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Eptesicus nilssoni (Keyserling & Blasius, 1839) -- Nordfledermaus} Eptesicus nilssoni -  3. Fund
Eptesicus nilssoni - 3. Fund


 

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Fam. Attelabidae (Billberg, 1820) -- Blattroller


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Die Blattroller (Attelabidae) sind eine Familie der Kfer, sie gehren zur berfamilie Curculionoidea. Die Familie wird bei verschiedenen Autoren etwas unterschiedlich abgegrenzt: einige Forscher betrachten die Unterfamilie Rhynchitinae als eigenstndige Familie. Die Attelabidae umfassen weltweit etwa 2100 Arten (Stand: 2004), davon gehren etwa die Hlfte zu den Rhynchitinae[1]. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt in den Tropen.

Die Kfer werden vier bis acht Millimeter lang. Sie sehen den Rsselkfern sehr hnlich, weil bei ihnen auch ein Rostrum (Rssel) zu erkennen ist, das allerdings krftiger ausgeprgt ist. Die Fhler sind nicht gekniet. Die Beine sind krftig entwickelt (zum langsamen Schreiten). Die Fe sind fnfgliedrig, das vierte Glied jedoch oft nur undeutlich zu erkennen. Die Fuunterseiten sind dicht behaart. Typisch fr die Familie sind die viersegmentigen Maxillarpalpen (bei den meisten anderen Curculionoidea sind sie ein- oder zweisegmentig). Die meisten Arten sind auffallend gefrbt (aposematische Frbung oder Warntracht), insbesondere viele Rhynchitinae sind auffallend metallisch glnzend. Die Kfer wirken fast immer kahl, dichter Haar- oder Schuppenbesatz ist fast nie vorhanden.

Unverkennbar sind die Arten der Unterfamilie Apoderinae. Bei ihnen sind am Kopf die Schlfen backenartig gerundet, verlngert und der Kopf nach hinten hin halsfrmig abgeschnrt.

Sowohl die Kfer als auch die Larven ernhren sich von Pflanzen (phytophag). Nahrungsbasis sind berwiegend Bltter von Laubbumen und Struchern. Besonders hufig werden die Rosaceae, Fagaceae und Betulaceae genutzt, aber es kommen auf eine Vielzahl anderer Pflanzenfamilien spezialisierte Arten vor. Etwa zwei Drittel aller Arten sind monophag an einer einzigen Pflanzenart oder einer Gattung[1]. Nur wenige Arten kommen an zahlreichen verschiedenen Pflanzenarten vor.

Die Kfer haben eine auergewhnliche Brutfrsorge entwickelt. Das Weibchen schneidet Bltter so ein, dass sich diese zusammenrollen. In diese Rolle legt es ihre Eier, damit sich die Larven geschtzt entwickeln knnen. Einige Formen beien das Blatt lediglich ab, so dass es welkt und zu Boden sinkt. Dieses Verhalten gilt als primitive Form, aus dem sich das ausgefeilte Verhalten der Blattwickler entwickelt hat. In der Unterfamilie Rhynchitinae kommen auch Arten vor, die keine Bltter rollen oder falten. Diese Arten leben meist in Fruchtanlagen oder Knospen. Wenige Arten leben an krautigen Pflanzen, in Mitteleuropa z. B. Auletobius sanguisorbae am Groen Wiesenknopf. Sehr wenige, phylogenetisch ursprngliche Arten leben an Nadelhlzern.

Das Verhalten der Blattroller wurde von vielen der frhen Naturforscher bemerkt und beschrieben, ausfhrlich von Jean-Henri Fabre z. B. beim Pappelblattroller (Byctiscus populi)[2]. Der Kfer whlt ein voll entfaltetes, aber noch weiches Blatt aus. Er frisst eine Nische in den Blattstiel, die die meisten, aber nicht alle, Gefe durchtrennt. Das Blatt beginnt zu welken, es hngt nun senkrecht nach unten. Der Kfer wechselt auf die Blattoberseite und ergreift die Blattrnder, die er mit seinen krftigen Klauen ergreift und nach innen einrollt. Er hlt das Blatt in der gerollten Position fest, bis sich seine Form der neuen Lage angepasst hat. Die nchste Lage des Wickels wird in entgegengesetzter Richtung bearbeitet, um den bereits gerollten Teil zu sichern. Ist die Rolle fertig, presst der Kfer seinen Rssel gegen den letzten Wickel, bis dort aus dem Blatt klebriges Drsensekret austritt, dass den Wickel fixiert. Das Bearbeiten eines solchen, zigarrenfrmigen Blattwickels dauert etwa 24 Stunden. In jeden Wickel werden ein, oder mehrere Eier abgelegt. Die Begattung durch das Mnnchen erfolgt whrend des Rollvorgangs.

Die meisten Attelabinae wenden eine etwas andere Technik an. Sie schneiden nicht den Blattstiel an, sondern schneiden einen zur Mittelader senkrechten Schnitt durch den basalen Teil der Blattspreite. Dadurch wird nicht das gesamte Blatt, sondern nur dessen vorderer Teil in einen Wickel umgebaut. Je nach Art wird nur eine Seite oder beide Seiten der Blattspreite eingeschnitten. Einige Formen rollen Bltter, ganz ohne sie vorher einzuschneiden. Die Form und Gestalt der Blattwickel ist spezifisch verschieden[3]. Bei den meisten Arten fllt der welke Blattwickel frher oder spter ab und zu Boden. Die Larve verpuppt sich dann meist in einer Puppenwiege im Erdreich.

Einige Attelabidae berlassen das Blattrollen Verwandten. Der nordamerikanische ?Diebsrssler? (thief weevil) Pterocolus ovatus gehrt zu diesen Kleptoparasiten. Er sucht gerade fertiggestellte Blattwickel von Homoeolabus analis an Eichen oder Kastanien. Anschlieend frisst er das Ei dieser Art und legt sein eigenes Ei in den Blattwickel ab. Die Larve entwickelt sich anschlieend normal von der Blattsubstanz weiter[4].

Attelabidae besitzen in der Regel nur eine Generation pro Jahr. Nur von wenigen Arten wird eine zweite Generation berichtet.

Einige Arten gelten, zumindest lokal, als land- oder forstwirtschaftliche Schdlinge. So gilt Rhynchites bacchus als gefrchteter Schdling im Obstbau.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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