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Agapanthia villosoviridescens (De Geer, 1775) -- Scheckhorn-Distelbock, Nesselbock} Agapanthia villosoviridescens -  6. Fund
Agapanthia villosoviridescens - 6. Fund


 

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Fam. Bibionidae (Fleming, 1821) -- Haarmücken, Märzfliegen


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Die Haarmcken (Bibionidae) sind eine Familie der Zweiflgler (Diptera) und gehren zu den Mcken (Nematocera). Weltweit leben etwa 700 Arten dieser Tiergruppe, davon sind etwa 50 Arten aus Europa bekannt.[1] Hinzu kommen noch 344 beschriebene fossile Arten. Es handelt sich um mittelgroe Mcken.

Bei den Haarmcken handelt es sich um stark behaarte und dunkle Mcken, die im Aussehen beinah schon fliegenhnlich sind. Als klassisches Mckenmerkmal fallen jedoch die langen und gleichmig gegliederten Antennen auf (2 Basalglieder mit darauf folgender vielgliedriger Geiel), welche jedoch fr Mckenvertreter relativ kurz und gedrungen ausgebildet sind. Die Mnnchen besitzen sehr groe Facettenaugen, deren oberer Teil aus groen, der untere Teil aus kleinen Einzelaugen besteht. Die Augen stoen auf der Kopfoberseite zusammen und sind behaart. Dieser Augentyp ermglicht offensichtlich eine Stabilisierung des Fluges in der horizontalen Ebene. Bei den Weibchen sind die Augen viel kleiner, einheitlich facettiert und unbehaart. Die Weibchen besitzen auerdem einen Grabdorn an den Vorderbeinen (genauer an den Tibien). Bei vielen Arten unterscheiden sich die Geschlechter auch in der Frbung, die Mnnchen sind schwarz und die Weibchen rot- bis gelbbraun.

Die Haarmcken kommen besonders im Frhjahr, manchmal auch im Herbst, in groen Schwrmen vor. Sie sind meist gute Flieger, die Gartenhaarmcke (Bibio hortulanus) ist allerdings recht trge und auch zu Fu nicht sonderlich flink. Sie stechen nicht und haben eine nicht unwesentliche Bedeutung bei der Bestubung von frhblhenden Obstbumen. Sie ernhren sich dabei von Nektar und Honigtau. Die Mrzfliege, oder auch Markusfliege (Bibio marci) sitzt meist auf Gebsch. Sie ist nach dem heiligen Markus benannt, da sie in der Zeit um dessen Gedenktag (25. April) besonders hufig auftreten.

Zur Paarung finden sich die Partner in den Schwrmen, die Kopulation beginnt dabei meist in der Luft und endet am Boden. Die Mnnchen der Mrzfliege fliegen dabei alle fliegende Objekte, die im oberen Augenteil abgebildet werden, an und attackieren diese. Handelt es sich um ein Weibchen, so wird es zur Paarung ergriffen. Die Eier werden in humusreichem Boden abgelegt, wobei der Humusduft wahrscheinlich die Auffindung bedingt. Die Eier werden einzeln oder in kleinen Gelegen in den Boden eingegraben, wobei jedes Weibchen bis zu 3.000 Eier legen kann.

Die Junglarven sind hufig stark behaart, die spteren Stadien besitzen stachelige Fortstze, die in der Lnge variieren knnen. Das Tracheensystem besitzt zehn offene Stigmenpaaren. Die Larven kommen oft gehuft vor, wobei in den oberen Humusschichten manchmal gewaltige Massen auftreten knnen, vor allem im Wald unter Falllaub oder in der Nhe von Totholz und Baumstubben. Sie leben von faulenden Pflanzenteilen und sind wichtige Humusbildner (Saprophage). Bei Massenauftreten, eventuell auch bei Trockenheit, greifen die Larven allerdings auch die Wurzeln lebender Pflanzen an und knnen dadurch vor allem nach der berwinterung (immer als Larve, bei der Johannis-Haarmcke (Bibio johannis) etwa im zweiten Larvenstadium) schdlich werden. Die Larven sind ziemlich unempfindlich gegen Klte. Die Puppe besitzt nur ganz kurze Atemhrner und lebt im Boden. Die Haarmcken haben meist nur eine Generation im Jahr, bei der Strahlenmcke Dilophus febrilis, die als Bestuber von Obstbumen wichtig sind, kommen zwei Generationen vor.

Die drei in Europa vorkommenden Haarmckengattungen Penthetria, Dilophus und Bibio unterscheiden sich hinsichtlich des Vorkommens von Grabdornen am distalen Ende der Tibia:

Aus der Oberen Trias Nordamerikas (Dan River Formation) sind stark zerdrckte Exemplare von Vertretern dieser Familie bekannt.[2] Der lteste fossile Beleg einer komplett erhaltenen Haarmcke stammt aus kreidezeitlichem Kanadischen Bernstein. Es handelt sich um die Art Plecia myersi.[3] Weitere Funde aus dem Mesozoikum stammen aus einer Lagersttte des Unteren Jura in Deutschland, aus Sibirischem Bernstein und kreidezeitlichen Ablagerungen in Zentralafrika, Sdamerika und Schottland. Die Familie ist mit mehreren Gattungen darber hinaus aus verschiedenen tertiren Lagersttten nachgewiesen (z. B. aus Baltischem Bernstein, Mexikanischem Bernstein und Dominikanischem Bernstein).[4]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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