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Ardea cinerea (Linnæus, 1758) -- Graureiher, Fischreiher} Ardea cinerea - 12. Fund
Ardea cinerea - 12. Fund


 

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Fam. Coenagrionidae (Kirby, 1890) -- Schlanklibellen


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Die Schlanklibellen (Coenagrionidae) sind eine Familie der Kleinlibellen (Zygoptera) innerhalb der Libellen (Odonata). Es ist die artenreichste Familie der Kleinlibellen und die zweitartenreichste der Libellen berhaupt.[1]

Die Schlanklibellen sind vergleichsweise kleine Libellen mit einem schlanken und langgestreckten, beinahe nadelfrmigen Abdomen. Die Beine sind im Gegensatz zu denen anderer Kleinlibellen relativ kurz. Die Variationsbreite der Frbung reicht ber das gesamte Farbspektrum, teilweise mit leuchtenden, aufflligen Farben und attraktiven, bunt erscheinenden Farbzusammenstellungen, wobei ein Geschlechtsdimorphismus mit intensiver gefrbten Mnnchen nicht ungewhnlich ist. Metallische Frbungen kommen dagegen nur bei wenigen Arten vor.

Mittig auf der Oberseite des Vorderkrpers (Thorax) befindet sich typischerweise ein dunkler Mittelstreifen, dem jeweils auf den Seiten ein heller, farbiger Antehumeralstreifen und dann ein dunkler Humeralstreifen folgt. Die Breite dieser Streifen ist artspezifisch, der helle Antehumeralstreifen kann bei einigen Arten auch durchbrochen wirken oder ganz fehlen. Seite und Unterseite des Thorax sind dagegen berwiegend ohne Zeichnung. Das Abdomen weist meist eine arttypische Zeichnung auf, wobei sich in fast allen Gattungen hnliche, sich bei verschiedenen Arten wiederholende, Elemente finden. Es gibt jedoch auch Schlanklibellen ganz ohne Zeichnung des Abdomens, sowie solche mit fast vollstndig geschwrztem Abdomen. Besonders bei letzteren ergibt sich durch zeichnungslose, farbige hintere Abdominalsegmente ein auffllig leuchtendes ?Schlusslicht?.[1]

Das Abdomen der Weibchen ist deutlich krftiger als das der Mnnchen, da hier die eierproduzierenden Organe liegen. Meist erscheinen die letzten Abdominalsegmente durch einen deutlich ausgebildeten Legeapparat zustzlich verdickt. Die Kopf- und Thoraxzeichnung der Weibchen entspricht meist der der Mnnchen, die Zeichnung des Abdomens ist dagegen hufig unterschiedlich und auf der Oberseite meist ausgedehnter. Die Weibchen einiger Arten treten in verschiedenen Farbmorphen auf; es gibt androchrome, mnnchenfarbene, oder heterochrome, weibchenfarbene Imagines.

Im Gegensatz zu der relativ komplexen Flgeladerung der Grolibellen und der Prachtlibellen ist der Flgelaufbau der Schlanklibellen einfach. Vorder- und Hinterflgel sind, wie bei allen Kleinlibellen, mehr oder weniger gleich gebaut. Die generell ungefrbten Flgel setzen gestielt am Thorax an; die Lnge des Schaftes ist dabei je nach Unterfamilie unterschiedlich. Wie in der berfamilie der Coenagrionoidea blich liegen stets zwei Antenodalqueradern vor dem Nodus. Die Postnodalqueradern gehen direkt in die den Flgel in seiner Breite durchziehenden Queradern ber.[2] Das Pterostigma an der Vorderseite der Flgelspitzen ist nie breiter als eine, maximal eineinhalb der darunterliegenden Zellen.[3] Die durch die Flgeladerung gebildeten Zellen der Flgelmitte sind meist rechteckig, zum unteren Auenrand werden sie vieleckiger und kleiner. In Ruhestellung werden die Flgel fast immer ber dem Abdomen zusammengelegt.

Die Grundfarbe der Libellen wird hufig noch einmal von der leuchtenden Farbigkeit der weit auseinanderliegenden Facettenaugen bertroffen. Dabei wirkt der obere Teil der Augen dunkler und weniger farbig, teilweise fast schwarz, sodass sich eine optische Mittenteilung ergibt. Eine Ausnahme bildet die Unterfamilie Argiinae, bei der die horizontale Trennung nicht so deutlich ausfllt. Die Kopfvorderseite, also Labrum, Anteclypeus und Clypeus, sind oft heller als der Rest des Kopfes, und die meisten Arten besitzen deutlich ausgebildete farbige Postokularflecken, die miteinander hufig ber eine Linie verbunden sind.[1]

Die Schlanklibellen sind weltweit verbreitet. In Mitteleuropa sind die Schlanklibellen die artenreichste Familie der Kleinlibellen, wobei die Gattung der Azurjungfern die meisten Arten stellt.[4] Besiedelt werden meist offene Teiche und Moore. Auerhalb Europas nutzen die Schlanklibellen auch die Ufer grerer Strme als Lebensraum, meist dominieren dort jedoch andere Libellenfamilien[1], whrend die Schlanklibellen an Stillgewssern sehr individuenreiche Populationen bilden knnen.[4]

Die Paarung entspricht der anderer Kleinlibellen. Mit der Bildung des Paarungsrades erfolgt die Begattung, danach lst das Weibchen die Verbindung, und das Paar begibt sich, immer noch verkoppelt, zur Eiablage. Diese erfolgt meist paarweise, indem das Mnnchen mit den Cerci am Pronotum der Weibchen verankert bleibt, whrend das Weibchen die Eier in schwimmende Pflanzenteile ablegt. Entweder schwirrt das Mnnchen dabei mit angezogenen Beinen frei ber dem Weibchen, oder es setzt sich ber oder vor der Partnerin auf erreichbare Pflanzenteile. Weibchen der Ischnura-Arten legen die Eier stets alleine ab. Hufig tauchen die Weibchen zur Eiablage auch vollstndig unter. Das Mnnchen lst in diesen Fllen meist die Verbindung oder bleibt mit dem Thorax zumindest ber der Wasseroberflche.[5]

Die folgende bersicht stellt bis zur Ebene der Unterfamilie alle Taxa dar. Auf Art- und Gattungsebene werden hingegen nur die europischen Vertreter der Schlanklibellen dargestellt. Vollstndige Listen befinden sich in den entsprechenden Unterfamilien- bzw. Gattungsartikeln.[6][7]

Durch eine missverstndliche Festlegung von Johann Christian Fabricius wurde der Gattungsname Agrion in der Folgezeit sowohl fr die heute Calopteryx wie auch fr die Coenagrion genannten Gattungen verwendet. Erst in den 1950er Jahren wurde dieses Problem behoben und die vorgenannten Gattungsnamen setzten sich durch. In dieser Folge brgerte sich auch der Familienname Coenagrionidae, angelehnt an die Gattung Coenagrion ein. Dieser ist nomenklatorisch jedoch falsch und msste korrekterweise "Coenagriidae" heien, wird bisher jedoch beibehalten. Der deutsche Trivialname orientiert sich an der schlanken Krpergestalt.[4]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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