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Venerupis decussata [Tapes (Ruditapes) decussatus] (Linnæus, 1758) -- Kreuzmuster-Teppichmuschel} Ruditapes decussatus -  1. Fund
Ruditapes decussatus - 1. Fund


 

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Gyps fulvus (Hablizl, 1783) -- Gänsegeier



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Gyps fulvus - 1. Fund

Gyps fulvus (Hablizl, 1783) -- Gänsegeier


 
       





 

Der Gnsegeier (Gyps fulvus) ist ein groer Vertreter der Altweltgeier (Aegypiinae); er ist durch seine Gre und die deutlich zweifarbigen Flgel in Europa kaum zu verwechseln. Das stark zersplitterte Verbreitungsgebiet umfasst groe Teile der sdwestlichen Palarktis, nach Norden reicht das Areal bis in das sdliche Mitteleuropa. Die Tiere ernhren sich zumindest in Europa fast ausschlielich von Aas grerer Nutztiere. Gnsegeier brten in Kolonien in Felsen. Altvgel sind berwiegend Standvgel, juvenile und immature Gnsegeier sind Teilzieher und verbringen den Sommer meist abseits der Brutpltze in Gebieten mit reichem Nahrungsangebot. Die Art bersommert seit langer Zeit regelmig in den Alpen und fliegt ? wohl vor allem bedingt durch eine starke Bestandszunahme in Sdwesteuropa ? in den letzten Jahren im Sommer verstrkt auch in das nrdliche Mitteleuropa ein.

Der Gnsegeier zhlt zu den groen Altweltgeiern. Die Krperlnge ausgewachsener Exemplare betrgt 93 bis 110 cm, die Spannweite 234 bis 269 cm. Die Tiere wiegen 6,2 bis 11,3 kg. Die Art zeigt keinen Geschlechtsdimorphismus bezglich Frbung, Gre oder Gewicht. Drei in Italien und Salzburg erlegte Mnnchen wogen 6,2 bis 8,5 kg, fnf Weibchen 6,5 bis 8,3 kg, im Mittel 7,48 kg. Mnnchen aus Europa hatten Flgellngen von 68,4?73,5 cm, im Mittel 70,87 cm, Weibchen aus demselben Raum 69,0 bis 75,0 cm, im Mittel 70,77 cm.[1]

Dieser Geier ist deutlich zweifarbig. Rumpf, Beinbefiederung sowie die kleinen und mittleren Unter- und Oberflgeldecken sind bei adulten Vgeln blass braun bis hell rotbraun mit vor allem auf der Unterseite ausgeprgten hellbeigen Stricheln. Damit deutlich kontrastierend sind die Schwingen und die Steuerfedern fast einfarbig schwarzgrau. Die groen Oberflgeldecken und die Schirmfedern sind schwarzbraun und breit hellbraun gerandet, die hellbraunen Rnder bilden auf dem Oberflgel ein deutliches helles Band. Kopf und Hals sind dicht wei bedunt, an Oberkopf und unterem Vorderhals oft mehr cremefarben. Die lockere, dicht flaumige Halskrause ist wei. Der krftige Schnabel ist gelblich hornfarben bis grngelb und an der Basis blassgrau. Die Wachshaut sowie die unbefiederten Teile der Beine und die Zehen sind grau.

Im Jugendkleid besteht die Halskrause aus schmal lanzettlichen, hellbraunen Federn. Der helle Rand der groen Oberflgeldecken ist nur undeutlich ausgebildet, so dass das helle Band auf den Oberflgeln nur sehr schwach ausgeprgt ist. Der Schnabel ist dunkel hornfarben. Gnsegeier sind im Alter von 6 bis 7 Jahren ausgefrbt.

Im Flug ist die Art in Europa durch die deutlich zweifarbigen Flgel, den dunklen, kurzen, gerundeten oder leicht keilfrmigen Schwanz und den wenig auffallenden kleinen Kopf mit eingezogenem Hals kaum zu verwechseln. Die Vgel wirken auch im Flug sehr gro, diese Gre wird durch die gelegentlichen, sehr langsamen Flgelschlge noch betont. Beim Kreisen werden die Flgel hnlich wie beim Steinadler leicht nach oben gehalten. Die Handschwingen sind tief gefingert. Die Armschwingen sind hufig lnger als die inneren Handschwingen, so dass der Flgelhinterrand geschwungen ist und nicht gerade.

In den Kolonien und am Aas ist die Art recht stimmfreudig. Bei Auseinandersetzungen mit Artgenossen geben die Tiere rtschende oder heiser keckernde Rufe wie ?tetetet? oder ?gegegeg? von sich, zischen oder fauchen. Bei direkten Attacken rufen ranghohe Vgel harsch gnseartig ?kak-kak?, rangniedere Vgel reagieren mit schluchzenden oder glucksenden Lauten. Der von kleinen Jungvgeln beim Betteln genutzte Ruf ist ein glucksendes Piepen, grere Nestlinge rufen gereiht ?gagaga?.[2]

Das stark zersplitterte Verbreitungsgebiet umfasst groe Teile der sdwestlichen Palarktis, nach Norden reicht das Areal bis in das sdliche Mitteleuropa. Der Gnsegeier kommt in Marokko und Algerien und in Europa auf der Iberischen Halbinsel, Sardinien, in Sdfrankreich und nach Osten in weiten Teilen des Balkans vor. Weiterhin sind Teile der Arabischen Halbinsel besiedelt.

ber die Verbreitung in Asien gibt es in der Literatur zum Teil widersprchliche Angaben. Nach Ferguson-Lees & Christie[3] erstreckt sich das Areal ber den Nahen und Mittleren Osten und dann unter Aussparung der zentralasiatischen Hochgebirge nach Nordosten bis in den Sdosten Kasachstans und nach Sdosten ber den Iran und Afghanistan ber Pakistan und den Norden Indiens bis in das Flachland Nepals, mglicherweise auch noch bis Bhutan. Als unsicher und wahrscheinlich nur herumstreifende Gste betreffend bezeichnen die Autoren das Vorkommen in Assam. Nach Glutz von Blotzheim und Bauer[4] reicht das Areal der Art im Nordosten bis in den Nordwesten der Mongolei und im Sdosten nur bis in den Sdwesten Pakistans und in den nordindischen Bundesstaat Jammu und Kashmir.

Zur Brut und zur Rast werden senkrechte oder steile Felsklippen, Schluchten und hnlich nutzbare Felsformationen benutzt, sehr gerne mit berhngen. Die Nahrungssuche findet ber einem weiten Spektrum berwiegend offener und trockener Landschaften statt, dazu zhlen Steppen, Halbwsten, Berghnge und Hochplateaus, aber auch landwirtschaftliche Flchen der Ebene. Die Art kommt in Hhen von 0 bis 3000 m vor; Nahrung suchende Gnsegeier wurden auch bis in 3500 m Hhe beobachtet.

Man unterscheidet neben der Nominatform eine weitere Unterart, Gyps fulvus fulvescens, die nach Ferguson-Lees & Christie in Ostpakistan, Nordindien und Nepal vorkommt und deren Gefieder blasser, aber insgesamt mehr rtlich als das der Nominatform ist.[5] Nach einer molekulargenetischen Untersuchung ist diese Unterart jedoch nher mit dem Schneegeier als mit der Nominatform des Gnsegeiers verwandt und wre daher zu dieser Art zu stellen. Nchster Verwandter und damit Schwestertaxon des Gnsegeiers ist nach dieser Untersuchung der im mittleren Afrika verbreitete Sperbergeier.[6]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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