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Podarcis melisellensis (Braun, 1877) -- Adriatische Mauereidechse, Karstläufer} Podarcis melisellensis -  2. Fund
Podarcis melisellensis - 2. Fund


 

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Klasse Anthozoa (Ehrenberg, 1834)


Unterkategorien
Ordnung Actiniaria (Hertwig, 1882) -- Seeanemonen (5)
Seeanemonen

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Die Blumentiere (Anthozoa) sind mit etwa 7500 Arten die grte Klasse der Nesseltiere (Cnidaria). Innerhalb dieser Klasse fehlt die Medusenform, das heit, die Tiere kommen nur als Polypen vor. Dies wurde frher als Reduktion interpretiert; heute wird angenommen, dass das Medusenstadium primr fehlt. Sie werden daher meist den Medusozoa, d. h. den anderen Medusenbildenden Klassen der Nesseltiere gegenbergestellt. Die Tiere leben einzeln oder kolonial, als Klone mit oder ohne Skelett, das organisch oder mineralisiert sein kann. Sie leben ausschlielich im Meer und kommen dort in allen Tiefenstufen bis in abyssale Tiefen vor. Die meisten Arten sind jedoch auf die obersten 100 m beschrnkt.

Die Blumentiere sind durch das primre Fehlen des Medusenstadium charakterisiert. Das Merkmal ist ein ursprngliches oder plesiomorphes Merkmal und kann nicht zur Begrndung der Monophylie benutzt werden. Dafr zeigen die Polypen drei Merkmale, die nur bei Polypen der Blumentiere vorkommen: Actinopharynx, Siphonoglyph und Mesenterien.

Der Actinopharynx (auch Stomodeum) ist eine ektodermal ausgekleidete Rhre, die in den Gastrovaskularraum (Coelenteron, Krperhohlraum) hineinreicht. Sie ist bei allen Blumentieren, die man bisher eingehend untersuchen konnte vorhanden, mit einer einzigen Ausnahme, der schwarzen Koralle Sibopathes. Der Siphonoglyph (auch Sulcus) ist eine dicht bewimperte und meist drsige Region des Actinopharynx, die einzeln oder paarig vorkommt. Sie fehlt nur wenigen Gruppen (z. B. ptyochodactiide Seeanemonen). Auch bei den Antipatharia wird das Vorhandensein eines Siphonoglyph diskutiert. Der Siphonoglyph charakterisiert die Ebene der Bilateralsymmetrie bei den Polypen. Das dritte Merkmal sind die Mesenterien, radial angeordnete blattfrmige Gebilde des Weichkrpers, die sich von der Krperwand zum Actinopharynx erstrecken. Der Begriff Septen sollte fr die von den Mesenterien ausgeschiedenen mineralisierten Unterteilungen des Gastrovaskularraums vorbehalten werden. Die Mesenterien oder zumindest einige Mesenterien erstrecken sich bis mindestens zur Hlfte der Strecke zwischen Krperwand und Actinopharynx. Sie sind zyklisch angeordnet; Mesenterien des gleichen Zyklus werden praktisch gleichzeitig gebildet. Die freie Spitze der Mesenterien ist zu einem Filament mit Drsenzellen ausgebildet, Nematozysten und Zilien (Mesenterialfilament). Im mesenterialen Gewebe sind die Geschlechtsorgane bildenden Zellen enthalten und die epithelialen Muskelzellen konzentriert. Auch die Anordnung der Mesenterien zeigt Hinweise auf Bilateralsymmetrie.

Blumentiere sind an Wasser gebunden und weltweit in allen Meeren verbreitet. Sie sind bis in eine Tiefe von 6.000 m anzutreffen. Einzellebende Exemplare sind an harte Oberflchen gebunden oder tief im Schlamm oder Sand vergraben. Koloniebildende Blumentiere berkrusten andere Substrate oder bilden Skelette unterschiedlichster Formen. Kolonien von Seefedern (Pennatulacea) sind durch den Primr-Polypen im weichen Untergrund verankert. Riffbildende Arten leben typischerweise in flachen (bis 40 m Tiefe), klaren, tropischen Gewssern.

Molekulartechnische Untersuchungen ordnen die Blumentiere als den frhesten Zweig der Nesseltiere. Auch das exklusive Lebensstadium als Polyp, das Urstadium aller Nesseltiere, sttzt diese Ordnung. Erste Fossilien stammen aus dem Prkambrium (vor etwa 540 Millionen Jahren). Erst im Ordovizium wurden Fossilien von mineralisierten Blumentieren hufiger. Erste Fossilien von Steinkorallen (Scleractinia) sind aus der Trias (vor etwa 230 Millionen Jahren) belegt.

Nach der molekulargenetischen Analyse durch Collins (2002) und einer kombinierten morphologisch-molekulargenetischen Analyse von Marques & Collins (2004) stehen die Blumentiere an der Basis der Nesseltiere. Sie sind das mutmaliche Schwestertaxon aller brigen Nesseltierklassen. Kladogramm der Cnidaria nach Collins (2002)

 Hexacorallia 

 Octocorallia 

 Scyphozoa 

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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