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Extatosoma tiaratum (MacLeay, 1827) -- Australische Gespenstschrecke



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Extatosoma tiaratum - 1. Fund

Extatosoma tiaratum (MacLeay, 1827) -- Australische Gespenstschrecke


 
       





 

Die Australische Gespenstschrecke (Extatosoma tiaratum) ist eine in den Tropen und Subtropen von Australien heimische Art aus der Ordnung der Gespenstschrecken (Phasmatodea).

Die Australische Gespenstschrecke zeichnet sich durch einen langen und dnnen Krper aus. An den blatthnlich aussehenden Gliedmaen hat sie kleine Stacheln. Der Krper hnelt Pflanzenteilen, insbesondere Blttern. Dadurch ist sie fr Fressfeinde nur sehr schwer zu entdecken (Mimese). Sie erreicht eine Krpergre von ca. 140 mm. Bei ausgewachsenen Tieren kann die Frbung gelb bis brunlich oder grn sein. Die Frbung variiert aufgrund verschiedener Umweltbedingungen, wie z. B. Nahrung und Temperatur. Auch knnen sich Australische Gespenstschrecken im Verlaufe ihres Lebens umfrben. So sind Exemplare bekannt, welche die Farbe australischer Flechten annehmen um sich optimal vor Fressfeinden zu schtzen.[1]

Die Mnnchen haben komplett ausgebildete Flgel mit denen sie fliegen knnen, die Weibchen lediglich Stummelflgel. Ausgewachsene Weibchen sind erheblich dicker als die Mnnchen. Im Gegensatz zu den Mnnchen haben die Weibchen auf dem Rcken paarweise angeordnete Stacheln. Weibchen tragen das Abdomen auch als Imagines skorpionsartig ber den Kopf gebogen. Bei Mnnchen wird dies nach der letzten Hutung durch die langen Flgel verhindert.

Die Australischen Gespenstschrecken besitzen die Fhigkeit, Extremitten an vorgesehenen Bruchstellen zwischen Schenkel und Schenkelring abzuwerfen (Autotomie) und diese bei der nchsten Larvalhutung teilweise wieder zu ersetzen (Regeneration).

Australische Gespenstschrecken knnen sich jungfrulich fortpflanzen (Parthenogenese). Sie lassen ihre Eier einzeln auf den Boden fallen. Die Entwicklungsdauer der Embryonen betrgt ca. 5 bis 6 Monate und die der Nymphen ca. 4 bis 6 Monate. Whrend der Entwicklung huten sich die Tiere fnf- (Mnnchen) bzw. sechsmal (Weibchen). Die frisch geschlpften Jungtiere haben einen kleinen schwarzen zierlichen Krper und einen roten Kopf. Mit ihrem Aussehen und ihrer Bewegung imitieren sie die australische Ameisengattung Leptomyrmex.

Ausgewachsene Weibchen leben bis zu einem Jahr lang, Mnnchen erreichen ein Lebensalter von 3 bis 5 Monaten.

Die Australische Gespenstschrecken wandeln zur Fortbewegung nur bedchtig umher. Vorwiegend bewegen sie sich in der Nacht fort und verharren tagsber am gleichen Ort. Zudem schaukeln sie bei der Fortbewegung hin und her, um dadurch vom Wind bewegte Pflanzenteile nachzuahmen. Der gleiche Schaukeleffekt tritt auf, wenn sich in der nheren Umgebung der Gespenstschrecken Pflanzenteile oder Tiere bewegen. Zustzlich zum Aussehen tarnen sich die Gespenstschrecken auch hierdurch vor ihren Fressfeinden. Ausgewachsene mnnliche Tiere sind zudem in der Lage zu fliegen.

Australische Gespenstschrecken sind bltterfressende Tiere und ernhren sich in ihrer Heimat von Eukalyptus. Sie fressen jedoch auch Brombeer-, Himbeer-, Johannisbeer-, Rosen-, Eichen-, Buchen-, Rotdorn-, oder Weidornbltter. Am beliebtesten sind in der Terrarienhaltung jedoch Brombeerbltter, da diese gerne gefressen werden und immergrn sind.

Die Eier werden von den Weibchen aus dem Abdomen geschleudert und landen auf dem Boden. Australische Feuerameisen der Gattung Leptomyrmex sammeln diese Eier, die wie Pflanzensamen aussehen, ein und transportieren sie in ihre Speicherkammern in das Ameisennest. Die Schale ist fr die Ameisen nicht zu knacken, da sie zu dick ist. Durch das Klima in diesen Bauten knnen sich die Nymphen entwickeln und schlpfen dort aus. In den ersten zwei bis drei Tagen sehen sie optisch den Feuerameisen sehr hnlich. D. h., ihr Krper ist schwarz und der Kopf rot. So gelingt es ihnen unversehrt aus den Bauten zu entkommen. Die Jungtiere laufen einige Tage in schnellem Tempo herum, bevor sie auf einer geeigneten Nahrungspflanze zur Ruhe kommen.

Die Art wurde bereits mehrfach beschrieben, was zu diversen Synonymen gefhrt hat. Zeitweilig wurde sie in zwei Unterarten unterteilt, wobei jeder Unterart ein Synonym zugeteilt wurde:[2]

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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