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Paraegopis albanicus (Rossmässler, 1836) -- Albanische Glanzschnecke} Paraegopis albanicus -  1. Fund
Paraegopis albanicus - 1. Fund


 

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Klasse Polychaeta (Grube, 1850) -- Vielborster


Unterkategorien
Ordnung Capitellida (Fauchald, 1977) -- Ringelwürmer (2)
Capitellida
Ordnung Phyllodocida (Fauchald, 1977) -- Vielborster (27)
Phyllodocida

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Vielborster oder Polychaeta (von altgriechisch ????? pols ?viel? und ????? chat? ?Haar?)[1] sind eine Klasse der Ringelwrmer (Annelida), deren Bauplan gegenber der zweiten Ringelwurmklasse Clitellata meist als relativ ursprnglich angesehen wird. Der Formenreichtum der Vielborster ist allerdings derart gro, dass bislang keine Einigkeit darber erzielt werden konnte, welche Vielborster-Gruppe eine urtmliche Merkmalszusammensetzung reprsentiert. Vielborster haben ihren Namen von den zahlreichen Borsten (Setae), die an jedem Segment als Sttzelemente und Fortbewegungsapparat dienen.

Die gut 10.000 beschriebenen Arten werden in bis zu 24 Ordnungen mit ber 80 Familien eingeteilt. Auf morphologischer und molekularbiologischer Basis bestehen aber zurzeit erhebliche Zweifel, ob die Vielborster eine Abstammungsgemeinschaft (Monophylum) bilden. Sollte sich dieser Verdacht besttigen, muss auch die Monophylie der Ringelwrmer insgesamt in Frage gestellt werden.

Vielborster leben bis auf wenige Ausnahmen im Meer. Hier besiedeln sie alle Lebensrume, so beispielsweise den freien Wasserkrper (Pelagial) als Teil des Zooplanktons, die Uferzonen und den permanent wasserbedeckten Bereich (Sublitoral). Am 31. Mai 2009 wurde durch den Forschungsroboter Nereus ein Vielborster im Challengertief, dem tiefsten Punkt der Erde, entdeckt [2]. Es gibt frei bewegliche (?Errantia?) und sessile Arten (?Sedentaria?). Diese Untergliederung erfolgt nur noch rein funktionell, systematisch ist sie jedoch berholt.

Die Formenvielfalt der Vielborster muss im Zusammenhang mit der Besiedelung diverser Lebensrume verstanden werden. Hierbei wurden auerdem sehr unterschiedliche Strategien des Nahrungserwerbes entwickelt. Einige Formen sind Jger und mit groen, gut funktionierenden Augen ausgestattet (zum Teil mit Linse), andere sind Aas- und Substratfresser oder Weidegnger, wieder andere, vor allem Sedentaria, filtrieren ihre Nahrung aus dem umgebenden Wasser. Besonders ungewhnlich sind die Rhrenwrmer der Art Riftia pachyptila, die ihre Nahrung in der lichtlosen Tiefsee durch symbiotische Archaeen beziehen, die ihrerseits ihre Energie chemotroph aus Schwefelwasserstoff (H2S) in der Umgebung hydrothermaler Quellen (Schwarze Raucher) gewinnen. Riftia besitzt keinen Darm.

Als Beispiel fr eine typische Vielborster-Organisation wird hufig die Gruppe der Nereiden genannt, etwa Platynereis dumerilii, eine besonders gut untersuchte Polychaetenart aus dem Mittelmeer, die seit Ende der 1990er Jahre auch als entwicklungsgenetischer Modellorganismus etabliert wurde.

Vielborster sind primr segmentierte Tiere mit sekundrer Leibeshhle (Coelom), diese typischen Ringelwurm-Merkmale knnen aber bei sehr spezialisierten oder verkleinerten Formen verloren gehen. Als hchstwahrscheinlich sehr urtmliches, gruppenspezifisches Merkmal besitzen die einzelnen Segmente paarige Anhnge (Parapodien) zur Fortbewegung, welche von zahlreichen chitinsen Borsten durchzogen sind. Die Chaetae genannten Borsten knnen als kurze Form oder als Schwimmborsten ausgebildet sein und dienen mit ihren diffizil ausgebildeten Spitzen als Halte- oder Paddelvorrichtungen. Eine weitere Borste ist die sogenannte Sttzborste oder Acicula, die je nach Ausprgung des Parapodiums einzeln oder paarig, quasi als Innenskelett die Parapodien sttzt. Faden- oder fransenfrmige Anhnge nennt man Cirren (seltener auch Zirren), schuppenfrmige werden Elytren genannt. Polychaeten besitzen wie alle Ringelwrmer ein Hydroskelett. Anders als etwa Fadenwrmer haben sie jedoch einen flexibleren und besser beweglichen Hautmuskelschlauch: Unter der Epidermis liegt eine uere Ring- und eine innere Lngsmuskelschicht, die komplexe Bewegungen ermglicht. Die Mundffnung liegt vom Prostomium verdeckt, im Metastomium. Der Schlund (Pharynx) ist hervorstlpbar und meist bezahnt (besonders bei ruberischen Arten). Das Darmrohr verluft gerade durch die Segmente und endet mit der Afterffnung im Pygidium, dem letzten Segment im Hinterende der Tiere. Ein weiteres typisches Merkmal sind die Nuchalorgane, bei denen es sich um paarige chemosensorische Einrichtungen im Kopfabschnitt handelt. Als Negativmerkmal ist im Vergleich zu der anderen traditionellen Ringelwurmklasse, den Clitellata, das Fehlen eines Clitellums zu nennen.

Sessile oder in Rhren lebende Arten haben teilweise Verhaltensweisen entwickelt, um die sauerstoffarme Umgebung durch Bewegung mit sauerstoffreicherem Wasser zu versorgen, oder sie haben besondere Kiemenstrukturen ausgebildet.

Am Kopfabschnitt sitzen Prostomium (Kopflappen) und Peristomium (Mundsegment). Dort befinden sich auch die Palpen (Tastorgane), Antennen und Augen, welche fr das Auffinden der Nahrung notwendig sind. Am Prostomium sitzen chemische Sinnesorgane (Nuchalorgane). Das cephalisierte ?Zentralnervensystem? besteht aus dem Ober- und dem Unterschlundganglion welche ber die Schlundkonnektive mit dem Bauchmark (oft lsst sich pro Segment ein Paar Ganglien finden) verbunden sind.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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