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Chrysoperla (Chrysopa) carnea s.l. (Stephens, 1836) -- Gemeine Florfliege} Chrysoperla carnea -  2. Fund
Chrysoperla carnea - 2. Fund


 

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Ordnung Chiroptera (Blumenbach, 1779) -- Fledertiere


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Fam. Pteropodidae (Gray, 1821) -- Flughunde (1)
Flughunde
Fam. Vespertilionidae (Gray, 1821) -- Glattnasen (26)
Glattnasen

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Die Fledertiere (Chiroptera), auch Flattertiere genannt, sind eine Ordnung der Sugetiere. Mit rund 1100 Arten, ein Fnftel aller Sugetierarten,[1] sind die Fledertiere nach den Nagetieren die artenreichste Ordnung innerhalb der Sugetiere. Die Fhigkeit zum Schlagflug haben sie als stammesgeschichtlich jngste Gruppe der Wirbeltiere erworben ? nach den ausgestorbenen Flugsauriern und den Vgeln.

Fledertiere sind nahezu weltweit verbreitet, sie kommen auf allen Kontinenten der Erde mit Ausnahme der Antarktis vor. Auch in anderen polaren Regionen sowie auf entlegenen Inseln fehlen sie. Auf manchen Inseln (zum Beispiel Neuseeland) waren sie dagegen bis zur Ankunft des Menschen die einzigen Sugetiere. Die grte Artenvielfalt besteht in den Tropen. Die Glattnasen-Freischwnze (Emballonuridae), die Bulldoggfledermuse (Molossidae) und die Glattnasen (Vespertilionidae) kommen in allen warmen Regionen der Erde vor. Elf Familien leben nur in der Alten Welt (darunter die Flughunde (Pteropodidae)), sechs nur in der Neuen Welt, z. B. die Blattnasen (Phyllostomidae). Die Glattnasen und einige Hufeisennasen (Rhinolophidae) haben auch khlgemigte Klimazonen besiedelt. Die fast weltweit verbreiteten Mausohren (Myotis) haben das grte Verbreitungsgebiet aller Sugetiergattungen.[1]

Gestalt, Morphologie sowie der Bau und die Leistung der Organe sind von den Erfordernissen des aktiven Fluges bestimmt und fhrten zu zahlreichen Analogien mit den Vgeln. Alle Fledertiere knnen fliegen, ein sekundrer Verlust der Flugfhigkeit, wie bei einigen Vgeln, kommt nicht vor. Die Flgel wurden durch eine Umgestaltung der Vorderextremitten gebildet. Der Oberarmknochen und vor allem die Fingerstrahlen II bis V sind stark verlngert. Der Schwerpunkt liegt im Brustbereich, wo die Wirbelsule aufgebogen ist um Platz fr das krftige Herz und die groe Lunge zu schaffen. Die krftige Flgelmuskulatur setzt an einem hufig vorhandenen Brustbeinkamm an. Die Hftgelenke sind zur Seite gedreht, sodass die Beine seitlich stehen. Trotzdem knnen einige Arten, z. B. die Neuseeland-Fledermuse, auf dem Erdboden geschickt laufen. Die Fukrallen sind scharf und gebogen und dienen dem Festhalten in der Ruheposition. Mit Ausnahme der Flughaut sind die Fledertiere zumeist mit einem dichten Fell bedeckt. Die meisten sind braun, grau oder schwrzlich. Einige Arten sind auch rtlich oder gelblich gefrbt. Auch ein reinweies Fell kommt vor. Einige Arten sind gestreift oder fleckig gemustert. Auch die Flgel knnen gemustert sein. Bei einigen Arten sind sie mehr oder weniger transparent. Flughunde besitzen oft eine kontrastreiche Frbung im Hals- und Schulterbereich (?Kragenbildungen?). Unterschiedliche Frbungen zwischen den Geschlechtern sind nur selten. Fledertier besitzen eine drsenreiche Haut und in vielen Fllen groe Drsenansammlungen im Gesicht (bei Blattnasen, Glattnasen und Hufeisennasen) oder im Nacken und auf den Schultern (bei Blattnasen und Flughunden). Die Drsen sind bei Mnnchen oft ausgeprgter als bei den Weibchen. Die von den Drsen ausgeschiedenen Sekrete dienen der olfaktorischen Kommunikation.[2]

Die Flugmembran besteht aus zwei Hautschichten und erstreckt sich von den Handgelenken bis zu den Fugelenken. Weitere Membranen erstrecken sich von den Handgelenken zu den Schultern und zwischen den Beinen. Letztere wird Uropatagium (Schwanzflughaut) genannt, sie bindet den Schwanz ? sofern vorhanden ? mit ein und dient oft zum Einkeschern der Beute. Der Daumen ist kurz ? nur bei den Stummeldaumen (Furipteridae) fehlt er ? und trgt eine Kralle, die vier brigen Finger sind stark verlngert und spannen die Flughaut. Whrend Flughunde meist am zweiten Finger ebenfalls eine Kralle haben, fehlt diese bei den Fledermusen. Ein Dorn am Fugelenk, Calcar genannt, dient zum Aufspannen der Schwanzflughaut. Die Hinterbeine der Fledertiere sind im Gegensatz zu den meisten anderen Sugetieren nach hinten gerichtet, sie enden in fnf bekrallten Zehen.

Die Gre der Fledertiere variiert erheblich, wobei die Schweinsnasenfledermaus (Craseonycteris thonglongyai) mit 3 cm Lnge und 2 Gramm Gewicht als eines der kleinsten Sugetiere berhaupt gilt, whrend der Kalong-Flughund (Pteropus vampyrus) und der Goldkronen-Flughund (Acerodon jubatus) eine Flgelspannweite von zu 1,7 Metern und ein Gewicht von 1,2 bis 1,5 Kilogramm erreichen kann.[1]

Fledertiere lassen sich am leichtesten anhand ihres Kopfes unterscheiden. Viele Familien sind durch typische Nasenbltter, Falten, Furchen, Warzen oder Ohrformen charakterisiert. Die Familie der Neuweltblattnasen (Phyllostomidae) zeigt eine besonders hohe Variabilitt hinsichtlich der Schdelform. Am Ohreingang befindet sich oft ein spitzer oder stumpfer Ohrdeckel, der Tragus. Die Ohrkapseln der Fledermuse sind gro, Trommelfell und Gehrknchelchen sind klein. Zur akustischen Isolation von den Schall erzeugenden Organen ist die Hrschnecke oft nur locker mit dem Schdel verbunden. Flughunde besitzen groe, leistungsfhige Augen, die der Fledermuse sind eher klein. In Anpassung an das Fliegen sind die Schdelknochen leicht und dnn. Je nach Ernhrungsweise variiert die Schdelform. Bei Nektar trinkenden Arten sind die Schdel lang und schmal. Besonders extrem ausgeprgt ist dies bei der Bananenfledermaus (Musonycteris harrisoni). Frchte oder Insekten fressende Arten besitzen krzere und breitere Schdel, z. B. das Greisengesicht (Centurio senex), eine frugivore Art. Die Kleine Bambusfledermaus (Tylonycteris pachypus) und die Diskusfige Fledermaus (Eudiscopus denticulus), die hohle Bambusstngel als Unterschlupf nutzen, besitzen sehr flache Schdel um die engen Spalten, die den Zugang zu ihren Schlafquartiere bilden, zu passieren.[3]

Durch die Vielfalt der Ernhrungsweisen hat sich eine groe Variabilitt der Bezahnung entwickelt und heute knnen etwa 50 verschiedene Zahnformeln unterschieden werden. Die ursprngliche Zahnformel der Chiroptera lautet I 2/3, C 1/1, P 3/3, M 3/3 = 38. Hufig besitzen Fledertiere nur zwei Schneidezhne im Oberkiefer, eine kurze Schnauze geht in den meisten Fllen mit einer geringeren Zahl von Prmolaren einher. Die Molaren der insektivoren, piscivoren und carnivoren Arten sind scharfkantig und knnen die die tierische Nahrung zerschneiden. Frchte fressende Fledertiere besitzen oft einen krftigen Gaumen und eine starke Zunge und quetschen mit beiden und ihren flachkronigen Molaren nur den Saft aus dem Fruchtfleisch, whrend sie die faserigen Reste wieder ausspucken. Die langen und dolchartigen Eckzhne dieser Tiere dienen dem Festhalten der Frchte. Bei den Arten, die sich von Nektar ernhren, sind die Molaren durch Lcken getrennt und besitzen lange, schmale Kronen. Das Gebiss des sich von Blut ernhrenden Gemeinen Vampirs (Desmodus rotundus) ist stark reduziert und besteht nur noch aus zwanzig Zhnen. Die oberen Praemolaren und die Molaren sind rckgebildet, die oberen Schneidezhne und Eckzhne sind vergrert und besitzen messerartige, scharfe Kanten um die Haut der Beutetiere zu durchtrennen.[4]

Die meisten Fledertiere ? mit Ausnahme einiger Flughunde ? sind nachtaktive Tiere, die tagsber in einem Versteck schlafen. Sie hngen dabei meist kopfber an den Fen, wodurch im Gefahrenfall eine schnelle Flucht durch einfaches Fallenlassen ermglicht wird. Sie brauchen keine Kraft, um sich festzuklammern, da die Krallen durch das Gewicht der Fledermaus gekrmmt werden. Deshalb fallen selbst tote Fledertiere nicht herab. Die meisten Fledermuse orientieren sich whrend des Fluges durch Echoortung: Mit dem Mund oder der Nase stoen sie Laute ab, die im Ultraschallbereich liegen, also jenseits der menschlichen Hrgrenze. Manche Arten, insbesondere die Groblattnasen (Megadermatidae) und die Blattnasen (Phyllostomidae) haben auffllige Auswchse an den Nasen, sogenannte Nasenbltter, die zur Verstrkung dieser Laute dienen. Die Ohren sind gut entwickelt und oftmals sehr gro, ein Tragus (Ohrdeckel) ist bei vielen Arten vorhanden und dient zum besseren Empfang der zurckgesandten Signale. Im Gegensatz dazu verwenden Flughunde mit Ausnahme der Rosettenflughunde keine Echoortung. Fledertiere sind nicht blind, sondern haben gut entwickelte Augen, auch wenn ? wie bei vielen nachtaktiven Tieren ? die Stbchen in der Netzhaut berwiegen. Insbesondere Flughunde haben einen gut entwickelten Gesichtssinn. Auch der Geruchssinn ist bei den meisten Arten gut entwickelt.

Fledertiere verbringen den Tag in Hhlen, Felsspalten, Baumhhlen oder in menschengemachten Behausungen wie Minen, Ruinen und Gebuden; Flughunde schlafen eher auf Bumen als Fledermuse. Viele Arten leben in groen Kolonien, oft aus Tausenden von Tieren, andere sind Einzelgnger.

In khleren Regionen halten sie oft Winterschlaf oder ziehen whrend des Winters in wrmere Regionen. Auch whrend des Tagesschlafs sinkt ihr Stoffwechsel in strkerem Ausma als bei anderen Sugetieren.

Quelle: WikipediaQuelle: Wikipedia

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