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Iphiclides podalirius (Linnæus, 1758) -- Segelfalter} Iphiclides podalirius -  4. Fund
Iphiclides podalirius - 4. Fund


 

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Ordnung Macrocelidea (Butler, 1956) -- Rüsselspringer


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Fam. Macroscelididae (Bonaparte, 1838) -- Rüsselspringer (1)
Rüsselspringer

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Die Rsselspringer (Macroscelididae) sind eine Familie der Sugetiere, die zudem die im Deutschen gleichnamige Ordnung der Macroscelidea bilden. Sie bewohnen den zentralen, stlichen und sdlichen und mit einem Vertreter auch den nrdlichen Bereich von Afrika. Gegenwrtig umfasst die Gruppe 20 Arten in 5 Gattungen. Die Tiere sind kleine Bodenbewohner, die durch einen groen Kopf mit rsselartig verlngerter Nase sowie durch einen langen Schwanz und dnne Gliedmaen charakterisiert sind. Die Hinterbeine bertreffen dabei die Vorderbeine deutlich an Lnge, ebenso sind die Fe und unteren Gliedmaenabschnitte verlngert. Dadurch besitzen die Rsselspringer ausgesprochen gute Laufeigenschaften, sodass sie sich schnell laufend oder springend fortbewegen knnen. Die Hauptnahrung besteht vorwiegend aus Insekten und anderen Wirbellosen, zustzlich kommt noch ein geringer Anteil an Pflanzen hinzu. Mnnchen und Weibchen bilden monogame Paare, deren Bindung ber das gesamte Leben anhlt. Die einzelnen Reviere oder Territorien der Tiere berschneiden sich bei den Paaren teilweise oder vollstndig, auerhalb der Paarungszeit leben die jeweiligen Partner aber einzelgngerisch. Die Fortpflanzung der Rsselspringer ist gekennzeichnet durch eine vergleichsweise lange Tragzeit und eine geringe Anzahl an Nachwuchs je Wurf.

In der westlichen Wissenschaft wurden die Rsselspringer erstmals gegen Ende des 17. Jahrhunderts durch Beobachtungen im sdlichen Afrika bekannt. Die Benennung der ersten Art folgte ber einhundert Jahre spter. Aufgrund des uerlichen Aussehens wurden die Tiere ber lange Zeit mit den Spitzmusen verglichen und in eine verwandtschaftliche Nhe mit den Insektenfressern gestellt. Diese Meinung galt noch bis weit in das 20. Jahrhundert, auch als die Rsselspringer in der Mitte der 1950er Jahre in eine eigene Ordnung platziert wurden. In den 1970er bis 1990er Jahren favorisierten einige Wissenschaftler eine nhere Stellung zu den Nagetieren. Erst genetische Untersuchungen an der Wende zum 21. Jahrhundert erbrachten eine nhere Beziehung der Rsselspringer zu anderen originr afrikanischen Tiergruppen wie den Tenreks, den Goldmullen und dem Erdferkel. Die Stammesgeschichte der Rsselspringer als Familie reicht bis in das Eozn zurck und vollzog sich vollstndig auf dem afrikanischen Kontinent. Das fossile Fundmaterial setzt sich aber zumeist nur aus Zahn- und Gebissresten zusammen. Neufunde und neuere Erkenntnisse aus dem Beginn des 21. Jahrhunderts lassen annehmen, dass der Ursprung der Gruppe in der heutigen Holarktis lag und in das Palozn datiert.

Rsselspringer haben eine gewisse hnlichkeit mit Spitzmusen, sind aber im Regelfall deutlich grer. Sie erreichen eine Gesamtlnge von 17 bis 58 cm, der Schwanz nimmt davon 8 bis 26 cm ein und ist damit zumeist geringfgig krzer ist als der restliche Krper. Das Gewicht reicht bei den kleineren Formen von 22 bis 280 g, die etwas greren Rsselhndchen knnen dagegen zwischen 320 und 750 g schwer werden.[1][2] Die Frbung ihres Felles variiert an der Oberseite abhngig vom Lebensraum von gelbgrau ber rtlichbraun bis dunkelbraun, die Unterseite ist heller ? meist weilich oder hellgrau ? gefrbt. Bei den Rsselhndchen ist ein deutliches bis unscheinbares streifiges Fleckenmuster auf dem Rcken ausgebildet, bei der Rsselratte knnen gelegentlich auch Streifen auftreten. Die Fellbedeckung besteht aus dem Deckhaar und der Unterwolle. Die Deckhaare des Rckens werden 11 bis 18 mm lang und sind teilweise mittig verdickt. Ihr Durchmesser liegt bei 40 bis 70 ?m, der Querschnitt ist zumeist rund. Die Haarschuppen bilden an der Basis ein welliges, an der Spitze ringfrmiges Muster.[3][4]

Die Tiere haben groe, runde Augen, die bei manchen Arten von einem aufflligen Ring umrahmt werden. Die Nase ist charakteristisch rsselartig verlngert und sehr beweglich, die Ohren sind verhltnismig gro. Auffllig ist zudem der lange, fast unbehaarte und damit rattenhnliche Schwanz. Ein weiteres Kennzeichen stellen die langen und sehr schlanken Beine dar, wobei die Hinterbeine die Vorderbeine an Lnge bertreffen. Die groen Zehen (Hallux) sowie der Daumen (Pollex) sind stark verkleinert oder fehlen vollstndig. Je nach Art knnen an den Fusohlen, der Brust, am After und am Schwanz Duftdrsen ausgebildet sein, die der innerartlichen Kommunikation dienen. Die Weibchen besitzen bei den Elefantenspitzmusen und bei den Vertretern der Gattung Macroscelides drei, bei den Rsselhndchen und der Rsselratte zwei Paar Zitzen auf der Bauchseite.[5][4]

Die wichtigsten Merkmale, die eine Abgrenzung der Rsselspringer als eigene Ordnung begrnden (Autapomorphien), finden sich wie bei den meisten Sugetiergruppen im Bau des knchernen Schdels. Der Schdel entspricht im Wesentlichen dem typischen Sugetierschdel. Er ist verhltnismig gro und besitzt eine in der Aufsicht dreieckige Form mit langem Rostrum und einer groen und breiten Gehirnkapsel. Die Jochbgen laden seitlich weit aus und sind vollstndig geschlossen. Die Orbita ist sehr gro und nach hinten nicht durch eine vollstndig geschlossene Knochenspange (Postorbitalspange) abgeschlossen. Der Oberkiefer hat keinen Anteil am Rand der Augenhhle. Dagegen besitzt das Gaumenbein groe Flgel, die den vorderen, unteren Rand der Augenhhle bilden. Das Nasenbein ist generell lang ausgebildet. In der Ansicht von unten fallen vor allem die teils sehr komplexe Durchlcherung des Gaumenbeins, die mit Ausnahme der Rsselhndchen bei allen Vertretern der Rsselspringer vorkommt, und die aufgeblhte kncherne Gehrkapsel (Bulla tympanica) auf. Diese Aufblhung ist bei Macroscelides am weitesten fortgeschritten, sodass Bereiche des Warzenteils, des Schuppenteils, des Scheitelbeins und des Hinterhauptsbeins am Aufbau der Paukenblase beteiligt sind. Das Volumen der beiden Paukenblasen zusammengenommen bersteigt bei Macroscelides das Gehirnvolumen, bei Elephantulus und den anderen Angehrigen der Rsselspringer sind beide Gehrstrukturen deutlich kleiner. Sie untersttzen aber die Wahrnehmung niederfrequenter Tne in offenen Landschaften.[6][7] Der Unterkiefer ist lang und schlank, der Gelenkast ragt sehr weit nach oben, sodass das Kiefergelenk weit ber der Kauebene liegt. Der Kronenfortsatz (Processus coronoideus) ist kurz und erhebt sich kaum ber den Gelenkfortsatz (Processus condylaris). Am hinteren Ende des Unterkiefers befindet sich ein spitzer, hkchenfrmiger Winkelfortsatz (Processus angularis). Am horizontalen Knochenkrper ist ein zumeist doppeltes Foramen mentale ausgebildet, das unterhalb der Prmolaren liegt.[8][9][4]

Die Zahnformel der Rsselspringer lautet: , es sind also insgesamt 34 bis 42 Zhne vorhanden. Die oberen Schneidezhne fehlen bei den Rsselhndchen, die unteren sind zweispitzig. Bei den anderen Rsselspringern haben sie oben und unten eine hufig nagelartige Form und sind je nach Art unterschiedlich gro gestaltet. Der obere Eckzahn erinnert nur bei den Rsselhndchen an einen Reizahn, ansonsten ist er wie der untere klein und variabel ausgeprgt. Die ersten beiden Prmolaren sind zumeist klein, wobei der zweite in der Lnge gestreckt und ein- oder zweihckrig aufgebaut ist. Die beiden hinteren Vorbackenzhne haben eine breite Gestalt, der letzte ist stark molarisiert und gleicht so den Molaren. Alle hinteren Backenzhne haben moderat hohe Zahnkronen (subhypsodont) und ein fehlendes Cingulum (ein Wulst oder eine Leiste an der Zahnbasis). Sie sind gro, quadratisch im Umriss und besitzen vier spitze, scharfe Hckerchen auf der Kauoberflche (sectoriale oder secodonte Zahngestaltung). Die Anordnung der Hckerchen und der sich zwischen ihnen befindenden Rippeln lassen eine dilambdodont verlaufende Schneidkante des Zahnschmelzes entstehen (in Form des lateinischen Buchstabens W oder zweier aneinandergereihter griechischer ?s), wodurch die Zhne ein wenig an die der Huftiere erinnern. Die jeweils letzten Backenzhne fehlen im Oberkiefer immer, im Unterkiefer treten sie gelegentlich bei einigen Arten der Elefantenspitzmuse auf und sind dann nur sehr klein ausgebildet. Die Rsselspringer haben, wie die meisten Sugetiere, einen Zahnwechsel, bei dem erst ein Milchgebiss und spter ein dauerhaftes Zweitgebiss gebildet wird.[8][9][4]

Die Wirbelsule besteht aus 7 Hals-, 13 Brust-, 7 bis 8 Lenden-, 3 Kreuzbein- und 20 bis 28 Schwanzwirbeln. Im Vergleich zu den anderen Rsselspringern haben die Rsselhndchen dabei durchschnittlich mehr Lenden- und Schwanzwirbel, zudem sind bei ihnen am Schwanz Chevronknochen ausgebildet. Bei allen Vertretern der Familie zeichnen sich die hinteren Lendenwirbel durch lange Dorn- und Querfortstze aus, an denen die krftige Beckenmuskulatur angebracht ist, was in Verbindung mit der teils springenden Fortbewegung steht. Die Unterarmknochen sind bei den meisten Arten miteinander verwachsen, lediglich bei den Rsselhndchen liegen sie sehr nah aneinander. Bei diesen hat auch abweichend von den meisten Sugetieren der uerste Fingerstrahl nur zwei Glieder. Eine Besonderheit im Bau der Extremitten sind die langen Hinterbeine. Insbesondere das Waden- und das Schienbein sind gegenber dem Oberschenkelknochen stark verlngert, ebenso die Mittelfuknochen, was ein typisches Kennzeichen schnell laufender Tiere ist. Am Schaft des Oberschenkelknochens tritt ein markanter dritter Rollhgel (Trochanter tertius) auf. Die beiden Unterschenkelknochen sind im distalen Bereich zu zwei Dritteln miteinander verwachsen.[10][8]

Die rsselartig verlngerte Nase der Rsselspringer ist hochflexibel und stndig in Bewegung, allerdings im Gegensatz zu den hnlichen Bildungen wie bei den Elefanten und Tapiren nicht zur Manipulation von Objekten geeignet. Analog zu den Tieren mit echtem Rssel besitzt die Nase der Rsselspringer keinen knchernen Unterbau, was die hohe Beweglichkeit ermglicht. Bei den Rsselhndchen bilden rund 30 knorpelige Ringe die verlngerte Nase, was jedoch auf Untersuchungen von Embryos basiert.[11] Bei ausgewachsenen Vertretern der Elefantenspitzmuse sind solche knorpeligen Ringstrukturen nur an der Basis der Nase vorhanden. Im restlichen Teil der Nase findet sich unabhngiges Knorpelgewebe als Nasenscheidewand, die teilweise lchrig ist, und im oberen, unteren sowie seitlichen Bereich. Daneben existieren zwei Hauptmuskelstrnge: ein seitlich lngsverlaufender und ein oberer querverlaufender. Beide dienen nicht nur der Bewegung der Nase, sondern vermgen auch je nach Umstnden die Gre der Nasenlcher zu verndern. Ein bauchseitiger Muskel, der aktiv die Nase herabsenkt, fehlt dagegen. Bedeckt ist die Nase zudem mit teils behaarter Haut. In diese sind Talg- und seltener Schweidrsen eingebettet. Insgesamt erscheint die Nasenregion der Rsselspringer nicht stark spezialisiert, da die Tiere nur wenig Kontrolle ber die Nasenspitze haben. Die Nase hat dadurch weniger eine Tastfunktion, sondern dient in erster Linie als Riechorgan, das durch seine auerordentliche Beweglichkeit mit der Nahrungssuche im Bltterabfall oder zwischen Steinen am Boden im Zusammenhang steht.[12][13]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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