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Balea (Alinda) biplicata (Montagu, 1803) -- Gemeine Schließmundschnecke} Balea biplicata  -  9. Fund
Balea biplicata - 9. Fund


 

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Fam. Aphrophoridae (Evans, 1946) -- Schaumzikaden


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Erlenschaumzikade
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Bunte Weidenschaumzikade
Philaenus spumarius (Linnæus, 1758) -- Wiesenschaumzikade (7)
Wiesenschaumzikade

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Schaumzikaden (Aphrophoridae), engl. ?spittlebugs?, sind eine Familie der Cercopoidea innerhalb der Unterordnung der Rundkopfzikaden (Cicadomorpha, Clypeorrhyncha). Sie sind meist unauffllig strohfarben, brunlich oder schwarz gefrbt ? im Gegensatz zu den Blutzikaden (Cercopidae), die auffallend schwarz-rot gezeichnet sind. Ein weiteres kennzeichnendes Merkmal dieser Insekten ist, dass die Larven in oberirdischen, selbst erzeugten, Kuckucksspeichel genannten Schaumhllen leben; daher der Familienname. Die Schaumzikaden umfassen weltweit etwa 850 beschriebene Arten.[1]

Schaumzikaden sind im Gegensatz zu den Vertretern ihrer Schwestergruppe, den Blutzikaden (Cercopidae), meist unauffllig strohfarben, brunlich oder schwarz gefrbt. Die Krperform ist meist lnglich- oder breitlnglich-oval. Die behaarten oder unbehaarten Flgeldecken sind ledrig und mit Punktgruben besetzt. Schaumzikaden werden hufig mit Kfern (Coleoptera) verwechselt, sind jedoch leicht an der dachartigen Flgelhaltung als Zikaden erkennbar. Unter den Vorderflgeln liegen die hutigen Hinterflgel.

Die Fe (Tarsen) der Schaumzikaden sind dreigliedrig. Die Schienen des hinteren Beinpaares (Tibien) sind rund und relativ kurz. Die Schienen der Hinterbeine tragen ein bis zwei krftige Dornen (auereuropische Arten zum Teil auch mehr) sowie einen Dornenkranz (Meron) an der Basis. Mit den krftigen Beinen springen erwachsene Schaumzikaden, im Gegensatz zu den trgen Larven, gut. Die Dornen an den Hinterbeinen geben beim Absprung Halt auf der Unterlage.

Der Kopf der Schaumzikaden ist von oben gesehen ? im Gegensatz zu den Blutzikaden ? in der Regel so breit wie der Halsschild (Pronotum) und verfgt ber zwei Punktaugen (Ocellen), ein Paar Facettenaugen und ein Paar kurzer borstenfrmiger Fhler (Antennen). Die Stirnplatte (Clypeus) (Kopfpartie zwischen den Ocellen, siehe Abbildung) ist von vorn und seitlich betrachtet je nach Art mehr oder weniger blasenfrmig vorgewlbt.

Wie alle Zikaden, verfgen auch Schaumzikaden ber einen Saugrssel zur Nahrungsaufnahme. Die Unterlippe (Labium) der Tiere ist als Gleitschiene fr die aus den Mandibeln und Maxillen bestehenden Stechdornen ausgebildet. Innerhalb der Lacinien (einem Teil der Maxillen) verluft ein Kanal, durch den gesaugt werden kann, sowie ein Speichelkanal, durch den Speichel in die Frastelle geleitet wird. Das Cibarium, ein Teil des Mundvorraums, ist wie bei allen Schnabelkerfen zu einer Saugpumpe umgestaltet.

Die innere Anatomie und die Physiologie der Schaumzikaden entspricht weitgehend jener der Insekten. In Anpassung an die spezielle Ernhrung verfgen Schaumzikaden, wie alle Rundkopfzikaden, jedoch ber eine besondere Konstruktion des Verdauungstraktes, um berschssiges Wasser beziehungsweise Kohlenhydrate abzugeben. Der sehr wasserreiche Pflanzensaft der Leitungsbahnen (Xylem) ist im Gegensatz zum zuckerreichen Phloemsaft deutlich rmer an Nhrstoffen, weshalb Schaumzikaden, die sich ausschlielich hiervon ernhren, sehr viel davon aufnehmen mssen. Im Darm der Pflanzensaftsauger existiert eine Filterkammer, die eine bergangsregion zwischen Vorder- und Mitteldarm und dem Hinterdarm herstellt. Sie ermglicht die direkte Ableitung des berschssigen Wassers in den Enddarm und der Nahrungssaft wird vor dem Eintritt in den Mitteldarm verdickt.[2] Ferner sind die Zentren der fr Insekten typischen Strickleiternervensysteme bei den Rundkopfzikaden nur noch im Kopf und in der Brust vorhanden; der Hinterleib wird vom Nervenzentrum der Brust versorgt.[3]

Schaumzikaden sind mit Ausnahme der Arktis und Antarktis in allen zoogeographischen Regionen verbreitet. Sie sind besonders in den Tropen sehr artenreich. Besonders in der Neotropis werden aktuell neue Arten entdeckt und deren phylogenetische Stellung untersucht.

Schaumzikaden besiedeln nahezu alle Biotope. Besonders verbreitet sind sie in grasreichen kosystemen wie Trockenrasen und Steppen bis hin zu Feucht- und Nasswiesen und in Smpfen und Mooren. Sie leben ferner in Wldern und an Waldrndern, von den borealen Nadelwldern ber die Laubwlder der gemigten Breiten bis hin zu den Regenwldern der Tropen. Schaumzikaden sind den abiotischen und biotischen Umweltfaktoren ihrer Lebensrume wie Feuchte, Bden oder Vegetationsstrukturen angepasst. Etliche Arten sind hydrophil, das heit, sie bevorzugen feuchte bis nasse Lebensrume und leben daher an Ufern von Gewssern oder in nassen Wiesen (z. B. die Grasschaumzikade, Neophileanus lineatus). Andere Arten sind dagegen xerophil. Sie leben in Trockenrasen wie beispielsweise die Steppen-Schaumzikade (Neophilaenus infumatus). Etliche Arten besiedeln bevorzugt Sandbden oder Moorbden aus Torf. Sie sind also psammophil beziehungsweise tyrphophil. Wieder andere Arten bentigen einen bestimmten Aufbau der Vegetation. Einige Arten der Gattung Aphrophora, zum Beispiel die Erlenschaumzikade (Aphrophora alni), sind sogenannte ?Stratenwechsler? (sing. Stratum; pl. Straten = Schicht(en)). Whrend sich die Larven in der Krautschicht entwickeln, wechseln die erwachsenen Tiere in die Strauch- und Baumschicht. Viele der genannten Arten sind stenotop, das heit, sie kommen nur in wenigen, relativ gleichartigen Lebensrumen vor. Andere Arten sind dagegen eurytop und kommen in vielen verschiedenen Biotopen vor, wie etwa die Wiesenschaumzikade (Philaenus spumarius).

Allen Schaumzikaden gemeinsam ist die saugende Ernhrungsweise und die meist gering ausgeprgte Wirtspflanzenspezifitt, das heit, etliche Arten sind wenig whlerisch bezglich ihrer Nhrpflanzen. Die Larven leben in oberirdischen Schaumnestern meist in der Krautschicht an S- und Sauergrsern (z. B. Neophilaenus) sowie krautigen Pflanzen (z. B. Philaenus), zuweilen aber auch an Gehlzen (z. B. Aphrophora).

Wie bei allen Zikaden erfolgt die Ernhrung der Schaumzikaden durch das Anstechen und Aussaugen bestimmter Pflanzenteile gewissermaen wie durch einen Strohhalm. Als Xylemsauger ernhren sie sich von dem aufsteigenden Saft der Leitungsbahnen. Schaumzikaden sind in der Mehrzahl polyphag bis oligophag, also wenig whlerisch hinsichtlich ihrer Nahrung. Sie nutzen mehrere Pflanzengattungen oder -familien, was sie von den meisten anderen Zikadenarten unterscheidet. Nhrpflanzen sind vor allem Grser, Binsen und dikotyle krautige Pflanzen; die Gattung Aphrophora saugt auch an Gehlzen.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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