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Bombus terrestris (Linnæus, 1758) -- Dunkle Erdhummel} Bombus terrestris -  1. Fund
Bombus terrestris - 1. Fund


 

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Unterordnung Ensifera (Chopard, 1920) -- Langfühlerschrecken


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Die Langfhlerschrecken (Ensifera) sind eine der beiden Unterordnungen der Heuschrecken. Von den bekannten 8100 Arten leben in Mitteleuropa 35 Arten. Die kleinsten Vertreter mit einer Krperlnge von 1,5 mm findet man unter den Ameisengrillen (Myrmecophilidae). Die grten innerhalb der Sgeschrecken (Saga), welche bis 100 mm lang werden knnen. Die grte Flgelspannweite findet sich bei Pseudophylus collossus mit maximal 200 mm. Viele Arten der Langfhlerschrecken leben ruberisch, andere sind phytophag oder nehmen beide Formen der Nahrung zu sich.

Kennzeichnende Merkmale der Langfhlerschrecken, die sie von den Arten der Unterordnung Kurzfhlerschrecken unterscheiden, sind die namensgebenden langen Antennen, die hufig die Krperlnge berspannen und aus mehr als 500 Einzelgliedern bestehen knnen. Nur bei sehr wenigen Arten (z. B. Aganacris nitida) sind die Antennen relativ kurz. Die Tiere besitzen kleine Facettenaugen und kauend-beiende Mundwerkzeuge. Besonders das erste Brustsegment ist krftig entwickelt. Die Vorderflgel der Tiere sind schmal und verhrtet und bedecken die greren Hinterflgel in der Ruhestellung. Die Weibchen tragen hufig ein langes Legerohr oder einen ?Legesbel? (Ovipositor) am Hinterende, mit dem sie die Eier ablegen knnen. Dieser besteht aus drei Paar Anhngen des achten und neunten Hinterleibssegmentes, den Gonapophysen.

An der Basis der Vorderflgel besitzen vor allem die Mnnchen der Langfhlerschrecken ein so genanntes Stridulationsorgan, mit dem sie in der Lage sind, Laute zu erzeugen. Als Schrillader wirkt dabei eine verdickte Flgelader, die mit vielen Querrippen versehen ist: der Cubitus posterior; als Resonanzflche die vor dem Cubitus anterior liegende Flgelflche. Die Ausbildung dieser Organe ist auf beiden Vorderflgeln erkennbar asymmetrisch (auer bei Grillen). Beim Singen werden die bereinandergelegten Vorderflgel gegeneinander bewegt, wobei bei Laubheuschrecken die Schrillleiste des linken Vorderflgels, bei Grillen die des rechten Vorderflgels ber die Schrillkante des jeweils anderen Flgels gezogen wird.

Die Gehrorgane der Langfhlerschrecken finden sich bei vielen Arten in den Unterschenkeln (Tibien) der Vorderbeine. Sie knnen offen oder verdeckt in Gruben liegen. Dieses ?Ohr? ist mit zwei Trommelfellen ausgestattet. Durch unterschiedliche Ausrichtung ihrer Vorderbeine knnen diese Schrecken andere Snger, insbesondere Artgenossen, sehr genau orten.

Der Gesang der Mnnchen dient vor allem der Anlockung der Weibchen, er kann jedoch auch zur Festsetzung von Reviergrenzen eingesetzt werden. Zwischen Feldgrillen-Mnnchen kann es dann zu heftigen, manchmal tdlich endenden Kmpfen kommen. Dabei sind die Gesnge artspezifisch verschieden und angeboren, ebenso die Erkennung der Gesnge der eigenen Art. Bei vielen Arten kommt es zu einer gegenseitigen Anregung zum Singen, manche Arten verfolgen auch einen genau festgelegten Wechselgesang: sie duettieren. Die Neigung zum Gesang ist abhngig von den Auenfaktoren: der Warzenbeier singt etwa nur tagsber bei starker Sonne, das Grne Heupferd auch nachts.

Die Partnerfindung der meisten Arten der Langfhlerschrecken erfolgt durch den Gesang. Vor der Kopulation kommt es dabei sehr hufig zu Balzspielen mit einem leicht abgewandelten, leiseren Gesang der Partner. Zur Begattung steigen die Weibchen der Laubheuschrecken auf die Mnnchen, bei den Grillen schiebt sich das stimulierte Weibchen rckwrts, von vorn kommend, unter den Krper des Mnnchens. Das Mnnchen kolbt eine groe Spermatophore an die Geschlechtsffnung des Weibchens. Die Spermatophore kann bis zu 30 % des Gewichts des Mnnchens ausmachen. Sie ist deshalb so umfangreich, weil hier zustzlich zur eigentlichen Spermatophore nach auen hin ein gallertiger ?Samenwchter? (Spermatophylax) dem Weibchen bertragen wird. Nach der Paarung beginnt das Weibchen, die fr die sptere Ausbildung der Eier offenbar nahrhafte Gallerte der Spermatophore zu verzehren, wobei die Spermien in die Samenbehlter (Receptaculum seminis) der Weibchen gepresst werden.

Die Eiablage erfolgt mit Hilfe des Ovipositors in den Boden oder in pflanzliches Substrat und meistens werden die Eier einzeln abgelegt. Die Maulwurfsgrillen und einige andere Arten legen die Eier als Gelege ab, das sie whrend der weiteren Entwicklung immer wieder durch Belecken pflegen und so beispielsweise gegen Pilzbefall schtzen.

Die Larvenzeit ist unterschiedlich lang und beinhaltet fnf bis sieben Hutungen, bei den Vertretern der Gattung Gryllus auch mehr. Die berwinterung erfolgt meist als Ei oder als Larve.

In der Gruppe der Langfhlerschrecken wird in eine Reihe von Teilgruppen (meist als berfamilien bezeichnet) unterschieden, die sich teilweise uerlich sehr unterscheiden. Die endgltige Unterscheidung findet ber die Ausbildung der Schrilladern statt. Drei dieser Teilgruppen sind fr Mitteleuropa relevant.

Die Laubheuschrecken besitzen nur am linken Vorderflgel eine Schrillader. Zumindest bei den mitteleuropischen Arten ist der Fu (Tarsus) vierteilig, wobei das dritte Glied herzfrmig verbreitert ist.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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