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Bolma (Astraea) rugosa (Linnæus, 1767) -- Stachelchnecke, Roter Runzelstern} Bolma rugosa -  4. Fund
Bolma rugosa - 4. Fund


 

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Klasse Reptilia (Laurenti, 1768) -- [Kriechtiere Echsen, Schlangen, Schildkröten uvm.]


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Krokodile
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Schuppenkriechtiere
Ordnung Testudinata (Linnæus, 1758) -- Schildkröten (81)
Schildkröten

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Die Reptilien (Reptilia Laurenti, 1768) oder Kriechtiere (lat. reptilis ?kriechend?) sind nach traditioneller Auffassung eine Klasse der Wirbeltiere am bergang von den ?niederen? (Anamnia) zu den ?hheren? Wirbeltieren (Sugetiere und Vgel). Als solche sind sie nach moderner Auffassung keine natrliche Gruppe, sondern ein paraphyletisches Taxon, weil sie nicht alle Nachkommen ihres letzten gemeinsamen Vorfahren enthalten. Das klassische Taxon ?Reptilia? wird daher in der zoologischen und palontologischen Systematik kaum noch verwendet, und der Taxonname dient nur mehr als informeller Sammelbegriff fr Landwirbeltiere mit hnlicher Morphologie und Physiologie (siehe Merkmale). In diesem Sinne werden aktuell 10.450[1] rezente Reptilienarten unterschieden.

Als monophyletisches Taxon, also als natrliche (vollstndige) Abstammungsgruppe, mssten die Reptilien mindestens auch die Vgel enthalten, unter Bercksichtigung bestimmter ausgestorbener Formen sogar auch die Sugetiere. Um diese Verhltnisse abzubilden, wird das bereits 1866 eingefhrte und heute als Klade definierte[2] Taxon Amniota genutzt, das alle rezenten Reptilien einschlielich der Suger und Vgel sowie alle mittlerweile ausgestorbenen Nachfahren ihres letzten gemeinsamen Vorfahren einschliet. Die 1864 eingefhrten und heute ebenfalls als Klade definierten[3] Sauropsida umfassen alle rezenten Reptilien einschlielich der Vgel sowie alle ausgestorbenen Formen, die nher mit den heutigen Reptilien und Vgeln verwandt sind als mit den Sugetieren (diese Klade wird mitunter ebenfalls Reptilia genannt[3]). Tatschlich sind alle rezenten Reptilien nher mit den Vgeln verwandt als mit den Sugetieren, d. h. alle ?Reptilien? der Entwicklungslinie, die zu den Sugetieren fhrt, sind heute ausgestorben.

Die wissenschaftliche Beschftigung mit Reptilien fllt in das Gebiet der Herpetologie. Das Wissen um ihre Pflege und Zucht in Terrarien bezeichnet man als Terraristik oder Terrarienkunde, die ein Teil der Vivaristik ist.

Das kennzeichnendste Merkmal der rezenten Reptilien ist ihre trockene, schleimlose, aus Hornschuppen bestehende Krperbedeckung. Von Vgeln und Sugetieren unterscheiden sie sich durch das Fehlen von Federn bzw. Haaren. Bei Schuppenkriechtieren berlappen sich die Hornschuppen in der Regel dachziegelartig, bei Schildkrten und Krokodilen tun sie dies nicht. Eine ?echte? Hutung (Ecdysis), das periodische Abstreifen grerer zusammenhngender Partien der Oberhaut, tritt prinzipiell nur bei Schuppenkriechtieren und besonders ausgeprgt bei Schlangen auf.[4]

Die meisten heute lebenden Reptilien besitzen einen typischen echsenartigen Habitus, das heit, sie haben einen langen Schwanz, laufen auf vier Beinen (Quadrupedie), und bewegen sich im Spreizgang. Dies ist der ursprngliche Habitus der Landwirbeltiere, der bereits bei den Vorfahren der Reptilien vorhanden war. Alle Schlangen und einige Echsen weichen von diesem urtmlichen Bauplan ab, indem ihre Beine und Extremittengrtel zurckgebildet sind und Hals, Rumpf und Schwanz ansatzlos ineinander bergehen. Auch bei vielen ausgestorbenen Formen ist der ursprngliche Reptilienhabitus abgewandelt worden. Die Dinosaurier gingen zu einer zweibeinigen Fortbewegung ber, die Flugsaurier entwickelten sogar Flgel und mehrere Gruppen passten sich einem Leben im Meer an und bildeten ihre Gliedmaen in Flossen um ? die dahingehend strkste Anpassung erfolgte bei den Ichthyosauriern, die einen fischartigen Habitus entwickelten, hnlich wie die heutigen Delfine. Ebenfalls relativ stark abgeleitete Reptilien sind die Schildkrten, bei denen der Rippenkorb und die Rumpfbeschuppung insbesondere bei den Landschildkrten eine Art Gehuse bilden, in das sie sich zurckziehen knnen. Der echsenartige Habitus der Krokodile ist jedoch nicht von deren Vorfahren ererbt, sondern sekundr erworben. Dies zeigt sich u. a. daran, dass Krokodile, wenn sie schnell laufen, ihren Rumpf, anders als Echsen, nicht in der horizontalen Ebene winden und ihre Beine unter den Krper stellen.

Im Gegensatz zu den Amphibien sind alle Reptilien, wie auch Vgel und Sugetiere, zeit ihres Lebens Lungenatmer, das heit, sie besitzen kein aquatisches, durch Kiemen atmendes Larvenstadium.

Die meisten rezenten Formen legen Eier (Oviparie), nur einige wenige gebren lebende Junge (Viviparie) oder sind eierlebendgebrend (Ovoviviparie). Die Eier sind bei den meisten Schuppenkriechtieren mit einer pergament­artigen, flexiblen Schale umhllt. Die Eier vieler Schildkrten und aller Krokodile besitzen hingegen eine relativ feste Kalk­schale. Der Grad der Verkalkung gilt als Grad der Anpassung an schwankende Bedingungen hinsichtlich der Feuchtigkeit des Milieus, in dem die Eiablage erfolgt: Die Eier mit der am strksten verkalkten Schale sind am besten sowohl gegen das Eindringen von Wasser als auch gegen Austrocknung geschtzt.[5][6]

Die rezenten Reptilien sind ektotherme und wechselwarme (poikilotherme) Tiere, die ihre Krpertemperatur so weit wie mglich durch Verhalten regulieren (z. B. Sonnenbaden). Des Weiteren weist der Blutkreislauf aller rezenten Reptilien keine vollstndige Trennung von Lungen- und Krperkreislauf auf. Bei den meisten Formen ist dies durch eine nicht durchgehende Herzscheidewand verwirklicht. Krokodile hingegen haben eine geschlossene Herzscheidewand und der Blutaustausch erfolgt im Aortenstamm ber eine ffnung in der Trennwand zwischen linker und rechter Aorta (Foramen panizzae).

Die stammesgeschichtlich ersten Reptilien sind zugleich auch die stammesgeschichtlich ersten Amnioten bzw. sind die frhesten Amnioten durchweg reptilienartige Formen. Sie sind aus dem frhen Oberkarbon, einer Zeit vor etwa 315 Mio. Jahren, erstmals fossil berliefert. Alle Amnioten und damit auch alle Reptilien stammen von ursprnglichen Landwirbeltieren (?Amphibien? im weiteren Sinn) ab. Im Unterschied zu den Reptilien pflanzten sich diese Amphibien nicht ber ein amniotisches Ei fort, eine Art autonome berlebenskapsel,[7] die den sich entwickelnden Embryo bzw. Ftus mit Nhrstoffen versorgt und vor Austrocknung schtzt. Die Amnioten sind daher im Gegensatz zu den Amphibien zur Fortpflanzung nicht auf Gewsser angewiesen und damit generell besser an trockene Lebensrume angepasst. Mit den modernen Amphibien hat sich mindestens eine Linie der ursprnglichen Landwirbeltiere bis heute gehalten, jedoch sind diese berwiegend auf feuchte Lebensrume spezialisiert und mit den unmittelbaren Vorfahren der Amnioten bzw. Reptilien nicht zu vergleichen, die bereits relativ unabhngig vom Wasser gewesen sein mssen (siehe ? Reptiliomorpha).

Whrend die Skelettreste des ersten ?echten? Reptils Hylonomus in einem fossilen tropischen Feuchtwald (?Steinkohlewald?) berliefert sind,[8] zeigen etwa gleich alte (ca. 315 Mio. Jahre) Spurenfossilien die Existenz frher Amnioten in einer zumindest saisonal wasserarmen Umwelt, in der das amniotische Ei sehr wahrscheinlich einen Fortpflanzungsvorteil bedeutet hat.[9]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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