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Spodoptera exigua (Hübner, 1808) -- Zuckerrübeneule, Knöterich-Seidenglanzeule} Spodoptera exigua - 1. Raupenfund
Spodoptera exigua - 1. Raupenfund


 

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Arbacia lixula (Linnæus, 1758) -- Schwarzer Seeigel



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Arbacia lixula - 1. Fund

Arbacia lixula (Linnæus, 1758) -- Schwarzer Seeigel


 
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Arbacia lixula (Schwarzer Seeigel) - 1. Gehäusefund

Arbacia lixula (Linnæus, 1758) -- Schwarzer Seeigel


 
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Arbacia lixula - 3. Fund

Arbacia lixula (Linnæus, 1758) -- Schwarzer Seeigel


 
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Arbacia lixula - 4. Fund

Arbacia lixula (Linnæus, 1758) -- Schwarzer Seeigel


 
 





 

Der Schwarze Seeigel (Arbacia lixula) ist eine kleiner benthisch lebender Seeigel der Kstenregion (Litoral). Er ist der Gattung Arbacia innerhalb der Familie der Arbaciidae zugehrig.

Linn beschrieb den Schwarzen Seeigel 1758 erstmals in seiner 10. Ausgabe der Systema Naturae als Echinus lixula. Die Zuordnung zur Gattung Arbacia erfolgte 1835 durch John Edward Gray. Der Gattungsname soll sich vom Namen Arbaces, einem Nebencharakter des historischen Gedichtes Sardanapalus von Lord Byron, das 1821 verffentlicht wurde, ableiten. Der Artname stammt nach Harvey (1956) womglich vom Namen eines flachen, runden Gebcks, das im alten Rom aus Mehl und Kse hergestellt wurde und selbst seine Namensgebung vom lateinischen Verb lixare (lat.: ?in Wasser kochen?) erhielt [1].

Als einer der wenigen heute vorkommenden (rezenten) Vertreter der Ordnung der Arbacioida zeichnet sich der Schwarze Seeigel zunchst durch Merkmale aus, die allen ?regulren? Seeigeln (Regularia) gemein sind. Sein radirsymmetrischer Krper weist eine streng pentamere Form auf. Mund und After des Schwarzen Seeigels befinden sich an den beiden Krperpolen des runden, jedoch seitlich leicht abgeflachten Krpers [2][3]. Weiterhin besteht das halbkugelige (hemisphrische) innere Kalkskelett (Testa) aus 5 Doppelreihen von Ambulakralplatten. Zwischen diesen liegen 5 Doppelreihen von Interambulakralplatten, die die Stachelbasen aufweisen. Die paarigen Ambulakralreihen sind den Armen der Seesterne homolog und weien Poren auf, durch die die Ambulakralfchen nach auen mnden. Diese Platten sind starr, fest miteinander verbunden und enden aboral am Analfeld (Periprokt) an dem der After ausmndet. Die fnf Terminalplatten (Endplatten) dieser Doppelreihen bilden einen festen Ring um das Analfeld. Am Terminalporus der Testa treten die Radirkanle des Hydrocoels durch diese Terminalplatten aus. Die Kalkplatten der Testa bilden auf der Oralseite einen Ring um das Mundfeld (Peristom), aus dessen Mitte die Zhne der Laterne des Aristoteles, dem Kauapparat der Seeigel, ragen. Diese besteht aus 5 pfeilfrmigen, radir angeordneten Pyramiden (?Kiefern?), die jeweils einen permanent nachwachsenden Zahn tragen. Dieser Komplex ist im Peristom ber Muskeln und Bnder aufgehngt, die vom Innenrand des Peristoms ausgehen und als Heber und Senker agieren. Sie fhren nicht nur die Zhne selbst, sondern knnen die gesamte Laterne aus dem Mund stlpen und einziehen oder sie innerhalb der Mundffnung hin und her bewegen. Im entspannten Zustand ragen die Zhne leicht aus der Mundffnung heraus [2]. Das Peristom trgt eine weiche Bindegewebsschicht aus welcher die Mundfchen des Schwarzen Seeigels austreten [2]. Hierbei handelt es sich um Ambulakralfchen, die an ihren Enden mit kleinen Saugnpfen bestckt sind. Diese dienen dem Schwarzen Seeigel zur Anheftung an vorzugsweise hartem und glattem Substrat. Die Primrstacheln dieser Art sind gleichmig dicht in Reihen entlang der Ambulacren und Interambulacren angeordnet. Sie sind brchig und sehr spitz zulaufend, etwa 3 cm lang und mit einem Bindegewebsband, durch welches sie bewegt werden, auf den nicht perforierten Tuberkeln (Gelenkhcker) der Testa verankert. Sie knnen bei Berhrung sofort aufgerichtet werden[3] und dienen dem Schutz vor Prdatoren sowie der Fortbewegung. Diese Art besitzt allerdings keine Sekundrstacheln [4]. Da die Ambulakralfchen auf der Aboralseite des Schwarzen Seeigels im Vergleich zu anderen Vertretern der Regularia nicht mit Saugnpfchen bestckt sind [3], ist dieser in seiner Fortbewegung sehr eingeschrnkt und besitzt nicht die Fhigkeit sich zu maskieren, d. h. lebende Tiere tragen keine Fremdkrper auf ihrer Aborseite [5][2]. Die typischen gestielten, trifoliaten Greifarme (Pedicellarien) sind allen Echinodermata gemein und dienen A. lixula zur Sauberhaltung des Krpers d. h. beispielsweise zur Entfernung kleiner Partikel oder Larven anderer Meerestiere, die sich zwischen den Stacheln einnisten [2][6]. Insgesamt weist die bilateralsymmetrische, oral abgeflachte Testa einen maximalen Durchmesser von 6 cm auf und ist ausgenommen der Stacheln von einem schwarzen Epithel berzogen. Die nackte Testa ist rtlich bis violettbraun, wodurch die Ambulacren durch ihre Lage zwischen zwei dunkleren Streifen, die auerdem die Lage der Poren anzeige hervorgehoben werden [3]. Das lebende Individuum zeichnet sich durch seine dunkelbraune bis tiefschwarze Frbung aus. Oftmals lsst sich beobachten, dass die Stacheln der Oralseite eher hellbraun gefrbt sind. Ebenso zeichnen sich kleinere Individuen meist durch Frbung aus[7]. Der Bau der Gonaden des Schwarzen Seeigels ist sehr typisch fr alle Eleutherozoen. Sein Hmal- und Nervensystem sind dem der Seesterne hnlich [6].

Aboralseite der nackten Testa von A. lixula

Auenansicht der Laterne des Aristoteles

A. lixula im Profil

Peristom von A. lixula

Das geographische Vorkommen von A. lixula beschrnkt sich auf Spanien und Portugal, das Mittelmeer, das stliche Sdamerika, die Macaronesischen Inseln, die Atlantikkste und Westafrika[8], wobei er am Mittelmeer stark zunehmende Bestnde aufweist[3]. Aufgrund von Fossilienfunden sagt man A. lixula einen neotropischen Ursprung nach, da die Schlieung des Isthmus die pazifische Art A. stellata von der atlantischen Verwandtschaftsgruppe (A. punctulata / A. lixula) getrennt zu haben scheint. Demnach sollen A. lixula und die karibische Art A. punctulata Schwesterarten sein, die sich nach der Schlieung dieser Landenge schnell voneinander wegentwickelten[1]. Untersuchungen lassen auerdem darauf schlieen, dass der Schwarze Seeigel das Mittelmeer trotz seiner Hufigkeit erst innerhalb des letzten Jahrhunderts besiedelte[1]. Er ist als Vertreter der Regularia ein typischer Bewohner des Benthos und einer der hufigsten Vertreter der Seeigel auf Kstenfelsen des Sublitorals, wo er sich bevorzugt auf mit Algen bedeckten Kalksteinen aufhlt. Man findet ihn typischer Weise vom Flachwasser bis hin zu einer Tiefe von ungefhr 30 m, wobei er vereinzelt auch noch in Tiefen bis zu 50 m vorkommt[7]. Neben dem Steinseeigel (P. lividus) kolonisiert er Kahlgebiete und Ansammlungen von Makroalgen, wo er sich bevorzugt auf krustenbildenden Kalkalgen niederlsst und durch seine Ernhrungsweise zum Erhalt dieser Kahlgebiete beitrgt[9][10]. In Algenwldern findet man ihn sehr selten. Bisher ist nicht eindeutig ob der Schwarze Seeigel diese meidet, da er krustenbildende Algen als Nahrung bevorzugt, oder ob die Wahl seines Lebensraumes auf seiner Unfhigkeit zur Fortbewegung in Algenwldern beruht[10]. Diese Art ist zwar nicht gesteinsbohrend, kann sich aber durch die Ambulakralfchen auf seiner Oralseite in Brandungszonen stark ans Gestein ansaugen[11]. Man findet ihn allerdings nicht nur auf vertikalen, felsigen Oberflchen, auf denen er einer starken Hydrodynamik ausgesetzt ist, sondern auch auf flachen, felsigen Grnden, zerbrochenen Felsblcken und selten sogar Sand[1].

Traditionell wurde der Schwarze Seeigel aufgrund der Analyse seines Mageninhaltes als Pflanzenfresser (Herbivor) angesehen. Weitere Untersuchungen zeigen jedoch, dass es sich bei dieser Art um einen Allesfresser (Omnivoren) mit Tendenz zur Karnivorie handelt[10]. Aufgrund seiner eingeschrnkten Mobilitt ernhrt sich A. lixula von sessilen oder sehr langsamen, nicht jedoch von freischwimmenden (pelagischen) Organismen[4]. Beim Abweiden seiner Nahrung macht er sich die Zhne seines Kauapparates zum Lsen und Abschaben seiner Nahrung vom Substrat zu Nutzen. Er ernhrt sich unter anderem von verschiedenen Gattungen der Braunalgen, wie Cystoseira spp. oder den Vertretern der Dictyotales[12][13]. Bevorzugt frisst er allerdings selbst in Algenwldern krustenbildende Kalkalgen[8], weshalb ihm oftmals ein selektives Fressverhalten nachgesagt wird[10]. Darber hinaus ernhrt sich A. lixula beim ?Weidegang? auch von sessilen Invertebraten, aufgrund dessen diese Art nach Wangensteen auch als ?Wolf im Schafspelz? bezeichnet wird[1]. Es lsst sich daher auch vermuten, dass seine Vorliebe fr krustenbildende Kalkalgen auf den mit diesen assoziierten Invertebraten beruht.

Viele Vertreter der im Litoral oder benthisch lebenden Arten leben eng vergesellschaftet mit A. lixula und suchen Schutz in dessen direkter Nhe. So halten sich Jungfische der Gobiidae (Grundeln), Gobiesocidae (Ansauger), Blennidae (Schleimfische) und Tripterygiidae (Dreiflossen-Schleimfische) unter oder in unmittelbarer Nhe dieses Seeigels auf. Crustaceae (Krebstiere) wie Garnelen, Amphipoden (Flohkrebse) und Paguroidea (Einsiedlerkrebse) oder auch Polychaeten wie Schuppenwrmer profitieren vom Schutz zwischen seinen Stacheln. Weichtiere wie Kferschnecken und Vorderkiemerschnecken findet man meist unter dem Schwarzen Seeigel[14].

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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