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Corvus corone cornix (Linnæus, 1758) -- Nebelkrähe} Corvus corone cornix -  4. Fund
Corvus corone cornix - 4. Fund


 

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Ordnung Proboscidea (Illiger, 1811) -- Rüsseltiere


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Fam. Elephantidae (Gray, 1821) -- Elefanten (26)
Elefanten

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Die Ordnung der Rsseltiere (Proboscidea) wurde nach dem aufflligsten Merkmal, dem Rssel (lat. proboscis), benannt. Ihre einzigen heute noch lebenden Vertreter sind die Elefanten.

Die Rsseltiere unterscheiden sich nicht nur durch den beraus langen Rssel, sondern auch durch ihren Krperbau und ihre charakteristische Bezahnung (Stozhne bzw. groe Mahlzhne) von allen anderen Landsugern. Besonders markant ist die Rsselbildung, welche anfnglich kaum vorhanden war. Spter entwickelte sich der Rssel, der bei heutigen Tieren aus bis zu 150.000 lngs, zirkular oder schrg verlaufenden Muskelfasern einer Vielzahl verschiedener Muskeln besteht, zu einem feinfhligen Greiforgan, welches das Erreichen der Bltter auf hheren Bumen ebenso ermglichte wie das Abreien von Grasbscheln in den Steppen.[1]

Besondere skelettanatomische Merkmale sind die sulenfrmigen Gliedmaen, die senkrecht unter dem Krper stehen, wobei die oberen und unteren Partien der Extremitten einen Winkel von 180 bilden. Dies unterscheidet die Rsseltiere von zahlreichen anderen Sugetieren, deren Beine in einem leichten Winkel angeordnet sind. Die deutlich vertikale Stellung, die mglicherweise schon im Eozn vollstndig ausgebildet war, untersttzte dabei die enorme Gewichtszunahme der frhen Vertreter dieser Ordnung.[2] Weiterhin besitzen die Langknochen keine Knochenmarkhhle, sondern der Raum ist mit Spongiosa gefllt, was den Beinen eine grere Festigkeit gibt. Die Blutbildung findet dabei in den Zwischenrumen statt.[1] Als weitere Besonderheit an den Fen besitzen Rsseltiere einen sechsten ?Zeh?, der jeweils hinter dem Daumen bzw. dem groen Zeh ansetzt (Die Ansatzstelle befindet sich jeweils am oberen (proximalen), nach hinten innen zeigenden Gelenkende des Metacarpus I (Daumen) beziehungsweise des Metatarsus I (groer Zeh) und aus Knorpelmaterial besteht, das teilweise verknchert ist. Er dient zur Untersttzung der anderen Zehen bei der Stabilisierung des hohen Krpergewichtes. Er ist schon bei den Deinotherien nachweisbar und geht so bis ins frhe Miozn zurck. Die Entwicklung dieser anatomischen Besonderheit hngt mit der enormen Krpergrenzunahme der Rsseltiere in jener Zeit zusammen, die verbunden ist mit der Abkehr von der eher amphibischen Lebensweise der frhen Probodscidea-Vertreter hin zu einer rein terrestrischen.[3]

Eine andere Besonderheit weist der sehr groe Kopf der Rsseltiere auf, dessen Schdeldach aus luftgefllten Hohlrumen besteht. Diese bienenwabenartig geformten Hohlrume, die durch dnne Knochenplttchen voneinander getrennt sind, verringern nicht nur das Gewicht des gesamten Schdels, sondern ermglichten gleichzeitig auch einen enormen Zuwachs an Volumen der Schdeloberflche. Dieser Volumenzuwachs war notwendig, um einerseits ber die mchtige Nackenmuskulatur den Halt des Kopfes inklusive der evolutiv immer grer werdenden Stozhne zu gewhrleisten, andererseits aber auch um der krftigen Kaumuskulatur fr den massiven Unterkiefer als Ansatzflche zu dienen. Die Entwicklung eines derartigen luftgefllten Schdels begann stammesgeschichtlich schon sehr frh bei den Rsseltieren und ist bei einigen Vertretern schon im Oligozn, mglicherweise auch schon im spten Eozn nachgewiesen.[1][4]

Das ursprngliche permanente Rsseltiergebiss besa noch die vollstndige Bezahnung der relativ altertmlichen tertiren Sugetiere mit drei Schneidezhnen, einem Eckzahn, vier Prmolaren und drei Molaren je Kieferast.[5] Im Laufe der stammesgeschichtlichen Evolution reduzierte sich die Zahnanzahl kontinuierlich bis zu den heutigen Elefanten, die nur einen Schneidezahn im Oberkiefer (Stozahn) und drei Molaren je Kieferbogen aufweisen, wovon aber nur jeweils ein Molar im Ober- und im Unterkiefer in jeder Kieferhlfte zur Verfgung steht. Diese werden beim Kauen der Pflanzennahrung stark abgenutzt, knnen jedoch bei den heutigen Elefanten fnf Mal nachgeschoben werden, umfassen also sechs Generationen. Diese sechs Generationen beinhalten drei Milchprmolaren (diese werden von einigen Experten aufgrund der starken hnlichkeit zu den Molaren auch als Milchmolaren angesprochen,[6] sind aber aus ontogenetischer Sicht Prmolaren) und drei Dauermolaren.[1] Der Zahnwechsel erfolgt dabei horizontal, indem sich ein neuer Zahn erst von hinten herausschiebt, wenn der vordere weitgehend abgekaut ist. Dieser horizontale Zahnwechsel, der sich von dem vertikalen der meisten andern Sugetiere deutlich unterscheidet, entstand durch die Verkrzung des Kiefers in der Rsseltierevolution, so dass nicht mehr alle Zhne gleichzeitig Platz fanden. Erstmals aufgetreten ist dieses Merkmal im mittleren Oligozn.[7] Auch die Stozhne des Oberkiefers fallen bei den jungen Elefanten nach dem ersten Jahr aus, werden dann aber durch stndig wachsende ersetzt.

Zur systematischen Einteilung der Rsseltiere wird hauptschlich der Aufbau der Molaren herangezogen. Die Kauflche dieser Mahlzhne ist sehr vielgestaltig und der jeweiligen Lebensweise der Tiere angepasst. Sie kann hckerige Strukturen (bunodont) aufweisen, wie bei einigen sehr frhen Rsseltieren, oder aus einzelnen Querleisten aufgebaut sein (lophodont bis zygodont), die teilweise durch verschieden starke Abnutzung hrterer und weicherer Stellen eine dachartige Struktur ausbilden wie bei den Stegodonten bzw. lamellenartig geformt sein wie bei den Mammuts und den heutigen Elefanten.[1]

Markantestes Skelettelement sind die Stozhne, die gerade, gedrillt, nach oben oder unten gebogen, schaufelfrmig, dem Ober- oder Unterkiefer oder beiden entspringend, weit auseinander oder eng zusammenstehend, und in den verschiedensten Lngen (bis zu 4 m) und Strken vorhanden waren. Die Stozhne sind eine Bildung der Schneidezhne, die anfnglich noch recht klein und weitgehend senkrecht im Kiefer standen, spter in Verbindung mit der allgemeinen Reduktion der Zahnanzahl im Gebiss der Rsseltiere aber einen bergroen Wuchs erreichten. Dabei entstanden die Stozhne des Oberkiefers aus den zweiten Schneidezhnen (I2) des jeweiligen Kieferastes, whrend der Ursprung der Unterkieferstozhne unter Experten lange diskutiert, mittlerweile aber der erste Schneidezahn (I1) des Kieferastes identifiziert wurde.[8] Heute leben nur noch die Elefanten mit ihren beiden Stozhnen im Oberkiefer.

Die Anpassungen der Sto- und besonders der Backenzhne ermglichten den Rsseltieren die Erschlieung verschiedener pflanzlicher Nahrungsquellen, von den Sumpfpflanzen, die dem frhen Moeritherium als Nahrung dienten, ber Bltter und Zweige, die mit den Rsseln abgerissen wurden, oder Rinden, die wie bei den Deinotherien mit den Stozhnen abgeschlt werden konnten, bis zu den Grsern der Savannen und Steppen, welche u. a. die Mammuts bevorzugten und die besonders intensiv gekaut werden mssen.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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