwischen den Fhlern, am vorderen Ende des Kopfes befindet sich als Atemhilfsorgan der so genannte Sipho (Atemrhre), welcher das Atemwasser einleitet und somit die Sauerstoffaufnahme in den Kiemen gewhrleistet. Der Mantel, welcher innerhalb der Schale die Eingeweide (Magen, Niere, Herz, Kiemen) als dnne Membran umhllt, verdeckt das Gehuse nach auen hin fast vollstndig und ist einziehbar, wenn zum Beispiel Gefahr droht. Er sondert Kalk ab, wodurch die feste und dicke Schneckenschale entsteht. Der Kalk fr den Schalenaufbau wird ber die Nahrung aufgenommen, kann aber zum Teil durch den Schleim der Kriechsohle aus dem Boden gelst werden. Auerdem schtzt der Mantel das Gehuse davor, von anderen Organismen bewachsen zu werden, und fhrt zu der typisch glnzenden Oberflche der Schale der Kaurischnecken.[7][8]

Die Unterfamilien der Kaurischnecken setzen sich je nach ihrer Umwelt aus verschiedenen Arten und kologischen Typen zusammen. Die meist eifrmigen oder birnfrmigen Gehuse knnen daher ausgewachsen, je nach Art, eine Lnge von 1 cm (Pupuradusta oryzaeformis, Polynesien) bis 19 cm (Macrocypraea cervus, West-Atlantik) erreichen. Die Grenunterschiede zwischen den Organismen einer Art knnen ebenso variieren. Dabei ist zu beachten, dass sich die Form und Gre der Gehuse von Jung- und Alttieren wesentlich unterscheidet.[9] Auerdem ist das Gehuse der Mnnchen meist kleiner als das der Weibchen. Das Adultgehuse ist im Vergleich zur klassischen, nach auen gewundenen Form der allgemein bekannten Schneckengehuse, ungewhnlich geformt, da sich die Windungen (bei den frhen Juvenilstadien als spiralfrmiges Gehuse sichtbar) auf der gesamten Lnge berlappen. Die Endgre des Gehuses wird dadurch bestimmt, dass sich die uere Lippe einwrts rollt und so eine schmale Schlitzffnung bildet, aus der das Tier kommt bzw. durch welche sich das Tier im Falle einer Gefahr zurckziehen kann. Diese Schlitzffnung befindet sich an der flachen Basis des Gehuses und weist an ihren Innenkanten parallel verlaufende Querrippen auf, die nach auen ziehen und Zhne genannt werden (Abbildung 2, rechts).[7] Die Punkte und Zeichnungen auf der Schale werden durch Papillen auf der Auen- und Innenseite des Mantels hervorgerufen, welche die verschiedenen Farben erzeugen und somit die Tarnung vor Frafeinden ermglichen.[8] Dabei scheint die Frbung des Mantels von der des Gehuses unabhngig zu sein.

Im endstndigen Mund befindet sich eine mit Chitinzhnchen besetzte Radula (Raspelzunge), welche Oberflchen abraspeln und Nahrung zerkleinern kann. Die Nahrung der Kaurischnecken ist artenspezifisch. Obwohl viele von ihnen Schwmme fressen, gibt es sowohl herbivore als auch omnivore Arten, ebenso wie Nekrophagen. So setzt sich die Nahrung der Kaurischnecken insgesamt aus niederen Tieren, wie Polypen (Hydrozoa), Korallentieren (Madrepora), Ringelwrmern (Annelida), kleinen Krebsen (Crustacea) und Schneckeneiern zusammen. Aber auch Algen und Korallen stehen auf ihrem Speiseplan. Bei den nekrophagen Arten setzt sich die Nahrung ausschlielich aus toten Organismen zusammen.[10][7][11] Die meisten Kaurischneckenarten sind nachtaktiv, was bedeutet, dass sie nachts fressen und sich tagsber in Hhlen im Riff verstecken. Einige Arten verlassen auf der Nahrungssuche ihr angestammtes Versteck und kehren dann frhmorgens zurck (z. B. Lyncina vitellus).[12] Es gibt wenige Arten, die am Tage nicht verborgen sind, was zum einen auf eventuellen Konkurrenzdruck oder auf die tageszeitliche Verfgbarkeit der Nahrung, zum anderen auf die optische Orientierung des Organismus selbst zurckzufhren sein kann.

Fressfeinde der Kaurischnecken sind einige Fischarten, wie die Familie der Kugelfische (Tetraodontidae), welche krftige Kiefer haben und die Schalen knacken knnen oder aber Gehuse und Tier als Ganzes verschlingen. Auerdem gibt es Ruber, die spezielle Werkzeuge haben, um an ihre Beute zu gelangen. So bohrt z. B. der Gewhnliche Krake (Octopus vulgaris) ein Loch in das Gehuse, injiziert dann Gift, welches das Tier lhmt[13]. Anschlieend lst der Krake mit seinem Verdauungssaft die inneren Organe der Beute auf und saugt den Proteinsaft auf.

Bei den Porzellanschnecken ist Getrenntgeschlechtigkeit und Sexualdimorphismus zu beobachten, was bedeutet, dass es bei jeder Art sowohl mnnliche als auch weibliche Kaurischnecken gibt. Die Keimdrse der Schnecke produziert also entweder Eizellen oder Samenzellen. Nach der Paarung setzt das Weibchen ein Gelege an der Niedrigwasserlinie auf Korallen, Steinen, Kokosschalen oder hnlichen Krpern bzw. Strukturen ab. Es bedeckt das Gelege mit dem Fu bis die kleinen Schwimmlarven ausgeschlpft sind (ca. 5?6 Tage). Die Gelege bestehen aus etwa 150?300 zusammengeklebten Eiertaschen, welche je 500?600 Eier enthalten, so dass ein Weibchen etwa hunderttausend Eier produziert. Die Schwimmlarven (Veliger-Larven) breiten sich als Bestandteil des Planktons durch die Strmungen im Freiwasserbereich (Pelagial) aus. Veliger-Larven besitzen bereits Anstze von Organen einer ausgewachsenen Schnecke, wie Augen, Fhleranstze und den Schalendeckel (Operculum). Nach einer Metamorphose entstehen nach 2?3 Monaten aus den Schwimmlarven am Grund des Flachwasserbereiches junge Kaurischnecken.[14][7][15] Da die Kaurischnecke im Verhltnis zu ihren potentiellen Feinden ein sehr kleiner Organismus ist, der besonders im Larven-Stadium vielen Fressfeinden ausgesetzt ist, handelt es sich hier um einen R-Strategen. Das bedeutet, dass der Organismus durch seine uerst hohe Produktionsrate ruberische Eingriffe in Gelege und Larven kompensiert. Aus dieser Literaturauswertung geht nicht hervor, wie lange es dauert, bis die Geschlechtsorgane ausgewachsen sind und bis es der jungen Kaurischnecke gelingt, ihre anfangs weiche Schale durch Kalkanlagerung auszuhrten.

Einige Arten, wie Cypraea moneta galten in der Vergangenheit in Afrika, in Ost- und Sdasien und in der Sdsee als Zahlungsmittel (?Kaurigeld?).[16][17][18] In Sdostasien, Sdindien und Ostafrika werden Kaurischnecken als Spielsteine in verschiedenen Mancala-Varianten verwendet, darunter z. B. Bao La Kiswahili und Congkak. Im Indopazifik kommt hufig die Tigerschnecke (Cypraea tigris) vor. Einige Cypraeenarten wie Cypraea tigris und Cypraea pantherina gelangten in der rmischen Kaiserzeit und im Frhmittelalter in grerer Zahl nach Europa, wo sie von Frauen als Amulett getragen wurden und nach dem Tod auch als Grabbeigabe in die Grber gelangten. Auch im Zusammenhang mit Voodoo spielen die Gehuse der Schnecken eine Rolle als Kultgegenstand.

Der Name Kauri stammt aus Hindi kau?? (?????, Aussprache [

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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