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Tipula oleracea (Linnæus, 1758) -- Kohlschnake} Tipula oleracea -  1. Fund
Tipula oleracea - 1. Fund


 

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Ordnung Phasmatodea (Phasmida) (Jacobson & Bianchi, 1902) -- Gespenstschrecken


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Die Gespenstschrecken oder Phasmiden (Phasmatodea, Syn. Phasmida) sind eine Ordnung pflanzenfressender Insekten. Oft wird die Ordnung, bezugnehmend auf die verschiedenen Krperformen, auch als Stab- und Gespenstschrecken angesprochen. Bereits in der im Jahre 1758 erschienenen 10. Auflage von Carl von Linns ?Systema Naturae? wurden die ersten drei Arten zunchst unter dem Gattungsnamen Gryllus beschrieben. Mitte 2013 waren rund 3.040 valide Arten bekannt. Insbesondere seit Ende des 20. Jahrhunderts werden jhrlich wieder mehrere Arten entdeckt und beschrieben.[1] Fast alle Vertreter leben in tropischen und subtropischen Gebieten, vor allem in der orientalischen Region, in Europa kommen 17 Arten vor.[2] Charakteristisch fr die Gespenstschrecken ist ihre im Vergleich zu allen anderen Insektenordnungen berdurchschnittliche Gre und die oft bizarre, an Pflanzenteile erinnernde Krperform. Im Vergleich zu anderen Insekten mit hnlicher Gestalt fllt die sehr kurze Vorderbrust (Prothorax) auf. Die Mittelbrust (Mesothorax) ist dagegen stets sehr lang. Zu den ursprnglichen Merkmalen der Phasmiden gehrt auch das Vorhandensein von paarigen Wehrdrsen, deren ffnungen sich im Prothorax befinden.

Den Namen Gespenstschrecken, vom wissenschaftlichen Namen Phasmatodea (griechisch: Phasma = Gespenst) abgeleitet, erhielten diese Insekten aufgrund ihres Aussehens. Je nach Krperform und Gre werden bestimmte Arten auch ?Stabschrecken?, ?Wandelnde Bltter? oder ?Wandelnde ste? genannt,[3] wobei nur die Wandelnden Bltter eine taxonomische Einheit bilden, nmlich die Phyllioidea. Vielfach werden die Gespenstschrecken in der deutschen Sprache auch ?Stabheuschrecken? oder ?Gespenstheuschrecken? genannt, obwohl als Heuschrecken blicherweise nur Vertreter der Langfhlerschrecken (Ensifera) und der Kurzfhlerschrecken (Caelifera) verstanden werden. Letztendlich gehren Gespenstschrecken nicht einmal im wrtlichen Sinn zu den Schrecken (= Springer), da sie nicht springen knnen und zur Fortbewegung meist nur langsam laufen oder klettern.[3]

Die wissenschaftliche Bezeichnung der Ordnung lautet Phasmatodea und geht auf Jacobson und Bianchi 1902 zurck. Bis heute findet man besonders im englischen Sprachraum und im Amateurbereich die Bezeichnung Phasmida Leach, 1815, welche aber als falsche Ableitung des oben erwhnten Wortes Phasma gilt und in Phasmatodea korrigiert werden musste. Auerdem ist auch der 1915 von Crampton erstmals verwendete Name Cheleutoptera ein Synonym zu Phasmatodea.[1][4]

Besonders schwierig ist die Verwendung von Trivialnamen fr einzelne Arten. Whrend im englischen Sprachraum meist sehr einheitliche Namen fr die jeweiligen Arten verwendet werden, sind im Deutschen hufig Fantasienamen und Sammelbezeichnungen im Umlauf. So werden mit dem Namen ?Riesengespenstschrecke? verschiedene Arten bezeichnet, die hufig nur die Gre gemeinsam haben. Gleiches gilt fr viele groe stabfrmige Arten, die meist als ?Riesenstabschrecken? angesprochen werden. Mit dem Namen ?Dorngespenstschrecke? ist in der Regel Eurycantha calcarata gemeint. Aber auch dieser Name wird gelegentlich fr ganz andere Arten verwendet, so etwa fr Heteropteryx dilatata, Aretaon asperrimus oder gar Extatosoma tiaratum. Ebenso problematisch kann die Verwendung von Landes- oder Regionsnamen in der Artbezeichnung sein, da in bestimmten Verbreitungsgebieten dutzende oder gar hunderte Arten vorkommen knnen.[5] Oft wird sehr oberflchlich mit der Zuordnung von Namen zu Arten oder hheren Taxa umgegangen. So geht beispielsweise aus dem Vergleich verschiedener Publikationen nicht hervor, ob mit ?Baumhummer? nur die Art Dryococelus australis gemeint ist oder ob auch andere Vertreter der Unterfamilie Eurycanthinae so angesprochen werden.[6][7]

Gespenstschrecken knnen extrem lange und dnne (Stabschrecken), blattartig verbreiterte (Wandelnde Bltter) oder anders geformte Krper haben. Mit ihrem Habitus ahmen sie fast immer Pflanzenteile, wie Rinde, Zweige, ste oder Bltter in ihrer Umgebung nach (Phytomimese). Durch diese Tarnung sind sie insbesondere fr ihre Fressfeinde nur schwer zu entdecken. Die Beine sind im Gegensatz zu denen der Heuschrecken nicht zu Sprungbeinen umgebildet, werden aber hufig in die Tarnung einbezogen. Der Krper ist oft mit Dornen, Stacheln oder Tuberkeln bedeckt. Die Grundfarbe von Gespenstschrecken ist meist braun oder grn, wobei neben allen bergngen auch weie, gelbe, rote, blaue und schwarze Krperzeichnungen auftreten knnen. Die Krperlnge von Gespenstschrecken-Arten kann zwischen 15 und 328 Millimetern betragen. Damit sind selbst die kleinsten Vertreter verglichen mit denen anderer Insektenordnungen relativ gro. Die bisher kleinste bekannte Art ist Miniphasma prima, von der bisher nur ein 17,5 Millimeter langes Weibchen bekannt ist. Die Mnnchen drften noch etwas kleiner sein. Weitere klein bleibende Arten finden sich in den Gattungen Grylloclonia und Ommatopseudes.[8] Als lngste Gespenstschrecke und damit auch als die lngste rezente Insektenart gilt die im Jahre 2008 von Philip Bragg beschriebenen Art Phobaeticus chani. Das beschriebene Weibchen dieser Art hat eine Krperlnge von 328 bzw. 357 Millimetern und eine Gesamtlnge von 570 bzw. 567 Millimetern (Angaben variieren je nach Quelle). Auch die Weibchen verschiedener anderer Phobaeticus-Arten erreichen ber 300 Millimeter Lnge. Die Mnnchen bleiben bei diesen Arten deutlich kleiner. Im Falle von Phobaeticus chani ist das beschriebene Mnnchen lediglich 132 Millimeter lang. Das grte bekannte Phasmidenmnnchen, und somit auch das lngste rezente mnnliche Insekt, ist Phryganistria heusii, bei welchem eine maximale Krperlnge von 250,5 Millimetern und eine Gesamtlnge von mehr als 470 Millimetern ermittelt wurde.[9][10][11]

Der Kopf der Phasmiden ist nach vorn gerichtet und meist so beweglich, dass nur er bei der Nahrungsaufnahme am Blattrand entlang bewegt wird, whrend der Krper in Ruhe verharrt. Ihre Mundwerkzeuge sind vom kauend-beienden Typ. Diese sind charakterisiert durch je ein Paar Oberkiefer (Mandibeln) und ein Paar Unterkiefer (Maxillen), die von den Seiten her zugreifen. Unpaarig ist dagegen die Unterlippe (Labium) und die darber liegende Zunge (Glossa) mit den beiden Nebenzungen (Paraglossae) sowie die Oberlippe (Labrum). Die Antennen sind, wie die aller Insekten, als Geielantennen ausgebildet. Das erste Glied, welches als Basal- oder Schaftglied (Scapus) bezeichnet wird, besitzt als einziges Muskulatur. Es ist hufig verbreitert und deutlich von allen anderen Fhlergliedern zu unterscheiden. Das zweite, sogenannte Wendeglied (Pedicellus), ist zusammen mit allen anderen Gliedern (Flagellomere), die die Geiel bilden, gegenber dem Scapus beweglich. Die Geiel kann in ihrer Lnge und der Anzahl der Glieder sehr stark variieren. Das Spektrum reicht von sehr kurzen Antennen mit acht Gliedern bis hin zu langen Antennen mit etwa 100 Gliedern. Eine Ausnahme hinsichtlich des Fhlerbaus bilden die beiden Vertreter der Gattung Paragongylopus, deren Fhler aus nur drei Gliedern bestehen. Whrend die ersten beiden Glieder sehr klein sind, ist das dritte stark vergrert.[12] Die Facettenaugen sind meist klein bis mittelgro. Bei einigen Vertretern, insbesondere bei flugfhigen Mnnchen, sind zwischen diesen noch bis zu drei Einzelocellen zu finden (wie bei den Mnnchen der Wandelnden Bltter). Auf dem Kopf knnen sich verschiedenste Strukturen befinden. Hufig sind zwei Dornen oder Stacheln vorhanden, die wie Hrner wirken knnen. Sind es mehr als zwei, knnen sie wie regelrechte Dornenkronen erscheinen. Gelegentlich sind zwei senkrecht stehende, halbrunde, ohrfrmige Strukturen, sogenannte Aurikel vorhanden.

Die Vorderbrust (Prothorax) der Phasmiden ist stets sehr kurz. Dieses Merkmal ist so charakteristisch, dass andere phytomimetische Insekten, die ebenfalls stabfrmig sind, auf den ersten Blick von den Phasmiden zu unterscheiden sind. So sind etwa die langgestreckten, stabfrmigen Fangschrecken der Gattungen Thesprotia und Brunneria oder die ebenso gestalteten Kurzfhlerschrecken der Familie Proscopiidae anhand der deutlich lngeren Vorderbrust als Vertreter anderer Ordnungen zu erkennen. Im Prothorax befinden sich die ffnungen der bei vielen Phasmiden voll funktionsfhigen Wehrdrsen. Die Mittelbrust (Mesothorax) ist das mit Abstand lngste Krpersegment. Auch die Hinterbrust (Metathorax) kann insbesondere bei stabfrmigen Arten sehr lang sein.

Gespenstschrecken gehren zwar zu den Fluginsekten (Pterygota), bei denen die Imagines am Meso- und Metanotum je ein Paar Flgel haben, knnen aber auch ungeflgelt oder unvollstndig geflgelt sein. Bei der Ausbildung der Flgel sind alle Varianten mglich. Sowohl die Vorder- als auch die Hinterflgel knnen reduziert sein oder vollstndig fehlen. Sind Vorderflgel vorhanden, sind sie stets als Tegmina ausgebildet, also vollstndig sklerotisiert und mit erkennbarer Aderung. Sie knnen sehr klein sein (wie z. B. bei Pseudophasma acanthonotum) oder auch so gro wie der Hinterleib (wie z. B. bei den Weibchen der Wandelnden Bltter). Wenn Hinterflgel (Alae) vorhanden sind, knnen sie ebenfalls reduziert sein und wie bei Hypocryrtus scythrus auch ohne das Vorhandensein von Vorderflgel ausgebildet sein. Vollstndig ausgebildete Hinterflgel knnen komplett hutig, also wenig sklerotisiert sein. Hufiger sind die vorderen Felder (zwischen Costa und Cubitus) strker sklerotisiert. Sie bedecken hnlich den Elytren der Kfer das Abdomen. Ihr hinterer Bereich, das Analfeld, ist stets hutig und ermglicht einigen Arten zu fliegen.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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